Sinnvoller KRITIS Schutz versus Blackouts?

Jan 29, 2026 Last reply: vor 5 Monaten 20 Replies

Hallo.



Derzeit liest man ja wieder viel das man Kritische Infrastruktur besser schützen sollte und müßte. Speziell natürlich Stromleitungen weil davon ja heute quasi alles abhängt.



An gewissen "Brennpunkten", neuralgischen Stellen mag das ja noch angehen. Aber ich frage mich da ob das Bundesweit gesehen nicht schlichtweg aussichtslos ist. Ich meine, allein die Tausende Kilometer Freileitungen auf ebenso Tausenden von Hohen Masten kann man sicher nicht alle mit Zäunen, Überwachung und Sensoren spicken. Das dürfte schon Preislich nichts bringen und nur den Strompreis hoch treiben.



Kurz: Einen Blackout verhindert man mit so was nicht, das geht einfach nicht. Ich meine man sollte sich da eher auf den Erhalt der Fähigkeit zur Schnellen Abhilfe konzentrieren. Um damit die Zeit des Blackouts zu minimieren in dem man schaut welche Stellen das Potential für den längsten Blackout hätten. Man kann sicher nicht neben jeden Großtrafo ein Ersatzgerät stellen, das könnte ebenso abgefackelt werden. Aber wenn z.b. jemand einen oder mehrere Masten einer Höchstspannungsleitung durch Sprengung zu Fall brächte dann scheint es mir deutlich wichtiger zu sein das dadurch nicht ausgerechnet z.b. die Einzige Firma (Wie viele gäbe es denn?) die diese Masten herstellt oder transportiert/aufbaut für Wochen stromlos wäre. Wobei ich jetzt mangels Kenntnis davon ausgehe das so ein Stahlbetrieb entweder Mastsegmente auf Lager hätte oder halbwegs schnell in der Lage sein müßte fehlende (Standard-)Teile zu bauen. Was sicherlich Große Sägen, Schweißgeräte und Hebezeuge erfordert. Wird vermutlich immer noch schneller gehen als einen Trafo neu zu bauen. Aber wie lang genau... weiß das jemand? Ein Blackout von Tagen ist besser als Wochen. Wochen sind besser als Jahre (Trafo?).



Folglich müßte man bei EVU und Netzbetreibern primär darauf schauen wo die Lieferanten der Kritischsten Bauteile des Netzes selbst sitzen und vordringlich die Versorgungsleitungen dort hin gegen Sabotage absichern. Wenn nicht durch Vermaschung oder Redundante Leitungen eh abgesichert. Außer ein Angreifer kappte auch die Redundante Leitung. Wer kann das?



Ich weiß natürlich auch nicht wie lange eine "Schnelle Eingreiftruppe" der Polizei bis zu einem gegebenen Mast bräuchte wenn die Kameras des Betreibers Potentielle Attentäter ausmachten und der sofort Alarm schlägt. Mag sein das dann schon ein Mast umgefallen ist. Eine "Autonome Kampfdrohne" vor zu schicken wäre wohl Overkill (wenn es sie gäbe oder ihr Angriff dann nicht den Mast umsprengt)



Aber: EIN Mast ist bestimmt schneller ersetzt als 2 oder mehr und die gesamte Leitung über diese hinweg. Die Zeit des Blackouts könnte so zumindest verkürzt werden wenn er schon nicht verhindert werden kann.



Und analog dazu könnte man auch in anderen Bereichen und Netzebenen verfahren. Ist nur so eine Idee.


100% Sicherheit gibt es ja nie. Aber wer hätte vor 20-30 Jahren gedacht das ein paar Hooligans wg. Wirre Politischer Ansichten Stromleitungen absichtlich sabotieren - oder Diktatoren wieder Oberwasser bekommen.

Damals, im Kalten Krieg hätte ich bestenfalls bei einer Gefahrenlage angenommen das die Bundeswehr Strommasten gegen Ausländische Attentäter sichern müßte - aber nicht 24/7. Das ist doch unrealistisch so was überhaupt zu fordern.



Bye/ /Kay


Das wird gemacht, von manchen EVUs mehr als von anderen. Ich Arbeite in so einer Firma, und einer unserer Netbetreiber-Kunden ist besonders strikt: Die Produkte dürfen nur in eigenen Bereichen in die Hand genommen werden, in die nur eigens vom Kunden freigegebene Mitarbeiter dürfen. Regelmäßige Kontrollbesuche etc.

