Verluste bei 1000km Stromleitung

Am 06.10.2010 14:52, schrieb Ralf . K u s m i e r z:


Ich dachte, wir schreiben über die Anbindung von Offshore- windparks in Küstennähe ans Übertragungsnetz. Baltic Cable ist 'ne ausgewachsene HGÜ mit irgendwas um die 600MW und verbindet zwei asynchrone Netze. Das dort DC eingesetzt wird, ist selbstredend. Aber diese Leistungsgrößen und Kabellängen erreicht _im Moment_ kein Windpark. Es macht keinen Sinn, zwei Konverterstationen + AC-Teil zu bauen, wenn man den Spaß relativ einfach und preiswert kompensieren kann.

380/220kV; für die Längen habe ich gerade keine Karte mit Maßstab zur Hand.

Direkte Anschaltung von je einer Drossel am Anfang und am Ende des Kabels, dazu Kompensation des "Mühlennetzes" am Übergabetrafo auf der Plattform.
Viele Grüße Jörg
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begin quoting, Joerg Bradel schrieb:

Äh, ach so, ich dachte an sowas wie Schottland-Island. Die Windmühlenleitungen sind doch auch keine 1000 km lang, die gehen doch bloß bis zum Umspannwerk hinterm Deich.

Klar.
Also wie hier. Hm.

Ja, für ein paar 10 km. Selbstverständlich. Aber bei 100 km dürfte es eng werden.
(Schade eigentlich: Blindleistung ist sonst teuer, und da wird sie einfach weggeworfen, sogar aufwendig entsorgt. Könnte glatt massig Erregerblindleistung einsparen. Man sollte konventionelle Kraftwerke immer mit Windparks umgeben, wegen der Kondensator... äh Kabel, die die mitbringen.)
Vielleicht bin ich vom Weg abgekommen, aber ich dachte, es ginge darum, norddeutschen Windstrom über die Alpen zu kriegen oder Sahara-Strom nach Europa, auch "offshore". Und bei Größenordnung 1000 km ist dann ganz klar HGÜ angesagt.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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wrote:

Das ändert sich: http://de.wikipedia.org/wiki/BorWin_Alpha
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begin quoting, Volker Staben schrieb:

1000 km sind aber für 380 kV schon verdammt weit, und 750 kV steht hier kaum rum. Für 1000 km würde ich ernsthaft an HGÜ denken.
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 04.10.2010 21:03, schrieb Volker Staben:

Eben, 380_kV Leitungen sind inzwischen auch eine Frage der Akzeptanz der betroffenen Befölkerung.
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mfg hdw

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On Mon, 04 Oct 2010 15:44:59 +0200, Volker Staben wrote:

Oh, schick, dann rechne doch mal mit deinen Kenntnissen und einem Betriebspunkt deiner Wahl kurz mal die Verluste genauer aus, da dir meine Abschätzung ja wohl nicht genau genug erschien.
Schönen Gruß Martin
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Volker Staben schrieb:

Au ja, 400kV Einfachfreileitung, 13.9 µF/km (sic). "Korrigierte Ausgabe 2005", aber so ein mühü sieht halt viel professoraler aus als ein schnödes n.
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mfg Rolf Bombach

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Rolf Bombach wrote:

Auf Seite 49 unten steht bei mir was von 13,9 ∞F/km. /Das/ ist doch mal ne Kapazität!
vG
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"80 Prozent der Deutschen sind für Mindestlohn und gegen den
Afghanistaneinsatz. Aber nur 14 Prozent wählen die Partei, die das so sieht
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begin quoting, ?artin ?rautmann schrieb:

Die Verluste sind allerdings nur die eine Seite der Medaille - die Kosten ergeben sich hauptsächlich aus den Betriebs- und Kapitalkosten der Übertragungssysteme.
Gruß aus Bremen Ralf
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On Mon, 04 Oct 2010 15:45:01 +0200, Ralf . K u s m i e r z wrote:

