Siemens Trocker überhitzt

Jan 19, 2026 Last reply: vor 5 Monaten 15 Replies

Hallo



hat jemand eventuell Praktische Erfahrungen zu den häufigeren (Wahrscheinlicheren) Ursachen dafür das ein Trocker überhitzt und Not-Abschaltet? Hier geht es um einen Siemens WT44E100/08 und das Flusensieb in der Tür ist Sauber, der Wärmetauscher (Kondensat-Trocker) WAR auf der Abluft-seite zwar verstopft aber inzwischen gereinigt und wieder durchgängig. Die dünneren "Gitter" (Querrichtung) darin für die Zuluft-seite habe ich anschließend gereinigt. Auch da kann man im Gegenlicht nun wieder durch sehen.



Aber es ist immer noch so das er z.b. beim Programm "Warmluft 20minuten" vor Zeitablauf abschaltete.



Jetzt gerade eben im gleichen Programm aber mit "Schon" Taste hat er dagegen das Programm regulär beendet. Unterschied: Vorher waren ALLE Kontroll-lampen aus, jetzt leuchteten sie weiter. "Schon" scheint aber nicht die Heizleistung zu reduzieren, sondern eher die Temperatur-steuerung. S.u. (immer noch 2kW)



Da das Abschalten und "Lampen aus" darauf hindeutet das der Temperatur-begrenzer auslöste nehme ich an das der schon mal nicht defekt ist. Denn direkt nach dessen auslösen war die direkt erreichbare linke Seitenwand auch merklich heißer als normal.



Die Heizung soll Nominal 2kW haben und beim eben beendeten "Warmluft 20 min Schon" hat sie das (lt. OpenHab das einen BG&E Modbus-zähler ausliest) auch gehabt. Für ca. 15 minuten, danach ging es runter auf ca.



100 Watt (vermutlich der Motor). Diese Leistung hat sie auch ohne die "Schon" Taste vorher schon gehabt. Nur das er ohne "Schon" Not-abschaltete.

Ich weiß, alles eher Indizien die ich noch durch Messung/Untersuchung verifizieren sollte. Laut meiner Vorab-Suche wären die weiteren Kandidaten; neben der Heizungsmessung; dann


- Temperatursensor (an der Heizung?)



- Lüfterrad



- Filzdichtung Trommel



- Flusen in der Heizung.



Wenn man Flusen in der Heizung am Verbrannten Geruch erkennt würde ich das eher verneinen. Kein solcher Geruch zu bemerken.



Dagegen ist mir in der Vergangenheit schon ein Quitschendes Geräusch aufgefallen wenn der Trockner das Programm startet. Das war bisher aber nur am Anfang zu hören und ich habe länger nicht drauf geachtet.



Was wäre da nun wahrscheinlicher: Sensor defekt, Lüfterrad oder???



Offenbar gibt es das Heizelement für dies Gerät auch nicht mehr von Siemens, ein Ersatzteilshop hat es auch nicht und andere Quellen zeigen es eher bei ebay (?) und einer seite (fyro oder ähnlich). Dafür aber Temperatur-sensor u.ä. Bauteile für etwa den Doppelten Preis (~ 50-60€) der angebote für Heizungen (~ 30€). Seltsam? Oder nur häufiger defekt?



Einen neuen Trocker will ich mir noch nicht kaufen - wenn ich den hier reparieren kann.



Bye/ /Kay


Am 19.01.26 um 16:02 schrieb Kay Martinen:

Das passiert i.d.R. wenn die Lüftung irgendwo blockiert ist. Dann werden die Heizspiralen nicht gekühlt und überhitzen. Bei uns war es mal eine Delle im hinteren Blech, die das Rad blockierte.

Die Heizung wird einfach abgeschaltet, wenn die Zieltemperatur erreicht ist. Und ein Stück weiter unten geht sie wieder an. Die Messung erfolgt irgendwo Richtung Innenraum.

Ja, so ungefähr.

Bei BSH verabschiedet sich manchmal die Verbindung zwischen dem Kunststoff-Lüfterrad und der Edelstahlachse. Weil der Motor wirklich sehr abrupt anläuft, wirken da auch immense Kräfte. Dann dreht zwar die Achse noch, aber das Lüfterrad nur wenn es Lust hat. Das macht auch ziemlich üble Geräusche. Das Lüfterrad mit Achse kann man tauschen. Mit dem Versuch die Verbindung wiederherzustellen, bin ich gescheitert.

Sensor eher nicht. Da wäre dann das ganze Gerät nebst Wäsche glühheiß.

Am Heizelement liegt es wohl kaum, wenn es zu heiß wird. ;-)

Check mal mit abgenommenem Deckel, was sich da so dreht und was nicht. Ein paar Sekunden geht das auch mal ohne den Luftstrom durch die Heizung.

