Au weia - meine Landsleute ...

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begin quoting, Alfred Weidlich schrieb:


Meines Wissens nicht: Es gibt kein statisches "Festhalten" einer Muskelfaser, sondern es werden repetierende Aktionspotentiale benötigt. Und dieses wiederholte "Feuern" von Nerven- bzw. Muskelzellen kann Gleichstrom eben nicht auslösen.

Gleichstrom schädigt durch galvanische (Elektrolyse) und ggf. thermische Effekte - das erfordert aber höhere Stromstärken und Einwirkzeiten. Die "typische" Gefahr von Wechselspannung (Verkrampfungen, Nicht-loslassen-Können, Herzflimmern) hat Gleichspannung eben nicht. (Wobei das "Ein- (und ggf. auch das Aus-)schalten" des Stroms natürlich auch die entsprechenden neurophysiologischen Wirkungen haben kann - man bleibt aber nicht am spannungsführenden Leiter "hängen". Deshalb sind die zulässigen Grenzwerte der Berührspannung bei Gleichspannung auch deutlich höher (ca. Faktor 3) als bei Wechselspannung.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Hallo, Alfred,
Du (shak) meintest am 19.11.07:

Gleichstrom hilft auf jeden Fall, das Blut (als bevorzugten Leiter) zu überhitzen.
Viele Gruesse! Helmut
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Alfred Weidlich wrote:

Nö, siehe <http://de.wikipedia.org/wiki/Stromschlag
Wechselstrom hält fest, Gleichstrom heizt "nur" ein.

Ungefährlich ist Gleichstrom freilich auch nicht, aber im Niederspannungsbereich ist Wechselstrom deutlich gefährlicher.
vG
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Hallo, Volker,
Du (einklich) meintest am 19.11.07:

Etwas vereinfacht: bei kurzen Einwirkungszeiten ist Wechselstrom mit Frequenzen um 50 Hz viel gefährlicher als Gleichstrom.
Bei langer Einwirkungszeit sind die Gefahren ähnlich (wobei ich mal hochfrequenten Wechselstrom unberücksichtigt lasse).
Viele Gruesse! Helmut
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Hi Gunter,

Da finde ich ganz schnell mehr als 5 ;-) Ohne Witz, das ist auch in Karlsruhe recht einfach. Im Stadtgebiet ist nirgends HV drauf. Die Übergangsstellen sind sehr leicht zu erkennen, das sind die Überfahrtstrecken zum DB-Netz kurz bevor es eindeutig auf DB Strecken weitergeht.
Marte
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Ralf Kusmierz tut geschreibselt haben:

Wenn die Straßenbahn isoliert steht, ist es für die Wirkung egal, ob der Fahrdraht auf dem Dach liegt oder ob er nur vom Stromabnehmer berührt wird. Es dürften normal immer genug Verbraucher in einer Straßenbahn eingeschaltet sein, damit es ordentlich weh tut, wenn man (ausreichend geerdet) den Wagenkasten berührt.
Matthias
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begin quoting, Matthias Kordell schrieb:

Vorstellbar wäre, daß die Straßenbahn selbsttätig erkennt, daß sie nicht mehr geerdet ist, und dann die Stromzuführung abschaltet. Ich glaube aber nicht, daß es eine solche Vorrichtung gibt.
Das Problem existiert aus zwei Gründen nicht: Erstens sind Straßenbahnen immer geerdet. Und zweitens sind aussteigende Fahrgäste nie ausreichend geerdet, um dadurch geerdet zu werden.
(Zu erstens möchte ich anmerken, daß ich vor nicht allzu langer Zeit auf der betreffenden Strecke eine fahrende Straßenbahn beobachtet habe, als die Schienen relativ stark mit pflanzlichem Material (so eine Art Krümel von trockenen Blättern) verschmutzt waren und die Räder beim Überfahren ziemlich stark funkten - die waren also intermittierend offenbar doch nicht so gut geerdet.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Das habe ich auch schon beobachtet. Bei hohen Strömen ist solches Feuerwerk aber bereits bei wenigen Volt zu erwarten. Siehe Punktschweißmaschine.
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Gruß Werner
Ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Computer der Dritte!
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begin quoting, Ragnar Bartuska schrieb:

Interessant. Hätte ich beinahe vermutet.
Und außen? (Manchmal stehen da Leute rum.)

