Kombibetrieb Diesel-/Gas

Könnte man ein Dieselfahrzeug mit Gas betreiben, ohne dass eine Zündanlage eingebaut werden muß? Dazu wäre imho lediglich erforderlich,
dass kleine Mengen Diesel mit dem Gas eingespritzt werden, so dass eine Selbstzündung erfolgen könnte. Warum wird das nicht so gemacht. Gibt es technische Gründe, die gegen so ein Verfahren sprechen? Immerhin könnte man sich imho den bei Benzinern notwendigen Einspritzkrempel bei einem in dieser Weise betriebenen Dieselfahrzeug sparen.
Rechtliche Seite: Ich habe gehört, dass der Kombibetrieb von Gas/Benzin nicht zulässig sei. Kann mir jemand Hinweise geben, wo man hierzu etwas finden kann. Außerdem kann die Zulassung des Fahrzeugs gefährdet sein.
Zitat TÜV Hessen: "...grundsätzlich kann zunächst jede Einspritzanlage in Fahrzeugen verbaut werden. Es stellt sich dann jedoch die Frage, in wie weit gesetzliche Anforderungen mit diese Einspritzanlage erfüllt werden. Für alle Kraftfahrzeuge sind mittlerweile aufwendige Prüfungen hinsichtlich des Ausstoßes von Schademissionen nachzuweisen." (http://www.carpassion.com/de/forum/verschiedenes-ueber-autos/341-lachgas..html )
Das Zitat bezog zwar auf die Lachgaseinspritzung, jedoch dürfte das rechtliche Problem bei einem Gas-/Dieselantrieb ähnlich gelagert sein. Wie sieht denn die aufwendige Prüfung des Ausstoßes der Emissionen aus? Laienhaft gesagt, wäre doch eine simple ASU ausreichend. Oder ist es nicht viel eher so, dass der Gesetzgeber zurückrudern müßte, weil er sonst kaum noch Einnahmen wegen der Steuerermäßigungen bei Gasfahrzeugen hätte und somit der Einführung eines mir einfach erscheinenden Prinzips verhindert;-)
Grüße Harald
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Harald Maedl wrote:

Weil die Volumina überhaupt nicht zusammenpassen. Schau dir mal die Einspritzdrücke von Diesel-Einspritzpumpen an, überleg, ob das Gas dabei flüssig wird, wie es an die Einspritzpumpe kommt (gasförmig/flüssig?) und ob das Gas für genügend Schmierung der Pumpen sorgt.
Nick
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Nick Mueller wrote:

Wie schon andere unter dem Stichwort Zündstrahltechnik angeführt haben, scheint dieses Problem gelöst zu sein. Allerdings wundert mich, dass darüber nicht in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird.
Grüße Harald
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Harald Maedl wrote:

Das ist aber kein Diesel.
Nick
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Nick Mueller schrieb:

Was denn sonst? Der Typ, der seinen Benz zum Zündstrahler (wg. Holzgasbetrieb) umgebaut hat, hat nach wie vor seine Diesel-Einspritzpumpe im Einsatz und er hat auch Diesel im Tank. Davon braucht er aber nur ca. 0,25 l/100km. Die Pumpe spritzt halt nicht so viel ein, dass die Leistung ausreicht, um damit fahren zu können, sondern grade so viel, dass sich der Motor noch dreht; wahrscheinlich nicht mal das. Das Holzgas kommt mit Luft vermischt einfach über den Ansaugtrakt. Wird komprimiert. Wird heiß. Dann wird etwas Diesel eingespritzt wodurch das Ganze anfängt zu brennen. Das sorgt für die gewünschte Volumenarbeit.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Christoph Müller wrote:

Genau darum ist er kein Diesel. Der Diesel zeichnet sich dadurch aus, dass der Brennstoff zum Zündzeitpunkt eingespritzt wird und dann durch die Kompressionshitze verbrennt. Einspritzdauer und Volumen sind geregelt und damit auch der Druckaufbau. Das Ding ist ein Ottomotor mit einer eigentümlichen Zündanlage.
Nick
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Nick Mueller wrote:

Öh, nö;-). Es ist ein Selbstzünder und der Verbrauch dürfte geringer als bei einem gasbetriebenen Benzinmotor sein. Grüßer Harald
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Harald Maedl wrote:

Dann lass mal die Einspritzung weg. Und zündet er dann noch? Oder ersetz mal die Einspritzung durch eine Zündkerze.
Gruß, Nick
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Nick Mueller schrieb:

Jetzt wollen wir mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Glühzünder in Modellbaumotoren gelten gelegentlich auch als Diesel.
Und wo hat der alte Lanz das Gemisch in der Kompressionshitze verbrannt? Da war es doch der Glühkopf.
Gruß, Ralf
--
www.ArsTechnica.de --- www.ArsMartialis.com

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Ralf Pfeifer wrote:

Und darum heißen sie Glühzünder? Das was du als Glühzünder bei Modellmotoren bezeichnest, sind 2 oder 4-Takt (Otto-)Motoren.
Das was als "Diesel" bei Modellmotoren bezeichnet wird, sind 2-Takt Halb-Diesel, weil sie zwar nur durch den Kompressionsdruck zünden (ohne Glühkerze), das Gemisch aber angesaugt wird.
Gruß, Nick
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Nick Mueller schrieb:

Ich halte die Definitions-Diskussion trotzdem für überflüssig. Die Motoren wissen meist nicht, was sie sind und sie laufen trotzdem.
Hier steht beispielsweise, dass die Frage Selbst- oder Fremdzündung auch nicht klar ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChz%C3%BCnder
Gruß, Ralf.
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Nick Mueller schrieb:

Nick hat absolut recht.
Die Begründung lautet richtigerweise
Diesel = Gleichdruckprozess Otto = Gleichraumprozess
Wenn das Gas "sofort" verbrennt, ist das Volumen konstant also O T T O
Wenn im Motor der Kraftstoff zündet und weiter eingespritzt wird um den Druck auf dem Kolben "konstant" zu halten D I E S E L
gggrrrrrrrr Matthias
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Wolfgang Allinger wrote:

Mit Ventilen.
Nick
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Matthias D. schrieb:

Na, wenn Du es sagst.

