Fliegende Windmuehle als Schiffsantrieb

X-No-Archive: Yes
begin Thread
Moin!
Zugegeben: Die Idee ist natürlich ein bißchen spinnert. Aber trotzdem...
Es geht darum, Schiffe mit Windenergie anzutreiben, und zwar nicht
nach Art der Windjammer mit Masten und Segeln, sondern richtig hocheffizient, so daß dann ganz dicke Pötte mit 40-50 kn oder sowas fahren können. Das Schiff ist erst einmal ein ganz normales, nur, daß es keinen Verbrennungsmotor (Schiffsdiesel, Dampfturbine, was auch immer ... höchstens Hilfsmaschinen als "Flautenschieber"), sondern Elektromotoren (von mir aus Pod-Antriebe, egal...) hat. Und gehen wir mal ruhig von richtig großen Antriebsleistungen, evtl. einige 100 MW aus, was so Super-Containerschiffe eben brauchen.
Der Strom dafür kommt von einer fliegenden WEA. Ich gehe davon aus, daß es in richtig großen Höhen (bzw. bescheiden: gut 1000 m Höhe) niemals (oder nur höchst selten) wirklich windstill ist, sondern die Windgeschwindigkeit immer vergleichsweise hoch gegenüber den relevanten Fahrgeschwindigkeiten ist. Die Differenzgeschwindigkeit strömt die Tragflächen des fliegenden WKA-Trägers an und erzeugt den notwendigen Auftrieb, die "Vortriebskraft" wird durch ein Zugseil erzeugt, d. h. vom Schiff aus läßt man "einen Drachen steigen". Das Zugseil sollte relativ lang sein (ca. die zwanzigfache Flughöhe, also ungefähr 20 km lang), damit die Vertikalkomponente der Zugkraft gering bleibt (denn die müßte die Flugmaschine zusätzlich zum Eigen- und Seilgewicht tragen). Das Zugseil nimmt dabei /nur/ die Reaktionskraft der Windenergiewandler sowie die "Antriebskraft" zum Fliegen auf, es zieht das Schiff /nicht/ (auch nicht, wenn es mit Rückenwind fährt), denn man kann leicht ausrechnen, daß die erforderlichen Seilgewichte dann viel zu hoch würden, wenn man ein 100.000-t-Schiff an fliegenden Segeln mit 50 kn durch den Ozean zerren wollte. Angetrieben wird das Schiff vielmehr von den elektrischen Schiffsmotoren, und die kriegen ihre elektrische Leistung über ein in das Zugseil integriertes Stromkabel von der fliegenden WEA. Der Flieger befindet sich dabei abhängig von der Windrichtung in irgendeiner beliebigen Position gegenüber dem Schiff, bei Gegenwind wird er nachgeschleppt, bei Rückenwind zieht er von vorne, oder ggf. auch querab. (Zum Glück zeigen alle Flieger bei mehreren solcher Schiff in die gleiche Richtung, so daß sie hintereinander her und auch aneinander vorbeifahren können, auch bei entgegengesetzten oder sich kreuzenden Kursen.)
Das erste, was mich interessieren würde, ist, welche grundsätzlichen technischen Macken diese Idee hat. (Klar, der Flieger muß ggf. notwassern können, und man muß sich was für das Losfahren und Ankommen ausdenken - vorstellbar wäre, daß er erforderlichenfalls querab zu Seilrichtung startet und erst einmal ein paar Runden um das Schiff macht, bevor er hoch genug ist, um dann alleine vom Wind oben gehalten zu werden - im Normalfall wäre er übrigens mehr oder weniger dauerhaft in der Luft (unbemannt natürlich), auch, wenn das Schiff keine Fahrt macht - denkbar wäre, daß das Schiff vor der Einfahrt in den Hafen "seine" WEA an ein anderes, ausfahrendes Schiff abgibt und dann ohne die lange Strippe an Schleppern oder mit eigener (Not-)Maschinenkraft in die Hafenanlagen einfährt. Aus Sicherheitsgründen müßte das wahrscheinlich schon 100 km vor der Küste passieren.) Natürlich wird der "Drachen" schon ziemlich riesig, denn WEA mit 500 MW sind weder klein noch leicht, trotz höherer Windgeschwindigkeiten.
Und zweitens täte mich interessieren, inwiefern sich sowas mit der normalen Luftfahrt vereinbaren ließe - die darf ja schließlich weder in die Windmühle noch in deren Drachenleinen reinrasseln. (Wenn die WEA allerdings max. FL 50 hat, fliegt sie wahrscheinlich einfach drüber weg.)
(Und wozu das ganze Theater? Na, um den Kraftstoffverbrauch zu vermeiden, natürlich.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Hallo Ralf, keine neue Idee: http://www.skysails.info/index.php
Richtig große Schiffe sind motorisch aber in der Regel so schnell, dass man mit Windkraft kaum mehr was gewinnen kann (siehe "Rumpfgeschwindigkeit"). So hoch sind die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten dann doch nicht, dass das noch viel bringt.
Ein Segelschiff ist dann am schnellsten, wenn der Wind von der Seite kommt, dann kann es schneller als die Windgeschwindigkeit werden. Wind von vorne und hinten ist dagegen nicht sonderlich vorteilhaft. Rückenwind muss schon deutlich stärker als 50km/h sein, damit er bei heute üblichen Fahrgeschwindigkeiten noch ausreichend Vortrieb erzeugen kann.
Als süddeutscher Segelflieger (der aber nur über Land fliegt) kann ich berichten, dass auch in 1000m Höhe Windgeschwindigkeiten über 50km/h nicht sehr häufig sind.
Michael
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Michael Rübig schrieb:

