Alter Bosch-Kuehlschrank schaltet nicht mehr ab

Jul 28, 2026 Last reply: 1 day ago 12 Replies

Ich habe einen alten Bosch-Kühlschrank aus den 50er Jahren mit einem Kipphebel vorne. Seine Bezeichnung ist 110-T "N".



Der Kühlschrank funktioniert noch, aber leider schaltet er nicht mehr ab. Ich vermute, der Thermostatschalter hat verschweißte Kontakte.



Weiß jemand, wo dieser Schalter sitzt? Ich spiele mit dem Gedanken, den Kühlschrank zu retten.



Ich hatte den Drehknopf im Kühlraum mal abgenommen, darunter war aber nur dieses dünne Metallröhrchen zu sehen, keine elektrischen Leitungen. Daher vermute ich, dass der eigentliche Schalter im Kompressor sitzt. Das Metallröhrchen geht aber nicht in den Deckel am Kompressor, wo die elektrischen Leitungen rein gehen, sondern hat einen eigenen Anschluss mitten im Kompressorgehäuse.



Heißt das, dass der Schalter irgendwo im Kompressor verbaut ist und man den ganzen Kompressor zerlegen müsste, um da dran zu kommen?



Hat das mal jemand gemacht? Kann man das als Amateur machen und ist der Schalter ein Standardbauteil, das man noch bekommt?



[Vorschlag: fup2 de.rec.heimwerken, ich lese aber alle Gruppen]

Danke, Martin


Am 28.07.26 um 12:34 schrieb Martin Klaiber:

Laß es! Isolierung und Effizienz derart alter Kälteanlagen sind meilenweit von aktuellen Standards entfernt. Allein mit den gesparten Stromkosten kannst du alle 1-2 Jahre einen neuen Kühlschrank kaufen.

Mach ihn schön sauber, lass von einem Kältetechniker das Kühlmittel (extremes Treibhausgas!) absaugen, und benutze ihn dann als Ausstellungsstück und/oder normalen Schrank.

Lass es mich so sagen: Entweder du weißt genau, was du machen musst, oder du solltest die Finger von der Elektrik lassen. 230V sind kein geeignetes Experimentierfeld für Noobs.

Nach 70 Jahren? Ganz sicher nicht.

Hergen Lehmann snipped-for-privacy@snafu.de schrieb:

ACK.

Dabei ginge natürlich auch der Speck auf die Wurst, wenn man überhaupt einen Handwerker bekäme, der das für einen macht. Schon von verschiedener Seite wurde genannt, daß dieser Türmechanismus eine Todesfalle ist (und daher verboten). Das Museumsstück gehört entsorgt.

Beim Kauf eines neuen Kühlschranks kann man den alten mitnehmen lassen (ggf. gegen Gebühr). Das würde ich an Deiner Stelle des OPs machen.

Am 29.07.26 um 02:00 schrieb Martin Gerdes:

Zumindest erwachsene Leute sollten so intelligent sein, nicht in den Kühlschrank zu gehen. Und bei gefülltem Kühlschrank ist es auch für Kleinkinder schwer, reinzugehen und die Tür zuzubekommen.

ebay-Kleinanzeigen für Sammler wäre die erste Anlaufstelle.

Erwachsene ja. Aber man sollte auch keine Fallen für Kinder bauen. Die offensichtliche Gefahr ist, dass der Kühlschrank irgendwann in der Landschaft landet und ein kleines Kind damit spielen will.

Weil dieser Typ Kühlschrank schon 50 Jahre nicht mehr in der freien Wildbahn vertreten ist, werden auch die Warnungen davor selten. Ich kann mich erinnern, dass mich meine Eltern und Großeltern noch eindringlichst vor den Dingern gewarnt haben. Das passiert bei heutigen Kindern sicher nicht mehr, weil es kein häufig auftretendes Risiko mehr ist.

/ralph

Wenn man seine Müll so entsorgt, ja. Ich tue das nicht.

Aber wie schaffen die es, in einen vollen Kühlschrank einzusteigen und dann die Tür zu schließen?

Bei Einer Gefriertruhe kann ich mir das noch eher vorstellen, aber bei einem genutzten Kühlschrank?

Hier ist von ungenutzten Kühlschränken die Rede:

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In einen leeren, der im Wald oder sonst wo rumsteht.

Hast du kleine Kinder? Die klettern überall rein, und lieben solche engen Räume zum spielen.

Ja, klar.

/ralph -- in meiner Kindheit in den 1970er-Jahren war hinter meiner Volksschule ein alter Bunkereingang, der halb verschüttet war, und von Leuten als inoffizielle Mülldeponie genutzt wurde, da wurde uns auch gesagt, wir sollen aufpassen, dass wir keine Granaten oder ähnliches ausgraben. Meine Tochter ist in die gleiche Schule gegangen, in den 50 Jahren dazwischen hat man den Bunkereingang abgetragen, den Müll entsorgt etc. und glaub ich aufs Areal Wohnbauten gebaut.

Manche Risken meiner Kindheit sind heute deutlich weniger relevant.

Das ist ja hier nicht der Fall und von Müllentsorgung im Wald halte ich generell nichts.

Nein und ich bin auch ganz froh, dass ich keine habe.

Wurde der Bunker dann auch entfernt oder existiert der noch?

Zumindest oberflächlich sieht man nix mehr. Wie ich klein war, war da so ein bunkermäßig mit sehr sehr viel Beton gemachter Abgang im 45°-Winkel, der irgendwie mit Erde, Schutt und Beton verfüllt war, die Tür zum Abgang hat es schon damals nicht mehr gegeben. Das was überirdisch rausgestanden ist war ein vielleicht 2m hoher Hügel mit den Betonteilen rausstehend. Und natürlich hat man da alles an Müll daneben abgelagert, wie das halt so ist.

Das hat man alles komplett abgetragen, davon sieht man keine Spuren mehr. Eventuell ist noch was unterirdisch unverfüllt. Eventuell gibt/gab es auch einen unterirdischen Gang zur Schule daneben.

/ralph

Am Wed, 29 Jul 2026 08:44:55 +0200 schrieb Marco Moock snipped-for-privacy@dorfdsl.de:

[ ] Du hast unternehmungslustige Kleinkinder

Hier im inneren Bereich einer Grossstadt ist bebaubarer Boden knapp und so teuer, dass sich ein Abriss inzwischen lohnt. Die Schnell- und Billigvariante mit Sprengung geht nicht, dafür stehen die Nachbarhäuser zu nah dran. Vermutlich wären die eher eingestürzt als der Bunker.

Nun gibts grosse Hämmer an Baggern, die das können. Ich habe mehrfach beim Vorbeifahren mit dem Fahrrad beobachten können, wie man damit den Beton aus der Stahlarmierung herausgeklopft hat. Dann konnte man den Stahl mit Schneidbrennern schnell abschneiden und weiter gings. Wochenlang. Die armen Anlieger.

Inzwischen scheints ein Bunkerabrissmoratorium zu geben wg. Russland. Einerseits heisst es, die alten Bunker wären in einem modernen Krieg eh nichts wert, andererseits würde ich bei einem Drohnenangriff lieber dort sitzen als in meiner Wohnung hinter Wärmeschutzglas.

Herbert

Sperrmuellabstellung am Straßenrand (je nach örtlicher Regelung).

-is

wie oft stellt man einen Kühlschrank zum Sperrmüll? Ich maximal einmal. Kühlschranktüren lassen sich generell mühelos abbauen.

Martin will den nicht zum Verkauf anbieten sondern selbst weiternutzen.

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