X-No-Archive: Yes
begin quoting, Ralf Kusmierz schrieb:
>>> "Die beiden Pedale haben verschiedene Gewinde - ein Rechts- und ein Linksgewinde.
>>>> Welches hat ein Rechtsgewinde - und warum ist es so?"
>> Und welches hat denn nun ein Rechtsgewinde, das linke oder das rechte Pedal?
> Natürlich hat das rechte ein Rechts- und das linke ein Linksgewinde.
> Warum? Die Pedalbolzen leiten eine Momentenbeanspruchung in die
> Kurbelarme ein, die entgegengesetzt zur Umlaufrichtung der Kurbelarme
> in den Gewinden umläuft (ist klar: getreten wird im wesentlichen immer
> von oben, die Kurbel dreht sich darunter weg). Dadurch hat das
> kleinere Bolzengewinde die Tendenz, sich in dem größeren Lochgewinde
> "abzurollen", und zwar, wie man sich unschwer überlegt, entgegen dem
> Umlaufsinn der Momentenbeanspruchung. Und damit sich das Gewinde nicht
> dadurch lockert, ist derjenige Gewindedrehsinn gewählt, bei dem die
> Abrollbewegung das Gewinde festzieht - dann lockert es sich nicht.
So schrieb ich - aber: stimmt das eigentlich?
Wir haben einen Bolzen mit einer Stufe und einem Gewinde, das "bis zum Anschlag" in ein Innengewinde hinengedreht ist:
| | | | \|/ | __________________ | | ||/\/\/\/\/\/\/\/| / \/\/\/\/\/\/\/\ | | | - . -- . -- . -- . -- . -- . -- . -- .|-- . - | | | _\| M |\/\/\/\/\/\/\/\ __________________||/\/\/\/\/\/\/\/| | | | /|\ | | | |
Auf den Bolzen wirkt ein umlaufendes Biegemoment ein M - wie und warum hängt es vom Umlaufsinn ab, ob sich die Schraubverbindung lockert oder nicht?
Meine o. a. Erklärung mit dem "Abrollen" des Bolzens in der Bohrung ist vermutlich falsch: bei einer angezogenen Schraube bewegt sich da gar nichts, zumal sowieso nur die ersten 2-3 Gewindegänge (Pfeilbereich) einer Schraubverbindung "tragen" und das Bolzenende praktisch freiliegt. Es muß also an der Veränderung der Spannungsverteilung im Tragbereich der Schraubverbindung beim Umlauf des Moments liegen.
Kann es jemand erklären?
[X-post und F'up-To: d.s.i.m.]
Gruß aus Bremen Ralf