Du hast es nicht verstanden, sorry.

Gut, das wäre ein Problem, aber nur ein kleineres: Falls das Gegenwind wäre, käme nämlich noch der Fahrtwind hinzu. (Nein, kein Perpetuum mobile.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, egal was Du Dir vorstellst, auch überm Ozean kann es Flauten geben bis in 4.000m Höhe. Und auch "Auge des Orkan"-Zonen... Dein Riesenwindturbinenplattformdrachenflieger müßte sein gewaltiges Gewicht für Windflügel, Getriebe, Generatoren, Tragflächen, Seil etc also auch dann "obenhalten" und auch starten können. Ich fürchte, das geht nicht. Dazu das Problem, daß der tolle "Generatorwind" ev. auch gegen die Schiffsfahrtrichtung wehen könnte...und letztlich das Schiff sozusagen dagegenanfahren müßte...oder umgekehrt. Sofern Du nicht erstmal die Antischwerkraft "nach Kregen" erfindest, wird sich soeine Lösung nicht etablieren. Warum auch sollte die sein, anstatt schneller Schiffe brauchen wir doch nur größere, die langsamer fahren. Und deren Routen sich unfallfrei genug Raum geben. Also Einbahnverkehr in allen Engstellen, ev. gar Sammel-Stoß-Verkehr in Gefahrengebieten wie am Horn oder in der Malakkastraat. Windgeneratoren auf dem Deck, Segelzughilfen und richtige Segelschiffsmasten ausreichend für knapp 10kn Dauerfahrt wären dann voll genug.

Der ist derzeit vor allem eine direkte Folge unserer "Schnelllebigkeit". Doch nötig ist es meist nicht. Senke gesetzlich die "Economical Speed" auf etwa 5-12kn und der Spritverbrauch sinkt. Friedensmarine muß selten schneller fahren, früher machten selbst größte Segelschiffe seltenst 15kn, die meisten erreichten keine 10kn und dennoch gelang es damit, Imperien aufzubauen :-) bloß wollen wir heutzutage nicht mehr monatelang auf neueste Fälschungen aus Asien warten. Und gegen die Treibstoffverschwender kann eine langsame Segeltransportmarine nicht konkurrieren, da Sprit subventioniert wird.
Wäre ich Kaiser von Deutschland, ich baute Container-Segelschiffe, groß genug um Flugzeuge zu verfrachten. So frei nach diesem "Superguppy". Und wenn wir schonmal dabei sind, nukleare Uboot-Supertanker.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, gUnther nanonüm schrieb:

Wie häufig?

Das wäre halt die Frage.

Das ist aber der günstigere Fall. Blöd ist Rückenwind.

Völlig unrealistisch. Bremen-New York max. 2 Tage, alles andere ist unwirtschaftlich. Jemand, der das Leichtern per "in voller Fahrt alle Container über Bord kippen" erfinden würde, hätte damit unsterbliche Verdienste erworben.

Wie gut, daß der Posten nicht vakant ist.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, reicht eine Ölpest pro Jahr?

