TN/TT Netz und Potentialausgleich

Hi,

ich habe ein paar Verst=E4ndnisfragen bez=FCglich der Netzformen und dem Potentialausgleich im Eigenheimbereich.

Erstmal w=FCrde ich gerne wissen, ob mein Verteilnetzbetreiber ein TN oder ein TT Netz hat. Es kommt im Hausanschlusskasten eine 4adriges Kabel an, 3 Aussenleiter und ein Gelbgr=FCner. Den Gelbgr=FCnen w=FCrde ich als PEN Leiter klassifizieren und sofern nicht ein falsches Kabel verlegt wurde, m=FCsste es ein TN Netz sein, oder? Genaugenommen m=FCsste es ein TN-C-S Netz sein, weil es einen =DCbergang von 4 adrig (PEN) auf

5 adrig (PE + N) in der Hausinstallation gibt. Falls meine ergrauten Zellen sich nicht irren und sich in den Vorschriften in den letzten Jahrzehnten nichts ge=E4ndert hat, dann darf man herunter bis zu 10mm2 P und N in Form eines PEN gemeinsam f=FChren, unter 10mm2 m=FCssen PE und N zwingend getrennt sein, richtig oder falsch?

W=E4re die 4. Ader blau, dann w=E4re es nur ein N und der PE w=FCrde =F6rtl= ich z.B. durch einen Fundamenterder bereitgestellt und damit w=E4re es ein TT Netz, richtig? .

So, ich gehe jetzt davon aus, dass es ein TN-C-S Netz ist. Die Verkabelung vom Hausanschluss bis zum Z=E4hlerschrank und weiter zu den Unterverteilungen ist 4adrig, also PEN und damit letztlich der TN-C Anteil. In den Unterverteilungen erfolgt der =DCbergang zu 5adrig, also PE + N und damit der TN-S Anteil des TN-C-S Netzes, richtig?

Ich frage mich jetzt, wo der Potentialausgleich mit dem =F6rtlichen Fundamenterder (Potentialausgleichschiene) hergestellt werden muss/ soll? Am Hausanschlusskasten, also ein Gelbgr=FCner vom Potentialausgleich zum PEN des Hausanschlu=DFkasten? Darf der Poptentialausgleich nur an dieser Stelle erfolgen, oder darf/muss er zus=E4tzlich auch im Z=E4hlerschrank oder in den Unterverteilungen erfolgen?

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Martin Kobil
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Martin Kobil schrieb:

Oder sogar beides. Frag ihn halt.

Nö, das hat hier nichts zu sagen.

Beides ist möglich, es braucht aber nur eine der Varianten.

Gruß Dieter

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Dieter Wiedmann

Wobei es sicherer ist, den Potenentialausgleich dort anzuschließen, wo die Trennung in PE und N erfolgt. So ist die Gefahr minimiert, die entsteht, wenn der dicke PEN doch einmal unterbrochen sein sollte.

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Werner Holtfreter

Meine Erfahrung ist, dass mein VNB solche Informationen aus R=FCcksicht auf die "eingetragenen" Elektroinstallateure wie Staatsgeheimnisse behandelt werden. IMHO ist es l=E4ngst an der Zeit, solche Sachen frei verf=FCgbar ins Netz zu stellen. Dazu geh=F6ren insbesondere auch die VDE Vorschriften.

Wieso nicht?

Nach der reinen Farbenlehre darf ein Gr=FCngelber nur f=FCr PE verwendet werden. Oder war es andersrum, dass f=FCr PE nur ein Gr=FCngelber verwendet werden darf? So genau habe ich mir das noch gar nie =FCberlegt, weil ich nie an einen PEN gedacht habe. Da k=F6nnten wir jetzt dr=FCber philosophieren, ob ein PEN gr=FCngelb sein muss, weil ein PE enthalten ist. Oder ob er nicht gr=FCngelb sein darf, weil ja ein N enthalten ist!?

