Schalten von 220V~

Hi,
Ich möchte mir eine schaltbare Steckdosenleiste basteln, also genauer sollen in ein 19''-Gehäuse eine Galerie von Kaltstrombuchsen rein die
ich dann per Atmel uC schalten will (RS232 Anbindung). Ich möchte von unterwegs meine Computersammlung und alle möglichen Gerätschaften aus-/einschalten können.
Soll ich dabei das gute alte Relais hernehmen oder kann ich auch ein Triac verwenden? Stromverbrauch ist natürlich ein Kriterium, zumal einige Stecker i.d.R. 24x7 durchgeschaltet sein sollen.
Die Lasten sind alle 220V~, aber Aussage über Phasenverschiebung kann ich keine treffen; hauptsächlich sollen Computer dran hängen.
Vom Strom her: Es sollte in etwa schon das möglich sein was durch einen üblichen Verteiler möglich ist: Unter anderem mag ich auch eine SUN E3500 schalten sowie FC-Arrays oder ganze Bandroboter. Deshalb sollten sicherheitshalber pro Buchse 1kW kein Problem sein...
lg Peter
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Bevor Du an zu Basteln fängst, würde ich mich zuerst über die aktuelle Nenn-Netzspannung informieren. lg Leo..
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Leo Baumann schrieb:

Die dürfte das kleineste Kriterium sein. Liegt wohl hier zulande immer im bekannten Bereich.
Was hier mir hier Gedanken macht ist der gewünschte Strom!
1 Kilowatt pro Kaltbuchse ist happig! Ein normaler Büro- oder Haushaltsstromkreis liefert meist max. 16 Ampere. Also ca. 3,5 kW.
Das elektronische Schalten dieser Leistung widerum ist kein Problem: SSR
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Jens Fittig schrieb:

Denk ich auch, ja ist so. Ich hab mir eh gedacht ob ich einfach sicherheitshalber noch Sicherungen in meinen Kreis einbauen soll.
Ich mein, im Regelfall sinds kleine Geräte oder normale Rechner < 150W die ich eben aus-/einschalten können will.
Hapig wirds womöglich bei meinen "Großrechnern", aber die will ich eben unbedingt schalten. Natürlich verfügen die *alle* über einen normalen Kaltgeräteanschluss.
Sicher sagen kann ichs nicht aber soweit ich weiss habe ich bei der E3500 + 2 FC-Arrays (40 FC-Platten à 15k RPM) um die 1,5kW gemessen. Gleichzeitig hängen die eh nicht an einem Stecker, aber 1kW sicherheitshalber wäre glaub ich nicht schlecht.
Achja, Einschaltstrom der Dinger ist ohnehin nicht zu unterstschätzen: Gleichzeitig eingeschaltet ist der Einschaltstrom so hoch dass unweigerlich die Sicherung fliegt. Also wenn würd ich sie ohnehin einzeln hintereinander schalten.
Im übrigen habe im betreffenden Raum 2 Kreise zu Verfügung (1x 16A verzögert, 1x12 A flink). Ich habe vor beide in mein Schaltgerät einzubauen und so die schweren Lasten aufzuteilen.
Übrigens: Allein aufgrund des Stromverbrauchs werden die Dinger eh sehr selten laufen/eingeschaltet werden. Es geht mir eher darum sie bei Bedarf "mal kurz" zu schalten.

Sold-State-Relays?
Ich hab mittlerweile einiges darüber gelesen: Bin mir nicht sicher ob das in meinem Fall so gut ist, denn die verbraten im geschaltetem Zustand ziemlich viel an Energie oder? Und sogar noch abhängig von der zu schaltenden Last?
Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass zumindest 3 Geräte die dranhängen werden idR 24x7 geschaltet sein werden, sollte natürlich im geschalteten Zustand nicht mehr verbraucht werden.
lg Peter
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Peter Mairhofer schrieb:

ja
nicht der Rede wert!
Schau dir mal bei RS das an: 394-462
Mein Lieblingsteil <g> - kostet zwar richtig Geld. Lohnt sich aber.
Geht aber auch billiger.
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Ähnliche Dinger von dem Hersteller haben wir seit den 80ern/90ern in unseren Geräten verbaut, mit einer geradezu unglaublich geringen Ausfallrate - die geht quasi gegen Null, obwohl Leistungselektronik! Und wenn mal was kaputt ist, dann an sich immer durch Mißhandlung seitens der Nutzer...
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de /
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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

