Unterbrechung in PE suchen

Hallo,
mir ist aufgefallen, dass in unserer Küche offenbar PE nicht
angeschlossen ist. (Leichtes kribbeln bei Berührung des Wasserkochers)
Nachmessen ergab, dass offenbar alle Steckdosen betroffen sind (außer
der Spülmaschiene, die einen eigenen Kreis hat). Das gilt sogar für die
Deckenbeleuchtung und die Dosen an der gegenüberliegenden Wand, die von
der Positionierung eigentlich sogar näher an der Quelle liegen müssten.
Im Zählerkasten habe ich schon nachgeschaut, ob da etwas nicht richtig
angeschlossen ist (hatte ich auch schon mal in einer anderen Hütte). Da
passt es noch. Heißt, realistisch betrachtet, da hat einer irgendwo ein
Kabel angebohrt und nichts gemerkt oder nichts verraten. Es muss ja an
sich irgendwo in der Zuleitung sein, sonst wären nicht alle Dosen
betroffen. Doch wie finde ich heraus wo? Respektive welche alternativen
Möglichkeiten bleiben? (Außer vom Keller an die Wände aufzustemmen und
eine neue Leitung zu legen, meine ich.)
Marcel
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Marcel Müller
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Marcel Müller schrieb:
Da muss nicht unbedingt der PE unterbrochen sein. Es kann sogar sein dass, er sehr gut angeschlossen ist. Und dass ihr Spannung auf dem Fussboden habt. Ist alles schon dagewesen!
Du gar nicht! Das ist Aufgabe eines Elektrikers! Du kannst (und darfs) bestenfalls auf äusserliche Suche gehen. Schon die Innereien des Zählerschrankes sind für einen "Nichtelektiker" Sperrzone. Ein Elektiker hat auch die nötigen Messgeräte und das Wissen zum Umgang damit. Die fehlt ganz offensichtlich schoin die nötige Grundahnung. Sonst würdest du nicht hier fragen.
Also schnell mal den Elektriker rufen bevor jemand umfällt. Mit so etwas ist nicht zu spassen!
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Jens Fittig
Marcel Müller schrieb:
Alles in NYM verlegt? Dann das betreffende Teilstück ermitteln, und von beiden Seiten die Kapazität zwischen PE und N bzw L messen, dabei natürlich den Rest des Kreises abklemmen.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Dieter Wiedmann schrieb:
das sucht er ja!
Und du glaubst, dass jemand der hier so eine Frage stellt das versteht und kann? Und das nötige Messzeugs hat?
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Jens Fittig
Also schrieb Clemens Schueller:
(Bist Du sda sicher?)
Kapazitive Einkopplung von einer parallel liegenden Leitung.
Jetzt weisst Du auch, warum der Phasenprüfer gerne mal als Lügenstift bezeichnet wird.
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt
Hallo!
Thus spake Jens Fittig ( snipped-for-privacy@gmx.de):
Frage am Rande:
Letzens haben wir im Bad eine neue Deckenleuchte montiert.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Glimmlampe im Phasenprüfer geleuchtet hat, obwohl der Schalter auf aus war.
Die Spannung war erst dann weg, als wir den LSS ausgeschaltet haben.
Woran kann das liegen?
GreetinX, Clemens Schueller
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Clemens Schueller
Clemens Schueller schrieb:
Das ist normal und wurde schon 10.000 mal erklärt.
normal
am Lügenstift!
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Im Ernst: Spannungen können auch von spannungsführenden parallelen Leitungen auf abgeschaltete Leitungen eingekoppelt werden. Dann leuchtet der Lügenstift eben auch. Obwohl keine gefährliche Spannung bzw. aussreichende Stromstärke da ist. Umgekehrt bedeutet ein Nichtleuchten auch nicht unbedingt die Spannungsfreiheit!
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Jens Fittig
Marcel Müller schrieb am 08.10.2010 16:26:
Offenbar? Hast du nicht wenigstens einen Duspol wo du mit "Last" PE gegen L prüfen kannst?
Isolationsprüfung.
Alle in frage kommenden Leitungen (mit Last) auf Durchgang und Isolation prüfen. Duspol und Isolationsmesser reichen.
Wenn du eine Leitung ermittelt hast, schau erst mal Klemmstellen und ggf. Verbindungsdosen nach. Ansonsten hat Dieter ja schon Tipps zur Ermittlung der genaueren Lage ein Schadstelle gegeben.
Thomas
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Thomas Einzel
Am 08.10.2010 16:43, schrieb Ansgar Strickerschmidt:
Ein geschalteter N wäre auch noch möglich.
Naja, wenn er Spannung anzeigt wo keine ist, kommt keiner zu Schaden. Andersrum ist es schlimmer.
MfG
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Thorsten Böttcher
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Marcel Müller schrieb:
Klasse... :-/
HF: Oszi und Signalgenerator anschließen (Anlage natürlich vorher freischalten) und die Signallaufzeit der an der Störstelle reflektierten Signale messen.
(Alternative: Hochspannung an den abgeklemmten PE anlegen - da, wo dann der Putz von der Wand fliegt, war der Fehler.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z
Hallo,
Jens Fittig wrote:
ich war natürlich schlau und habe gegen N und L gemessen. Das Spiel ging etwa 100:120 aus. Für die hinreichend niedrige Impedanz sorgen schon die Y-Kondensatoren in Kühlschrank und Mikro.