Zu letzterem hätte ich erstens gerne eine Quellenangabe und zweitens einen Hinweis, woran dieser Zustand zu erkennen ist. (Und drittens würde ich dann noch die Sinnfrage gestellt haben wollen.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Das ist der Normale Betriebszustand, also vollkommen klar :-).
Man sollte aber auch von ungünstigen Konstellationen ausgehen. Regenwetter, durchgeweichte Lederlatschen und schon sieht es etwas anders aus. Zudem sollte man den Strom nicht nur als direkte Gefahr sehen: Auch gebrechliche und behinderte Personen sollen den ÖPNV gefahrlos nutzen können. Alleine der Schreck kann da schon zu üblen Stürzen führen.
Deinen anderen Ausführungen zur Gefährdung widerspreche ich nicht.
-andreas
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Ralf Kusmierz wrote:

Tach auch,
nun, mir geht nicht so richtig auf, warum Schwachsinn. Positiv denkend und davon ausgehend, daß ich nicht schwachsinnig bin, sehen hier andere die Dinge offensichtlich aus einem zu engen Blickwinkel. Gut, das mit den elektromagnetischen Feldern passt nicht wirklich, und kann mit mangelhaften Reporterwissen an dieser Stelle leicht erklärt werden. Ansonsten muß man mal zur Kenntnis nehmen, dass
- der Straßenbahnfahrer die Verantwortung für die Passagiere trägt - er das beste gemacht hat, was er nach seinem Wissen u. Gewissen konnte - er vermutlich nicht E-Technik studiert hat - keiner mit ausreichender Sicherheit weis, wie die elektrischen Verhältnisse zum Zeitpunkt real ausgesehen haben - und nicht zuletzt die Versicherungsgeschichten:
Realsatiere: Es begab sich eines Sommertages 2007 in Berlin ein tragischer Unfall auf einem Recyclinghof. Ein Papiercontainer in der hintersten Ecke des Hofes hatte sich beim Aufladen geöffnet und seinen Inhalt in die Ecke entleert. die Mitarbeiter haben dann: - rotes Absperrband gespannt - den gesammten Recyclinghof gesperrt - Hunderte Meter wartender Kunden dumm stehen lassen (war Samstag) - in der Ecke gestanden zu schwatzen und zu rauchen - gewartet, bis jemand das Papier weggeräumt hat Auf deutliche Ansage meinerseits kam es dann zu folgender Aussage: Wir haben eine Havarie, und aus "Versicherungstechnischen Gründen" muß der Hof gesperrt werden. (Wegen losem Papier in einer abgesperrten Ecke) Vermutlich hatten sie Angst, daß jemand eine Zigarette hineinwerfen würde (was natürlich in einen Kontainer auch gehen würde).
Fazit: Der Straßenbahnschaffner hat alles richtig gemacht und ist schlauer als manch anderer hier. Wer sich ertappt fühlt darf nun über mich herziehen. Zum Abschuß freigegen... Grüße Uwe
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begin quoting, uwe wiards schrieb:

Wenn der zuständige leitende Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe die Aussage auch haarsträubend fand, dann halte ich "Schwachsinn" für vertretbar.

Teilweise richtig - die sind aber immer noch selbstbestimmte Wesen.

Sein "Wissen" war dabei das Problem.

Doch, ich: Tatsächlich war die Straßenbahn gar nicht unter Strom und der Fahrdraht selbst unbeschädigt. Die Straßenbahn fährt dort: <http://maps.google.de/maps?f=q&hl &geocode=&time=&date=&ttype=&q=Lilienthaler+Heerstr.+240+bremen&sllS.112835,8.891444&sspn=0.000298,0.000848&ie=UTF8&llS.112536,8.891072&spn=0.000298,0.000848&t=k&z!&om=1> (auf dem Bild noch im Bauzustand) auf eigenem Gleiskörper in der Straßenmitte. Die Tragseile der Fahrdrähte sind nach beiden Straßenseiten mit Abspannseilen, die selbst durch Abspannisolatoren spannungsfrei gehalten werden, fixiert, ungefähr so, wie hier: <http://maps.google.de/maps?f=q&hl &geocode=&time=&date=&ttype=&q=Lilienthaler+Heerstr.+240+bremen&sllS.112835,8.891444&sspn=0.000298,0.000848&ie=UTF8&t=k&om=1&llS.083008,8.841004&spn=0.000298,0.000848&z!> bzw. <http://www.bsag.de/5746.php . Ein aus nördlicher Richtung kommender LKW hatte das westliche Abspannseil durchgerissen (was der LKW-Fahrer nicht einmal bemerkt haben mußte), ein Stück hing dann wohl an der Straßenbahn herunter (Foto habe ich nicht). Ich habe die reparierte Stelle gesehen: Es wurde lediglich an dem durchgerissenen Seil ein Reparaturstück eingespleißt, sonst nichts.
Der Wagenkasten selbst kann nicht unter Spannung stehen, der ist über viele Räder zuverlässig geerdet. Gleichwohl haben die Fahrer Anweisung, in solchen Fällen zu verhindern, daß Fahrgäste und Passanten herunterhängende Drahtenden berühren, weil auch nicht ausgeschlossen werden kann, daß die Kontakt mit der spannungführenden Leitung haben - das ist auch sinnvoll, aber ein bißchen etwas anderes. (Geschmiert kriegt man dabei dann deswegen eine, weil man u. U. bei der Berührung selbst über die Straßenbahn geerdet ist.)

