???Drehstrommotor??? - Elektrotechniker gesucht :)

Hallo NG!
Ich verzweifle gerade jämmerlich am Prinzip des Drehstrommotors.
Kann mir jemand erklären wie der funktioniert?
Und dann vielleicht noch wie die Drehzahlsteuerung für diese
Brushless-Motoren funktioniert.
(muß ja irgendwie durch Strommessung geschehen)
Will aus Kostengründen eine eigene Steuerung auf Basis eines Hall-Gebers
bauen. Aber im Moment hakt es leider aus bei mir.
Ich hoffe mir kann jemand von euch auf die Sprünge helfen.
MfG Sebastian
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Sebastian Siewert
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3 sec suchen, und du bekommst alles sogar mit bildern gezeigt. Besser als wenn wir das je hier erklären könnten.
gruss frank
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Frank Sertic
Hallo! "Sebastian Siewert" schrieb im Newsbeitrag news:bfjqke$re$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
wenn du bipolare schrittmotoren verstanden hast, dann hast du's!
das ist ganz einfach: jeder position ist eine gewisse aktivierung der hall-sensoren zugeordnet. wenn also die hall-sensoren für die position 1 aktiv sind, dann mußt du die brücke für position 2 schalten. der motor dreht sich weiter, die hall-sensoren für position 2 schalten und die brücke wird für position 3 geschaltet...
ich glaube aber nicht (obwohl ich auch sehr viel selber baue) daß es sinn macht, sowas selber anzufangen. denke an sicherheitsmechanismen und die bauteilkosten werden auch nicht niedrig sein
mfG, Klemens
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Klemens Fehringer
"Frank Sertic" schrieb
ich hab's gewusst :)
also unter den schlagwörtern drehstromotor, drehfeld, oder brushless+steurung hab ich nichts hilfreiches gefunden.
hast du einen vorschlag nach was ich suchen könnte?
mfg Sebastian
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Sebastian Siewert
"Klemens Fehringer" schrieb
also bei preisen von rund 90 euro und mehr dachte ich schon das ich da vorteile erzielen könnte. und ne kleine untterspannungs-abschlatung werd ich auch noch hinbekommen, hoffe ich.
mfg Sebastian
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Sebastian Siewert
"Sebastian "Schrottschere" Suchanek" schrieb
super das hat der kleine basti schon vor jahren gewußt. meine frage ist: wie funktiniert es mit 3 feldern zu arbeiten aber nur 2 pole zu bedienen. schaut man sich die kurven des drehstroms an so hat man die meiste zeit immer zwei gleich gepolte spulen (jede phase der einfachheit halber eine spule, und 4 duaermagneten im schema n s n s) daraus schluß folgere ich das diese beiden spulen das ganze ding abbremsen und nur die eine die grad anders gepolt is wirkt effektiv nutzbar auf die drehbewegung.
sicher
zu einfach. das feld muß ja der drehbewegung um einen bestimmten winkel vorauseilen. woher weiß der regler aber ohne sensoren und bla welche drehzahl gerade vorhanden ist und in welchem winkel die spulen zu den magneten stehen??
mfg sebastian
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Sebastian Siewert
nachtrag:
mit dem voreilen des magnetfeldes is das auch sone sachen. habe mir zwei schablonen gedruckt eine mit 120 und eine mit 90 grad einteilungen und wenn ich mir das so ansehe muß das drehfeld entgegengesetzt der rotordrehrichtung rotieren. sonst wobbelt der motor nur hin und her.
mfg sebastian.
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Sebastian Siewert
Hallo Sebastian,
Sebastian \"Schrottschere\" Suchanek schrieb:
Auch der Link, den Peter mir auf meine dusselige Frage genannt hat, könnte für ihn interessant sein:
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Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
servus michael! ;-)
"Michael Reuß" schrieb:
mannomann, dir kann man ja aber auch alles weismachen.....die spulen waren doch niemals im 120grad winkel einander zugeordnet ;-)
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naja, bastl-wastl hat sich vermutlich in dieser abhandlung als erster um den selbsttätig humpelnden drehstrommotor patentreif verdient gemacht :-P
cu/2,
rüdiger, "fernsehknechte kennen strom doch nur aus der steckdose" heim- zahlend
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Ruediger Zoll
"Sebastian "Schrottschere" Suchanek" schrieb> > (jede phase der einfachheit halber eine spule, und 4
es sind vier, doch wirken im motor nur die dem stator zu gewandten pole. daher hab ich auch nur die benannt.
