Alte Uhr restaurieren

Hallo NGler,
ich habe eine alte TN Mutteruhr bekommen können.
So eine richtig große die früher in Firmen die Arbeitszeiten vorgab. So
richtig mit viel Messing und langem Pendel. Aus den Regulierungskärtchen die
noch drin lagen, schließe ich auf ein Baujahr, Anfang der 60er Jahre. Ich
weis auch nicht ob die Uhr mechanisch oder elektrisch angetrieben wurde,
Elektrisch hat sie jedenfalls viele Anschlüsse die die Signale steuerten.
Und es gibt auch ein Gewicht das eine Art Aufzugsrad unter Spannung setzt.
Hat irgendjemand eine Idee wer mir da weiterhelfen könnte. Bilder könnte ich
ev. auch ins Netz stellen. Jedenfalls würde ich das Ding gerne (ewa 1,3m
hoch) wieder lauffähig machen. Sieht bestimmt nett aus im Wohnzimmer.
Jeder Tipp kann helfen!
Danke
Oliver
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Oliver Moder
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Oliver Moder schrieb:
Schau mal dort:
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Jürgen
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Jürgen Brandt
Am Sun, 30 Oct 2005 11:57:38 +0100 schrieb Oliver Moder:
Der "Antrieb" wird wohl schon elektrisch gewesen sein, also nicht mit Aufzugsgewichten oder so. Die Genauigkeit vermutlich rein mechanisch und recht tricki. Das ganze Kontaktgedöns ist eher nebensächlich. Aber das Ding zum laufen bringen hat was und dürfte nicht schwer sein.
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
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Peter Niessen
Peter Niessen schrieb:
Hallo,
ich denke, dass der übliche Trick angewendet wurde, ein Aufzugsgewicht elektrisch "aufgzuziehen", da spart man sich das ganze Problem eines genauen Antriebs. Geschaltet wird über einfache Kontakte. "Zum laufen bringen" heißt in erster Linie wohl reinigen und wieder schmieren, zu dem Thema gibt es richtig gute Bücher in jeder besseren Bibliothek.
Jörn
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Jörn Jaschinski
Hallo Jörn, danke für den Tipp, Ich bin im Uhrenbau nichtbewandert, aber sowas leuchtet natürlich ein. Erstens gibtdas eine einfache Regelung, und zweitens noch eine gute Gangreserve. Damit kann ich doch Brain 1.0 füttern und weiterdenken.
Grüße Oliver
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Oliver Moder
Moin,
Jörn Jaschinski hat geschrieben:
Ich kenne sowas von einer Wohnzimmeruhr mit Batterie: Ein Gewicht an einer Wippe übt ein Moment auf die Achse die das mechanische Uhrwerk antreibt. Ist das Gewicht weit genug abgesunken dann schließt es einen Kontakt und ein E-Magnet schleudert das Gewicht wieder hoch. Die Unruhe muß während des Schleuderns antriebsfrei weiterlaufen. Dieses 'Aufziehen' passiert bei jener Uhr rund alle 60 Sekunden mit einem lauten 'Klack' :-)
Soweit ich weiß, sollte man Uhren nicht schmieren. Fett/Öl sammelt nur den Staub auf. Schließlich sind Uhren mechanische Geräte, die weitaus länger wartungsfrei laufen sollen, als anderes. Und das in einem nicht-gekapseltem Gehäuse.
CU Rollo
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Roland Damm
Moin,
Oliver Moder hat geschrieben:
Du willst dir also eine Stechuhr ins Wohnzimmer hängen? Wie romantisch...
SCNR & CU Rollo
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Roland Damm
Hallo Rollo, nein, nicht die >Stechuhr im Wohnzimmer, sondern die Mutteruhr dazu die im Firmenkeller hing und die Stechuhren kontrollierte. Die Mutter aller Uhren eben... Ne Stechuhr kommt mir nicht ins Haus...
Grüße Oliver
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Oliver Moder
Hallo Oliver!
Hauptuhren wurden soweit ich weiss in der Regel elektrisch angetrieben, das Gewicht diente nur als Gangreserve.
Um die Uhr wieder in Gang zu bringen, muss sie eigentlich nur auseinandergenommen (Vorsicht bei gespannten Federn! Federn m=FCssen vorher immer abgespannt werden), gereinigt und auf jeden Fall ge=F6lt werden. Zur Reinigung reicht meist destilliertes Wasser mit ein wenig Sp=FClmittel, mit einer kleinen B=FCrste oder Ultraschall werden die Teile sauber genug. Anschlie=DFend sollten die Teile noch in Wasser und Spiritus gesp=FClt werden. Nach dem Zusammenbau m=FCssen die Lager und Verzahnungen mit gutem =D6l (Uhren=F6l, z.B. Etsyntha oder M=F6bius) recht sparsam ge=F6lt werden.
Weitere Hilfe findest Du bei
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oder auch bei der Deutschen Gesellschaft f=FCr Chronometrie
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(Im speziellen wahrscheinlich der Arbeitskreis elektrische Uhren).
F=FCr weitere Tipps w=E4ren Bilder der Uhr hilfreich.
Gr=FC=DFe Christian
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cmehne
Am 06.Nov.2005 schrieb Oliver Moder:
...und wenn, dann ins Schlafzimmer nebens Bett.
SCNR Kristian Neitsch
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Kristian Neitsch
Hallo Kristian, solange sie nicht _im_ Bett ist....
Grüße Oliver
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Oliver Moder

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