Hmm, egal, wenn es ein TT Netz w=E4re, dann w=FCrde ja der PE nicht mitgef=FChrt, sondern nur ein N. Und ein N darf nicht gr=FCngelb sein. Folglich kann es IMHO kein TT Netz sein.

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Martin Kobil

Das leuchtet mir ein.

So ganz explizit wurde jetzt aber noch nicht ausgesprochen, ob man den Potentialausgleich am Hausanschlusskasten *und* im Z=E4hlerschrank *und* in den Unterverteilungen zugleich machen darf?

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Martin Kobil

Darf man. Je mehr Verbindungen, desto sicherer.

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Werner Holtfreter

Das gilt nicht für den VNB.

Er muss, und an den Enden blau markiert damit man das erkennt.

Doch, beim VNB.

Lutz

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Lutz Illigen

Nur zur Bekr=E4ftigung und ganz deutlich: In =F6ffentlichen Verteilungsnetzen d=FCrfen geerdete Mittelleiter (Neutralleiter) seit der Einf=FChrung der gr=FCngelben Farben auch gr=FCngelb sein. Eine zus=E4tzliche Kennzeichnung wird nicht gefordert, da an ihnen nur von Beauftragten der Netzbetreiber gearbeitet wird.(Hoffentlich!) Das gilt auch f=FCr die Zugangsseite der Hausanschlu=DFk=E4sten - aber nich= t mehr f=FCr deren Abgangsseite - Richtung Z=E4hler oder Hauptverteilung usw. Hier mu=DF in einem TT-Netz der Neutralleiter blau sein -was =FCbrigens bei "dicken" Querschnitten oberhalb 35er Cu Beschaffungsprobleme macht. (f=FCnfadrig nehmen ist auch nicht gut: ws mach ich mit dem gr=FCngelben?) Also, wenn man in den HA hineinschauen kann / darf, w=FCrde ein Farbsprung dort (Gr=FCngelb kommt, hellblau geht) auf TT-Netz schlie=DFen lassen - falls man Vertrauen zum Errichter hat. H=E4tte ich aber nie gehabt, Erfahrung... htm (Pension=E4r)

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schneider.unsen

Desterwegen der N mit dem PE zum PEN vereint werden darf ;-)

Beherzigen von Erfahrungen l=E4=DFt Pension genie=DFen ;-)

--=20 mfg hdw

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Horst-D.Winzler

Ich h=E4tte da noch Erg=E4nzungsfragen:

Wie weit reicht eigentlich der Zust=E4ndigkeitsbereich des VNB? Endet der beim Z=E4hlerschrank bzw. der Hauptleitungsabzweigklemme? Ist alles danach (Kundenanlage) Sache der Elektroinstallateure?

Wo muss man sp=E4testens nach Vorschrift bzw. sinnvollerweise in einem TN-C-S Netz den PEN in PE + N auftrennen? Rein elektrotechnisch gesehen ist das ja in den Unterverteilungen bis vor dem FI (oder sollte ich mich an das Wort RCD gew=F6hnen?) m=F6glich. Aber man k=F6nnte e= s ja auch schon im Z=E4hlerschrank (Hauptleitungsabzweigklemme oder Z=E4hlerzugangs-Sammelschiene) oder gleich im Hausanschlu=DFkasten machen. Eine Auftrennung in den Unterverteilungen finde ich nicht so toll, weil am stromdurchflossenen PEN eine Spannung abf=E4llt und man bei mehreren Auftrennungen bei mehreren Unterverteilungen nicht mehr an jeder Stelle das exakt gleich Potential hat. Das k=F6nnte IMHO bei =FCbergreifenden Verkabelungen, wie z.B. bei Ethernet oder einer Antennenanlage zu Problemen f=FCrhren.

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Martin Kobil

On 14 Aug., 13:15, "Horst-D.Winzler" wrote: ...........................

