Y-Kabel 230 V "handgeschnitzt"

Hallo,

neulich bei den Seglern in de.rec.sport.segeln gesehen:

In den Yachthäfen gibt es oft Anschlüsse zur Versorgung der Boote mit Landstrom 230 V, dazu werden die blauen dreipoligen CEE Dosen und Stecker benutzt. Weil ein Segler öfter mal keine freie Dose mehr fand baute er sich einen CEE Y-Verteiler aus einem Stecker , zwei Kupplungen und etwas Kabel selbst. Damit hängte er dann zwei Boote an eine Steckdose. Auf meine Frage wie er denn vernünftig zwei Kabel an einem Stecker gekriegt hat meinte er "den Kabelspleiß müsste man schon beherrschen". Auf etwas Nachfrage verriet er dann das er bei zwei Kabeln den Mantel am einen Ende V-förmig geschlitzt hätte und das Ganze dann so rund geformt das die zwei Mäntel und sechs Adern zusammen in die Kabeltülle des Steckers passen. Alles noch "schön" mit selbstvulkanisierenden Isolierband umwickelt, was man halt so alles an Teilen im Yachtbedarfsladen des Ortes auftreiben kann. Aber kein wasserdichter Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber und was es alles so schönes für Kabelmuffen und Endverschlüsse gibt. Das ganze an teilweise auch öffentlich zugänglichen Bootsstegen wo dann auch seglerische und elektrotechnische Laien und auch Kinder direkten Zugang zu diesem Selbstbau haben der sich offen auf dem Steg befindet und der Witterung ausgesetzt ist.

Was haltet ihr denn von sowas? Für diesen Einsatz passende robuste Baustromverteiler mit einem CEE Stecker und drei CEE Dosen gibt es ja auch.

Bye

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Uwe Hercksen
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Man kann sowas wirklich gut und ordentlich fertigen, wenn es auch nicht, äähm, normgerecht ist. Ich würde auch eher einen outdoor-Steckdosenwürfel verwenden, wie für den Bau üblich.

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Ralph A. Schmid, DK5RAS

"Uwe Hercksen" schrieb im Newsbeitrag news:op.tkiamib8ni00lm@hercksen3...

Hallo allerseits

Ideen haben die Leute.

Ich kann gar nicht sagen wie erlaubt diese Konstruktion ist. Aber wenn-dann wären da zwei Zugentlastungen im Stecker.

Mit dem Baustromverteiler meinst Du sicher das Ding zu dem wir Panzerkasten(kästchen) sagen. Gleiches Material wie PVC-Stecker und sehr schlagzäh. Da kannst auch Einbausteckdosen einsetzen. Grösstes Problem wahrscheinlich der Diebstahl.

Wenn Du aber gleich eine kleine Kabeltrommel nimmst (mit 2 oder 3 Steckdosen) ist das noch billiger.

Aber solche Provisorien sind halt nur Notlösungen find ich. Eine ortsfeste Montage von Anschlussdosen sollte der erste Gedanke sein.

Aber nur ganz kurz: Das steilste Anschlusskabel fand ich einmal bei einem Kunden bei der Suche nach dem Anschluss für seine Gartenhütte. 50m YMM 3x1,5 und 2 Stk. Schukostecker. Da dies sein Eigentum ist kannst eigentlich nicht viel machen. Auf solche Ideen muss man erst kommen.

Schönen Tag noch Tschü Norbert

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Norbert Ötsch

Moin,

Das bringt mich auf die auch zum Thema des Thread passende "Doppelzitze" eines Bekannten, der sein Boot aus zwei (für seine Ansprüche zu schwach abgesicherten) Steg-Steckdosen versorgt (die möglichst phasengleich sein sollten), indem er zwei CE-Stecker in ein Kabel zusammenführt. Wenn's knallt, nimmt er eben eine andere Box...

Am schlimmsten finde ich dabei, dass ihm das ein *Elektriker* gebaut hat. Nein, das war nicht sein größter Feind, das ist sein Navigator...

Gruß Ruprecht

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Ruprecht Wiskott

Hallo,

aha, das CEE Y-Kabel andersrum, zwei Stecker an eine Kupplung. Schon toll, wenn nur ein Stecker gesteckt ist hat man am anderen Stecker die Spannung voll an den Stiften. Das Problem hätte sich ja viel einfacher, sicherer und normgerecht lösen lassen, man führt zwei getrennte Anschlußkabel zu zwei Dosen am Steg und teilt an Bord seine Verbraucher sinnvoll auf die zwei Stromkreise auf.

Bye

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Uwe Hercksen

Servus, Uwe!

Uwe Hercksen schrieb:

Das bringt mich auch auf etwas:

An Silvester '99 mussten in ganz Bayern die Feuerwehren besetzt sein - es k=F6nnte ja wegen Y2K der Strom ausfallen. F=FCr den Fall hatten wir ein drei Meter langes Kabel mit je einem CEE-Stecker auf jeder Seite.

Z=E4hlernachsicherungen raus, 9kVA-M=F6pperle vors Feuerwehrhaus und in ne CEE-Dose eingespeist, Funktion war gegeben (nur die Sirene ging nicht, Leistung unbekannt).

Das Kabel existiert noch f=FCr den Ernstfall (siehe letzter Monat), ist aber gut versteckt, damit niemand auf dumme Ideen kommt.

Gru=DF,

Volker

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Volker Müller

Volker M=FCller schrieb:

Ein entfernter Bekannter von mir ist selbsternannter DJ und Veranstaltungstechniker. Dazu hat er sich eine Licht-Steuerbox gebaut. Grunds=E4tzlich besteht sie aus einer Holzkiste mit einem Haufen herk=F6mmlicher Lichtschalter, die Schukosteckdosen schalten (schonmal nicht so ganz koscher, aber noch harmlos im Vergleich zu dem was kommt!).