Dass wir in Österreich sitzen und nicht in China, das ist sicher auch hilfreich.

Weiterhin ist eine beliebte Strategie Anlagen redundant von 2 Herstellern ausstatten zu lassen, z.B. 1x von Siemens, 1x von Alstom.

Also ja, das war schon vor den Fällen in Berlin ein großes Thema.

/ralph

Am 29.01.26 um 01:44 schrieb Kay Martinen:

Ist es.

Und auch "neuralgische Stellen" gibt es einfach zu viele, als das man sie alle 24/7 mit bewaffnetem Personal besetzen könnte. Kameras bringen wenig - Brandsätze sind schnell gelegt und bis Einsatzkräfte vor Ort sind, ist der Schaden bereits so groß, das man schon aus Sicherheitsgründen erst mal abschalten muss, falls ein Kurzschluss das nicht bereits erledigt hat.

Die ist grundsätzlich ja vorhanden. Das THW leistet bei solchen Vorfällen stets großartige Arbeit und ist auch üppig ausgestattet, spätestens in Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Auch die Bundeswehr hilft gerne mit Personal, Tankfahrzeugen, Zelten+Decken, etc.

Klemmen tut es, wenn dann, eher bei den Schnittstellen vor Ort. Wenn das Pflegeheim oder andere kritische Infrastruktur keinen standardisierten Anschluss zur Einspeisen von Notstrom vorhält, dauert es. Und wenn der Bürgermeister sich in seiner Villa verschanzt und zwischendurch Tennis spielen geht, statt im Krisenstab präsent zu sein, ist das auch nicht hilfreich.

Unter normalen Umständen dauern Arbeiten im Hochspannungsnetz mehrere Wochen für Vorbereitung (Hoch/Tiefbau), Durchführung und erforderliche Tests vor dem Wiedereinschalten. Hinzu kommen Lieferzeiten von Monaten bis Jahren für speziellere Bauteile. Spätestens ein Großtransformator ist immer eine aufwändige Sonderanfertigung.

Realistisch einlagern kann man nur ein paar häufig gebrauchte Standardkomponenten sowie Notbehelfe. Aber auch deren Montage dauert - insbesondere wenn die Witterung nicht mitspielt.

Wenn es nur einen möglichen Lieferanten an einem einzigen Standort gibt, ist der Fehler bei der Beschaffung bereits geschehen. Dessen Versorgungssicherheit ist dann das kleinere Problem - das Größere ist, das so ein Werk normalerweise gut gefüllte Auftragsbücher hat.

Der Verlauf der Leitungswege ist im Hochspannungsnetz kaum zu verbergen. Masten sind sowieso weithin sichtbar und eine von tief wurzelndem Bewuchs freigehaltene Schneise mit Warnschildern, die an einem Umspannwerk endet - was wird das wohl sein? Ganz zu schweigen von einer gut gefüllten Kabelbrücke über einen Kanal direkt neben einem Umspannwerk, wie unlängst in Berlin.

... und wer einen Brandsatz legen kann, kann auch zwei legen.

Der Mast fällt und das Kabel ist beschädigt, sobald der Täter nicht mehr damit rechnen muss, das das Ding ihm auf den Kopf fällt. Jegliche "Einsatztruppe", die mehr als 500m entfernt stationiert ist, hat keine Chance, den Schaden zu verhindern.

Oberirdische Leitungen sind generell sehr viel schneller zu reparieren. Es hat seinen Grund, warum Länder, die häufig mit Naturkatastrophen zu kämpfen habe, ihre Leitungen eher nicht unter die Erde legen.

Eventuell sollte man die von ästhetischen Erwägungen geprägte Entscheidungsfindung in Deutschland in diesem Punkt auch mal überdenken.

Ich bin da ja noch immer skeptisch. Die "Vulkangruppen" spucken zwar linke Propaganda, aber die Anschlagziele (Bahnstrecken und kommunale Infrastruktur) passen einfach nicht dazu. Nur ein einziger Anschlag der letzten Jahre, der auf die Stromversorgung von Tesla, passt wirklich in eine linksextreme Agenda. Irgendwie riecht das alles furchtbar nach "false flag"...

