Hygrometer

Hi, heute ist mir eine Klimastation "Made in GDR" untergekommen. Alter also mindestens 20 Jahre, eher 40 oder mehr.
Das Hygrometer zeigt bei 32% rel. Feuchte 60% an und nach 1/2 Stunde im geschlossenen Gefäß in Gegenwart von flüssigem Wasser kletterte es auf sagenhafte 70%.
Das Sensormaterial ist wie die Bimetallspirale des benachbarten Thermometers um die Zeigerachse gewickelt. Der Farbton ist leicht glänzend braun, fast wie stumpfes Tonband.
Was könnte das für ein Material sein? Gibt es das noch, kann man es reaktivieren oder hat es nie funktioniert (was mich auch nicht wundern würde)?
Das Gerät hat den Charaktert eines Andenkens. Darum kommen Vorschläge wie wegwerfen oder Neukauf nicht in Frage. Es wäre halt nett, wenn der Zeigerausschlag mit der Luftfeuchte korrelieren würde. Notfalls bleibt es aber funktionslos erhalten.
F'up 2 de.sci.ing.misc
--
Gruß, Raimund
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Raimund Nisius wrote:

Ich erinnere mich dunkel, dass in Büchern bei Hygrometern meist davon die Rede war, dass die auf der Längenänderung menschlicher Haare basieren würden. Das könnte also durchaus einfach eine Strähne Friseur-Abfall sein...

Tut es doch schon! :-)
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Wie bekommt man den in Streifenform und dann spiralisiert?
So ein Haarhygrometer kenne ich auch. Das sind tatsäächlich blonde Strähnen zwischen 2 Klammern gespannt.

Es wäre halt nett, wenn der Korrelationskoeffizient näher n 1 rücken würde.
--
Gruß, Raimund
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Raimund Nisius wrote:

Mach ne neue Skala rein. Oder aussen drauf.
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Das Gerät hat den Charakter eines Andenkens.
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Gruß, Raimund
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Hans-Bernhard Bröker schrieb:

Dann würd's aber ordentlich funktionieren.
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Servus
Christoph Müller
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Raimund Nisius schrieb:

Das "Sensormaterial" sollten Menschenhaare, wahrscheinlich sogar Frauenhaare sein. Diese werden auch heute noch bei Präzisionshygrometern eingesetzt. Es gibt bis heute, laut Tomas Globisch (MDR-Wettermann), nichts vergleichbares synthetisches.
MFG André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
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Das Ding sieht wirklich wie ein Bimetallthermometer aus. Nix Haare. Und nix Präzision.
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Gruß, Raimund
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On 27 Feb., 22:39, snipped-for-privacy@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius) wrote:

Ich sehe ja diese Wetterstation nicht. Aber um 100% r.F. tatschlich am Meort hinzubekommen kann unterUmstnden tatschlich schwierig sein. So kann z.B. die Strahlung einem einen Streich spielen. Der Sensor ist dann heier als die umgebende Luft. Mit "ein bichen" offenem Wasser ist da nichts zu machen und es kommt auch auf die Materialien drauf an, welche die Feuchtigkeit erst einmal "wegfressen" knnen. Wenn das z.B. eine Wetterstation ist, welche normalerweise dem Wind ausgesetzt ist, wird die in einem Raum falsche Werte anzeigen. Diese "normierten" Wetterhuschen sind aus Holz und dann zeigen die in windloser Umgebung einfach die Holzfeuchte an. Und um die hochzubekommen braucht man Tonnen verdunstetes Wasser :)
Also, es kommt sehr auf die tatschliche Konstruktion an.
Wenn Du das Huschen "eichen" willst, befreie den Sensor von seiner Umgebung.
Ich habe mich bei diesen Wetterhuschen sowieso scjhon immer gewundert, wie man eine so blde Konstruktion verwenden und sogar normieren kann. Wenn es einmal auf diese Lamellen regnet, isses vorbei. Das Ding mit dann stundenlang die nassen Lamellen. Auch beim Strahlungsschutz ist vllig danebengegriffen worden.
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angi schrieb:

Ach wo. Man nehme einen Feuchten Lappen und wickle das Messgerät darin ein. Die trockene Referenz am anderen Ende der Skala ist da schon etwas schwieriger her zu bekommen.

Sehe ich anders. Solche Normhäuschen sind ja wirklich sehr gut durchlüftet. Da reichen schon kleinste Temperaturunterschiede, um die Luft darin in Bewegung zu setzen und auszutauschen. Damit brauchst du dann schon zwei extreme Faktoren, die auch noch gemeinsam auftreten: absolute Windstille UND keine Temperaturunterschiede. Wärmebildfotografie wäre sinnlos, wenn es keine Temperaturunterschiede gäbe.

Wie müsste deiner Meinung nach ein ordentliches Wetterhäuschen beschaffen sein?
--
Servus
Christoph Müller
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Das ist ein Kästchen, daß der geneigte Nutzer in die Vitrine stellt um qualifiziert übers Wetter mitreden zu können. Auch beliebt als Geschenk für Leute, bei denen einem nichts mehr einfällt. Meßgerät sollte man in de.sci nicht dazu sagen.