EEhm nicht ! Nicht im TT-Netz ! - zwar ist der Mittelleiter oder Neutralleiter geerdet, aber der Netzbetreiber will oder kann nicht versprechen, da=DF dieser an allen Stellen im Netz bei allen Konstallationen (insbesondere Erdschl=FCssen eines Au=DFenleiters) keine unzul=E4ssige Spannung gegen die Erde (den Erdboden...) annimmt. Der N ist ein aktiver Leiter und mu=DF deswegen im Rahmen der Schutzma=DFnahmen im Falle, da=DF diese eingreifen m=FCssen, mit abgeschaltet werden - FI-Schalter m=FCssen nicht nur den N mit messen (selbstverst=E4ndlich), sondern auch mit abschalten. (Also vierpolig resp. zweipolig f=FCr WS). Hier ist =FCbrigens die Krux bei der alten Schutzma=DFnahme "Schutzerdung", also Abschalten im Fehlerfall durch die =DCberstromschutzorgane. Seit irgendwann in den 80ern wird hierf=FCr die Sonderbedingung gefordert, da=DF das Netz quasi "Nullungsgeeignet" sein mu=DF, also so gut und mehrfach geerdet, wie es f=FCr TN-Netze gefordert wird.(Alles vereinfacht ausgedr=FCckt). Noch ein kleines Problem f=FCr das TT-Netz: Bei Arbeiten des VNB innerhalb des Netzes werden die Kurzschlu=DF- und Erdungsgarnituren "vierbeinig" benutzt, (Im Freileitungsnetz speziell) ; -- wenn man jetzt in einem solchen Netzteil arbeitet, ist nicht sichergestellt, da=DF die kurzgeschlosssenen und "geerdeten" Leiter wirklich an allen Stellen Erdpotential f=FChren, zwar sind die Au=DFenleiter getrennt, der N aber ist im ganzen Netz durchverbunden und in der Regel nicht trennbar, ein dicker (exotischer) Fehler in einiem nicht freigeschalteten Netzteil k=F6nnte da f=FCr =DCberraschungen sorgen. Habe ich zwar nie erlebt, aber die M=F6glichkeit immer einkalkuliert... htm

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schneider.unsen

Ganz richtig, im Zuge der Elektronisierung mit allerlei Frequenzdreck auf dem N ist eine Auftrennung in einen stromlosen PE und den (dreckigen) N am besten schon am HA auszuf=FChren, f=FCr Gro=DFbauten mit B=FCros ist das schon Stand der Technik. Dort geht man aber teilweise noch einen Schritt weiter, auch den PE trennt man auf in den Schutz- PE, auf dem ja (bl=F6derweise) die Y-St=F6rschutzkondensatoren geerdet sind - zumindest bei steckerangeschlossenen Ger=E4ten- und in den also h=F6herfrequente Anteile aus den Au=DFenleitern eingespeist werden - und in saubere vom Netz weitestgehend getrennte und nur der Erde verbundene Funktions-Erdleiter, an die Schirme usw. angeschlossen wrden. N=E4chstes Problem dabei : Blitzschutz-Potentialausgleich... Kratzt mich gottlob nicht mehr als Pension=E4r. htm

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schneider.unsen

Wenn ich mich richtig entsinne, dann habe ich damals beim Hausbau dem VNB (oder damals noch EVU?) eine Investitionsbeihilfe gezahlt, z.B. f=FCr Trafoh=E4uschenkapazit=E4t, Kabel, etc ... und dann dem VNB das von mir bezahlte Geraffel per Unterschrift geschenkt.

Zumindest eine Ausnahme gibt es hier, n=E4mlich wenn man Einspeiser ist. Also eine Photovoltaikanlage, BHKW, Wasserkraftwerkchen, .... betreibt. Ich habe just heute einen solchen Z=E4hler auf den Bestellschein meines Elektrogro=DFh=E4ndlers geschrieben ;-)

Aber ich darf auch noch ein 4adriges NYM-J zur Unterverteilung ziehen und dort die Auftrennung in PE + N machen?

