Drehzahlschwankungen eines Gleichstromgenerators unter Last

Apr 30, 2004 11 Replies

Hallo,



ich weiß nicht genau, ob ich mit meiner Frage hier richtig bin, aber vielleicht kennt sich ja jemand mit Generatoren aus. Wir haben einen mit Dampf betriebenen Gleichstrom-Nebenschluß-Turbogenerator, dessen Drehzahl über einen Fliehkraftregler gesteuert wird. Ohne Last dreht der Generator einwandfrei auf seine Solldrehzahl und regelt dann ab. Unter Last (Beleuchtung, Funkgerät) funktioniert das auch. Nun sollte auch noch eine Sicherheitselektronik angeschlossen werden, die nur geringe Spannungsschwankungen verträgt, weshalb eine Pufferbatterie zwischengeschaltet werden sollte. Seitdem diese Pufferbatterie in den Stromkreis geschaltet ist (mit Laderegler), "sägt" der Generator, d.h. die Drehzahl schankt rhythmisch extrem zwischen schnell und langsam. Woran kann das liegen? Entnimmt die Ladeelektronik zuviel Strom, so daß die Drehzahl in die Knie geht? Entnimmt die Elektronik wechselhaft mal viel und mal wenig Strom?



Wäre toll, wenn jemand Gedankenanstöße geben könnte. Viele Grüße Eike



Hallo Eike,

ich habe zwar keinen Dampf-Generator, aber an meinem Stromaggregat mit Benzinmotor hatte ich auch mal das gleiche Problem. Die Fliehkraftregelung "pumpte" unter Last. Ich habe dann an der Fliehkraftregelung die dort angebrachte Feder ein Loch weiter eingehängt. Danach blieb die Drehzahl recht konstant und habe seither keine Probleme mehr damit.

Gunther

Eike Snoyek schrieb:

"Gunther Diehl" schrieb im Newsbeitrag news:c6vmga$q3u$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Moin Gunther,

hat sich damit dann auch die Drehzahl des Aggregats erhöht? Müßte ja eigentlich, da der Fliehkraftregler dann später abregelt?

Viele Grüße Eike

Eike Snoyek schrieb:

Den Ladestrom könntest du ja mal messen, aber ich glaube ehr nicht, dass es daran liegt. Richtig gute Laderegler messen die Akkuspannung in stromlosen Zustand, dazu unterbrechen sie den Ladestrom periodisch, durch zufällige Resonanz kann das den Fliehkraftregler ducheinander bringen.

Gruß Dieter

Die Ladeelektronik der Pufferbatterien enthalten (in der Regel) Schaltnetzteile. Dazu wird die Eingangsspannung zuerst gleichgerichtet. Denkbar wäre, das durch den Ledeelko die mech. Regelstrecke etwas außer Takt gerät. Sieht fast so aus. Schleif mal probehalber einen Widerstand von etwa 5-10 Ohm in den primären Ladeelektronikkreis. Wenn das hilft, könnte R auch vermindert werden. Ev auch durch ein L ersetzt werden. Eben mal probieren.

Hallo

Wie wird die Spannung des Generator's geregelt? nur über den fliehkraftschalter oder gibt es eine Regelelektronik?

Ich habe schon erlabt, das sich die elektronik und die des angeschlossenen Gerätes gegenseitig in ein Art Schwingkreis regelten, Ständig schwankende Spannung und Stromm, sieht lustig aus auf dem KO.

Wirklich abhilfe hat eigentlich nur ein Trenntrafo gebracht.

Gruss Walter Truetsch

"Walter Truetsch" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Zum einen über die Drehzahl (also im Endeffekt den Fliehkraftregler), die auf 3750 Upm eingestellt ist sowie über die Errgegung der Nebenschlußspule. Wenn die Drehzahl stimmt, wird über einen regelbaren Widerstand die Erregung der Nebenschlußspule so justiert, daß der Generator ohne Last 25V= liefert. Weitere Elektronik ist da nicht drin - alles ganz simple, robuste Technik.

Viele Grüße Eike

"horst-d.winzler" schrieb im Newsbeitrag news:c70f9v$nhi$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Hallo Horst-Dieter,

danke für den Tip, werd´s ausprobieren und hier über Erfolg oder Mißerfolg berichte.

Gruß Eike

Eike Snoyek verlautbarte zum Themenkomplex Re: Drehzahlschwankungen eines Gleichstromgenerators unter Last:

Ist ein verstellbarer Widerstand gemeint, oder regelt der sich nachher irgendwie?

Michael Kauffmann

"Michael Kauffmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@koben.DE...

Fliehkraftregler),

regelbaren

Ja, ein verstellbarer Widerstand, dessen Klemmen nach der Justierung mit Schrauben fixiert werden. Weitere Regelelektronik ist nicht vorhanden.

Gruß Eike

Hab grad gesehen, das es sich um 25V handelt. Widerstände sind da etwas unbrauchbar. Das eigentliche Problem dürfte der Spitzenstrom der Ladeelektronik sein. Denn der kann durch den kleinen Stromflußwinkel wesentlich höher sein. Es ist nicht unüblich in solchen Fällen für den Generator die doppelte Leistung des elektronischen Abnehmers zu veranschlagen. Bei alten Großsendern hat man eine Drossel vor den Ladeelko geschaltet. Die hatte aber viel Eisen. Die zu konzipieren ist nicht trivial. Fällt also für dich aus. Schreib mal etwas über die Leistungen von Generator und Verbraucher.

Eike Snoyek schrieb:

Was für ein Laderegler? Für Solaranlagen?

Weiterhin irritiert: Mit 25Vdc kann man keine 24V Batterie laden. Der Laderegler müßte also ein Hochsetzsteller sein. Kann man sowas kaufen?

Gruß

Uwe

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