Es erscheint mir aber zu spekulativ, dass der Fragesteller das wissen wollte. Sonst hätte er wohl eher nach einer Rechtfertigung der Durchleitungsgebühren gefragt - und das vielleicht eher in einer betriebswirtschaftlichen Gruppe als in der Elektrotechnik.
Schönen Gruß Martin
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Oder einfach übersehen hat, das die Erstellungskosten eine grössere Rolle spielen könnten als die Verluste.
Ich bin auch davon ausgegangen, das die Verluste weit grösser sind als die Kosten für den Bau un Unterhalt. Stimmt wohl so nicht ...
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On Mon, 4 Oct 2010 16:01:37 +0200, Matthias Schmitt wrote:

Naja, gehe einfach mal davon aus, dass über eine 380 kV-Leitung vielleicht 600 MW * 24 Stunden/Tag * 365 Tage/Jahr * 10 Jahre Lebensdauer gehen. Das sind etwa 50 TWh. Nehmen wir für die mal einen Wert von 0.10 EUR/kWh an, dann sind das 5 Milliarden Euro.
Was kostet der Kilometer Freileitung?
Irgendwo stand was von einer Nutzungsdauer von 80 Jahren, wobei die Seile wohl alle 40 Jahre auszutauschen wären.
Für eine 3000 MW-Leitung fand ich einen Preis von 800 000 EUR/km. Bei vielleicht 500 000 EUR/km im obigen Beispiel wären das 500 Millionen EUR an einmaligen Investitionen - also schon 10 % des Energiewertes. Rechnet man das aber großzügig um auf 80 statt 10 Jahre, dann liegt das auch in etwa in der 1%-Größenordnung.
Für sonstige Betriebskosten fand ich 3000 EUR je Kilometer und Jahr - also vielleicht auch nochmal ein Prozent.
Schönen Gruß Martin
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Bitte was?

Ein Trafo hat wesentlich grössere Verluste.

Staunen kann man über vieles.

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On 6 Oct 2010 02:15:54 GMT, .... wrote:

Ok, werde konkret. Wie hoch sind sie?
Ich habe hier nur sehr einfaches Werbematerial für Blockheizkraftwerke, die von 100 % Primärenergie ausgehen, 58 % Umwandlungsverluste im Kraftwerk, 2 % Übertragungsverluste, 40 % kommen zur Nutzung im Haushalt an.
Selbst wenn man die Relationen hochzoomt und im Kraftwerk von 100 % und Übertragungsverluste dann von knapp 4 % ausgeht so können Trafo-Verluste nicht so enorm sein.

Sie haben ja sogar schon Ihren Namen verloren. Wie soll man da glauben, dass Sie nicht auch jegliches Faktenwissen vermissen lassen? Wenn es nur zu billiger Polemik reicht, dann machen Sie sich gänzlich unglaubwürdig.
Verwunderten Gruß, Martin
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Hallo, ....,
Du meintest am 06.10.10:

Wie hoch sind denn die Verluste bei einem 500-MVA-Trafo eines Grosskraftwerks?
Wird Zeit, den Filter anzupassen ...
Viele Gruesse! Helmut
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On Mon, 4 Oct 2010 14:05:50 +0200, "Matthias Schmitt"

HGÜ etwa 3 % pro 1000 km.
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HGÜ ist aber eher seeehr modern - wie ist es denn bei der alten Technik?
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Am 05.10.2010 12:22, schrieb Brad Alge:

weiter oben hatte ich einen Link mit einem exemplarisch durchgerechneten Beispiel gepostet.
Falls Du nicht selber rechnen möchtest: die Verluste sind arbeitspunktabhängig, bei einem typ. Arbeitsverlustfaktor von 0,3 liegen die Gesamtverluste einer 380kV-Freileitung bei etwa 0,3% pro 100 km.
Volker.
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...also kein Unterschied zur HG. Bleibt noch die Frage, ob es Unterschiede zwischen AC-Freileitung und AC-Erdkabel gibt. Gibt es in D eigentlich lngere AC-Erdkabel ausserhalb von Stdten? Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,
natürlich gibt es dazwischen Unterschiede. Das Erdkabel für Wechselstrom hat einen wesentlich höheren Kapazitätsbelag als die Freileitung, daher gibt es bei den längeren Erdkabeln Probleme mit dem dadurch verursachten Blindstrom. Wird es zu lang, dann kann es nur noch Blindstrom aber keinen Wirkstrom mehr transportieren und ist somit nutzlos.
Bye
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