Ja - der überschüssig mögliche Strom wird einfach nicht abgenommen, die Lichtenergie heizt einfach nur die Solarzellen auf.
Kritisch sind daher nicht die Maximalströme, sondern die Leerlaufspannungen, noch bevor nennenswert Strom fließt, die die Halbleiter zerstören können.
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M
Marcel Mueller
Am 15.04.25 um 23:15 schrieb Marte Schwarz:
Warum steht er dann im Datenblatt? Es ist auch ein höherer Wert als der maximale MPPT-Strom.
Ich denke mal das Problem wird sein, dass die Beleuchtungsstärke halt auch spontan wechseln kann, und im ersten Moment reagiert der MPPT nicht gleich.
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 16.04.25 um 17:16 schrieb Martin Τrautmann:
ACk, da muss man echt aufpassen, und vor allem den Winterbonus nicht vergessen. Bei Kälte steigt die Vorwärtsspannung von Siliziumdioden und damit auch die Leerlaufspannung.
Marcel
M
Marte Schwarz
Hi Martin,
Eben. Die maximale Stromstärke wird vom WR bestimmt. Da kann man so viel Panels parallel schalten, wie man mag. Sinnvoll dürften bei unterschiedlicher Bestrahlung aber serielle Dioden in den Zuleitungen sein. Das verringert zwar die Leistung der bestrahlten Zelle zunächst ein bisschen, verhindert aber Verluste an den parallelen Panels.
Marte
M
Marte Schwarz
Hi Marcel,
Ja und? Wenn das Panel vorher mit wenig Strom lief und spontan jetzt viel Sonne bekommt, wird die Spannung Richtung Spannungsmaximum gehen und erst nach und nach gesenkt werden. -> Kein Problem.
Wird der umgekehrte Fall befürchtet, also die Beleuchtung ausgeknipst, dann kommt weniger Strom. Wo soll es da en Problem geben?
Diskutiert wird hier ja vor allem der Fall, dass eines der parallelen Module in eine Himmelsrichtung sieht und das andere in eine andere Richtung schaut. Damit kann man über eine längere Zeit eine Teilleistung dem Netz zur Verfügung stellen. Das ist den meisten Balkonanlagenbetreiber wohl wichtiger, als Maximalerträge ins Netz zu speisen. Genau darum gings doch. Wo hier jetzt das Problem mit vermeintlich zu hohem Eingangsstrom liegen soll, erschließt sich mir nicht. Ich lerne aber gerne dazu.
Marte
M
Marcel Mueller
Am 16.04.25 um 19:43 schrieb Marte Schwarz:
Das bringt weniger als man denkt. Es kann gar Minus werden.
Stark bestrahlte Panels werden heiß. Das senkt die MPPT-Spannung. Dadurch kann über das kühlere Panel nur wenig Strom abfließen.
Auf der Verlustseite stehen selbst bei Schottkydioden pauschal ca. -1,5%.
Profitieren tut man also primär bei unterschiedlicher Beleuchtung in Kombination mit wenig Licht oder starkem Wind, also wenig Temperaturdifferenz. Das sind aber auch die Zeiten wo der Ertrag ohnehin meist niedrig ist, und damit auch der Verlust.
Den Nutzen der 3 Bypassdioden pro Modul verliert man bei Parallelschaltung von Modulen sowieso.
Gerade bei Balkonkraftwerken ist es sogar schlau, gezielt Module mit /unterschiedlicher/ Ausrichtung parallel zu schalten, weil die meisten Wechselrichter die Leistung der beiden Kanäle unabhängig auf die halbe Maximalleistung begrenzen. Wenn dann also zwei Module voll belichtet sind und die anderen nicht, würde man sonst trotzdem nur gut 400W statt
800W bekommen.
Marcel
A
Axel Berger
Ja, genau. Sorry, aus dem nackten CSV ist das nicht so klar, als wenn man die gesamten Anzeigen vor sich hat.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
M
Marco Moock
Am 15.04.2025 20:41 Uhr schrieb Marcel Mueller:
Ist ein solcher zwingend erforderlich? Eine thermische Soloranlage existiert bereits, es ist kein Ableiter vorhanden. Ganz, ganz früher war auch eine UHF-Yagi drauf, auch ohne Blitzableiter.
