Solarthermie eher Sahnehäubchen von PV-Anlagen?

Jun 22, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 23 Replies

Hi,



bei Solarthermie-Paneelen ist die Effizienz, die Strahlungsausnutzung zwar höher als bei PV, bei 60-70%, aber sie ist weniger flexibel einsetzbar und man braucht Extraleitungen etc.. Wenn die Voltaiksache ausgereizt ist, kann man Solarthermie als Sahnehäubchen auf PV-Anlage raufsetzen, hatte ich letzt per KI recherchiert. Kann man das so sehen?



Dank für Antworten, l.G. Mira


Am 22.06.2025 um 18:34 schrieb Mira Buchholz:

Die Wartungskosten für den extra Kreislauf samt Wärmetauscher und das Risiko 2 Wasserleitungen vom Dach durch das ganze Haus, sollte man für sich abwägen. (inkl. Versicherungspreis) Ich hab Einschätzungen von Heizungsinstallateuren, die selber Vakuumröhren-Kollektoren auf dem Dach haben gehört: Flachkollektoren würden diese für sich nicht einsetzen. Die Kostendifferenz zwischen den Kollektorarten ist klar.

Wenn man Vakuumröhren-Kollektoren am Hang am Haus aufbauen kann und die Leitungen direkt zum Wärmetauscher in den Keller gehen, könnte das Risiko etwas kleiner sein.

Man sollte die Gesamtkostenabschätzung inkl. Wartung und Versciherung über 20 Jahre im Vergleich mit PV + WP machen. Wenn die Sonne nicht scheint gibt es für Sonnenkollektor und PV nur wenig Energie.

Eher nicht. Die Thermie war mal interessant, als Photovoltaik noch extrem teuer war. In vielen Ländern ist sie es noch, in Deutschland nicht. Das Problem ist, daß in die Wirkung sehr stark die Differenz zwischen der nutzbaren (Warmwasser) und der Umgebungstemperatur außen eingeht.

Ich habe da mal, als ich noch jung und dumm war, (dumm bin ich noch) eine Fingerübung draus gemacht.

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Am Ende habe ich es nie realisiert, die ganze Verrohrung und Aufständerung war zu abschreckend und teuer, aber die im Sommer extrem ineffizient nur für Warmwasser laufende Ölheizung hätte es komplett ersetzen können.

Auf unseren Dächern könnte man Solarthermie dort einsetzen, wo - aus Gründen (z.B. Verschattung durch Dachgauben, Bäume etc) Photovoltaik nur noch teurer eingesetzt werden kann (bei schwierigen Belichtungsverhältnissen muss man seine Photovoltaik in mehr Strings aufteilen, was die Wechselrichter teurer macht, oder man benutzt Module mit eingebautem MPT, was nur von wenigen Herstellern angeboten wird und eine Bindung zwischen Modulen und Wechselrichtern erzeugt).

Grüße Marc

Die Bypassdioden und die Aufteilung aktueller PV Halbzellen-Module bekommen die "Abschaltung" der abgeschatteten Bereiche offenbar deutlich besser hin.

Die Module sind in 1/6 geteilt, 2*1/6 parallelgeschaltet (jeweils oben und unten bei senkrechtem Modul) und diese 2/6 mit je einer Bypassdiode in Reihe geschaltet. Ein Blatt o.ä. auf einer 1/6 Fläche reduziert die Leistung um 1/6, liegt das Blatt auf der "Grenze von zwei 1/6 Flächen , ist 1/3 weg usw.

Ich habe Glas-Glas Module auf dem Dach von 2023 und 2024. Abschattungen kann ich durch 1/6 auszählen und ablesen der aktuellen Leistung recht gut nachvollziehen. Ich habe nur 2 Strings - und auch die nur, weil die Spannung der 27 Module für einen String zu hoch gewesen wäre.

Meine erste Steckersolar Lern- und Versuchsanlage aus 2022 hat 2 Glas-Folie Halbzellenmodule mit 3 Bypassdioden in Reihe, die man ebenerdig gut erreichen kann, da haben wir die Abschattung mal mit Decken "simuliert" - alles gut nachvollziehbar und die Leistung vorher-nachher direkt am LCD des dahinter angeschraubten Wechselrichters abzulesen.

Mit Vollzellenmodulen mit 3 Bypassdioden ist bei Abschattung immer mind.

1/3 weg, ohne Bypassdioden ist das ganze Modul weg, wenn dann nicht mal (externen) Bypassdioden das Modul "brücken", ist der ganze String weg.

Wie gesagt, bei aktuellen Halbzellenmodulen mit 3 Bypassdioden in 1/6 Design sind externe Optimierer o.ä. (normalerweise) und aktuellen Wechselrichtern mit weiten MPPT Arbeitsbereichen, nicht erforderlich. Die Stringkonfiguration ergibt sich dann nur aus den Modul und Wechselrichter Minimal und Maximal Werte für Ströme und Spannungen.

Am 22.06.25 um 18:34 schrieb Mira Buchholz:

Wir haben eine Solaranlage auf dem Dach, kein PV. Haben meine Eltern vor

20+ Jahren montieren lassen. Ich liebe diese Anlage. Ab April/Mai ist die Heizung aus und Warmwasser kommt zu 99.5% von der Sonne. Aber das mit den Rohren und so stimmt. Die müssen irgendwie vom Dach in den Keller. Aber wenn das einfach machbar ist, lohnt sich das meiner Meinung durchaus.

