Einzeladern in Kabelkanälen

Hallo Leute, selbst im Baumarkt bekommt man inzwischen preisgünstige Kabelkanäle aus Kunststoff mit Schnappdeckel. Darf man in diesen Kanälen
eigentlich auch Einzeladern verlegen, oder muss es doppelt isolierte Leitung wie NYM sein? Und wie sieht es mit Litzen aus? Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Naja, beim Großhändler kosten die weniger, und als Lockvogelangebot hab ich die noch nie beworben gesehen.

Gute Frage, NYA darf auf jeden Fall auch auf Putz in Rohr verlegt werden. Ob ein Kanal dem gleich gestellt ist weiß ich nicht.

Darf man auch fest verlegen, aber mit Steckklemmen wirds unpraktisch.
Gruß Dieter
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Hallo Dieter,

Hmm, letztens hatte hier mal jemand geschrieben, dass Litzen nicht erlaubt seien. Oder vertue ich mich dabei? Wie auch immer, sind denn dann Adernendhuelsen bei Euch vorgeschrieben?
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
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Joerg schrieb:

Wie will er denn Kabel mit Nennquerschitte >10mm² (Litze halt mit stärkeren Einzeladern) einiermaßen sauber verlegen? Verseilte Adern müßen entsprechend verschraubt oder mit Hülsen versehen werden. Selbst beim Potentialausgleich dürfen veseilte Kabeladern nicht verlötet werden. So mein derzeitiger Wissensstand ;-)
-- mfg hdw
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Einzeladern im Kabelkanal ?
Bin ich auch noch nie gefragt worden.
Aber vermutlich schon. Zwar ist der Kanal auch im Handbereich ohne Werkzeug zu öffnen, aber andererseits sind Einzeladern, zB NYA, auch nicht schlechter isoliert als flex. Flachleitungen zum Gerät Anschluß mit 2x0,5 oder 2x0,75. Und das ist ja auch o.k. Und liegt einfach so auf dem Fußboden, anfaßbar und mit Drauftreten.
MfG bastian
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bastian schrieb:
Moin!

Nein, hierzulande sind diese Leitungen doppelt isoliert: üblicherweise sind die Adern/Litzen farbig umhüllt und alle zusammen in eine gemeinsame Umhüllung gepackt. Flachleitungen ähnlich Lautsprecherleitungen sind für 230V nicht zugelassen. Eine Ausnahme sind die Leitungen von Weihnachts-Lichterketten.
Ciao Dschen
--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===
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. >

Ich nehm an, Du meinst mit Lautsprecherleitung das übliche N Y F A Z . Diese Leitung ist ausdrücklich für 230 V zugelassen und zur Verwendung in Leuchten und an Leuchten.... Guck dir mal deine Tisch-und Stehlampen an. Und auch für andere Kleingeräte verwendet.
Und dann hätten wir da noch HO3VH-H zu bieten. Zugelassen bis 300 V. Vorgesehen für leichtere Elektrogeräte mit geringer mechanischer Belastung. Nicht Heiz-und Wärmegeräte.
Guck mal die Zuleitung von deinem -Braun-Trockenrasierer an...
Leitungen mit Flachlitze und zusätzlicher Umhüllung findet man eher bei schutzisolierten Geräten, etwas unbeweglicher-Wendelleitung geht da eher nicht.
MfG bastian
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Aber alle diese Leitungen haben eine doppelte Isolierung.
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Carsten Schmitz schrieb:

NYFAZ soll doppelte Isolierung haben ?
-- mfg hdw
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Nö, diese Litze nicht, aber meine Tisch und Stehlampen / anderen Kleingeräte haben allesamt irgendein H0-Zeugs von Hong-Shui-Fhui Electrics und Co. dran. Ich wüsste jetzt gar nicht, wann ich zuletzt Zwillingslitze an 230V Geräten gesehen hätte. Es dürfte ja eigentlich nur erlaubt sein, wenn die Isolierschicht als "verstärkt" gilt, genau wie bei SK II Geräten. Die müssen ja nicht zwangslaüfig "doppelte Isolierung" haben, "doppelt (dick) isoliert" ist ja auch i.O.
Ich hätte oben den Bezug auf die letzten beiden Sätze klar machen müssen, OK.
Also ich würde Einzeladern im Kanal nicht installieren, wenn jemand das gemacht hat, dann würde ich für eine solche Anlage nicht unterschreiben. Ich machs mir da recht einfach, solange ich keine gutachterlichen Erklärungen abgeben muss, kann ich "in Richtung sicher" frei entscheiden, ob etwas meinen Segen bekommt oder nicht.
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Carsten Schmitz schrieb:

Naja, die Trafoabgänge sehen mir so nach 2 kA aus, und die werden offenbar in daumendicken "Einzeladern" resp. Einzelleitern in den Kanal gelegt. Die geben dann bei guter Belastung in den Stollen den unnachahmlichen PVC-Mief ab ;-)
--
mfg Rolf Bombach

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Klar erkannt, trotzdem wird in den Vorschriften explizit zwischen fester und flexibler Verlegung unterschieden. Und in Kabelkanal der ohne Werkzeug zu öffnen ist dürfen nun einmal keine Aderleitungen verlegt werden, nur Mantel- und Schlauchleitungen. Bei flexiblen Leitern hat man das erwähnte Problem an Klemmen.
sg Ragnar
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Horst-D.Winzler schrieb:

Das ist dann aber mehrdrähtige Leitung, nicht feindrähtige. Mit jeweils geeigneten Klemmen kein Problem. Aderendhülsen in Steckklemmen sind nicht pauschal in Ordnung, die Kombination sollte vom Klemmenhersteller freigegeben sein, ggf mit speziellen Hülsen und Presswerkzeug.