hm, das sagte ich auch als ich gerade las was ich da verbockt habe.
super das die physik das regelt, wozu also wissenschaft betreiben? geht doch ehe alles von allein...
es geht mir letztendlich um die steuerung eines BL-Motors. und die möchte doch schon genau sein. und mit der drehzahl allein bekommt man wohl kaum eine logische steuerung hin, da wird man dann wohl rechnen müssen
thx für den link
mfg sebastian
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Sebastian Siewert
"Michael Reuß" spoke thusly:
Danke. :-)
Auweh, auweh...
*räusper*
Hallo! In einer der letzten Sendungen haben wir Euch erklärt, wie ein Drehstrommotor funktioniert. [Im Hintergrund laufen Ausschnitte des Beitrags]
Nach der Sendung hat uns Michael einen Brief geschrieben *Brief_hochhalt* Michael schreibt, daß er gehört hat, daß man die Spulen eines Elektromotors auch anders zusammenschließen kann, als wir Euch das gezeigt haben.
Außerdem haben uns Emmeran und Heiko geschrieben, daß man bei Drehstrom das blaue Kabel auch weglassen kann.
Das ist alles richtig und deswegen haben wir noch einen Film für Euch gedreht:
[Film ab] [Gezeigt wird der schon bekannt Aufbau mit drei Spulen
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[Anm. d. Red.: Jetzt erst Recht! ;-)] Darin dreht sich immer noch die Kompaßnadel]
Das letzte Mal haben wir Euch erzählt, daß in jeder drei Spulen immer abwechselnd Strom fließt. In Wahrheit ist die Sache noch etwas komplizierter: Der Strom wird nämlich nicht "auf einmal" eingeschaltet, wie Ihr das z.B. vo Lichtschalter kennt, sondern langsam. *Zu_Schultafel_geh* Zuerst ist der Strom Null, dann steigt er zuerst ein bißchen schneller an, dann etwas langsamer. Dann fällt er wieder ab. Erst langsam, dann schneller. *Während_dem_Reden_einen_halben_Sinus_an_die_Tafel_zeichn*
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Und gleichzeitig passiert das natürlich auch mit dem Strom in den anderen drei Spulen *
Zwei_weitere_Kurven_in_anderen_Farben_anmal*
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Das ist also die drei Ströme, wie sie nacheinander durch die drei Spulen fließen. Aber was macht der Strom in den drei Spulen, wenn er wieder bei Null ist? Er fließt wieder zurück! Klingt komisch, iss aber so.
Und zwar fließt er genauso wieder zurück, wie er hingekommen ist: *Sinuskurven_ergänz*
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Und das macht der Strom natürlich nicht nur einmal, sonder immer wieder hintereinander: *
Sinus_fortführ*
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zurück_zum_Experimentiertisch_geh* Aber wenn der Strom in den Phasen nicht nur hin- sondern auch zurückfließt, brauchen wir den Neutralleiter dann überhaupt noch? *demonstrativ_nachdenk* Nein, wir brauchen ihn nicht!
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blaue_Ader_abklemm* [Die Kompaßnadel dreht weiter] Tatsache! Durch die zweite und die dritte Phase fließt immer genau der Strom zurück, der durch die erste hinfließt und umgekehrt. (Was eine "Phase" ist, haben wir Euch ja das letzte Mal erzählt.)
Aber wenn wir die blaue Ader hier nicht brauchen, vielleicht brauchen wir sie bei den kleinen Geräten auch nicht?
*
rüber_geh_zu_einer_brennenden_Glühlampe* *ein_Kabel_abzieh* [Die Lampe geht aus]
Doch, bei kleinen Geräten brauchen wir die blaue Ader. Sonst würde ja der Strom hinten aus dem Gerät rausfallen. Und das mag der Strom gar nicht und deswegen fängt er erst gar nicht an zu fließen.