Rechne doch selber die Maschinenleistung nach. Welchen Rotor kannst Du bauen, der 150MW leistet und sich selbder trägt? Mit aktuellen Werkstoffen ist so gerade mal der A380 flugfähig, und die Galaxy. Größeres gibts nur als Zeppelin. Wo der Windwiderstand dann schon beträchtlich wird, das ist keine Lösung, damit ein Frachtschiff abzuschleppen. Da eher schon einen gewaltigen Ballon in soeiner Jetstreamzone als "Windanker" einzuhängen und damit das Schiff abschleppen. Und ev. am Ende soeiner Jetstreamstraße selbigen Ballon an den nächsten Windfahrer weiterzureichen.

Nee, der hilft eher. denk an den Eigenwindwiderstand Deines Riesenfliegers.

Das ist doch Unsinn, die "Wirtschaftlichkeit" ist Einbildung. Niemand braucht wirklich Öl innerhalb Wochen am Terminal, das wird nur deshalb so "wichtig", weil die bewegte Fracht Warentermingeschäften unterliegt. Das gabs schon zu Zeiten der Walfänger, da war auch manche Ladung schon verkauft, bevor der Segler in See ging...und damit wurde Geschwindigkeit wichtig. Kohlentransporte von England aus in alle Welt, um die eigenen Dampfschiffe zu befeuern dagegen waren nicht solchen Marktschwankungen unterworfen und daher noch lange in die Dampfschiffsphase hinein eine Segelfracht...genau wie Guano oder Baustoffe, Dinge, von denen der Importeur große Lager zu unterhalten pflegte. Genau so müßte man eben wieder handeln, alles in Vorrat halten und eben nicht aus kleinlichen Krämertrieben heraus die Lagerbestände wegen kurzfristiger Kursschwankungen weiterverkloppen.

Ja, sieht so aus, als wenn weit dümmere Leute gewählt würden :-)
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
gUnther nanonm schrieb:

Die Langsamfahrerei rentiert sich erst wenn die lpreise noch viel hher steigen. Momentan liegt das wirtschaftliche Optimum meist zwischen 15 und 20 Knoten Fahrt, bei den Frachtraten von 2007 lag es deutlich ber 20 Knoten. Warum? Ein nur halb so schnelles Schiff kann bei gleichen Kapital- und Personalkosten nur die halbe Transportleistung erbringen und den halben Umsatz machen - die Treibstoffersparnis kann diesen Effekt nicht kompensieren. Ernst-Peter
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, das ist das eine Argument. Bloß zählen eben nicht nur die "Lagerkosten an Bord", sondern auch die "Transportnebenkosten", wie etwa Kollisionen, Untergänge, Piraten...und wenn ein größeres Schiff bei hoher Automatisierung weniger "Aufwand" bei Antrieb und Navigation treiben muß, wirds da auch billiger. Wobei Segel erstmal nicht gerade nach Personaleinsparung klingt :-) jedenfalls wäre es etwa durch ein "Tempolimit" auf den relevanten Routen leicht, den Vorteil schnellerer Schiffe aufzulösen. Denn diese sind ja auch überproportional beteiligt an Unfällen und machen mehr Aufwand bei Lotsenstationen und Radarüberwachung. Wäre doch simpel, eine "Knotensteuer" einzuführen. Wobei man diese auf Mineralbrennstoffe begrenzen könnte...ein Segelschiff fährt dann umsonst, ein Teilsegel eben anteilsmäßig steuerermäßigt...die EU "besitzt" eine solche Ausdehnung, daß man unschwer etliche Routen ganz und viele naheliegende wohl zumindestens per Verhandlung "besteuern" könnte.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, gUnther nanonüm schrieb:
[Flauten in größeren Höhen]

Sinnentnehmendes Lesen?

Sich? Die Maschine wird aerodynamisch (=über Tragflächen) vom anströmenden Wind getragen.
Lies erst mal, worauf Du antwortest, versuche es zu verstehen, dann schreibst Du vielleicht nicht ständig so einen gronottigen Blödsinn.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, nur bis zu einer gewissen Größe ginge das. Irgendwann landest Du so bei Flügelspannweiten von Kilometern, und einem "Kurvenradius" bei Windwechsel oder Kurswechsel, der den halben Atlantik umfaßt...

