Spannungswandler 12 / 230 V

Hallo,

bin dabei einen Spannungswandler 12V= auf 230V ~ im Wohnwagen zu installieren. Dabei fiel mir auf, das als Ausgang eine Schukosteckdose vorhanden ist, aber wie sieht es mit dem Schutzleiter aus, der kann ja nun einmal nicht mehr vorhanden sein. Gibt es dennoch eine Schutzfunktion, oder wie läuft das?

Gruß Reinhardt

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R. Alter
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Ist es nun eine Schuko-Steckdose oder nicht? Hast du mal einen Blick in die Anleitung geworfen, die bei den Dingern eigentlich zwangsläufig dabei ist? Hast du die die Anschlüsse am Gerät angesehen und zweckgemäß benutzt?

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Lars Mueller

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "R. Alter" schrieb:

Wozu soll der gut sein?

Schutz vor was? Die "Schutzmaßnahmen gegen indirekte Berührung" sind natürlich auf die Netzform abzustellen. Was für ein "Netz" glaubst Du denn in Form Deines Spannungswandlers zu haben?

Bei der "gewöhnlichen Niederspannungsinstallation" hat man allermeistens ein TNC/S-Netz, d. h. der Sternpunkt des Trafos ist geerdet, die Außenleiter ("Phasen") führen demzufolge Sternspannung gegen Erde, und bei Berührung können dann gefährliche elektrische Durchströmungen auftreten.

Die angewendeten Schutzmaßnahmen sind üblicherweise "Schutzisolierung" (Verwendung von Klasse-II-Geräten) und "Schutz durch Abschaltung". Letzteres sieht so aus, daß durch die Berührung eines spannungsführenden Leiters im Gerät mit dem an den Schutzleiter angeschlossenen Körper des Betriebsmittels der Körperschluß zu einem Erdschluß wird und der daraus resultierende Kurzschlußstrom das Überstromschutzorgan ("Personenschutzautomat") zum Ansprechen bringt und der Fehler in der vorgeschriebenen Zeit abgeschaltet wird, wenn die Schleifenimpedanz hinreichend klein und der Kurzschlußstrom demzufolge ausreichend hoch ist.

Und wo bitte soll Dein Spannungswandler diesen Auslösestrom (ca. 100A) hernehmen?

Wenn die Schutzmaßnahme "Schutz durch Abschaltung" nicht möglich ist, dann sind andere wirksame Schutzmaßnahmen, z. B. erdfreie Spannungsquellen mit Isolationsüberwachung, anzuwenden. Und darüber wirst Du Dir qualifizierterweise ebenso wie über die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen mal hübsch selbst Gedanken machen müssen oder sinnvollerweise die Finger davon lassen, falls Du keine Fachkraft sein solltest.

So ganz zufällig hängen die erforderlichen Schutzmaßnahmen nämlich sehr von den Anwendungsbedingungen ab, die im WoMo nicht gerade günstig (verschärfte Vorschriften für Freisitze und Sanitäranlagen) sein können. (Nein, die Kaskoversicherung zahlt nicht, wenn Du Mist baust und den Wohnwagen dadurch abfackelst, aber der Staatsanwalt interessiert sich dann für Dich. Pech, was?)

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Wenn die Montageanleitung Dir das nicht verrät, ist es keine Montageanleitung, sondern eine Frechheit ...

vG

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Volker Gringmuth

Ja, es ist eine Schukodose!

habe ich, aber kein Hinweis

benutzt?

benutzt noch nicht, da die Anlage noch nicht fertig ist.

Reinhardt

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R. Alter

Hallo R. Alter,

Wenn die Ausgangssteckdose einen Schutzkontakt hat, muß der Schutzleiter im Gerät auch vorhanden sein.