Jörg

Zur Zeit habe ich die Umwälzpumpe abgeschaltet, sodaß das warme Wasser im Kessel bleibt. So ineffizient erscheint mir dieser Betrieb nicht.

Ohne Zusammenhang was man darunter genau versteht würde ich das anzweifeln.

Nein, Solarthermie ist obsolet und rechnet sich unter keinen Umständen mehr. Die Gegenwart und Zukunft gehört der Photovoltaik. Solarthermie war vor 30 Jahren interessant.

/ralph

Es gibt Leute, die sowas machen (Mikrowechselrichter) und wirtschaftlich sogar Zäune damit ersetzen, die wohl öfter mal partiell im Schatten sind.

Photovoltaik ist einfach zu billig geworden, um andere Varianten überhaupt noch anzudenken.

Außerdem, wer soll sowas in 10 Jahren noch warten?

/ralph

Deie Heizung ist vermutlich neuer als meine von damals.

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Am 23.06.2025 14:31 Uhr schrieb Ralph Aichinger:

Kann ich bestätigen. Ein Pfirsichbaum verschattet einen Teil meiner Module, die haben geringere Leistung, so 2/3.

Du selbst, denn viele sog. Fachbetriebe wissen davon zu wenig. Diese Erfahrung wurde bei uns gemacht.

Am 22.06.2025 18:34 Uhr schrieb Mira Buchholz:

Du kannst die Wärme nur nutzen, wenn die Sonne so stark scheint, dass der Kollektor mehr als deine Solltemperatur vom Wasser hat. Alles darunter kannst du nicht nutzen. Im Winter praktisch Null bei diffusem Licht. Bei PV ist das anders. Da ist zwar der Ertrag geringer, aber den kannst du noch sinnvoll nutzen, selbst bei bewölktem Himmel. Im Sommer hast du fast kochendes Wasser, viel heißer als im Winter. Vollkommen nutzlos zu dieser Zeit.

KI-Bullshit. Nimm lieber PV und betreibe damit nen Heizstab. Letzterer kostet nicht viel, du hast für den Fall einer defekten Heizung immer eine Reserve und kannst den Strom vielfältiger einsetzen. Wenn es eh ne Wärmpepumpe gibt, nimm die.

PV ist spottbillig geworden, gerade wenn man die Anlage selbst aufbaut. Ich habe eine Kleinanlage mit 900 Wp und Inverter für nichtmal 200€ bekommen.

Am 23.06.2025 um 22:00 schrieb Marco Moock:

Ack.

Z.B. die Bezeichnung Solarteur ist AFAIK nur markenrechtlich geschützt. Wenn die PV Planung ein Dachdecker o.ä. erledigt, ist das bezüglich PV Anlage fraglich, ob man das als PV Fachbetrieb (da geht es auch um Elektronik und Elektrotechnik) bezeichnen kann. Ein Elektrotechnik-Meister, dessen Betrieb sehr wohl ein Fachbetrieb für Elektrotechnik ist, kümmert sich im Regelfall wenig um PV Modul Teil, oft nur bezüglich Strom und Spannung zur Wechselrichterauswahl, den Anschluss des WR und die Anmeldung beim VNB.. Frag doch mal Dachdecker z.B. zum Thema Verschattung und ob bzw. was es ausmacht, wenn ein dünnen Schneefanggitters unten am Rand etwas Schatten auf den unteren Rand der PV Module wirft, oder wie man die Module um Gauben und Schornsteine am besten anordnet, oder wie diese Bypassdioden funktionieren. Ob das alle wissen?

Viessmann 1987, Brenner Weishaupt 2006. Die Kaminkehrerin meint anders als Habeck, daß die bleiben soll bei den Werten.

Warum redest Du so einen Schwachsinn?

(1) Das Heizungsgesetzt ist aus der letzten großen Koaltion. (2) Von der Außerbetriebnahme bestehender Gasheizungen mit 19 Jahren Alter war nie die Rede.

Der Kessel hat rund vierzig Jahre auf dem Buckel. Iinm zählt das und nicht der Brenner allein.

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Ist das so? Selbst wenn, auch dieses Verbot entsprang nicht der Ampel.

Grüße Marc

Die Solarthermie wärmt bei uns das Wasser im ersten Speicher, bevor es in den Speicher der Heizung strömt. Auch im Winter komme ich an klaren Tagen auf 30 Grad im Speicher. Das bringt die Heizung dann auf 50. Sicherlich günstiger als wenn das Waser mit 10 Grad aufgewärmt werden muß

Am 06.07.2025 19:30 Uhr schrieb Martin D. Bartsch:

Dann braucht man auch eine entsprechende Konstruktion mit 2 Speichern. Hat lange nicht jeder. Ich würde das lieber in PV stecken, ist vielfältiger benutzbar. Wie du schon sagtest geht es bei dir nur an klaren Tagen. Hier in der Region ist im Winter selten klar, meist alles bewölkt.

Am 06.07.2025 um 19:41 schrieb Marco Moock:

Hallo Marco,

würdest Du mir erklären was es mit diesen Wirkungsgraden auf sich hat?

Da gibt es doch einen Wirkungsgrad für Solarmodule, wie groß ist denn dieser? Was sagt dieser aus?

Es gibt auch einen Wirkungsgrad für Solarthermie, wie groß ist dieser? Was sagt dieser aus?

Heiko

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