SSR sind aber ehr bei hoher Schalthäufigkeit angesagt, oder bei kapazitiver Last. Ich würde im Falle des OP stinknormale Kleinrelais nehmen, 100mW Steuerleistung, und keine nenneswerten Verluste am Kontakt.
Gruß Dieter
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Hallo, Dieter,
Du meintest am 12.05.09:

Im speziellen Fall würde ich allerdings eher den Vorschlag aufgreifen, eine rotierende Blende zu benutzen, vielleicht an den Sekundenzeiger eines (alten?) Weckers mit Synchronmotor drangehängt.
Viele Gruesse! Helmut
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Peter Mairhofer schrieb:

Kling ein wenig wie ein C't Projekt das es mal vor ein paar Jahren gab. Vielleicht hilft dir der Link
http://www.heise.de/ct/Netz-Schalter--/projekte/134622
ich glaube das ding gab es auch mal als Bausatz bei Segor.
Hope That Helps
Oliver
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Oliver Schneidewind schrieb:

Ja, danke, tut es.
lg Peter
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Peter Mairhofer schrieb:

Mit den elektrotechnischen Kenntnissen, die Dein Text erkennen lt, solltest Du von dem Projekt entweder ganz die Finger lassen oder wenigstens den Teil mit Netzspannung einem Fachmann berlassen.
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Wolfgang Hauser schrieb:

FACK! So ein Projekt ist nix für Leute die die Frage derart stellen.
Es gibt fertige LÖsungen. Kosten halt richtig Geld. Sind dann aber auch ziemlich sicher.
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Peter Mairhofer schrieb: ...

Mechanische Relais sind billig, zuverlässig und wenn du bistabile Typen verwendest (die nur zum Umschalten Strom brauchen) jedem SSR in der Verlustleistung überlegen. (bei 1kW musst du ein SSR kühlen!) ...

den Relais macht das nichts. Über die Dimensionierung der Zuleitung und Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wirst du dir sicherlich noch Gedanken machen.
MfG
Robert
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Robert Loos schrieb:

LOL! Du kennst keine richtigen SSR <g>

Quatsch! 1 KW sind knapp 4,5 Ampere - das machen die richigen SSR mit passiver Kühlung locker im Dauerbetrieb.
z.B. http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/002e/0900766b8002e163.pdf
Habe ich genug Schaltungen mit gebaut.

FACK!
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Jens Fittig schrieb:

immer langsam mit den jungen Pferden! Dein untengenannter Typ braucht z.B. allein zur Ansteuerung bei 5V Steuerspannung dauernd (d.h. solange es eingeschaltet ist) 15mA also etwa 75mW. Ein bistabiles Relais wie etwa das Gruner 707 benötigt einen 20ms-Impuls von 0.9W und dann nichts mehr (0W), ist dem SSR damit bereits in der ersten Sekunde voraus. http://www.schalten-und-bewegen.de/ablage/med_00000111_1224750412_G707L.pdf

^^^^^^^ Da schreibst du es doch selbst.

Na lass mal sehen: 1.6V Spannungsabfall mal 4.5A macht 7.2W Verlustleistung. Bei einem Relais mag dass noch weggehen aber pack' mal 10 Stück davon in eine kuschelige Kiste. Über einem mechanischen Kontakt (leider ist in dem Gruner-Datenblatt kein Kontaktwiderstand angegeben aber ein vergleichbares von Hongfa hat 50mR) wären es nur 1W.
Gruß
Robert
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Robert Loos schrieb:

Nur? Grob überschlagen sind das ca. 15 Cent im Jahr!