T
Thomas Einzel
Am 17.04.2025 um 08:27 schrieb Marco Moock:
Falls ich mich richtig erinnern sollte:
Die Einbindung einer PV Anlage in eine _vorhandene_ Blitzschutzanlage ist erforderlich, nur wegen der PV eine Blitzschutzanlage zu bauen, jedoch nicht. Eine Einbindung des metallischen Montagegestells ("Solarschienen") in den Potentialausgleich ist gefordert und sinnvoll.
Die Anschlüsse der PV Module sind potentialfrei.
M
Marcel Mueller
Am 17.04.25 um 08:27 schrieb Marco Moock:
Nein, gesetzlich ist das nicht. Aber die Feuerversicherung kann das durchaus interessieren. So scharfkantige Metallteile haben durchaus das Zeug dazu Blitze anzuziehen. Und ohne Fangeinrichtung zerfetzt es da ggf. nicht nur den Wechselrichter.
Wenn der Mast geerdet ist, ist das ein guter Anfang. Das war früher gar nicht so unüblich. Dafür reicht halt ein dünnes Potentialausgleichskabel nicht, was sich für die Solaranlage gehört. Das verdampft im Zweifel einfach. Also, ich würde bei so kleinen Anlagen immer im Blitzschutzbereich des Hauses bleiben und nichts riskieren.
Marcel
H
Hendrik van der Heijden
Am 14.04.2025 um 20:53 schrieb Marco Moock:
"Überschuss" kostet dich nicht viel. Überdimensionierung hilft, einen gewissen Mindestertrag zu haben. Meine Eltern haben ein 2x430W Set. Jetzt Mittags in Norddeutschland liefert das gerademal 40W, wegen starker Bewölkung. Sie haben mehr Grundverbrauch und deshalb zusätzlich Netzbezug. Mit 4 Modulen hätten sie immerhin 100W Ertrag.
Module sind billig (45€ für 430W, 62€ für 500W). Lieferkosten sind für 2 und 4 Module gleich. Die Halterungen und Kabel kosten extra.
4 statt 2 Module sind am Ende vielleicht 150€ Aufpreis.
Guck bei mydealz nach Angeboten:
2x450W + 800W WR für 253€ mit Lieferung
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+ 800W WR für 389€ mit Lieferung
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Das Ziel ist, deinen Mindestverbrauch möglichst gut abzudecken, denn damit sparst du am Ende bei der Stromrechnung. Leider ist es höchst indiviuell, wann man wie viel Strom verbraucht.
Es gibt imo zwei sinnvolle Möglichkeiten:
- Ein 4-Modul-Set mit 800W WR, ohne Akku Das darf man selbst installieren (spart Geld). Ohne Akku ist auch billig. Die Module können ihre Spitzenleistung nicht bringen, wegen das WRs. Dafür hast du länger am Tag eine Grundleistung (z.B. 200W) verfügbar. Das klappt am besten, wenn zwei Module Richtung Osten zeigen (Morgen/vormittag) und zwei nach Westen (nachmittag/Abend). Sowas sollte sich immerhalb von 3 Jahren amortisieren. Wenn Akkus in ein paar Jahren billig geworden sind, kann man einen Akku nachrüsten.
- Set mit Akku, mindestens 4 Module Ist der Akku groß genug, geht es darum möglichst viel Überschuss über den Tag in den Akku zu bekommen, um den dann in der Zeit ohne Sonne zu verbrauchen. Ohne Elektriker ist man aber auf 800W Einspeisung ins Hausnetz limitiert. Entweder man speist eine feste Leistung ein, und hofft, dass die verbraucht wird, oder man macht Nulleinspeisung, braucht für den Stromsensor am Hausanschluss aber auch wieder einen Elektriker. Mit Elektriker und Akku dauert es länger, bis man die Investition wieder raus hat. Langfristig spart man aber mehr.
Hendrik vdH
M
Martin Τrautmann
Ich rätsle noch immer, wie sinnvoll die Parallelschaltung von Modulen ist, speziell auch an Ost-West-Anlagen.
Würdest du bei vier Modulen eher die gleiche Himmelsrichtung parallelschalten oder die Ost-West-Paare, bei einem WR mit 2 MPPT?
Warum? Gibt es dafür Berechnungen, Simulationen, Vergleichsmessungen?
Schönen Gruß Martin
A
Axel Berger
Überschuß ist in diesem sinne der techische Normalfall. Mororen und Heizungen laufen fast nie mit ihrer maximalen Leistung, Brücken werden fast nie mit ihrer Tragfähigkeit belastet und Gebäude und Anbauten sollen nie der Windlast ausgestzt sein, für die sie brechnetz wurden.