Wenn der Wärmetauscher oder andere Ecken sehr verschmutzt waren, kann es auch mal in den Verbindungswegen Dreck geben. Da kommt man mit Bürsten rein.

Marcel

Am 19.01.26 um 18:37 schrieb Marcel Mueller:

Eine Delle im Abdeckblech über dem Lüfterrad hinten kann ich inzwischen Ausschließen. Weiteres s.U.

Hmm. Ich habe eher den Eindruck das im Abluftbereich unter dem Flusensieb nur der Feuchtesensor sitzt. Der fängt sich natürlich auch leicht Staub/Flusen ein. Aber hinten am Heizelement sitzen wie ich nun (Umgedreht, Rückwand entfernt) weiß zwei Sensoren. Der eine (Schwarz, Stiftform) dürfte der Temperatursensor sein, der andere (Silberne Blechkappe) der Begrenzer.

Bisher habe ich nur die Rückwand ab. Der steht mit Verbindungsplatte auf meiner Waschmaschine und obendrauf steht auch noch zeugs. Ich komme also noch nicht an die Seitenwand und den Motor ran. Aber...

... hier scheint es umgekehrt eher das Lüfterrad hinten zu sein das schwergängig wirkt. Allerdings sah ich in einem Reparaturvideo das am Motor sowohl ein Einlassgebläse als auch die Komplette Trommel dran hängt. Erste gedanke vor dem Video war "Scheiße, Motorlager defekt". Aber das denke ich jetzt (noch) nicht mehr.

Von hinten drauf gesehen macht es auch nicht den Eindruck als ob man das Lüfterrad so ab ziehen könnte. In der Mitte sehe ich nur etwas wie eine Metallscheibe. Ob das ein Sprengring ist und wie man dran käme weiß ich nicht. Erst mal andere spuren verfolgen.

Naja. Kalt blieb die Wäsche nun auch nicht. Aber sie ist auch noch nicht versengt oder so.

Den komplett "frei" zu legen ist der nächste Schritt.

Der Luftweg ist hier offenbar so das vorn rechts angesaugt wird von einem Gebläse auf der gleichen Achse, dann von Rechts nach Links durch den Wärmetauscher, an der Rückwand entlang zum Gebläserad vor der Heizung und nach der bläst es über Löcher in die Trommelrückwand hinein. Dann vorne unten durch das Flusensieb und von Vorne nach Hinten durch den Wärmetauscher. Nur wo die Warme Luft danach ab bleibt weiß ich noch nicht. Da sind nur einige Luftschlitze in der Rückwand rund um die abgenommene Abdeckung.

Aber: Beim abnehmen der Rückwärtigen Abdeckung über dem Luftkanal und Heizelement sind mir Kondensierte Wassertropfen innen an der Abdeckung aufgefallen. Also NICHT im Luftkanal selbst, sondern innen in der Abdeckung drüber! Das Hintere Gebläserad ist zudem; ich würde sagen; Moderat verdreckt gewesen. Die Leitschaufeln hatten einige Millimeter verkrustete Flusen die ich runter kratzte und unten in der Gebläsekammer war etwas dunkler feuchter Flusen-sott am hinteren/äußerem Rand den man raus kratzen/wischen konnte. Ebenso am unteren Teil der Äußeren Abdeckung, also da wo sie über dem Gebläserad liegt. Insgesamt nichts was hart genug wäre das Gebläse zu blockieren.

Aber das da überhaupt feuchter Sott und Wassertropfen zu finden war besorgt mich eher. Das sollte es dort nicht geben oder? Was könnte das heißen?

Könnte es schlicht am Standort liegen? Innenliegendes Bad mit Passiven (Kamineffekt) Luftabzug (direkt darunter) und oben auf einer Waschmaschine, mit einem Heizkörper an der Wand seitlich VOR der Waschmaschine.

Bye/ /Kay

Am 28.01.26 um 18:09 schrieb Kay Martinen:

Ja, vermutlich.

Das Lüfterrad, was ich meinte, ist hinten, jedenfalls bei unserem.

Das ist wenig überraschend. An der Achse hängt ja auch der Keilriemen zum drehen der Trommel.

Hinterer Deckel offen sollte reichen. Da muss man den Luftstrom deutlich merken.

Äh nein. Das sind Umluft-Trockner, nicht Ablufttrockner.

Der Kreislauf von rechts unten durch den Kreuzwärmetauscher ist offen. Der kühlt einfach die Lamellen mit Raumluft, damit das Wasser kondensiert.