Gelesenh hab ichs. Denk einfach, Du wolltest mit Deinem tollen Segelrotor den bestehenden Schiffsverkehr ersetzen. Und stell Dir vor, es käme zu einem Kollisionsunfall...den könnte Deine tolle Windschlepptechnik vielleicht Stunden im Voraus erkennen, aber vermutlich nicht verhindern. Denn die Schleppzüge wären ja gewaltig ausgedehnte Einheiten...kilometerbreite Flügel, kilometerlange Schleppkabel, dick genug, um den gewaltigen Windwiderstand für kilometergroße Propeller zu überbrücken, bei Sturm bis 300km/h, da ist der übers Kabel geleitete Strom vermutlich kaum groß genug, reicht gerademal für lokale Manövertechnik, Winschen, Klimaanlagen, Kältetechnik, Beleuchtung...eine Windmühle sozusagen wie ein Flugzeug sich selbst per Generator-Motor zu bewegen klingt nach Perpetuum Mobilee, nicht?
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

In der Luft geht einiges, was man sich zuerst mal nicht vorstellen kann. Man kann mit einem Flugzeug tatsächlich ohne Energiequelle beliebig Lange oder beliebige Strecken fliegen, solange Wind weht. Warum das kein Perpetuum Mobile ist? Weil physikalisch in der Summe keine Arbeit verrichtet wurde (das hilft der Vorstellung). Dabei kann (und wird) aber sogar Arbeit verrichtet, weil man die Windenergie ja nutzen darf.
Auftrieb ist ein seltsames Wesen, erst recht wenn er dynamisch ist.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, ja, das kenne ich auch. Bloß mit dem "jetzt fliegen wir erstmal gegen den Wind in DIE Richtung, und bei DEM Orkan da bleiben wir einfach abwartend in der Luft stehen, und wenns dann im Gewitter ordentlich böig wird, machen wir das Anlegemanöver...ich hab da meine Zweifel...immerhin wird das tolle Generatorwindmühlenflugzeug doch auch "Arbeit verrichten", oder wie soll es sonst Windstrom über sein dünnes Zugkabel an die Schiffsmotoren leiten?. Und wieso hat noch niemand mit dem Segelflieger die Antarktis überflogen? Ist doch simpel, oder? Und was ist mit dem Segel-Orbiter? Übrigens, solange sich das Flugzeug "bewegt", wird auch Arbeit verrichtet. Da hilft mir leider keine "Vorstellung".
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 23.05.2010 23:35, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Allerdings. Die jetzigen Anlagen haben ja mit Leichtbau so gut wie gar nichts zu tun. Leichtbau würde z.B. bedeuten, dass man die Generatoren statt mit Kupfer mit Alu wickelt, dass man statt der Standard-Dynamobleche Glasmetalle verwendet, dass man statt starrer Flügel evtl. aufblasbare, äußerst dünnwandige verwendet, dass man auf ein Getriebe komplett verzichtet, dass man statt einem großen Langsamläufer lieber viele kleine und dafür hochtourige Windräder an einem Seil entlang auffädelt, dass man statt mit niedriger eher mit höherer Spannung arbeitet usw.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Christoph Müller schrieb:

Durchgefallen.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 24.05.2010 14:16, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Neunmalklug.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Christoph Müller wrote:

Ich tippe eher auf keinen Apothekennotdienst in Bremen ;-?
uwe
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 23.05.2010 22:14, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Der Aufwand, das Ding abheben zu lassen, ist zu groß. Die Höhe macht nicht so viel aus, solange Du nicht auf den Jetstream spekulierst.
Ich habe mal eine Windmühle auf einem Frachter abzuschätzen versucht. Man kommt kaum über 5% der derzeit üblichen Antriebsleistungen. Kosten im Bereich von Millionen. Da kann man viel Öl für kaufen. Dann schon lieber Flettner.
Carsten
--
[ ] ja
[ ] nein
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Carsten Thumulla schrieb:

Ist es? Mit der entsprechenden Profilgeometrie kann $irgendwas_Flugfähiges praktisch schon im Schrittempo abheben, und die ganze Anlage müßte ohnehin eher auf Segelflugzeugeigenschaften hin als auf halbe bis dreiviertel Schallgeschwindigkeit wie große Verkehrsflugzeuge konstruiert werden. Da reicht dann zum Abheben ggf. einfach die Geschwindigkeit des Frachters: Funktionieren kann das alles ohnehin nur mit merklich Wind, also fährt das Schiff (es braucht ohnehin Hilfsmaschinen) gegen den Wind los und schleppt das an der Leine hinterherschwimmende Fluggerät, das dabei max. Klappenstellung hat, einfach an. Die Rotoren stören derweil nicht (werden in eine waagerechte Ruhestellung parallel zu den Tragflächen, Blätter in Segelstellung, gestellt), und sobald der Flieger oben ist, fährt er die Klappen rein, um den Widerstand zu verringern, und bringt die Rotoren an den Wind.