Ich w=FCrde ja gerne ein NYM-J 5x10mm2 nehmen, aber das bekomme ich durch das vorhandene DN20 Rohr nicht durch. Das Rohr ist nur 2m lang, und ein 4x10mm2 m=FCsste gerade noch so durchgehen, zumindest wenn ich das letzte St=FCckchen um den Bogen beim Z=E4hlerschrank abmantle. Aufputz oder ein 5x6mm2 m=F6chte ich vermeiden.

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Martin Kobil

Ja, ist das bisher nicht deutlich geworden? Und wenn du den Potentialausgleich bis an die Auftrennstelle heranbringst, hast du auch sicherheitstechnisch (und nicht nur vorschriftsmäßig) perfekt gearbeitet.

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Werner Holtfreter

Geschenkt ? Baukostenzuschu=DF : Was Zuschu=DF hei=DFt, ist nicht klar ? Wir haben in den 50ern jede Menge Baukostenzusch=FCsse bezahlt, um eine Neubauwohnung zu bekommen, und nicht wenige davon waren "verlorene" BKZ, deshalb geh=F6rte uns das Haus oder die Wohnung noch lange nicht. (Allerdings ein besser gesichertes Wohnrecht) Inzwischen hat sich die Rechtslage und die Marktsituation allerdings ge=E4ndert - aber bei der Infrastruktur, also Stra=DFe, Kanal, Wasser und Energie sind die Erschlie=DFungskosten oder Anschlu=DFkosten immer noch Stand des Tages. Geh=F6rt einem dann ein Teil der Stra=DFe? Nein, aber benutzen darf ich sie...

Da Z=E4hlereigentum gilt in der (einfachen) Form nur f=FCr den Tarifkunden, klar, bei Einspeisung oder Sonderabnehmern kann das anders sein... henry

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schneider.unsen

Weil es mich jetzt doch noch genau interessiert hat, habe ich mal nachgeschaut. Ich habe zwei Sachen bezahlt, zusammen rund 2200 EUR:

1) Den von dir genannten Baukostenzuschuss 2) Die Hausanschlusskosten

Und die Hausanschlusskosten, also das Kabel, der Hausanschlusskasten, die Baggerkosten, die Arbeitszeit, ... habe ich bezahlt und dann dem VNB per Unterschrift geschenkt. Und wenn ich heute einen Blick auf meine Stromrechung werfe, dann scheinen sie weder von 1) noch von 2) noch etwas wissen zu wollen ;-) Und wenn ich einen Blick auf die von Jahr zu Jahr stetig steigenden Gewinne dieses im DAX notierenten Unternehmens werfe, dann verfestigt sich meine Meinung hierzu noch.

=DCbrigens, die Mitarbeiter scheinen davon auch nicht zu profitieren, die - so mein Eindruck - sind von einer massiven Umstrukturierung gebeutelt und wissen nicht mehr, wer und wo jemand zust=E4ndig ist. Ich vermute =FCbrigens, dass mein Energieversorger das Stromnetz und die Stromerzeugung/Verkauf strikt getrennt hat.

Ja, und da f=E4ngt die Diskrepanz doch an. Wieso musste ich eigentlich f=FCr den Telefonanschluss weder 1) noch 2) bezahlen? Mal abgesehen von Kabelquerschnitt und der Adernzahl sehe ich gar keinen so grossen Unterschied zwischen beiden Infrastrukturen/Netzen. Den teuren Graben muss man in beiden F=E4llen buddeln. Bei der ansonsten immer wegen ihrer hohen Preise kritisierten Telekom waren nur die =FCblichen 100 EUR f=E4llig, daf=FCr war aber noch ein Monteur im Haus und hat eine TAE Dose an die Wand ged=FCbelt.

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Martin Kobil

Bis in die Kundenanlage.

Ja und nein.

IM HAK, viele VNBs verlagen ab da schon fünfadrig zum Zähler.

Nein, sollte man schon angesichts von Oberwellen abgewöhnen.

Yepp, s.o.

VerPENnte Installation, siehe

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Lutz

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Lutz Illigen

Sehe ich anders und viele Kollegen auch.

Lutz

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Lutz Illigen

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