Stromerzeuger zusammen schalten

Ich bin absoluter Laie bzgl E-Technik, aber dass man wegen der
gegeneinander verschobenen Phasen nicht einfach mehrere Generatoren
zusammen schalten kann, um deren Leistung zu addieren, ist mir einigermaßen
klar.
Welche Maßnahmen könnte man ergreifen, um beispielsweise 2 Stromerzeuger à
230V/2,2kW so zusammen zu schliessen, dass sie beispielsweise einen 3,5 kW
Verbraucher betreiben können?
Danke
Tom Berger
Reply to
Tom Berger
Loading thread data ...
de.sci.ing.elektrotechnik übersehen?
Michael Dahms
Reply to
Michael Dahms
Tom Berger spoke thusly:
[Fullquote wegen XP]
Frag das doch da, wo es ontopic ist: de.sci.ing.elektrotechnik.
HTH,
Se-"XP & f'up"-bastian
Reply to
Sebastian Suchanek
Moin,
Tom Berger wrote:
Also vorweg: Versuch auf eigene Gefahr hin: einfach machen:-)
Die Sache ist die: wenn ein Generator dem anderen hinterherläuft und immer dann z.B. 100V liefern möchte, wenn es der andere schon getan hat, dann muß er nichts mehr tun. Also muß er nichts mehr tun und was macht er mit seiner überflüssigen Leistung: er läuft schnller. So lange, bis er den anderen eingeholt hat. Und dann laufen beide parallel. Damit das funktioniert müssen natürlch die beiden Generatoren einigermaßen gleich schnell laufen. Aber wenn das der Fall ist, dann einigen sich die beiden ganz von alleine.
Du mußt nur sicherstellen, daß in dem Augenblick des Einschaltens beise laufen. Und dann einfach mutig zusammenstecken. Sei beruhigt, soche Maschinen brennen nicht so schnell duch, die Scherung geht früher. Also Adapterkabel basteln: 2XSchuko auf ein mal Schuko-Buchse.
Und jetzt, falls es noch nicht kalr ist: _Alles ohne Gewähr_ !
CU Rollo
Reply to
roland Damm
X-No-Archive: Yes
begin quoting, roland Damm schrieb:
Was das Problem eigentlich nicht löst ...
Solche Maßnahmen interessieren dann ggf. den Staatsanwalt, und der könnte dann auch fragen, von welchem Blödmann diese schwachsinnige Idee stammt.
Das nützt dann auch nichts.
Nochmal zur Klarstellung: an elektrische Betriebsmittel gehört maximal ein Stecker dran - jeder weitere stünde nämlich unter Spannung, wenn einer eingesteckt ist, deshalb ist das streng verboten, und bei einem Unfall gibt es dann keine Gnade. Elektrische Betriebsmittel müssen nämlich nach dem Stand der Technik beschaffen sein, sonst ist der Hersteller (das ist ggf. der "Bastler") "dran", wenn was passiert. Und im gewerblichen Umfeld hat der Unternehmer zudem auch noch die Gewerbeaufsicht am Hals, selbst, wenn noch gar nichts passiert ist.
Unde wenn "wird schon schiefgehen" trotzdem schiefgeht und eines der der Geräte ein bißchen brennt (was war nochmal bei Luft im Tank bei einem der Stromerzeuger?), dann gibt es auch tierisch Stunk.
Gruß aus Bremen Ralf
Reply to
Ralf Kusmierz
Am 5 Nov 2004 14:19:41 -0800 hat roland Damm geschrieben:
Wenn beide im Stillstand zusammengeschlossen werden und dann einer gestartet würde, könnte dann die Synchronmaschine des zweiten diesen ebenfalls starten, oder wäre das extrem unwahrscheinlich/undenkbar?
Reply to
Martin Lenz
Moin,
"Mart> Wenn beide im Stillstand zusammengeschlossen werden und dann einer
IMO funktionieren Synchronmaschinen so, daß sie zuerst mal einen Dynamo haben (oder auch einen Generator mit Dauermagneten), der den Strom liefert für das Magnetfeld (Gleichstrom!), das dann rotierenderweise den eigendlichen Nutzstrom induziert. In dem von dir beschriebenem Fall würdest du einfach nur von außen Spannung am Generator anlegen, ohne daß er sich dreht. Ohne Rotation aber leider auch kein Strom für das Erregerfeld, also leider garnichts. Wenn diese Vermutung stimmt, würde der angetriebene Generator nicht angetrieben werden sondern nur einen Nahezu-Kurzschluß darstellen. Für beide Maschinen nicht empfehlenswert.