Wie stark überdimensioniert wird, hängt von den Kosten und vom Anwendungsfall ab. Steigungen werden mit Wohnanhänger unterhalb der sonstigen Reisegeschwindigkeit erklommen und in Wohnungen an kalten Extremtagen nicht alle Räume voll beheizt. Dachziegel und Paneele sollen dagegen nicht alle zehn Jahre sondern möglichst nie heruntergeweht werden.
Eben.
Nicht notwendig. Heutige Zähler haben fast immer einen Datenausgang. Falls der Zähler im Empfangsbereich des WLAN liegt, gibt es günstige Fertiglösungen, die mit Magnet einfach aufgesetzt werden. Ein kleines Problem bleibt ohne Eingriff deren Stromversorgung.
Langfristig ist der Akku kaputt. Andererseits lohnt sich bei hohen Inflationserwartungen jedes Schaffen von Sachwerten.
A
Axel Berger
Das hat Marcel am Wed, 16 Apr 2025 20:15:20 +0200 umfänglich und richtig vorexerziert. (Message-ID: <vtos3o$kri4$ snipped-for-privacy@gwaiyur.mb-net.net>)
Dem ist imho nichts hinzuzufügen.
T
Thomas Einzel
Bei einem Ost-West Dach und 2 MPPT würde ich, wenn es der Wechselrichter bezüglich Leerlaufspannung erlaubt, je 2 Module in Reihe schalten diese beiden Strings Ost und West je an einen MPPT anschließen.
Parallelschaltung von Strings wird bei großen PV Anlagen gemacht, AFAIK sind deren Stringeingänge auch für die Worst Case Ströme ausgelegt. Ich würde z.B. keine zwei 14A Module parallel an einen 10A MPPT anschließen, auch die hier sagen "nimmt sich nur was er braucht" ersetzen keinen defekten Wechselrichter, wenn es in Wechsellastphasen dann doch mal etwas mehr Strom war. IMO sollte der Wechselrichter immer passend zu den Modulen ausgelegt werden.
M
Marc Haber
Da haben wir noch keine Erfahrungswerte. Aus der Elektromobilität wissen wir, dass die Akkus in Autos die Erwartungen auch der Hersteller bei weitem überschreiten. Ich habe keinen Grund warum das nicht auch bei ortsfesten Akkus genau so sein sollte. Meine 8 kWh sind von einem Autohersteller.
Grüße Marc
A
Axel Berger
Bei einem Shuntregler nicht. Für direkte Akkuladung habe ich so etwas mal gebaut.
In der Wohnung bin ich mutig. Ich schließe sogar eine kleine
100-W-Glühlampe direkt und ohne Begrenzung oder Schutzschaltung an einen
16 A / 3.5 kW Stromkreis an. Unverantwortlicher Leichtsinn, ich weiß.
Oder umgekehrt. Mich erinnert das an die alte Debatte ob der Verstärker oder die Lautsprecher größer dimensioniert werden sollen.
A
Axel Berger
Klar. Deshalb habe ich das "langfristig" bewußt im Schwammigen gelassen. Allerdings wird die Amortisationszeit oft mißverstanden. An deren Ende hat man für allen seinen Aufwand und alles Risko von vorzeitigen Unfallschäden gerade erst nicht auch noch draufgezahlt. Wenn die Amortisation nicht deutlich kleiner als die geplante Lebensdauer bleibt, sollte man es lassen.
Zumindest gilt das für die einfache Nullabschätzung. Mit Zusatzannahmen kann sich das verschieben. Inflationsabsicherung habe ich schon genannt. Das ist aber in einer technischen sci-Gruppe nicht seriös zu diskutieren und der Zukunftserwartung des einzelnen überlassen.
M
Martin Τrautmann
IBTD. Seinen Überlegungen stimme ich prinzipiell zu. Für mich ist das aber erst mal nur eine Theorie, die auch belegt werden müsste.
M
Martin Τrautmann
Übliche Module mit ca. 400 W Leistung haben Leerlaufspannungen von 30 bis 50 V. Übliche 800-Watt-Wechselrichter haben zulässige Eingangsspannungen von 50 bis 60 V. Eine Reihenschaltung kommt dort generell nur selten in Frage.
Das wäre auch krasse Fehlauslegung - so wie bei den Spannungen oben.
Im Thread hier geht es typisch um 800-Watt-Wechselrichter und PV bis
2000 Watt, den gesetzlichen Grenzen.
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