[...]
Der Fahrer hat sich möglicherweise korrekt verhalten, stimmt. Der Fehler lag in der Berichterstattung. Es gibt aber beim Fahrpersonal tatsächlich Wissensdefizite: Witzigerweise hatte mich kürzlich jemand mit dem Auto mitgenommen, der sich dann als ein Straßenbahnfahrer (nicht derjenige, welcher ...) zu erkennen gab. Ich sprach mit ihm über diesen Vorfall, und er erklärte lauthals, wie gefährlich das sei, wenn die Oberleitung auf dem Wagen liegt, und der dann voll unter Spannung stehe, usw. Als ich dagegen einwandte, daß das keineswegs so sei, ihm den Namen des Mitarbeiters, mit dem ich telefoniert hatte, nannte, und meine eigene Qualifikation durchblicken ließ, wurde er dann merklich kleinlauter und wechselte das Thema.
Als ich dann ausstieg, gab er mit aber noch mit auf den Weg, ich solle da ja nicht glauben, was die Firmenleitung dazu erkläre, das sei nur zur Beruhigung der Öffentlichkeit vorgesehen, in Wirklichkeit wäre doch Spannung auf dem Kasten, etc. - tja ...
Diese Herrschaften glauben halt, was sie glauben wollen - da halten sich offenbar Mythen und Legenden. Solange sie damit auf der sicheren Seite sind, macht das auch nichts. Und dann ist natürlich auch klar, wie die Berichterstattung zustandekommt: Die Polizei nimmt vor Ort Personalien u. a. des Straßenbahnfahrers als "Unfallbeteiligtem" auf, fragt ihn nach dem Sachverhalt, und der kehrt dann natürlich sein "Wissen" heraus und erklärt der Polizei die Welt, anschließend landet das ziemlich wörtlich im Polizeibericht und kommt auf diesem Weg in die Presse. Keine Personenschäden, und der Sachverhalt ist im übrigen "völlig klar". Wozu noch Fachleute fragen? ;-)
Gruß aus Bremen Ralf
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begin quoting, Ralf Kusmierz schrieb:

<http://maps.google.de/maps?f=q&hl &geocode=&time=&date=&ttype=&q=Lilienthaler+Heerstr.+240+bremen&sllS.112835,8.891444&sspn=0.000298,0.000848&ie=UTF8&llS.112536,8.891072&spn=0.000298,0.000848&t=k&z!&om=1>
<http://maps.google.de/maps?f=q&hl &geocode=&time=&date=&ttype=&q=Lilienthaler+Heerstr.+240+bremen&sllS.112835,8.891444&sspn=0.000298,0.000848&ie=UTF8&t=k&om=1&llS.083008,8.841004&spn=0.000298,0.000848&z!>
Nachtrag: Hier <
http://www.noex.de/Image39O.JPG ist noch ein schönes Bild der verwendeten Fahrleitungskonstruktion (links oben im Bild): Die Querabspannungen stehen mit dem spannungsführenden Fahrdraht gar nicht in elektrischer Verbindung, sondern sind isoliert.
Gruß aus Bremen Ralf
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Auch auf freier Strecke, oder nur da, wo Fußgänger zu erwarten sind (Haltestellen, Fußwege)?
Ralph.
http://www.dk5ras.de /
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begin quoting, "Ralph A. Schmid, dk5ras" schrieb:

So genau weiß ich das nicht. Sowohl die Strecke im Bild am Überseehafen wie auch die Strecke der Linie 4 in Borgfeld, wo der Vorfall passierte, sind relativ neu und haben wohl die gleiche, möglicherweise auch relativ neue, "moderne" Fahrleitungskonstruktion. Freie Strecken ohne Haltestellen und Fußwege sind im übrigen eher selten, weil die Straßenbahnstrecken weitgehend straßenbegleitend verlaufen.
Gruß aus Bremen Ralf
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