Siegfried

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Siegfried Schmidt

Hallo,

Wenn der Wandler eine Schutzkontacktsteckdose hat, dann gibt es an ihm sicher irgendwo eine Erdungsklemme. Diese muß mit dem Chassis des Wohnwagens verbunden werden, so daß der natürlich nicht vorhandene Schutzleiter bereitgestellt wird. Idealerweise sollte das Chassis zusätzlich mit der Erde verbunden werden, über ein Wasserrohr, einen metallenen Laternenpfahl oder sonst etwas, was gut leitet und gut in der Erde vergraben ist. Dann kann es auch nicht vorkommen, daß zwischen Wohnwagen und Erde eine gefährliche Spannung entsteht, die man beim Ein- und Aussteigen überleben müßte, nämlich dann, wenn ein Fuß im Wohnwagen ist und er andere auf dem Boden. Sowas kann allerdings nur passieren, wenn man einen Verbraucher an den Wandler ansteckt, der sich außerhalb des Wohnwagens befindet und einen Isolationsfehler zwischen einem 220V-Pol und der Erde hat. Um die Schutzfunktion zu prüfen kann man eine 12 Volt Lampe mit 20..40 Watt zwischen den Pluspol der Batterie und den zu prüfenden Schutzkontakt hängen.(Bei ausgeschaltetem Wandler). Die Lampe muß mit voller Helligkeit leuchten. Dies sollte funktionieren, da der der Minuspol der Autobatterie üblicherweise mit dem Chassis/Fahrzeuggestell verbunden ist. Anschließend sollte man die Prüflampe zwischen den Batterie-Pluspol und eine ANDERE Erdungsmöglichkeit hängen, nicht an die bereits zur Erdung des Wohnwagens verwendete. Wenn auch jetzt die Lampe leuchtet, dann ist der Erdungswiderstand niedrig genug um eine gefährliche Spannung zwischen Wohnwagen und Erdboden zu verhindern und man kann ohne Kribbeln ein- und aussteigen während der Wandler eingeschaltet ist. ACHTUNG! Diese einfache "Messung" reicht nur bei einem normalen Wandler von bis zu 400 Watt. Ist er leistungsfähiger, dann sollte man eine richtige Schleifenwiderstandsmessung machen lassen. Eigentlich sollte es in der Anleitung zum Wandler einen Hinweis geben, wie man mit der Erdung verfahren soll.

Gruß, Horst

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Stroe Horst

Das kann ich mit schwerlich vorstellen, ansonsten schließe ich mich in diesem Punkt vg an.

Was für Anschlüsse sind denn vorhanden (außer der Steckdose, versteht sich)? +-12V nehme ich an. Sonst noch was? Ist ein Durchgangsprüfer vorhanden? Wo sind eventuelle Sicherungen bei dem Teil?

Gruß Lars

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Lars Mueller

Am Sun, 28 Nov 2004 23:22:40 +0100 hat Stroe Horst geschrieben:

Dies setzt aber voraus, daß du den Wohnwagen jedesmal, wenn du ihn benutzt erdest und die Messung müsste man dann auch jedesmal neu machen. Ich hab am Campingplatz eigentlich noch nie Erdverbindungen an Wohnwagen gesehen. Häufig natürlich Landstromanschluß und der wahrscheinlich mit Schutzleiter. Bei großen Aggreganten auf Veranstaltungen steckt schon oft ein Erdspieß daneben, sagen wir mal bei 50kVA aufwärts, wenn die Veranstaltung groß genug ist, daß das ganze von einer Elektrofirma geamcht wird :-) Bei kleineren Sachen, wo vielleicht ein 20kVA Gerät von Denen mitgebracht wird, die auch die Musikanlage bringen und aufbauen, kann man die Erdung schon mal vergeblich suchen. Aber da gibt es dann auch schon folgendes: Nachts immer wieder Ausfälle, am nächsten Tag sieht man, daß ein Phasenstrommesser im Takt des Basses fast an den Anschlag knallt (ca. 50A Spitzen) und die anderen Zwei weitgehend ruhig bei 10% Nennstrom herumgrundeln.

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Martin Lenz

"Stroe Horst" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@siliziumhirn.local...

