einfacher Oeffner gesucht

Oct 12, 2005 58 Replies

Hallo, Tilmann,

Du (tilmannreh) meintest am 14.10.05:

Doch - das ist die übliche Annahme. Eigentlich wird (meistens ...) nur der Pegel von DCD geprüft (mit dem von DSR und/oder DTR verglichen).

Und an der Beschaltung der COM-Schnittstelle will ich nichts ändern - sind nicht meine Rechner.

Um ein weiteres (mögliches) Problem einzubringen: ich habe eben mal gemessen (Rechner: Compaq 2000, DVM): wenn der Relaiskontakt offen ist, liegen -3V an den Anschlüssen.

Könnte also sein, dass die Spannung im "offen"-Zustand mehr als ungewiss ist und u.a. vom jeweiligen IC abhängt. Entsprechend der Restbeschaltung meines Adapters wird sie über einen 10k-Pullup- Widerstand von DSR gespeist, und DSR hat bei diesem Rechner -9V ("high").

Bei diesem Rechner reichen also -3V aus, um als Pegelwechsel gegenüber

0V ("low") erkannt zu werden.

Das berührt am ehesten die Variante, einen Teil der Auswertung "Spannung ist weg" auf die Rechnerseite zu verlegen: die müsste dann ja vom Rechner gespeist werden.

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Wolfgang,

Du (nichtfuerspam) meintest am 14.10.05:

Für den Betrieb einer USV gibt es unter Linux einige (fertige) Software-Pakete. Bei "dummen" USVs werden Pegel abgefragt. Und Du solltest wissen, wie "Pegel" bei seriellen Schnittstellen definiert sind (in der Theorie und in der Praxis).

Viele Grüße! Helmut

Hallo Tilmann Reh,

Das tut die verwendete Software implizit indem sie den Ruhezustand der Eingänge in dieser Weise interpretiert. Auf die Reproduzierbarkeit dieser Ruhezustände verlassen sich alle Programme, sonst wäre ein ungestörter Betrieb mit offenen Schnittstellen gar nicht möglich. Meine Frage war, was die Innenschaltung eines nicht angesteckten Steckers mit diesem Zustand zu tun haben soll.

Siegfried

Siegfried Schmidt schrieb:

Bei einer offenen COM gibt es definitiv keine eindeutigen Pegel! Zumindest darf man sich nie drauf verlassen. Es mag wohl einige Implementationen geben, die die Pegel irgendwie auf 1 oder 0 "ziehen". Verlässlich ist das aber nach Norm nicht!

Diese verlangt größer + 3 Volt oder kleiner -3 Volt am Eingang. Dazwischen ist Niemandsland. Und bei offen Anschluss liegt die Spannung meist bei 0 Volt. Also in der verbotenen und undefinierten Zone.

Gruss Wolfgang

Helmut Hullen schrieb:

Da bin ich skeptisch. Alle mir bekannten RS-232 Empfänger haben eine positive Spannungsschwelle und erkennen damit auch bei 0V am Eingang zuverlässig "high". Dann ist aber -3V nicht von -9V unterscheidbar (ebenfalls alles "high"). Irgendwo in Deinem System muß es auch mal eine positive Spannung bzw. einen positiven Pegel geben...

Wie/womit hast Du diese Spannungen denn gemessen? Könnte es sein, daß das gar keine Gleichspannungen sind, sondern die abfragende Software gezielt Signale auf DSR ausgibt und prüft, ob genau diese auch an DCD wieder ankommen? (--> prüfe das mit Oszilloskop nach.)

(Und immer noch erscheint die Relais-Lösung als die einfachste und vermutlich universellste, insbesondere wenn darauf die abfragende Software ausgelegt ist und Du über die Signale nicht genug weißt...)

Hallo Helmut,

Das ist völlig normal, eine typischer Eingang hat eine Terminierung von

5kOhm nach Gnd. Damit bleiben von -9V über 10k nicht mehr als -3V übrig.

Das ist allerding Zufall, -3V ist eine Schaltschwelle.

Für sichere Funktion sind deine Pullups zu viel groß.

Der Pegel an DSR wird doch durch obiges nicht beeinflußt.

Siegfried

Hallo Gerber,

Quark. RTS, SRTS, DTE und DCE sind auch für offene Leitung definiert.

Siegfried

Siegfried Schmidt schrieb:

Du hast recht, ich hatte mich da etwas seltsam ausgedrückt.

