Blei giessen

Mar 01, 2004 12 Replies

Liebe Leser,



ich möchte gerne Blei giessen. Das problem ist aber das ich keine Baren will, sondern am besten ein Granulat. Die Körnung spielt absolut keine Rolle, sollte zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter liegen.



Ich sah mal in irgendeiner Doku das zum Granullieren von Kunststoff dieser mitunter durch eine art Sieb in Wasser gegossen wird, das dürfte ja sicherlich ausscheiden. Geht es dennoch irgendwie einfach?



Ich will mit einem Kanonenofen Halb-Eimer-weise Schiesstandabfälle aufschmelzen, roh nimmt sie nichtmal der schrott, und wir haben eine halbe tonne davon ;o)). Ausserdem ist es sicherlich einfacher zum Kugelngiessen (für Vorderlader) zu handhaben als jedesmal einen Barren einzuschmelzen. Kleine Barren will ich nicht, weil ich ja dann vieleviele Formen bauen müsste.



Was das Bauen einer Vorrichtung betrifft, ich habe eine Schlosserwerkstatt zur verfügung.



Kann man evtl einfach das Blei durch einen 'Kamm' über ein schräges Blech giessen und hoffen das die Tropfen beim Runterrollen erstarren?



thx und bye uwe



Moin,

Uwe 'hammernocker' Roßberg hat geschrieben:

Äh, wird das nicht gerade bei Blei schon seit Ewigen Jahrzehnten gemacht? Blei durch ein Sieb gießen aber - wichtig

- dann die Tropfen ein paar Meter fallen lassen und dann ins Wasserbad. Heraus kommen Schrotkugeln. Fallen die Kugeln nicht lange genug, werden sie beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche vermutlich zu unhandlich kleinen unförmigen Stückhen zerfallen und nachher eine zu große Oberfläche haben. Große Oberfläche ist unerwünscht, weil sich beim Einschmelzen an der Oberfläche Schlacke bildet. Ein Barren ist zum Einschmelzen wohl am Besten geeignet.

Man könnte einen ständigen Ölnebel über dem Blech zerstäuben, das sollte ein Ankleben erstarrter Tropfen verhindern und kühlen tut es auch noch gut.

Aber wenn du keine Barren magst, wie wär's mit einem Strang? Den könnte man nach Bedarf mit einer Axt zerteilen. Ob man allerdings ein Stranggusverfahren so improvisieren kann?

Was Formen angeht: So heiß ist Blei nicht. Habe schon Bleibarren in Streichholzschachteln gegossen. Die werden zwar etwas dunktel, können aber problemlos mehrere Gießvorgänge vertragen. Vorschlag: Eierkartons, am besten die Paletten. Die dann leicht schräg hinstellen, damit alle Mulden einen gleichen Füllstand bekommen. Oder überall auf der richtigen Höhe Löcher reinmachen und gleich mehrere Eierpappen übereinander stapeln und so lange draufschütten, bis es unten überläuft.

CU Rollo

Wo hast Du immer diese Ideen her? :))

Gruß, Ralf

Roland Damm schrieb:

Servus,

[Sieb+Wasserbad]

...

[Kamm+Blech]

Ich glaub du bringst mich da auf eine Idee. Wenn ich das Ähnlich wie einen Hochofen mache (dickes Rohr) und unten ist ein Auslauf mit Schieber der das Blei durch ein kleines Loch Auslaufen lässt. Das Läuft in eine oben offene Kokille aus Blech (zum U gekantet) und wenn ich das mit einem vierkant anfädele... (nein, an Aufrollen denke ich wirklich nicht, aber an Motorbetrieb mit Strick der aufgerollt wird ;o)))

Klasse, erlich, das Posting werde ich Einrahmen. Möglichkeiten ohne Ende.... ;o)) sogar Pappe, habe ich garnicht gewagt zu fragen...

Danke dir, bye uwe

Roland Damm schrieb:

Hallo,

allerdings wird f=FCr die paar Meter gleich ein Turm verwendet damit es=20 hoch genug ist.

Bye

Uwe Hercksen schrieb:

Na wenn dann... Am besten den Ofen oben auf dem Turm installieren und die Suppe permanent aber langsam rauslaufen lassen ;o)))

ich werde das am montag nochmal probieren, mit fallen ins Wasser und rollen über ein Blech.

Vielleicht mache ich mir auch einfach nur eine Form aus Lehm, da hab ich dann viele kleine Barren... (Eiswürfelartig)

bye uwe

Ralf Pfeifer hat geschrieben:

Schau mal

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an, durchlesen lohnt sich. Oder auch anderes von jener Seite. Dann weist du, was _wirklich_ krumme Ideen sind. Dagegen sind Eierkartons als Blei-Barrenform eher naheliegend :-)

CU Rollo

Hallo,

Uwe 'hammernocker' Roßberg schrieb:

Wir haben mal Blei geschmolzen und ins Wasser tropfen lassen. Das gab so kleine Nadeln, ca 2-3 cm lang, in der Mitte 2-3 mm Durchmesser. Das müsste doch für Deinen Zweck passen, oder?

Gruß Ulrich

"Uwe 'hammernocker' Roßberg" schrieb im Newsbeitrag news:c205f6$1mi0nt$ snipped-for-privacy@ID-58410.news.uni-berlin.de...

Mach das U konisch, so daß du eine trapezförmige Grundfläche und rechteckige Stirnflächen hast, ansonsten könnte es sein daß es sich nach kurzer Zeit (= kurzem Strang) sehr schwer zieht (Reibung). Führe den Strang wo er geführt werden muß, gib ihm Raum wo er nicht (so eng) geführt werden muß.

Elegante Idee. Gefällt mir :)

cu, tmo!

Moin!

Luftgewehr-Schießstand? Vergiß es, das (Hart-) Blei ist mit Antimon legiert und ziemlich mühsam zu schmelzen.

Ich kriege auch gelegentlich sowas geschenkt, tausche es 2 : 1 beim Schrotthandel gegen Dachdeckerblei um und verarbeite das dann zu Taucherbleistücken.

Unser Altmetallhändler nimmt das Zeug übrigens gern ab.

Gruß

Joahcim

Uwe 'hammernocker' Roßberg schrieb:

Thomas 'tmo' Endt schrieb:

Danke, der Tipp ist auch gut.

THX und bye, uwe

Ulrich Hege schrieb:

Jo, ich will das morgen nochmal probieren.

bye uwe

Joachim Warner schrieb:

Nein, Grosskaliber Teil- und Vollmantelgeschosse. Das vom Luftdruckstand würde der Schrott problemlos nehmen (nahm es bisher), wenn der Stand nicht von den Schwarzpulverschützen zum Zweck der Bleigewinnung regelmässig gereinigt würde ;o))) was seit Kurzem der fall ist. Offenbar geht es bei uns besser als bei dir einzuschmelzen ;o))

Naja, erklärtes Ziel ist ja die Gewinnung von neuen Geschossen ;o))

bye uwe

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