Da dieser Fall wohl nicht eintreten wird, habe ich mich entschlossen das Ganze mit einem FI-Schalter abzusegnen (habe ihn noch über), und werde ihn an die Stelle zu setzen, an dem der Strom von Außen, oder umschaltbar vom Wandler zu den Verbrauchern geht, damit liege ich wohl auf der sicheren Seite, und brauche mich um den ganzen Massekram, zumindest was die Sicherheit betrifft, wohl nicht weiter kümmern, oder ist das ein laienhafter Irrglaube? Was nicht heißen soll, das ich nun keine Schutzleiter bei der Verkabelung verlege.

Gruß Reinhardt

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R. Alter

Hm, ist es denn üblich, bei grösseren Verstärkern Drehstromtrafos und Drehstromgleichrichter einzusetzen? Das hätte zumindest noch den zusätzlichen Vorteil, das sich die Siebunng der Gleichspannung vereinfacht. Gruss Harald

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Harald Wilhelms

Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,

f=FCr gr=F6ssere Verst=E4rker w=E4re das wirklich sinnvoll, wegen der kle= ineren=20 Brummspannung und der kleineren Siebkondensatoren. Aber ein Phasenausfall h=E4tte dann die Konsequenz das der Verst=E4rker=20 immer noch funktioniert, aber f=FCrchterlich brummt. Hersteller und K=E4ufer schreckt halt die zwingende Notwendigkeit eines=20 Drehstromanschlusses zum Betrieb des Verst=E4rkers ab, besonders wenn der= =20 Verst=E4rker weltweit benutzbar sein soll.

Bye

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Uwe Hercksen

Harald Wilhelms schrieb:

Die 5 kW Audioverstärker, die ich bisher gesehen habe, hatten nur eine Phase. Keine Ahnung, warum, aber es war so. Deshalb konnte man die auch nicht an ner normaler Steckdose, sondern nur am Generator betreiben...

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Christian Schroeder

Ward Leonhard für den Krawall :-)))

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Franz Glaser (KN)

Christian Schroeder schrieb:

Hallo,

klar, der normale Schukostecker und die zugeh=F6rige Dose d=FCrfen nur 16= A. Aber den blauen CEE Stecker f=FCr eine Phase gibt es auch f=FCr 32 A, wen= n=20 man so eine Dose am Netz hat, dann sollte es auch ohne Generator gehen. Wenn der Einschaltstromstoss nicht zu hoch f=FCr die Sicherung ist.

Bye

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Uwe Hercksen

Uwe Hercksen schrieb:

Und im "Normalfall" kann die Sicherung einer haushaltsüblichen Steckdose nur 16A ab. Aber solche Verstärker sind eh nix fürs Wohnzimmer ;-) Wir haben die Dinger für ne Mini-Lovaparade aufm LKW gebraucht...

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Christian Schroeder

Am 30 Nov 2004 02:01:19 -0800 hat Harald Wilhelms geschrieben:

Ist nicht üblich, aber man bekommt 10kW+ auch nicht aus einem einzigen Verstärker. Und die Verstärker in den Racks werden dann i.A. schon auf mehrere Phasen verteilt.

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Martin Lenz

Nun, wer eine solche 32A-Steckdose montiert, sollte auch für die passende Vorsicherung sorgen!

Nunja, da gab es sicherlich eh Probleme mit dem Kabel zur Haushalts- steckdose (musste sicherlich ganz schön lang sein...) :-) Gruss Harald

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Harald Wilhelms

Wieso macht bei so einem Gerät ein Schutzleiter überhaupt Sinn? Eine Batterie ist doch, wie ein Trenntrafo viel sicherer als eine normale Steckdose, da man beide Pole berühren müsste bevor man einen Schjlag bekommt. Da wäre es doch dumm, wenn man eine Seite des Potentialunterschiedes wieder auf Erde legt?

LG Andy

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Andreas Erber

Hallo Andreas,

Das 'sicherer' gilt nur dann, wenn nicht mehr als ein Gerät angeschlossen ist und der Wandler die Isolationsforderungen eines Trenntrafos erfüllt. Beides muß nicht unbedingt gegeben sein.

Außerdem gibt es jede Menge Geräte, die den SL zur Entstörung brauchen.

Siegfried

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Siegfried Schmidt

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