Nachdem ich schon das eine oder andere male die Schäden solcher Elektriker ordnungsgemäß beseitigt habe, sehe ich das etwas Entspannter. Einmal war es sogar ein Fall, wo das ganze Mehrfamilienhaus hätte abfackeln können.
Und hinterher erfährt man vielleicht sogar ob er den Namen auch verdient hatte. Der Elektriker,der hier die Leitungen verlegt hat, war auch ein I***t. SAT-Kabel mir Schaumdielektrikum an allen Ecken und enden abgeknickt, Stromleitungen gehen zum Teil schräg über die Wände oder Meterlang in Bodennähe oder halber Höhe entlang. Wäre es ein Altbau, würde mich nichts wundern, aber die Hütte ist gerade mal 8 Jahre.
Ich bein kein Elektriker, richtig. Dazu fehlt mir die Erfahrung. Aber was Strom ist, weiß ich schon.
Das habe ich schon im Griff. Aber die Pfuschlösung ist eben etwas für ein Wochenende und nicht für die Ewigkeit.
Ich weiß. Ich fürchte fast, dass es schon Jahre lang so ist. Nur muss man eben erst einmal auf die Idee kommen, dass einem etwas in diesem Zustand übergeben wird.
Marcel
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Marcel Müller
Am 08.10.2010 16:44, schrieb Clemens Schueller:
Kann sein, ist aber selten. Wenn kein FI-Schalter eingebaut ist, Schutzleiter mit einer Prüflampe testen. Prüflamep ist schnell gebaut. 15W-Lampe. An den Sockel zwei Litzen anlöten und als Prüfspitzen 2-Stück etwa 15cm 2,5mm² Cu-Dräte nehmen. Alle Verbindungsstellen gut mit Isolierband umwickeln. darauf achten, das man mit dieser Prüflampe nicht 400V testet. D akann einem die Lampe schon explodieren. ;-)
N wird geschaltet. Sollte nicht sein, kommt aber schonmal vor.
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Horst-D.Winzler
Ganz so doof bin ich auch nicht. Und ich habe das nötige Messzeugs, und der Tipp ist genial.
Marcel
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Marcel Müller
Hallo,
Ralf . K u s m i e r z wrote:
geht das? Ich meine Stromkabel ist ja jetzt mal kein so idealer Wellenleiter. Ich würde eher duzende überlagerter Echos von allen möglichen Diskontinuitäten erwarten.
:-)
Marcel
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Marcel Müller
Marcel Müller schrieb:
Sorry - deine Anfangsfrage erweckte nicht den Anschein, dass du entsprechende Grundahnung hast.
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Jens Fittig
Thorsten Böttcher tipperte in news:4caf3799$0$7668$ snipped-for-privacy@newsspool1.arcor-online.net
Nope. Es ist tatsächlich Spannung da. Nur eben wenig belastbar. Und mit einem Lügenstift als Last bricht sie nicht genügend zusammen, so das es glimmt.
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Thomas Hu"bner
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Marcel Müller schrieb:
Schon, aber zwischen Diskontinuität und Unterbrechung ist ein sichtbarer Unterschied. Man sieht die Amplituden der Echos...
Mit genug Vorwiderstand prasselt es dort kontinuierlich, und das findet man dann mit dem Stethoskop.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z
Am 08.10.2010 18:17, schrieb Marcel Müller:
Bei den kurzen Längen nur mit wirklich ausgewiesenen Kenntnissen machbar. Tatsächlich macht man das mit einen HF-Sucher. Siehe Rose. Ist aber für einmaligen Gebrauch zu teuer. ;-(
Warten auf einen Blitzeinschlag.
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horst-d.winzler
Ich würde einfach ein fieses NF-Rechtexksignal einspeisen und mit einem empfindlichen NF-Verstärker in der Wand verfolgen. So machen es die Elektriker auch...
-ras
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Hallo Marcel,
Am Fri, 08 Oct 2010 18:17:45 +0200 schrieb Marcel Müller:
das geht tatsächlich. Beim Orten von Kabelfehlern im Verteilnetz macht man genau das, um erst einmal die grobe Fehlerentfernung zu ermitteln. Man kann dabei mit etwas Erfahrung recht gut zwischen Muffen, Anzweigen, Erdverbindungen und Unterbrechungen unterscheiden.
Um die Fehlerstelle anschließend genau einzumessen, kommt dann das zweite von Ralf vorgeschlagene Verfahren zum Einsatz, der Stoßgenerator.
Da werden ganz dicke Kondensatoren auf mehrere tausend Volt (gegen Erde) aufgeladen und die Spannung wird anschließend auf den defekten Leiter gegeben. Das gibt dann alle paar Sekunden einen kräftigen Impuls. Dort, wo es knallt, ist dann die Fehlerstelle. Bei reinen Unterbrechungen erdet man halt noch das andere Ende der Leitung.
Manchmal kann man die Stelle ohne Hilfsmittel hören und sogar als Mini-Erdbeben unter den Füßen spüren, meist wird aber ein Bodenschallmikrofon eingesetzt.
Bei einer Hausinstallation kommen dann natürlich die Steckdosen freiwillig aus der Wand, die Verteilerdosen geben Rauchzeichen von sich, angeschlossene Elektrogeräte, ob aus- oder eingeschaltet, verabschieden sich ins Jenseits und die Bewohner verlassen schreiend das Gebäude. Danach hat man aber endlich einen triftigen Grund, seine Elektroinstallation komplett zu erneuern. SCNR
Viele Grüße Michael
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Michael Schwimmer

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