Telefon-DECT-Klingel bauen?

Sep 24, 2024 Last reply: 1 year ago 31 Replies

Moin.



Erstaunlicherweise bietet der Markt keine Telefon-DECT-Klingel

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Ich möchte gerne in 5 Räumen bei meinen Eltern, die nicht mehr so gut hören, eine Zusatzklingel für Festnetztelefonie realisieren.



Kabel tolerieren meine Eltern nicht.



DECT wäre daher ideal.



Man könnte natürlich in jeden Raum ein komplettes DECT-Mobilgerät stellen. Aber so eine Lösung mit stationär genutzten Akku-Geräten finde ich unschön.



Gibt es vielleicht eine Telefon-DECT-Klingel als nacktes Elektronikbauteil, und man müsste sich "nur" noch um den Einbau in ein geeignetes Gehäuse mit Stecker kümmern?


Andreas


Am 24.09.2024 14:26 Uhr schrieb Andreas Borutta:

Dann würde ich da halt mal ein ernstes Wort sprechen und ankündigen, dass ich auf nicht angenommene Anrufe dann halt keine Rücksicht nehme. Man darf sich nicht immer auf der Nase rumtanzen lassen, auch nicht von Eltern/Großeltern etc.

Dürfte aber viel billiger sein. Die DECT-Apparate bekommt man gebraucht recht billig. Man muss halt drauf achten, dass man die an ner anderen Basis anmelden kann. Die könnte man dann zur Not aufn Schrank oder so stellen, damit die nicht verschwinden.

Ich habe sowas noch nie gesehen. Es gibt die Zweitwecker, aber die brauchen alle a/b bzw. b/W.

Am 24.09.24 um 14:26 schrieb Andreas Borutta:

Nun, dann ist es einfach. Deine Antwort sollte in dem Fall ein Unmißverständliches NEIN sein. Nein zu Support, Nein zu Weiteren Hilfen dabei, Nein zu allem was Dinge erforderte die nicht möglich erschienen - oder Bastellösungen erforderten.

Als Gegentum: Wer Kabel nicht Toleriert der Mag also Funkstrahlung, je mehr um so lieber. Kurios!

Vielleicht bei Industriellen Herstellern zu Freudenhaus-Preisen.

Einzige "möglicherweise" Bastellösung wäre vielleicht wenn es dort eine Halbwegs moderne Fritzbox gibt - mit Smarthome funktionen. Dafür gibt es von AVM m.W. auch andere HW. Nötig wäre ein Schaltaktor und eine Starke Klingel daran. UND dann müßte der SmartHome-Teil in der Lage sein auf eingehende Anrufe mit der Aktivierung eines Aktors zu reagieren. Und diesen auch automatisch wieder abschalten (idealerweise wenn der Anruf angenommen wurde).

Ob das in HW und SW möglich wäre müssten andere beantworten. Die "Bastelei" könnte sich idealerweise darauf beschränken eine Smarte Steckdose und einen Netzspannungswecker/Glocke/Klingel irgendwo zu platzieren/verstecken. Möglichst so das sie niemand versehentlich raus zupft um einen Staubsauger zu betreiben - oder anderes...

Obwohl "Staub saugen nur wenn's Klingelt" doch auch was hätte. ;-)

Ich hab keine "Fritte" also bitte keine Fragen dazu. Hab nur gelesen da es welche mit SmartHome geben soll. Ist wohl grade "in".

Bye/ /Kay

Kay Martinen:

OK, klare Ansage, das hilft mir weiter. Ich hatte eh vermutet, dass ich nicht weiter suchen brauch.

'Ne Fritte 7520 existiert. Aber auch in Verbindung mit Smarthome hatte meine Recherche nix ergeben.

Andreas

Marco Moock:

Darauf wird es dann - leider - wohl hinauslaufen.

Meiner erster Vorschlag war übrigens ein Gürtelholster für das Mobilteil. Dann entfiele auch das hektisch Gerenne zur Ladestation im Flur.