Der innere Kreislauf ist geschlossen. Hinteres Lüfterrad -> Heizung -> Trommel -> Flusensieb -> Wärmetauscher

-> Lüfterrad. Unten hinten ist dann der Wasserpumpensumpf, wo das Kondenswasser nach oben gefördert wird.

Ja, kann schon passieren. Unten schwimmt es ja immer. Da gibt es immer etwas Kondensat wie in einer Wasserflasche.

Wow, das haben wir nach 20 Jahren nicht geschafft.

Nein, aber wenn die Luftwege einen reduzierten Durchmesser haben, dann strömt auch weniger Luft. Das Teil fördert ja nur über die Fliehkraft der Luft.

Nichts. Das ist ein Trockner, der Literweise Wasser schaufelt. Was erwartest du?

Da sehe ich kein Problem.

Ich tippe auf einmal alles reinigen, dann rennt er wieder. Guck auch mal, ob die Heizung nicht auch verdreckt ist. Wenn es schon am Lüfterrad pappt, warum sollte es darin sauber sein?

Marcel

Am 28.01.26 um 19:21 schrieb Marcel Mueller:

Ist hier auch so, hinten Rechts. In dem YT-Video das ich sah sieht das Gerät so aus wie meines und da ist offenbar vorn Rechts noch ein Zuluftgebläse - auf der gleichen Motorachse. Mit dem Keilriemen zur Trommel auf der gleichen Welle dazwischen. Aber um dort ran zu kommen müsste ich Deckel, Seitenwand, Frontblende abnehmen.

Klar. Vorhin habe ich das mal mit beiden Händen geprüft. Sowohl Trommel manuell drehen als auch Hinteres Gebläse bewegen - beides wirkt synchron und kraftschlüssig. Ich denke das ist Okay.

Es scheint als könne man die Rückwand selbst erst nach Deckel und Seitenwand wirklich los bekommen wg. Verbindungen (Heizung, Schlauch). Aber das erscheint mir aktuell noch nicht notwendig.

Willst du sagen das die Erwärmte Luft im Gerät Zirkuliert und NIRGENDS raus kann? Klar hat der keinen Abluft-anschluß. Wo sollte ich damit auch hin.

Das der Kühlen muß zum Kondensieren ist klar. Ach SO, ich denke jetzt weiß ich was du meintest. Darum auch das Zweite Gebläse weil er damit die Luft durch die Heizung leitet die dann von vorn nach Hinten durch den Wärmertauscher zirkulieren soll.

Ja, das ist jetzt klar. Der Schlauch der Kondensat-Pumpe ist hinten Rechts auch sichtbar angeschlossen.

Eben ist mir etwas klar geworden an das ich vorher nicht dachte. Da das Kondensat im Wärmetauscher "entsteht" wird es vom Luftstrom nach hinten raus gedrückt - zum Pumpensumpf. Da könnte es ggf. auch weiter fliegen als geplant und Tropfen bis zum hinteren Gebläse kommen. Die LEDs für "Filter" und "Behälter" sind da, aber m.W. nie an gewesen. Denn das Abpumpen macht er automatisch und ich habe es mir angewöhnt vor dem Einschalten das Sieb zu reinigen und den Behälterstand zu prüfen/leeren.

Jedenfalls wird das die Erklärung sein für den Sott und die Tropfen die ich hinten fand.

Das mag daran liegen das ich den Wärmetauscher selbst nicht so oft kontrollierte wie Sieb und Behälter. Sprich: Selbst Schuld.

Hmm, 20 Jahre... Ich denke mein Gerät ist kaum jünger.

S.O. Mein Fehler (Wärmetauscher Kontrollieren).

Naja. KEIN Wasser in der nähe der Heizung! Aber, s.o. Vermutlich meine Eigene Schuld.

Die Rückwand (an der die Tropfen waren) ist nahe der Abluft und gegenüber der Heizung. Ich denke wenn da nach Abschalten noch Feuchtigkeit drin war dann kühlt die Rückwand schneller aus. Kalt=Kondensat. Die Schaumstoffisolierung außen drauf ist allerdings auch schon etwas bröckelig, die Äußere Gazematte dadrüber schon länger weg. Hmm, Problem Found!?

+1

Lüfterrad ist gereinigt, Heizung durch gepustet und entstaubt. Der hat eben mit wenig feuchter Restwäsche 20 Minuten Normal (nicht Schon) gelaufen und war weder Heiß noch Notabgeschaltet.

Tja, ich denke das könnte es gewesen sein. Evtl. sollte ich den Schaumstoff hinten mal ersetzen und künftig häufiger den Wärmetauscher kontrollieren. Mal sehen ob er nun wieder "rennt".

Bis dahin verbuche ich das unter "was sich mit der Zeit so einschleift".