Na, was ich 'richtigerweise' für eine Begründung halte, gleiche ich gerne mit der Fachliteratur ab und da habe ich noch nichts vom Gleichdruckprozess als Kennzeichen des Dieselmotors gelesen.
Wäre ja auch Unfug, denn der Diesel hat keinen Gleichdruckprozess. Dies war die Modelvorstellung von Rudolf Diesel (also das Idealbild). Der Gleichdruckprozess ist ein thermodynamischer Vergleichsprozess, der gelegentlich auch Dieselprozess genannt wird.
Zur Modellierung eines realen Motors (egal ob Diesel oder Otto) wird eher auf den Seiliger-Prozess verwiesen, da er mit einem Gleichraum- und Gleichdruck-Anteil den realen Verbrennungsprozess eher wiedergibt.
Sinngemäß lässt sich das Thema Modellprozess auch für Deine Aussage zum Otto-Motor übertragen, aber das spare ich mir jetzt.

Sorry, erst verwechselst Du hier die Begrifflichkeiten und dann regst Du Dich auch noch auf. Das ist nicht gesund für's Herz.
Ralf.
--
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Ralf Pfeifer schrieb:

Das hat ja nicht zwangsläufig etwas zu sagen. Die ersten Motore, die Nikolaus Otto baute waren auch Glühzünder. Schlicht und ergreifend deshalb, weil man keine andere Zündung kannte. Das Luft-Gas-Gemisch wurde mit einem Glühroh gezündet.
Und nein, ein hochverdichteter Ottomotor mit Fremdzündung durch Dieseleinsritzung ist immer noch kein Dieselmotor (oder kein Diesel mehr) Der thermodynamische Gesamtprozess ist der eines Ottomotors und nicht der eines Diesels.
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Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
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Andreas Bockelmann schrieb:

Dito. aber das schnallt hier keiner !
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Nick Mueller schrieb:

Denke, da sollten wir nicht päpstlicher sein als der Papst. Das Entscheidende beim Diesel ist, dass er mit Luftüberschuss betrieben wird. Das macht ihn (neben Anderem) so sparsam. Benziner brauchen dagegen ein fettes Gemisch - also zu wenig Luft. Deshalb gibt es da unverbrannte Kohlenwasserstoffe und deshalb war und ist auch der Kat so wichtig. Der Zündstrahler wird ebenfalls mit Luftüberschuss betrieben, weshalb sich das Brenngas mit einem schlichten Funken einer Zündkerze wohl nicht zünden lässt. So gesehen sollte "Diesel" durchaus angebracht sein. Aber wie gesagt - seien wir nicht päpstlicher als der Papst.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Harald Maedl schrieb:

So etwas gibt es, zumindest auf Prüfständen. Das Gas wird mit einem "Pilotstrahl" des Diesel gezündet.
Von wegen einfach mal bauen.
Rechtlich darf das keiner. Zu jeder Änderung die das Abgas beeinflußt ist ein Gutachten vorzulegen. D a s s o l l t e a b e r s c h o n s e i t 2 0 J a h r e n i n d e n K ö p f e n s e i n , o d e r ? ? ?
Also Zurück in die Bastelecke oder 1 Milliarde an die Sonne für eine echte Entwicklung
Gruß Matthias
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Matthias D. schrieb:

Ich habe mal einen kennengelernt, der hat sich selbst einen alten Mercedes Dieses auf Holzgas umgebaut. So irre viel Aufwand kann das ja anscheinend nicht sein.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Matthias D. wrote:

Ja, auch unter dem Stich Hybridmotor bzw Zweistoffmotoren kann man etwas finden

Motorenbau ist generell nicht einfach, zumindest wenn diese einigermaßen optimiert laufen sollen. Aber im Grunde ist so Zweistoffmotor eine Art Benziner, der ohne Zündkerzen auskommt und das Zündmittel kleine Mengen von Diesel sind. Ich sehe nicht, wo das grundsätzliche Problem sein soll, so eine Kiste für das Auto zu bauen. Es wird ja, wie ich gelesen habe, bei den BHKWs schon lange eingesetzt.
siehe auch: <http://209.85.135.104/search?q che:xSDyAXfWGNkJ:www.mothermik.de/Bilder/download/Zuendstr-Zweist-technik.pdf+Z%C3%BCndstrahltechnik+%2B+Diesel&hl&ct=clnk&cd=9&gl>
> Rechtlich darf das keiner. Zu jeder Änderung

Bei dem Geschrei versteh ich nichts mehr;-) Was kostet so ein Gutachten bzw was soll daran so kompliziert sein? Meßsonde in den Ar^wAuspuff und gut ist.

Das wäre eine echte Entwicklung, imho. Oder was hast du an dem Prinzip aus technischer Sicht auszusetzen.
Grüße Harald
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