Wird auch nicht toleriert. Nicht so einfach mit sehr betagten Eltern : )

Oder ein Wearable mit Vibrationsalarm. Oder eine Apple Watch, wo man den Anruf sogar direkt annehmen könnte (habe ich meiner noch älteren Tante geschenkt, fährt sie voll drauf ab.)

Andreas

Es gibt viele DECT-Geräte, bei der Basis uns Ladestation unabhängig voneinander sind. Dann kann man Mobilteil samt Ladestation wo hinstellen, wo es zwar Strom, aber kein Telefon geben muß.

Aus meiner Sicht haben DECT-Mobilteile die man selten verwendet den Nachteil, dass man sie selten genug aufladen muß, dass es nie zu einer Gewohnheit wird.

Das üraktischste Telefon für alles was man nicht am Handy macht ist IMHO ein fix an der Wand angeschraubtes, mit fixer Stromversorgung. Nie leer, nie verlegt/verloren. Das gibt es zwar nicht so einfach/billig mit DECT, aber eventuell findet sich ein Örtchen, wo man die Mobilteile nahe einer Steckdose "dauerparken" kann. Selbst in die Ladestation "einkleben" fände ich nicht ganz absurd, wenn eh nur die Klingel genutzt wird.

/ralph

Smarthome-Lösungen für sowas gibt es zu hauf, allerdings eher was für dich selbst (sprich: Spielerei, nichts was man aus Wartungsgründen bei seinen Eltern einrichten will). Vom Licht blinken lassen wenn ein Anruf reinkommt bis zu Rauchmeldern/Alarmanlagen-Sirenen die mitpiepsen ist alles machbar.

Aber eben Aufwand, Wartung, Gebastel ist nicht zu unterschätzen. Für den Anwendungsfall völlig ungeeignet.

/ralph

Das wäre halt schlicht nicht billiger, weil man sowieso ein Telefon implementieren müsste.

Das ist aber die am ehesten realisierbare Lösung.

... und um das Anmelden an der Basisstation.

Grüße Marc

Ralph Aichinger:

So eines ist im Einsatz.

Du meinst mit "kein Telefon": "keine Basis", richtig?

Die Basis ist die Fritzbox.

Unabhängig davon:

Genau aus diesem Grund gibt es nicht mehrere Ladestationen. Meine Mutter weiß immer, wo sie ihr Telefon findet. In der Ladestation im Flur.

Wie auch immer: Es gibt exakt das Konzept, was ich hier beschrieb, für Türklingeln. Funktürklingeln, in einem Gehäuse mit Stecker, die einfach irgendwo eine Steckdose gesteckt werden können. DECT-Telefonklingeln gibt es nicht. Auch nix Fertiges "Smart Homiges" für die Fritte. Machen wir einen Haken dran.

Andreas

Am 24.09.24 um 22:05 schrieb Ralph Aichinger:

Wo ich das lese wundere ich mich über etwas anderes das es demnach wohl auch nicht geben wird: DECT-Verlängerung mit Telefonbuchsen nenne ich es mal. Also im Grunde wie ein A/B-Wandler der aus VoIP Analog-telefon-anschlüsse machte - nur eben mit Drahtloser DECT-Verbindung und defacto die umkehrung einer Basisstation.

Wenn es so einen Adapter gäbe dann könnte man ihn einmalig mit der Basis koppeln, auf bestimmte Rufnummern einstellen und an seinen Telefonbuchse einfach einen Herkömmlichen Telefon-zusatzwecker anschließen.

Ob die Alternative gangbar wäre so einen VoIP-A/B Adapter per WLAN zu finden, den an die Fritte zu hängen, mit Telefonnummern zu belegen und dort dann einen Zusatzwecker an zu stecken muß der OP wissen.

Ich hab solche Adapter bisher nur mit LAN-Anschluß (= am Ziel verpönten Kabel) gesehen aber es ist doch nicht ausgeschlossen das es die auch mit WLAN gibt.