Verlöten *kann* in Ordnung sein, aber niemals verlöten&klemmen.
Gruß Dieter
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wrote:

Was am Tage geklemmt wird, wird am Abend verlötet. :-) Gruss Harald PS: An > 1,5 qmm habe ich nie gedacht, aber zur Ergänzung einer vorhandenen Verdrahtung sieht ein Kabelkanal allemal besser aus als eine Verlegung mit Schellen. Gruss Harald
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Dieter Wiedmann schrieb:

Stichwort Kabelschuhe.
Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen verlötet werden sollen. Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.
-- mfg hdw
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Wer wusste vor ca, 40 Jahren etwas von Presskabelschuhen?
Von 0,5... z.B. 120 mm² wurde alles velötet. Einschließlich Erdkabel.
Erdkabelverbindungen, Löthülsen, Benzin-Lötlampe (vorher Anheizen mit Spiritus), Druck aufbauen, Asbestband wegen Hitzeschutz, Papier-Erdkabel.
Jute-Außenmantel, Stahlband-Bewehrung, lauter Teerzeugs, widerlich.
Wenn man dann auf dem Pb-Mantel war, dann hatte man wieder saubere Hände. Als Reinigungsmittel war Leicht-Benzin und Petrolium (manchmal auch Benzol !!!-- wer wusste damals schon, daß Benzol gefährlich ist? )angesagt.
Im Freileitungsbau ist Löten nicht zulässig! Zugfestigkeit! Dort haben wir Konusverbinder eingestzt (Fa. Pfisterer). Je größer der Zug, je größer wurde die Festigkeit der Verbinder.
Es gab einfach keine andere Möglichkeit. Und es funktioniert noch bis heute!
Wobei wir natürlich auch auf Pressverbinder übergingen. Es hatte ungeheure Vorteile. Zeitmäßig und vor Allem bei Alu!
Rudi
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Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:

Dafür geeignet Hilfsmittel: Flamme, Lederhandschuhe, Lappen. Keine Lappen aus Kunstfaser ;-((

Benzol war ein "Zusatz" im Sprit. Obwohl bei Verwendung von Benzol in Labors galten mW immer schon strenge Vorschriften. Aber Tankstellen gelten ja nicht als Labor ;.)

Oft immernoch sehr Zuverlässig.

Bei Al sowieso. Obwohl, Al Lötverbindungen gabs auch. Hat aber keiner gern gemacht ;-)
-- mfg hdw
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Horst-D.Winzler schrieb:

Hallo,
na ja, die Litze oder die verseilten Adern sind halt dort wo sie aus dem Kabelschuh herauskommen ziemlich brüchig wenn sie dort mit Zinn getränkt sind, sogar wohl brüchiger als Volldraht aus reinem Kupfer des gleichen Querschnitts. Als man früher in der Bronzezeit das weiche Kupfer mit dem weichen Zinn legiert hat dann doch nur weil die Legierung Bronze härter war als die Ausgangsmaterialien. Die härtere Legierung ist zwar besser für Schneidwerkzeuge, bricht aber leider auch leichter.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Bei flexiblen Kabeln muß immer auf eine ausreichende Zugentlastung geachtet werden. Egal ob gelötet oder anders verbunden.

Im Grenzbereich Cu/Sn dürfte tatsächlich Bronze entstehen. Ob die mächtig genug ist, Einfluß auf die Festigkeit auszuüben, keine Ahnung.
Mich stört nur, wenn explizit Quetschverbindung verlangt wird, keiner aber den Sinn erklären kann. Schlimmer noch, mit eindeutig falschen Argumenten gearbeitet wird. Man möchte einige "Entscheider" liebend gern mal wieder auf die Schulbank schicken können ;-)
Siehe Weiterbildung in deutschen Unternehmen. Wird - leider - fast nur von Mitgliedern der Geschäftsleitungen wahrgenommen ;-(
-- mfg hdw
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wrote:

Eine richtig ausgeführte Crimpverbindung hat eben eine wesentlich höhere Zugfestigkeit und höhere Zuverlässigkeit als eine Lötverbindung. Verlöten ist eben nur die zweitbeste Lösung. Die hohe Zugfestigkeit einer Crimpverbindung kann man gut erkennen, wenn man versucht, die Litze aus dem Kabelschuh zu ziehen. Dabei wird typisch die Litze in einiger Entfernung vom Kabelschuh reissen. Gruss Harald PS: Mir ist allerdings nicht klar, was dieses Thema mit Kabelkanälen zu tun hat. Ich hatte da eher an Kanäle mit 1..5 qcm Querschnitt zur Er- gänzung von Installationen im Wohnbereich gedacht.
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