Ich habe das Kästchen in ein geschlossene Plastikdose gelegt. Am Boden eine Wasserschicht, darin Teile, die die Klimastation über dem Wasser halten. Da spielt das Holzgehäuse keine Rolle mehr.

Oder eine Plastikdose.
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Gruß, Raimund
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On 28 Feb., 18:15, snipped-for-privacy@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius) wrote:

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On 28 Feb., 18:15, snipped-for-privacy@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius) wrote:

So "einfach" geht es wirklich nicht. Die Strahlung ist "bse". Eine Plastiksose wird von der Umgebung bestrahlt. Die Zimmerdecke hat z.B. eine hhere Temp. als die Luft an der um die Plastikdose. Diese ist daher wrmer als ihre Umgebung. Der Boden der Dose, womit das Wasser in komtakt ist, wird dagegen klter sein, da er die Fusbodenstrahlung mitbekommt. Das Wasser wird letztlich klter als die Luft in der Dose sein und dann ist es schon vorbei mit den 100%.
Das Gef mu also schon einmal auf einer gut isolierten Unterlage stehen, wenn es nicht auf 1% ankommt. 1%? Das macht 0,2K Unterschied aus. Je nach Raumisolierung und Auentemperatur haben wir zw- Boden und Decke auch mal 5 K Differenz.
Ich will nicht sagen, da die "gemessenen" 70 % dem Wert in der Dose entsprechen sondern nur auf Fehlermglichkeiten hinweisen.
Wenn man schon einmal versucht hat, auch "nur" 100% hinzubekommen hat man gewisse Erfahrungen gesammelt. Noch schlimmer wird es, wenn man 70% mit irgendeiner Salzlsung darstellen will. Das kann in diesem Fall rauf und runter gehen.
Die Diskrepanzmglichkeit liegt eben immer in dem Temperaturunterschied zw. der internen Lufttemperatur und der des Feuchtespenders.
Selbst eine "normale" Eichung eines billigen (200) Feuchtesensors in einem Massenuniversalklimahandanzeigegertes dauert mehrere Stunden mit Spezialsalzen.
Andere: Das mit den nassen Tchern kenne ich natrlich auch. Wer seinem Tuch dann glaubt, glaubt dann auch die 100% :)
Die Probleme sind dieselben.
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Leider kenne ich jetzt nicht den Transmissionskoeffizienten des Dosenmaterials. Im Infraroten kann man sich schwer vertun wenn man aus dem sichtbaren Verhalten schließt. Schwarzer Kunststoff dient als Fenster für IR-Dioden.

Die Dose steht auf einem Schrank in Bauchhöhe. Dort ist es nicht viel kälter als an der Decke.

Macht 2K/m. Bei einer Dosenhöhe von 5cm macht das 0,1K. 1%rH Abweichung wäre ein phantastischer Wert für dieses Meßprinzip.

Für die häuslichen Scherzartikel reicht das doch. Anders herum: Wenn die Feuchte sich schneller ändert, als es die gängigen Schätzeisen nachvollziehen können, müssen diese auch nicht sonderlich genau sein.
Da geht es um die Wertebereiche "Achtung bald verschimmelt die Wohnung", "Asthmatiker, Du mußt mehr Lüften", "Angenehm feucht", "Angenehm trocken", "bald gibts Reizhusten". Dazwischen noch ein Skalenstrich um Tendenzen besser zu erkennen.
Anders in empfindlichen technischen Anwendungen, etwa der Konservierung alter Kunstwerke.
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Gruß, Raimund
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angi schrieb:

Wo und wer stellt den Luftfeuchte in (Ab)Rechnung? Bei Kurtaxe bezahlt man die Luft ja Pauschal ;-> Sollte es nicht Kalibrierung heissen? ;-) SCNR
100% = Sensor 'absaufen' lassen.. funktioniert beim Tauspiegel/Taupunktmessgerät ja auch.
Gruß (Psychro)Metabastler
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Raimund Nisius schrieb:

Haare, genauer: von Frauen
Da gibt es Schräubchen, mit denen man das wieder justieren kann.
Carsten
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Unsinn. Jeder Vertragsbruch muss an einem deutschen Gericht zweifelsfrei
bewiesen werden. Du könntest ja mal probieren deinen Mobilfunkvertrag
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<Zitat ergänzt>

</Zitat ergänzt>

Das verwechselst Du jetzt mit Deinem Haaransatz...
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Gruß, Raimund
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Raimund Nisius schrieb: > Das Sensormaterial ist wie die Bimetallspirale des > benachbarten Thermometers um die Zeigerachse gewickelt. > Der Farbton ist leicht glänzend braun, fast wie > stumpfes Tonband.
Vielleicht geflochtenes Pferdehaar?
Grüße, Joachim
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Hakko Raimund!
Die altn Haarhygrometer konnte man etwas regenerieren, wenn man sie längere Zeit in ein feuchtes Handtuch gewickelt liegen ließ. Ob das bei einem 'Tonbandhygrometer' auch funktioniert, weiß ich natürlich nicht.
Ein anderer Vorschlag: Skala neu zeichnen
nfg. Kurt
Raimund Nisius schrieb:

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Mal sehen, wo der Zeiger am Montag steht. Ich füchte, er kommt über 75% nicht hinaus.

Keine Option.
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Gruß, Raimund
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