Bye/ /Kay

Am 24.09.2024 um 22:58 schrieb Andreas Borutta:

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Was ist damit?

Aber dafür brauchte so ein Gerät kein Mikrofon.

Seziere ein DECT-Mobiteil, ersetze Akkus durch Netzteil und greife das Klingelsignal vom Lautsprecher ab. Nutze dies um das Signal zu triggern, das die Funktürklingeln auslöst.

Hat die Fritzbox noch einen freien a/b-Port, spare Dir das DECT-Geraffel und triggere die Funktürklingel mit der Klingelspannung am a/b-Port.

Grüße Marc

d.h das Gerät wäre fünf Cent billiger als ein Telefon.

Grüße Marc

Thorsten Böttcher:

Herzlichen Dank.

Das ist tatsächlich eine Lösung. Habe es mir auf der Herstellerseite angesehen:

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Das weiße Bauteil ist der Funksender. Er wird per Kabel direkt an der Fritzbox angeschlossen, also wie ein analoges Telefon.

Das Bauteil mit der blauen Kappe ist der Empfänger und kann irgendwo angesteckt werden.

Dieses Bauteil gibt es auch einzeln:

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Aus reiner Neugier hätte mich ja die ökonomische Seite interessiert. Wieviel teurer wäre so ein Gerät, wenn es ein Dectmodul enthielte statt des "anderen Funkverfahrens"?

Andreas

Ggf. könnte man den Rückkanal zumindest reduzieren.

Und beim Hinkanal muß ja auch nur die Codierung für das Rufzeichen statt Sprache übermittelt werden?

Vermutlich gar nicht. Den Grund sehe ich woanders. Zweimal Einstöpseln bekommt die Zielgruppe hin, DECT-Anmeldung ohne Hilfe oft nicht. Und dann sind es oft die, die ohnehin kein DECT haben.

Wenn man die Entwicklungskosten unter den Tisch fallen lässt, mag das evtl. hinkommen.

Ich stelle mir das ohne ein Display auch schwierig vor. Muss man da nicht noch eine PIN eingeben? Ich habs länger nicht mehr gemacht, das letzte war ein FritzFon an der Fritzbox.

Axel Berger:

Ich habe noch keine Bedienungsanleitung zu den Geräten von Maag gefunden.

Es könnte auch ganz anders sein, wenn das Koppeln dort kompliziert ist oder versehentlich Knöpfe gedrückt werden, die etwas bewirken, man den Status jedoch nicht mühelos rausfindet.

Aber ich will nicht weiter unken.

Mir selber wäre jedenfalls ein etabliertes Standardfunkverfahren Dect lieber gewesen.

Die Notwendigkeit eines initialen einmaligen Einrichtens durch einen Helfer im hier diskutierten Usecase finde ich übrigens völlig unkritisch.

Ein Nachteil des Maag sei noch genannt, der aber nicht gravierend ist: Der Sender benötigt eine 12V-Batterie, die ein Jahr hält.

Übrigens könnte das DECT-Koppeln mit einer Fritte potentiell sehr einfach sein:

Ein Schalter auf der Klingel "Koppeln", die LED daneben blinkt. Dann blinkt der Schalter DECT auf der Fritte. Der Nutzer drückt den Schalter auf der Fritte. Das Blinken hört auf beiden Geräten auf und zeigt so an, dass alles OK ist. Alles Hirngespinste ;)

Andreas

Thorsten Böttcher:

Geht ohne PIN. Beispiel:

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Aber bei der Einfachheit des Durchführens des Koppelns ist noch sehr viel Luft nach oben.

Weniger technikaffine Nutzer fallen halt runter, weil sich die anderen Nutzer (die es mit Mühe und Nerv und länglichem Handbuchlesen irgendwie hinbekommen) an den endlosen Murks gewöhnt haben und nicht massenhaft motzen.

Unter anderen darin sehe ich Ursache für soviele miserable Bedienprozesse.

Andreas

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