Also so richtig gut funktioniert das geplante wohl nur, wenn man hinter jeden Generator ein Gleichrichter hängt, dann den Gleichstrom zusammenschaltet und dann wieder Wechselrichtet. Dann sollte sich die Gesamtlast relativ gut gleichmäßig auf die vorhandenen Generatorleistungen aufteilen.
CU Rollo
Reply to
roland Damm
Es geht aber auch anders. Zum Synchronisieren muessen beide Phasen gleich sein. Dazu wird die Spannung zwischen beiden Phasen gemessen. Ist sie Null, dann koennen die beiden Generatoren zusammengeschaltet werden. Dazu muss ein Generator leicht abgebremst werden bis die Phasenlage stimmt. Genauer geht es mit einem Oszi in x-y-Darstellung (Lissajous-Figur). Es gibt auch Einbau-Instrumente fuer die Phasenlage. Frueher wurden die Schiffgeneratoren mit dem Landstrom auf diese Weise synchronisiert, also von Hand, was einiges an Uebung von Maschinisten verlangte.
Ciao Thomas
Reply to
Thomas Mager
Am 11 Nov 2004 01:57:01 -0800 hat roland Damm geschrieben:
Stimmt, im von mir oben beschriebenen Fall würde die Erregung fehlen. Für dieses Startszenario müßte das ganze entweder ein permanenterregter Genrator sein, oder die benötigte Leistung müßte erstmal extern bereitgestellt werden - bei den üblichen Reglern in Aggregaten wohl auch nicht möglich.
Naja synchron laufende Drehstromgeneratoren in Netzen hat es auch schon vor der Gleichstromkurzkupplung gegegben. Obwohl hier in der Nähe in Niederösterreich so eine Anlage steht, womit man den die Kopplung des ost- und westeuröpischen Netzes gemacht hat, zu der Zeit, wo die im Osten es mit der Frequenz nicht so genau genommen haben. Ich weis aber nicht ob die Netze inzwischen starr gekopplet sind.
Reply to
Martin Lenz
Am Thu, 11 Nov 2004 11:30:56 +0100 hat Thomas Mager geschrieben:
Warum hat man die Schiffsgeneratoren netzsynchron betrieben und nicht umgeschaltet? Um den Strom komplett von der billigeren/zuverlässigeren etc. Quelle bezogen?
Reply to
Martin Lenz
Moin,
"Mart> Stimmt, im von mir oben beschriebenen Fall würde die Erregung fehlen. Für
Allerdings ein permanentangeregter Generator würde ganz schön hopplen, wenn er noch nicht auf der vorgegebenen Drehzahl ist - eigendlich würde wohl außer Krach und Verschleiß garnichts passieren.
Inzwischen ist in Europa alles starr gekoppelt. Ich glaube die Grenze hat sich inzwischen nach Rußland verschoben. Hier in der Gegend wurde vor vielen Jahren auch mal so eine Stromaustauschanlage zwischen West- und Ostdeutschland errichtet, damals wurden Motor/Generator verwendet. Weis nicht wie, vielleicht ein Gleichstrommotor.
CU Rollo
Reply to
roland Damm
Am 12 Nov 2004 01:34:02 -0800 hat roland Damm geschrieben:
Mein Beispiel hat sich auf das Zusammenschalten bei stehendem Motor beider Aggregate bezogen. Die Idee war, daß einer den anderen mitzieht und der Generator als Starter wirken würde. Ist aber auch nicht sinnvoll, weil ich dann mit dem Seilzug des einen beide zugleich anwerfen würde - das wird anstrengend. :-( Ich wollte also keinesfalls vorschlagen, eine laufende und eine stehende Synchronmaschine zusammenzuschalten, egal wie die Erregung ausgeführt ist.
Reply to
Martin Lenz
Das macht man auch dann, wenn beide synchron laufen. Es soll die Unterbrechung vermeiden, die entsteht, wenn man es mit einem Wechselschalter umschalten wuerde. Diese Unterbrechung merkt man z.B. im Flugzeug, wenn auf den Bodengenerator umgeschaltet wird. Das Licht flackert dann kurz.
Reply to
Thomas Mager

PolyTech Forum website is not affiliated with any of the manufacturers or service providers discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.