Da ging man auch noch von anderen Kriegsszenarien aus. Ein hybrider Krieg, der sich primär gegen zivile Infrastruktur richtet, ist eine relativ junge realpolitische Erkenntnis.

Am 29.01.2026 um 12:36 schrieb Hergen Lehmann: ...

Neben Brandsätzen und Sprengstoff gibt es ja weitere Möglichkeiten, wo durch besondere Wettereinflüsse, Materialermüdung usw. etwas kaputtgehen kann.

Der VNB Stromnetz Berlin schrieb sinngemäß dass sie ihr Hochspannungsnetz gut vermascht haben und größtenteil gegen (n-1) Fehler gewappnet sind. Ja größtenteils ist eben doch nicht komplett (n-1) sicher. Wenn man sich den Verlauf der 110kV Leitungen z.B. auf openinframap.org ansieht kann man sehen wie *drei* 110kV Leitungen an der Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde zusammengefasst wurden und damit zwei Maschen komplett weg waren - ein unerwartetes, starkes Naturereignis hätte ähnliche Folgen haben können (vorsorglich im Konjunktiv).

Kein Umspannwerk dürfte m.E. nur eine Hochspannungszuführung haben, schon eine tatsächliche Halbredundanz beinhaltet auch eine räumliche Trennung der Zuführungen.

BTW: Zwei Stromkreise auf dem gleichen Masten sind bitte noch keine Form einer Redundanz, das erleichtert nur Schaltarbeiten.

Für die Mittelspannungsebene wäre eine redundante Versorgung für jeden Ortstrafo eine schier unlösbare Aufgabe, aber Mittelspannungsleitungen sind auch schneller mit Provisorien überbaut bzw. repariert.

Bei den ÜNB sieht das alles AFAIK besser aus.

Am 29.01.26 um 13:45 schrieb Thomas Einzel:

Das ist zu einem großen Teil historisch bedingt. Das Netz im Westteil Berlins wurde aus bekannten Gründen als Inselnetz gebaut, mit einem zentralen 380kV-Backbone und diversen sternförmig davon ausgehenden 110kV-Ringen. Nach der Wende hatte man zwar die

380kV-Ebene redundant ans Umland angebunden, aber die 110kV sind immer noch weitgehend eine Insel, mit dem einen oder anderen historischen single-point-of-failure an der Stadtgrenze.

Ja. Es ist etwas unklar, warum man alle diese Leitungen (plus noch etliche Mittelspannungsleitungen) über diese Brücke geführt hat, obwohl es zwei benachbarte Straßenbrücken gibt. Möglicherweise spielt dabei eine Rolle, das eine dieser Straßenbrücken vor gut 10 Jahren neu gebaut wurde, dabei Leitungen aus dem Weg geschafft und anschließend nicht wieder zurückverlegt wurden.

Das war/ist beim Umspannwerk Lichterfelde auch gegeben! Es verfügt über zwei Zuführungen: eine vom Umspannwerk Steglitz und eine zweite vom direkt benachbarten Gasturbinenkraftwerk Lichterfelde mit immerhin rund 300MW elektrisch.

Das durch den Anschlag entstandene Problem war nicht die Zuführung, sondern die Weiterverteilung in Richtung Zehlendorf.

Ja. Auf Mittelspannungsebene gibt es sogar mobile Schaltanlagen und Container-Kraftwerke.

Aber ein Ausfall auf der 110kV-Ebene, das ist eine andere Hausnummer.

Nach meiner Beobachtung ist die hiesige Stadt über eine einzige Freileitungstrasse (mit zwei

110-kV-Systemen) angebunden ...

Es gäbe sogar eine Kreuzung mit Bahnstrom ...

Beleg? Ich kenne es nur so, das oberirdisch wegen "billig" bevorzugt wird.

Japan ist berühmt für sein Wirrwarr an oberirdischen Leitungen und Erdbeben werden oft als Grund genannt.

Ob es wirklich nur das ist oder Kostengründe, darüber wird anscheinend heftig diskutiert.

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/ralph

Es sind nicht nur die. als ich Kind war, fiel noch öfter mal der Strom aus und gern einzelne Phasen. Mein Vater hatte das Haus so geplant, daß sich in jedem Raum der Wegfall nur einer Phase miimal auswirkte.