Meinen Augen nicht getraut hab ich allerdings, wie ich die Einspeisung gesehen habe! Der hat da doch ernsthaft eine extra Steckdose gesetzt und ein Kabel mit 2 Schukosteckern gebastelt! Anstatt vielleicht wenigstens ein Loch in die Kiste zu bohren und die Leitung durchzuf=E4deln...

formatting link
der linken Seite sieht man sch=F6n die "Einspeisesteckdose".

sg Ragnar

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Ragnar Bartuska

Die haben paar kW.

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Ralph A. Schmid, DK5RAS

Örks. Das Bild läßt in beiden Bereichen nicht vorhandene Kompetenz vermuten...
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Ralph A. Schmid, DK5RAS

Hallo,

aber ein "9kVA-Möpperle" sollte doch locker reichen, jemand der vor dem Feuerwehrhaus steht soll den Einsatz der Sirene doch überleben ohne danach schwerhörig zu sein.

Bye

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Uwe Hercksen

Uwe Hercksen schrieb:

Die Luftschutzsirenen seligen Gedenkens wurden per Handkurbel betrieben

- da war sicherlich viel weniger als 1 kW nötig.

Viele Gruesse! Helmut

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Helmut Hullen

Thus spoke Ragnar Bartuska:

Amerikaner haben für sowas die treffende Bezeichnung "suicide plug"...

Der Typ heißt nicht zufällig "Makus Gr0n0tte" oder so ähnlich?

SCNR,

Sebastian

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Sebastian Suchanek

(Norbert Ötsch) 13.12.06 in /de/sci/ing/elektrotechnik:

Derartig konfektionierte Kabel nennt man "Sozialhilfekabel".

Rainer

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Rainer Zocholl

Hallo,

das wäre ja dann kein Zufall mehr..... ;-)

Bye

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Uwe Hercksen

Moin!

Uwe Hercksen schrieb:

Der Anlaufstrom wird wohl das Problem sein. Jedenfalls ist beim Dr=FCcken der Pr=FCftaste die Spannung zusammengebrochen und der M=F6pper war, unter starker Entwicklung schwarzen Rauches, kurz vorm ausgehen. F=FCr die Schnellausl=F6sung wirds halt nicht ganz reichen, und der =DCbertemperaturschutz kommt nicht so schnell. Auch wenn die Sirene regul=E4r einschaltet (bei Alarm / Sirenenprobe), flackert das Licht im Feuerwehrheisl ganz gewaltig.

Gru=DF,

Volker

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Volker Müller

Volker Müller schrieb am 15.12.2006 10:19:

's wird halt knapp. :) Wenn ich mal zitieren darf:

Technische Daten der E57 Sirene: Schalldruckpegel 101 dB Spannung 220/380 Volt Stromaufnahme bei P nenn 15,5 A / 220 V Ton bei 50 Hz ~ 420 Hz Motortyp Asynchronmotor mit Kurzschlußläufer Leistung 5 kW Stromaufnahme D / l 15.5/9,0 A Anlaufstrom ca. 60/35 A U/min. 2800+-110 Schutzart IP44 Farbe RAL 7026, grau Gewicht 64 kg

Kristian

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Kristian Neitsch

Mein Kollege hat die Dinger immer alleine (!) aufs Tragrohr gewuchtet...

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Ralph A. Schmid, DK5RAS

Hallo,

bei 60 A Anlaufstrom ist klar das da der Generator Probleme hat. Aber es wäre mal interessant wieviel von den aufgenommenen 5 kW da als wirkliche Schalleistung wieder herauskommen.

Bye

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Uwe Hercksen

Uwe Hercksen schrieb:

Zum Gl=FCck ist das Risiko, da=DF ich dem wieder =FCber den Weg laufe relativ gering.

sg Ragnar

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Ragnar Bartuska

Sonneburg ist einer der größeren Hersteller in dem Bereich. Dort finden sich neben einer Motorsirene eine ganze Reihe von Elektrischen Sirenen im Programm. Beim zweitgrößten Modell, der SES 2000 M10 findet sich:

(Daten unter

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und insbes. zum Schalldruck unter
formatting link
)

----------------- Schallstrahler Schalldruckpegel: (in dB(A) SPL in 30m Entfernung) Rundstrahl 180° (AV): 121 Rundstrahl 90° (AV): 119,5 Gerichtet paarweise (Peak): 125 Gerichtet einzeln (Peak): -

Grundfrequenzen: 410 / 425Hz Temperaturbereich: -50°C bis +70°C Anzahl der Hörner: 16

[...] Elektronik: 2 kW RMS, in 3dB Stufen reduzierbar.

------------------

Der dickste Brummer macht (s. zweiter Link) 127 dB in 30m Entfernung.

Die 200er dürfte so die Kategorie sein, die man gerade in vielen NRW-Städten wieder installiert hat. Inzwischen hat man gemerkt, das Abbauen vielleicht ein paar Euro spart, aber keine glorreiche Idee ist, wenn man kein Nachfolge-System für die Warnung bei Großschadens- fällen hat. Im WDR war neulich ein Bericht, das insbesondere einige Großstädte mit großen Chemiebetrieben oder ähnlichem Gefahrenpotential sich zur Investition durchgerungen haben.

Technisch ist man inzwischen mit optionalen Solarmodulen, Batterie- pufferung die den Namen auch verdient, Besprechungsmöglichkeit, etc. weit über die motorbetriebenen KatS-Installationen hinaus.

Gruß Bernd

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Bernd Waterkamp

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