Das ist echt sowas von lächerlich! Sich wegen 75 Milli(!)Watt Gedanken machen wenn man hinten 1 Kilowatt schalten will. Echt albern!
Vor allem weil die nötige extra-Steuerungselektronik für das Relais ja auch noch was haben will.
Dein Relaistip hat seine Berechtigung. Z.B. in batteriebetriebenen Zimmerthermostatsteuerungen. So wie ich es eine habe. Der schaltet mit so einem Relais den 230V-Ventilator meines Nachtspeicherofens.

Nein: Unterstelle mir keine anderen Aussagen!
Er schreibt: "_Musst_ du kühlen". Das ist aktiv. Das Teil kann in normaler Umgebung ohne aktive Kühlung betrieben werden. Z.B in so einer Rackbox mit Lüftungsschlitzen reicht das vollkommen aus wenn das passiv gemacht wird.

Wir reden nicht von "kuscheligen Kisten" sondern einer metallenen Rackbox! Lass es also sein so blöde Vergleiche zu bringen!

Na und? Wenn der tatsächlich 1 kW schaltet. Was spielen dann lächerliche 7,2 Watt Verlust eine Rolle?
Man kann alles voll übertreiben mit der Stromsparerei! Und bevor ich mir irgendwelche klackernde und mehr oder weniger anfällige Mechaniken hinbaue, nehme _ich_ ein SSR. DU kannst es von mir aus anders machen und auf die Milliwattspartour gehen. Und dann vergisst du einmal das Licht aus zumachen und hast deine Jahresersparnis in einem Tag sinnlos verheizt.
Klar bin ich generell für Energieeinsparung. Aber bitte nichts übertreiben!
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Jens Fittig schrieb:

Kein Mensch hat was von Kosten gesagt. Du hast mit deinem "LOL" behauptet dass bistabile Relais im Hinblick auf die Verlustleistung SSR nicht überlegen sind und das ist falsch.

Du verstehst nicht, was "Musst du kühlen" bedeutet. Der OP hat angedeutet, ein SSR mit Triac selbst zu bauen und ohne Kühlkörper geht das nicht. Ich habe nichts von einer aktiven Kühlung gesagt.

wie gesagt, sie heizen.
Gruß
Robert
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Robert Loos schrieb:

Vielen Dank für den Tipp! Ich glaube ich werde mich für die Relais entscheiden, vor allem die bistabilen sind mir sehr sympathisch.
SSD hin & her, die Vorteile brauch ich für meinen Anwendungszweck eigentlich nicht: Ich schalte sehr selten, Verschleiss ist vernachlässigbar, notfalls tausche ich es aus und vor allem: Es braucht wirklich 0W!
Ich weiss, Jens, dein Vergleich mit dem Stromverbrauch hat natürlich was. Ich versuche dennoch wo es geht jedes Watt einzusparen. Ich werde mich z.B. bemühen dass die Box mit <1W durchkommt. Natürlich schalte ich hinten bis zu 1kW (nein, realistisch sinds eh nur 500W), allerdings geschieht das ja sehr selten. Und immerhin werden ca 150W ($x7 Server + Kleinkram wie Switch) dauerhaft geschaltet. Da ists mir schon sehr viel sympathischer wenn das Ding dann 0.00000... W braucht ;-)
Ausserdem hab ich die Ansteuerung von Relais schon mal gemacht (ok, Triac mit Optokoppler auch), aber das geht wirklich viel einfacher. Da reicht hinter dem uC ein Treiberbaustein & Freilaufdiode und fertig.
Und schlussendlich: Deine Berechnung meint 1x75mW. Ich muss aber 20 Schalter in der Box unterbringen.
Danke trotzdem für alle konstruktiven Meldungen!
lg Peter
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Peter Mairhofer schrieb:

Die bistabilen haben fr eine vllig autonom laufende Steuerung einen groen Nachteil: Der Schaltzustand ist noch zustzlich zu ermitteln, wenn Du nicht riskieren willst, da die Steuerung irgendwann (z.B. nach Stromausfall) Ein/Aus vertauscht annimmt.
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Wolfgang Hauser schrieb:

da gibt man beim Booten vorsichtshalber einen Impuls auf die "Aus"-Spule und schon ist's wieder definiert. Vertauscht kann nicht sein. Möglicherweise verwechselst du das mit einem Eltako-(Stromstoß-) Relais.
Gruß
Robert
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