Man muß, was Segler nicht können, auf jeden Fall aus der Prandtl-Schicht raus, also deutlich über 100 m kommen. Obere Grenze der Ekman-Schicht wäre nicht schlecht, also ca. 1000 m. Dann ist man im Bereich des sehr zuverlässigen und gut prognostizierbaren geostrophischen Windes, und der ist ein ganzes Eckchen stärker als der "Bodenwind". Jetstream braucht man nicht (bzw. man müßte mal rechnen, ob die höhere Windstärke sich für den konstruktiven Mehraufwand lohnt: Die Leistung geht immerhin mit v^3).
Was gerne übersehen bzw. nicht verstanden wird: Das Antriebsprinzip ist nicht das eines Segelschiffes - im Prinzip kann ein WEA-amgetriebener Frachter in beliebige Kursrichtungen mit einem Mehrfachen der Windgeschwindigkeit fahren (zumindest gegen den Wind; bei Rückenwind funktioniert das leider nicht, da müßte er wohl kreuzen). Die Schwäche bei Rückenwind muß aber nicht stören: Wenn der Flieger z. B. bei 50 km/h Anströmgeschwindigkeit effizient arbeitet, dann wird er in eine Höhe aufgelassen, in der 100 km/h Rückenwind vorliegt, und wird dort mit 50 km/h angeströmt, während das Schiff selbst mit 50 km/h (ca. 27 kn) fährt. Vielleicht nicht optimal, wenn es an sich auf 50 kn ausgelegt ist, aber das geht dann eben nur bei Gegenwind.
(Anmerkung: Im Prinzip kann man auch bei raumem Wind schneller als der Wind in Richtung Lee fahren, aber nur mit einem anderen Antriebsprinzip: Dafür braucht man dann ein Triebwerk, das durch Beschleunigung der Luft nach hinten "zieht" (also ein normales Flugzeugtriebwerk eben). Das könnte dann an einem geschleppten Schiff elektrisch angetrieben werden, wobei der Strom von einem Generator erzeugt wird, der seine Energie aus der Wasserströmung aufgrund der Fahrt des Schiffs durch das Wasser bezieht (was einen erhöhten Fahrwiderstand bewirkt, aber trotzdem funktionieren dann, d. h. das ist auch kein Perpetuum mobile). Also das Antriebsprinzip mit der fliegenden WEA genau umgekehrt. Das Prinzip scheitert allerdings daran, daß für größere Flughöhen das Zugseil zu schwer wird, d. h. man kann Schiffe nicht effizient mit Flugzeugen schleppen.)

Windmühle auf Frachter scheitert an den Masten.

Was glaubst Du wohl, was Schiffsmotoren kosten? Das ist nun wirklich kein Argument.

Noch.
Flettner ist zu "erdgebunden", zu "bodenständig". Wie mit den Windmühlen auf Frachtern: Man kann Flettner nicht tausend Meter hoch machen.

Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 24.05.2010 14:54, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Da reicht dann zum Abheben ggf.
Das Obenhalten kostet Aufmerksamkeit und Platz zum Maneuvrieren.

Das Meer ist kein freier Spielplatz mehr. Die Schiffsrouten sind an vielen Stellen sehr knapp.
Das muß auch durch Kanäle und Hafenanlagen passen und muß bei Sturm gesichert werden. Wenn es was bringen soll ist es groß und dann macht es in der Handhabung und beim Sturm Probleme. Man muß es kappen können. Wie will man es bergen nach kappen?

aha
Ob die Rumpfkonstruktionen heute solche Kräfte aufnehmen können wäre auch zu klären. Das sind keine Schiffe mehr, das sind oft Schuhkartons -- von der Form her.

ja
Einklappbar müßten sie schon sein. Wenn man wirklich 5% sparen kann wird sich das eines Tages lohnen. (Rasende Seemühle)

Ja, aber auf den Antrieb kann man nicht verzichten. Der Wind kann nur "zufüttern" wenn man nicht wieder Flautendümpelei anfangen will.

Ja, aber das Öl muß man trotzdem mitnehmen. (Flaute, Kanäle, enge Schiffartsrouten, Häfen)

Das isses Problem
Es gibt ja schon ein Hilfssegel, das bringt was im Prozentbereich, also zu wenig.
Carsten
--
Dermatologenkongreß
http://ruthe.de/cartoons/strip_0305.jpg
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Carsten Thumulla wrote:

Das ist auch schon anderen aufgefallen:     http://www.flightglobal.com/blogs/as-the-croft-flies/2009/09/its-a-bird-its-a-plane-its-a-skysail.html
uwe
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.