Aber war da nicht noch was anderes? Richtig! *
zurück_zu_den_Spulen_geh*
Bislang haben wir die Spulen so angeschlossen: *
auf Sternschaltung deut*
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Wenn Ihr jetzt genau hinschaut seht Ihr, daß der Strom einen ganz schön langen Weg hat: Wenn er durch eine Spule durchgeflossen ist, *
auf_die_erste_Spule_deut* muß erst noch durch zweite oder die dritte *auf_die_Spulen_deut* Spule durch, bevor er wieder zurückfließen kann.
Das strengt den Strom natürlich ganz schön an und er hat nicht mehr so viel Kraft für das Magnetfeld und damit für Papis Kreissäge übrig.
Aber wenn der Strom sowieso durch die anderen Phasen zurückfließt, warum machen wir es ihm dann nicht einfacher? *
auf_Dreieckschaltung_umbau*
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So, jetzt seht Ihr, daß der Strom, wenn er durch eine Spule durchgeflossen ist, gleich wieder zurückfließen kann. *auf_die_Verbindungen_deut*
Und weil das so ist, hat der Strom auch mehr Kraft übrig. Das sieht man hier mit dem Kompaß nicht, aber Euer Papi merkt es, weil er jetzt mit seiner Kreissäge dreimal so dicke Bretter durchsägen kann. [Nochmal Mann an Kreissäge zeigen]
Nee, laß 'mal. Solange ich nicht gerade "Rowling", "King" oder so heiße, ist mir diese Kunst zu brotlos. :-)
Die ersten haben sich ja schon gemeldet. :-)
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian "Schrottschere" Suchanek
Ruediger Zoll spoke thusly:
"Touch". Oder so ähnlich.
SCNR,
Sebastian
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Sebastian "Schrottschere" Suchanek
Wenn es hier um brushless Modellbaumotoren geht, wie ich annehme, geht die ganze Diskussion am Kernpunkt vorbei. Diese Motoren haben sehr wohl häufig mehrere Magnete, bei LRK Motoren typisch 14 Pole. Und es sind auch keine Asynchron-Maschinen. Vielmehr arbeitet ein prozessorgesteuerter Controler mit dem Motor derart zusammen, daß der Controler vom Motor ein Stellungs- und Drehzahlsignal erfaßt und einen der augenblicklichen Drehzahl entsprechenden Drehstrom an den Motor zurückliefert. Und dabei gibt es keinen Schlupf. Vielmehr ist vom Controler ein Timing zu berücksichtigen, welches die Phasenverschiebung von Strom gegenüber Spannung infolge der induktivität berücksichtigt. Dies und viel mehr ist nachzulesen in der "Brushless Fibel" von L. Retzbach, erhältlich über den DMFV.
Gruß Frithjof
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Frithjof Schwenke
Hallo Sebastian,
Sebastian \"Schrottschere\" Suchanek schrieb:
Wie soll den brushless und asynchron zusammengehen. WIMRE ist asynchron doch gleichbedeutend mit Erregerwicklungen auf Stator _und_ Rotor.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
"Sebastian Siewert" schrieb im Newsbeitrag:
Hallo!
Kostengründen?
Dann geh was fertiges kaufen!
CU Stefan
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Stefan Hundler
"Frithjof Schwenke" spoke thusly:
*URKS* Warum tut man sich denn so einen Aufwand an? Wo doch ein Kurzschlußläufer so schön einfach wäre...
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian "Schrottschere" Suchanek
"Emmeran Fuchs" spoke thusly:
Hallo Emmeran!
Nee Du, laß 'mal. Das wäre mir zu stressig. Außerdem ist das Konzept, daß ich da ein paar Fakten mit dem groben Holzhammer zurechtgebogen habe, auf Dauer nicht tragfähig. :-)
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian "Schrottschere" Suchanek
Hallo Sebastian,
Sebastian \"Schrottschere\" Suchanek schrieb:
Stimmt, man kann die Leistung für die Erregung ja auch selbst wieder induktiv erregen.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
Hallo Michael,
Michael Hermes schrieb:
Und obendrein funktionieren brushless Modellmotoren genau so. Nur das sie gelegentlich die Magnete außen haben und mehr Spulen. Aber das Prinzip ist das gleiche, weil sie nämlich entgegen Frithjofs Ansicht Synchronmotoren sind.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
Hallo!
Wenn das Drehfeld dem Rotor davonläuft, dann fällt er ja außer tritt. Einen Schlupf kann es also nicht geben.
mfG, Klemens
Reply to
Klemens Fehringer

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