Strommarktliberalisierung

Hallo
ich hoffe, hier nicht allzu sehr OT zu sein mit meinen Fragen:
In Deutschland kann man den Stromanbieter frei wählen. Egal
welchen Lieferanten man wählt, die Leitung ist (zumindest für Privathaushalte) immer die gleiche. Dann ist doch auch die Stromqualität (Spannung, Frequenz, Ausfallsicherheit) immer die gleiche. Dann kauft man doch immer beim billigsten? Dann wären logischerweise bald alle anderen Anbieter pleite.
Der Netzbetreiber könnte unzuverlässige Produzenten bestrafen. Darf er das?
Gruss
Walter
--
Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl,
während des Krieges und nach der Jagd.
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Am 13.09.2013 10:57, schrieb Walter Schmid:

Eigentlich hat der Netzbetreiber nur sein Netz zu betreiben... So würde ich das verstehen. Aber anscheinend ist er auch für die Stabilität der Versorgung dabei. Da war doch die Tage was, daß TENNET die EON dafür bezahlt, daß die das modernste Gas-Kraftwerk europas weiterbetreiben, daß sich auf Grund von gesetzlichen Rahmenänderungen keine solchen Gewinne abwirft wie die Braunkohledreckschleudern.
Die Kosten legt TENNET mal locker auf die Verbraucher um...
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/a-894987.html
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Am 13.09.2013 11:30, schrieb Georg Wieser:

Nebenfrage: womit kühlen die denn in Irsching? Da sehe ich keine Kühltürme.
GL
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Am 13.09.2013 13:49, schrieb Franz Glaser:

Das ist so ein supermodernes Gasturbinenkraftwerk.... Vielleicht brauchen die gar keine?? ODer die Wärme geht in die Fernwärme?
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Am 13.09.2013 13:49, schrieb Franz Glaser:

Dafür gibt's die Donau.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 13.09.2013 14:49, schrieb Christoph Müller:

Ach drum blubberts so in Linz ;-o)
GL
--
Nach meiner Erfahrung liegt der Haken in der Verpfaffung der ganzen
Gesellschaft: lauter Pfaffen und keine Gläubigen mehr. Alle zeigen mit
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Am 13.09.2013 17:15, schrieb Franz Glaser:

Vielleicht. Aber ein geheiztes Freibad gibt's da auch noch.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 13.09.2013 19:05, schrieb Christoph Müller:

Grad hat ein Pole zu mir "Servus" gsagt. Schriftlich zwar über PSK31, aber da gehts freundlich zu.
GL
--
Nach meiner Erfahrung liegt der Haken in der Verpfaffung der ganzen
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Hi, "Luftkühlung" :-) Immerhin nicht so provisorisch wie Terunuma, Japan ?
Andererseits sind die Rohre in den Fluß doch deutlich zu erkennen. Hocheffiziente Kraftwerke brauchen nicht soviel Wasser. Gasturbinen rekuperieren selbst, dazu Fernwärme, Prozeßwärme... wer weiß, vielleicht beheizen die sogar den Flugplatz.
--
mfg,
gUnther
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Hallo,
Walter Schmid schrieb:

man kann auch den Telefonanbieter, die Tankstelle und den Lebensmittelhändler frei wählen.

Gruss, Wolfgang
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Am 13.09.2013 12:16, schrieb Wolfgang Ottenweller:

Ja, aber dann hat man allein den Schaden, wenn dieser ausfällt. Da springt kein Ersatz ein innert Millisekunden.
Gruss
Walter
--
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Am 13.09.2013 10:57, schrieb Walter Schmid:

es gibt noch mehr Kriterien als den Preis, und jeder gewichtet sie nach eigenem Gusto.
Der Eine wählt den billigsten, der zweite den bewährtesten, der dritte den ökologischsten, der vierte den mit solidem Geschäftsmodell, der morgen nicht pleite geht.
--

Heinrich
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Am 13.09.2013 12:28, schrieb Heinrich Pfeifer:

tte

Klar, aber das Ausfallrisiko ist weg - und dieses ist im IT-Zeitalter das wichtigste.

Was schert mich eine Pleite, solange das Netz lückenlos liefert? (Man darf bloss nicht voraus zahlen).
Gruss
Walter
--
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Am 13.09.2013 13:28, schrieb Walter Schmid:

Genau das wäre jetzt meine Frage gewesen? Was schert mich das Geschäftsmodell, solange es billig ist und die Qualität eh vom Netzbetreiber kommt?
Schon irgendwie pervers oder?
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Am 13.09.2013 14:02, schrieb Georg Wieser:

Frage wiederholt, Antwort wiederholt: es gibt Leute, die auch politisch/ökologisch denken. Die Lieferqualität bestimmt zwar der Netzbetreiber, aber für die Erzeugung sind die Anbieter zuständig.
> Schon irgendwie pervers oder?
nur für die Geiz-ist geil-Fraktion.
--

