Sternschaltung ohne N?

Äh, mal ne blöde Frage:
Hier das Anschlußbild eines Saunaofens:
L1 ---Heizstab---+ I L2 ---Heizstab---+---- N
I L3 ---Heizstab---+
Das ist doch jetzt eine Sternschaltung mit 3 x 230 Volt.
Nehmen wir an, der Heizstab hat einen Widerstand von 20 Ohm, dann fließen bei 230 Volt 11,5 Ampere was 2645 Watt entspricht.
Für alle drei Heizstäbe wären das dann ca. 8 kW
Was würde jetzt passieren, wenn aus irgendeinen Grund die Verbindung zu N wegfällt?
Zwischen L1 und L2 liegen dann doch 400 Volt an, allerdings muß der Strom dafür durch *zwei* Heizstäbe. Ebenso bei L2 zu L3 und L3 zu L1.
Ist das dann nicht eine Dreieckschaltung?
Das wären dann 400 Volt bei *2* x 20 Ohm, also 10 Ampere oder 4 KW. Bei 3 Heizstäben also 12 kW
Oder mach ich jetzt einen Denkfehler?
Andreas
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Andreas Froehlich schrieb:

Garnichts. Siehe Verkettungsfaktor, Phasenverschiebung

Nein.
Siehe wikipedia. Die erklären es wirklich gut ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sternschaltung
--
mfg hdw

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Moin,
Andreas Froehlich schrub:

Auch wenn der Verweis auf die Erklärung schon kam, noch mal kurz: Wie viel Strom fließt denn durch den N-Anschluss? In der Summe (also die Summe aus den Strömen in L1 bis L3) immer nichts*). Was passiert, wenn man ein Kabel abklemmt, durch das sowieso kein Strom fließt? Eben, nichts. Alles bleibt beim alten.
*) Das könnte man als Fingerübung ja mal nachrechnen: Spannung und Strom sind proportional zueinander, braucht man also hier nicht großartig gesondert zu betrachten. Der Strom in L1 soll mit der Zeit (ausgedrückt als Winkel alpha) sich verhalten wie sin(alpha). (Faktoren mal weggelassen) L2 hat dann einen Strom von sin(alpha+120°) und L3 einen von sin(alpha+240°). Somit ist der Strom auf N dann: sin(alpha) + sin(alpha+120°) + sin(alpha+240°)
Mit Additionstheoremen und ein paar Zetteln müsst sich das zu Null ergeben, natürlich für alle alpha.
CU Rollo
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Hallo, Roland,
Du (roland-damm) meintest am 02.06.08:

Da rechne ich nicht, sondern zeichne (das Zeigerdiagramm). Die grafische Lösung ist so binnen 1 Minute erledigt.
Viele Gruesse! Helmut
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Ja, denn es ist davon auszugehen, da alle 3 Heizstbe den gleichen Widerstand haben und damit bei einer gegebenen Spannung auch der gleiche Strom ber sie fliet. Den Rest haben dir die anderen Schreiber schon gut erklrt.
sg Ragnar
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Andreas Froehlich schrieb:

Zuerst mal nichts, es heizt gleich stark weiter.
Ein kleiner Effekt ergibt sich, wenn eine Heizung durchbrennt. Mit N reduziert sich dann die Heizleistung auf ca. 5.3 kW, ohne N auf 4 kW, da dann nur noch 200 V pro Heizer vorhanden sind.
Aber im Grossen und Ganzen lässt sich ein Leiter einsparen.
Aber: Oft wird der N für was anders noch gebraucht, etwa für 230V für Hilfskrempel wie Schaltuhren, Lüfter, Kontroll- und sonstige Lampen. Erst Industrieequipment ist dann konse- quenter auf Betrieb ohne N ausgerichtet.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach wrote:

Grundsätzlich können und werden symetrische 3 phasen verbraucher auch dann wenn es Sternschaltung gibt ohne N angeschlossen. Typisches Beispiel sind Asynchronmotoren, die beim anlassen mittels Sternschaltung gestartet werden und dann auf Dreieckschaltung weitergeschaltet werden. Bei langen Kabeln macht das Sinn, 4 adrig statt 5 adrig.
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Alfred Weidlich schrieb:

Betonung auf symmetrisch. Bei Heizequipment ist das nicht immer gegeben, E-Herd (*duck*) und anderes Zeug mit Stufenschaltung. Und solche Sachen brauchen wie ich gesagt habe, gelegentlich den N für 230V Hilfskrempel.

Hier fehlen mir vertiefte Kenntnisse der Motorologie. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Motor (ob nun durch sein Drehen oder schon statisch) als verketteter Trafo mit Ausgleichswicklung wirken könnte, sodass bei nicht völlig identischen Wicklungen der künstliche N nieder- ohmig rumeiert.

Bei die Kupferpreise... BTW, Silber leitet besser ;-] http://de.wikipedia.org/wiki/Calutron Siehe "Besonderes". Nix Gusseisen!1!!
--
mfg Rolf Bombach

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Interessant finde ich, das man bei Durchlauf- Erhitzern bewusst keinen Nullleiter anschliesst, da man so durch wegschalten einer Phase die halbe Leistung bekommt und nicht Zweidrittel wie es bei angeschlossenem Nullleiter wre. Gruss Harald
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Rolf_Bombach wrote:

Wäre auch Blunzn^WWurscht^Wegal. Der Nuller wird da nicht "benöticht", er "entsteht" einfach so am Bügel des Sternschützen.
Meinen 1cent - Senf dazu: Es ist zwar leider üblich, den Sternschützen um eine Größe kleiner zu dimensionieren als den Hauptschütz und den Dreiecksschütz aber das ist keine gute Sache ("Idee"). Theoretisch ist zwar der Strom des Motors in Sternschaltung niedriger als in der endgültigen Dreiecksschaltung aber das gilt nur "imaginär".
In der Wirklichkeit wird die Sternschaltung nur zur Verringerung des hohen Einschaltstromes "ab Stillstand" verwendet. Dabei hat der Motor einen höheren Innenwiderstand ("ohmisch"), so ähnlich als ob ein Vorwiderstand in Serie zum Motor hin geschaltet wäre, der beim Einschalten noch auf Stillstand steht.
Der Einschaltstrom ist auch in Sternschaltung so hoch, daß es ratsam ist, den Sternschütz gleich groß zu dimensionieren wie den Hauptschütz und den Dreiecksschütz. Wenn das der Preis in der Kalkulation nicht zuläßt, dann sollten Sie wenigstens genug Platz im Schaltschrank für einen gleich großen Schütz vorsehen, damit beim ersten Ausfall ein richtiger Schütz nachgerüstet werden kann. Manche Kunden sind eben doof und zahlen lieber zweimal.
MfG Glaser
--
Seht mir doch diese Überflüssigen! Sie stehlen sich die Werke
der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie
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