Bye/ /Kay

Am 28.01.26 um 22:20 schrieb Kay Martinen:

Ich hatte unseren mal offen. AFAIR hatte ich nur den Deckel und die rechte Seitenwand ab.

Naja, Druckdicht ist der natürlich nicht, aber im Prinzip: ja.

Das will man auch nicht. Die alten Dinger brauchen Strom ohne Ende.

Der Schaumstoff dürfte für die Funktion irrelevant sein. Der reduziert primär den Stromverbrauch, weil weniger Wärme in den Raum abgegeben wird.

Marcel

Ich wüßte jetzt nicht, warum ein Kondensationstrockner weniger brauchen sollte. Wärmepumpe ist etwas anderes, aber davon ist hier, soweit ich verstanden habe, nicht die Rede.

Das ist schon richtig. Aber ich denke Marcel meinte die Umluft. Der Abluft-trockner bläst die Warme Feuchte Luft einfach raus, der Umluft-trockner kondensiert die Feuchtigkeit und wälzt die Warme Luft weiter um durch die Trommel. Das ist die Energieeinsparung relativ zu Abluft.

Bye/ /Kay

Am 30.01.26 um 14:20 schrieb Kay Martinen:

Exakt. Im Prinzip das gleiche wie bei einer Brennwertheizung. Nur dass hier die Luftfeuchte noch größer ist, weshalb der Unterschied nicht nur einige Prozent beträgt. Die Kondensationswärme von Wasser ist erheblich. Zudem bläst der Ablufttrockner die warme Luft üblicherweise auch noch aus dem Haus. dabei geht nochmal ordentlich Energie verloren. Der dafür notwendige Durchbruch tut ein übriges. Die feuchte Luft einfach in den Keller zu blasen, kann sich als taktisch ziemlich unklug für die Bausubstanz erweisen.

Marcel

Im Prinzip ja. Wenn die Kondensation wirklich effektiv sein soll, muß es bis sehr nahe an die Umgebungstemperatur kühlen. Trotzdem ist angesaugte Frischluft trockener. Ich schätze, das geht auf nahe +/- null raus.

Und geht in die Umgebung, nicht in den Kreislauf.

Richtig. An anderer Stelle wird mehr Energie gebraucht, zumindest wenn es ein beheizter Raum ist. Aber der Stromverbrauch des Trockners selbst dürfte imho mehr oder weniger derselbe sein.

Der Strom(verbrauch) schon, der Energiebedarf nicht. Wärmerückgewinnung!?

Bye/ /Kay

Stört es, wenn es im Keller in der Waschküche etwas kühler und dafür weniger feucht und stickig ist? (Ganz perfekt ist eine Kondsation nie.)

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Am 28.01.26 um 19:21 schrieb Marcel Mueller:

Heute beim normalen Trocknen hat der sich leider erneut ganz (not)abgeschaltet.

Bei dem hab ich was die Abluft(Vorn-Hinten) angeht keine Bedenken. Nur die Querrichtung, die Lamellen sind dichter, schmaler und ansich größtenteils durchsichtig. Aber ob das reicht weiß ich nicht. Das wäre die Richtung über die Luft angesaugt wird von Rechts nach links.

Ich brauche einen kleineren Spiegel und eine bessere Taschenlampe um hinter dem Wärmetauscher in Richtung hinteres Gebläse sehen zu können. Mit dem was ich habe sieht es so aus als ob dort hinter noch Dunkler Flusensott klebt. Ob der was blockiert kann ich noch nicht erkennen.

Kommt man da besser ran wenn man die Seitenwand auf hätte, also von außen den Luftkanal zwischen Motor und hinterem Gebläserad öffnen und reinigen?

Hatte ich gehofft, war aber nicht so.

Ich denke die Überhitzung hängt eher mit der Luft zusammen. Wenn die Heizung kaputt wäre scheint Ersatz (für WT44E100/08) sowieso schwierig bis nicht mehr möglich.

Bye/ /Kay

Am 30.01.26 um 23:33 schrieb Kay Martinen:

Du wirst nicht umhin kommen, den Kasten mal zu drehen. Trockner wiegen doch nichts.

Für den inneren Kreislauf muss im wesentlichen die Rückwand ab. Sind recht viele Schrauben, aber war ansonsten kein Problem. Ich bin nicht mehr sicher, ob dazu schon die rechte Seite ab musste. Ich hatte sie aus anderen Gründen ab.

Verdreckt und kaputt ist nicht dasselbe.

Wenn die kaputt wäre, bliebe er kalt.

Marcel

Hallo,

Am 30.01.26 um 23:33 schrieb Kay Martinen:

Versuch's mal hier:

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Ansonsten:

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Ciao Walter

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