In den Achtzigern wohnte ich bei Aachen knapp hinter der Grenze in Belgien. Absolut bei jedem Gewitter fiel ausnahmslos und vorhersagbar der Strom aus. Beim ersten Donner versichterte ich mich mit einem Blick, daß Kerzen und Strichhölzer das lagen, wie sie hingehören und wo ich sie blind finden kann.

Etliche exakte technische Tuschezeichnungen habe ich in der Nacht vor der Abgabe bei Kerzenschein angefertigt. Damals war ich jung und hatte junge Augen.

Am 29.01.2026 12:36 Uhr schrieb Hergen Lehmann:

Über die Bahn werden u.a. Kriegsgerät und ab und an auch mal radioaktive Abfälle transportiert. Das hat schon einige Leute auf den Plan gerufen, diese Transporte zu stören. Es gab ja auch schon Brandanschläge auf Rüstungsunternehmen bzw. deren Zulieferer.

Entsprechende Bekennervideos waren mal auf linksextremen Seiten zu sehen, da wurden Brandsätze den Reifen von auszuliefernden Militärfahrzeugen gezündet.

Auch das Abfackeln von Mülltonnen oder Fahrzeugen von Privatleuten ist im linksextremen Spektrum öfter mal auf der Agenda, z.B. beim G20-Gipfel in Hamburg.

Am 29.01.2026 01:44 Uhr schrieb Kay Martinen:

Die ganzen Pylone sind hier frei zugänglich, auch einige Trafostationen. Wer die beschädigen will, kann das tun.

Wenn dem Angreifer bekannt ist, wo diese verläuft, ist das möglich. Das rauszufinden ist nicht soo schwer - Security by Obscurity hat noch nie sinnvoll funktioniert.

Schon alleine diese Überwachung aufzubauen wird ein ordentlicher Aufwand.

Drohnen könnte ich mir da in Zukunft auch vorstellen. Entsprechende Terroristen werden die sich besorgen, Transportdrohnen gibt es ja schon und die zu modifizieren sollte bei Leuten, die Anschläge planen, auch drin sein.

Bis so ein Mast ersetzt ist dauert es sehr lange, weil man erstmal die Teile (nicht alle sind gleich) da haben muss und dann noch die entsprechenden Leute, die den aufbauen. Die Leitung wird minimum mehrere Tage außer Betrieb sein.

Das hat sich heute geändert.

Die Umsetzung ist es mehr oder weniger.

Würde ich auch als Hauptgrund sehen. Der Zweite ist das man leichter ran kommt und ohne Erdarbeiten schneller wieder aufbauen kann - was ebenfalls ein Kostengrund ist. Und evtl. der Genehmigungen?

Dazu kommt die "kostenlose" Luftkühlung der Leitungen die IMHO schon bei deren Lastplanung anhand Wetterprognosen mit einbezogen wird. Bei Erdleitungen wird es das in der Form nicht geben und wenn dann ist der Zeitfaktor (Hohe Last, Abkühlphase) wohl deutlich länger. Der "Kühlkörper" Erde ist sicher langsamer als die Luft.

Aus gutem Grund meine ich.

Schließt ja nicht aus das beides Gründe sind. In Erdbeben-gebieten wie Japan, Kalifornien oder in der Sturmschneise der USA ist es sicher einfacher und billiger Überirdisch zu verlegen als durch Erdverschiebungen zerrissene Hochspannungsleitungen unterirdisch zu flicken. Dabei könnten ja auch größere Flächen; wie bei einem Blitzeinschlag; kurz unter Hoher Spannung stehen. Könnte ungesund sein wenn sich jemand in dem Spannungstrichter aufhält und das nicht mal weiß.

Aber bei einem Wirbelsturm wären Unterirdische Leitungen schon sicherer denke ich. Außer natürlich das Umspannwerk wird davon zerfetzt oder Fluten o.a. würden die Leitungen unter- und raus-spülen.

In Gegenden wo solche Naturereignisse nicht zu erwarten sind (z.b. in DE) hielte ich die Unterirdische Verlegung immer für eine Sinnvolle Option - wenn sie nicht viel Teurer wäre. Aber das müssen die ÜNB entscheiden. Dann liegt halt schon mal die Reserveleitung an der gleichen Stelle/Brücke wie ihr Pendant... Pech. :-/

Bye/ /Kay

Hallo Kay,

Wie kommst Du auf solch dünnes Eis? Luftkühlung ist sehr wahrscheinlich die viel weniger effiziente, als jeder Festkörper. Luft taugt sehr gut zur thermischen Isolation, aber meist sehr schlecht zur Wärmeabfuhr.