Heinrich
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Am 13.09.2013 14:13, schrieb Heinrich Pfeifer:

Das dürfte aber die grösste sein. Und völlig unfreiwillig.
Gruss
Walter
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Am 13.09.2013 14:02, schrieb Georg Wieser:

Eigentlich wollte ich von den Technikern hören, ob sie die Stromliberalisierung gut finden. Ich halte sie für unsinnig.
Leitungsgebundene Leistungen (Strom, Wasser, Gas, Bahnschienen und -Oberleitungen) sind als Monopol in Staatsbesitz am günstigsten. Wenn 2 oder mehr Lieferanten auf 1 Leitung zugreifen ist Leerlauf unvermeidlich. (2 Leitungen parallel ist noch teurer.) Beim Vorbild Telefon sind die Leitungen relativ billig und die Innovation viel schneller.
Gruss
Walter
--
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Walter Schmid schrieb:

Ja. Oder.

Weil ...?

Das sah/sieht die Monopolkommission seltsamerweise deutlich anders...

Das ist schlaf. Die Leitung wird nach dem Bedarf gebaut, und der richtet sich nach den Abnehmern und nicht nach den Einspeisern. Folglich ist dem Netzbetreiber ziemlich egal, wer einspeist.
Und ja, er kann unzuverlässige Lieferanten "bestrafen" und tut es auch: Wenn ein Einspeiser "zickt", dann liefert nämlich vollautomatisch ein anderer (Verbundnetz, Automatiken ... geht gar nicht anders, denn man kann beim besten Willen nicht verhindern, daß jederzeit ein Betriebsmittel ausfallen kann - irgendwoe aus irgendeinem Grund eine Kurzschluß, rumms bumms schmeißt der Schutz den defekten Abschnitt raus), und dann sind vertraglich vereinbarte Ausfallzahlungen fällig. Wer bei dem Spiel die Lippen spitzt, muß halt auch pfeifen können.

Telefonleitungen wären heutzutage unbezahlbar, deswegen legt man auch keine mehr, sondern nur noch "ganz dicke" Datenleitungen für "alles". Oder gar keine und macht auf Richtfunkstrecke oder Satellit oder "mobil"...

???
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Am 13.09.2013 17:48, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Der Markt verlangt Hardware, die das Monopol nicht braucht. Der Markt stellt Aufgaben, die beim Monopol wegfallen: Suche und Wechsel des Anbieters. Der Monopolist muss keine Fantasie-Saläre an Manager bezahlen und keine Werbung betreiben.

Eigeninteressen trüben oft den Verstand.

Es kann ihm nicht egal sein, wie diskontinuierlich ein Produzent liefert.

Gibt es Analoges beim Strom zur Leistungs-Steigerung von 300 Baud im Jahre 1975 auf 10 Mbit/sec auf der *gleichen* Haus-Telefonleitung?
Gruss
Walter
--
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Walter Schmid schrieb:

Also, wir reden doch von Strom, richtig? Genauer: von Niederspannungsverbrauch. Oder nicht?
Daher die Frage: Welche Hardware denn, also: welche *zusätzliche* Hardware benötigt der liberalisierte Strom?
Und was die Heuschrecken-Einkommen betrifft: Du bist ernsthaft der Ansicht, daß Wettbewerb die Endverbraucherpreise /erhöht/? Ja, welche magischen Mächte veranlassen denn dann Monopolisten zu rationeller Wirtschaftsweise?

Wessen Eigeninteressen? Welche sollen denn die Mitglieder der Monopolkommission haben?

Ganz egal. Und daran hat im übrigen kein Produzent ein Interesse: Der will schließlich verkaufen. Tut er es nicht (liefert "diskontinuierlich"), dann freut sich ein Mitbewerber.

Wofür soll das relevant sein?
Und was akzeptierst Du als Analogon?
Smart metering? Verbesserter Personen- und Brandschutz? Intelligente Hausinstallation? HGÜ? EE? E-Mobilität, Energiespeicher im Haus?
Was /könnte/ denn überhaupt eine Innovation sein?
Die Aufgabe ist, elektrische Energie von A nach B zu kriegen. Dafür braucht man nun einmal 1. Leiter und 2. Isolation zwischen diesen. Das legt die möglichen physikalischen Parameter schon weitgehend fest.
Es bleibt aber durchaus offen, welche Stromart man verwendet, ob man die Leiter in die Luft hängt und die auch gleich als Isolation benutzt (unschlagbar billig), oder ob man sie irgendwo verbuddelt oder versteckt. Und dann gibt es noch die vielen Sachen, die man nicht so sieht: Fertigungstechnische Fragen für alle Bauelemente, informationstechnische Einrichtungen (Leit- und Schutztechnik), ÜPberspannungs- und Blitzschutz, unzählige Details zu EMV und Erdung... Und ja, da tut sich eigentlich kontinuierlich was.
Gruß aus Bremen Ralf
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