Marte

Am 02.02.26 um 13:26 schrieb Marte Schwarz:

ACK.

Aber: oberirdische Leitungen können je nach Bauweise trotzdem stärker überlastet werden als ein Kabel, da nicht auf die begrenzte thermische Beständigkeit der Isolierung Rücksicht genommen werden muss. Eine klassische Hochspannungsleitung mit blanken Seilen und Keramik-Isolatoren kann fast glühen, ohne das Havariegefahr besteht.

Unbewegte Luft mit Konvektionsunterdrückung wie in Pullovermaschen, Isolierstoffporen und Doppelfenstern ja. Ansonsten wirf mal einen Blick in Tabellenwerke für 10 A:

Offen liegende Litze an freier Luft: 0,75 mm2 Mantelleitung im Rohr: 1,0 mm2 Einzeldraht im Rohr: 1,5 mm2

Mantelleidung direkt eingeputzt wie in den Siebzigern üblich finde ich nicht tabelliert. Ich kenne da aber in der Praxis keine anderen Werrte als bei Verlegung im Rohr.

Ein unbemantelter Draht frei im Wind in gr0ßer Höhe ist sehr gut gekühlt, ein eingebuddelter hinter dicken Isolierlagen eher nicht.

Die Erdkabel für Höchstspannung liegen in Schutzrohren. Man könnte da forciert kühlen, aber passiert das?

Am 02.02.26 um 13:41 schrieb Hergen Lehmann:

  • Wind(chill-Effekt)? Von Earthchill hab ich noch nichts gehört.

Obiges habe ich mal gelesen das ÜNB das Wetter nutzen. Weißt du es nicht oder stimmt es nicht?

Ich meinte zum einen DAS und bei Unterirdischer Verlegung mag der Boden drumherum ja viel Wärme besser aufnehmen können, aber ich denke das er sie nicht so schnell weiterleitet (andere Erde, Oberfläche) und es da leichter zu einem Wärmestau kommen kann. Der letztlich (zeitfaktor) die Isolierung überhitzen kann. Wenn das geschah ist die Havarie doch nur noch eine Zeitfrage.

Die Blanken Freileitungen hängen dann evtl. nur mehr durch, so wie an Heißen Sommertagen auch.

Aber bei Erdverlegung hängt es wohl auch sehr von der genauen Art ab. Ich nahm hier jetzt an das ein Kabel direkten Kontakt mit dem Verdichteten Erdreich hat in dem es liegt und bestenfalls eine Plastikwanne und Flatterband als Warnung drüber läge. Also nicht luftumhüllt in Betonrinne o.a.

Bye/ /Kay

Hallo Axel,

Du schriebst am Mon, 02 Feb 2026 14:45:54 +0100:

Da wird direkt getriebene Konvektion angenommen.

Da ist berücksichtigt, daß die Leitungen im Rohr halt in einem Luftpolster liegen, dessen Konvektion be- bis verhindert ist.

Das wird auch relativ ähnlich sein, da diese Leitungen beim Abbinden / Austrocknen des Wandmaterials sich von diesem lösen und damit trotzdem in einer Lufthülle zu kiegen kommen; zudem leitet eine trockene Wand die Wärme auch nicht besonders gut ab. Im Gegensatz dazu liegen Erdleitungen (Erdkabel) i.a. wenigstens in einem Sandbett oder sind vollständig vom Erdreich umschlossen, das dann auch noch feucht bis nass ist. Wasser hat ja eine recht hohe Wärmekapazität, und im Boden ist das Wasser auch relativ beweglich, wenn erwärmt, kann es also laufend durch nachströmendes kühleres Wasser ersetzt werden. Die Verhältnisse sind also nicht ganz trivial, es kommt da schon auch auf die jeweils vorliegenden Bedingungen an.

Ein Projekt, das hier in der Nähe gebaut wird:

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Die eigentlichen Kabel müssen da noch eingezogen werden.

Weitere Artikel aus der Regionalpresse:

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nur wegen des Fotos.

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