Mir ging es darum: Die Anschaltung sollte so ausgelegt sein, daß sie trotz Verwendung eines Schließers richtig funktioniert (d.h. den gewünschten Schaltsinn hat). Was auf den Zustand bei abgezogenem Stecker (natürlich) keinen Einfluß hat.

Hallo, Tilmann,

Du (tilmannreh) meintest am 14.10.05:

Doch ... ja ... Das sah mal viel einfacher und überschaubarer aus. Insbesondere werde ich die Schaltung erst mal nicht an meinen Laptops testen - die ICs für die serielle Schnittstelle sind so schlecht zu ersetzen.

Viele Grüße! Helmut

Hallo, Siegfried,

Du (usenet-56) meintest am 14.10.05:

Danke, für beide Teil-Informationen. Dann sollte also 4,7 kOhm reichen. Belastet schlimmstenfalls mit 2 mA.

Hast Du auch leidlich zuverlässige Informationen über die Daten bei Laptops (wenn sie denn überhaupt noch eine serielle Schnittstelle haben)? Die würde ich ungern schlachten.

Viele Grüße! Helmut

Helmut Hullen spoke thusly:

Schrub ich doch: IP20. "Fingersicher". Der Schutz vor spitzen Gegenständen wird aufwendiger...

Der wird wohl auch nicht anders aussehen.

Tschüs,

Sebastian

Siegfried Schmidt schrieb:

Dann frage ich dich wieso ich dutzende Fälle in der Praxis hatte wo genau das Problem "offene Eingänge" zu Störungen geführt hat. Nachgewiesenermassen! Oft hat gereicht einen Metalldeckel auf den Port zu stecken und die Störungen waren weg.

Was glaubst du warum bei Steuer- und Messgeräten in professionellen oder industriellem Umfeld oft solche Metallabdeckungen vorhanden sind? Weil die Hersteller zu viel Blech haben?

Und was glaubst du warum in unzähligen Applikationen ausdrücklich darauf hingeweisen wird, daß man offene Eingänge tunlichts meiden soll?

Oder warum professionlle Null-Modemlösungen meist alle Eingänge, auch die unbenötigten, auf _beiden_ Seiten auf feste Signale legen? Aus Spaß am Löten?

Es ist zwar richtig, daß in vielen Fällen keine Störungen auftreten. Man sollte aber trotzdem solche Fehlerquellen ausschliessen. Und dazu gehört ein eindeutiges Signal an jedem Eingang.

Und das liegt laut eindeutiger Norm ausserhalb der +/- 3 Volt Grenze und nicht bei 0 Volt oder "offen".

Da niemand oder selten jemand weiss wie es im Gerät beschaltet ist oder wie sich der Einganschip tatsächlich bei offenen Pins verhält empfiehlt sich also dringend immer alle Eingänge eindeutig zu versorgen.

Gruss Wolfgang

Hallo, Sebastian,

Du (sebastian.suchanek) meintest am 14.10.05:

Schau Dir mal den Relaissockel bei

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Könnte sein, dass der hinreichend sicher ist. Aber noch fehlt mir das abgrundtiefe Vertrauen. Solange nur Lehrer damit umgehen, lässt sich der Schaden ja vielleicht verschmerzen. Aber an etlichen Schulen dürfen auch Schüler den Server betreuen.

Viele Grüße! Helmut

Helmut Hullen schrieb:

Dann nimm doch einfach ein Steckergehäuse (z.B. Reichelt SSG 200 SK), setz Dein 230V-Relais da rein und gut is. Wer sagt denn, daß alles freifliegend sein muß?

Wer das Gehäuse dann aufschraubt ist selbst schuld...

Hallo, Tilmann,

Du (tilmannreh) meintest am 14.10.05:

Ein solches Steckergehäuse habe ich hier auch noch herumliegen. Das zu benutzen erfordert für einen Laien:

2 Kabel besorgen, abisolieren, "irgendwie" auf der einen Seite mit dem Relaissockel (das geht noch) und auf der anderen Seite mit dem Anschluss im Steckergehäuse zu verbinden. Und im Steckergehäuse findet er (als wesentliche Bauteile) ein Schraubgewinde und eine Mutter.

Das geht in mehrfacher Hinsicht katastrophal schief. Beginnend mit der Auswahl der Kabel/Leitungen/Litzen/Drähte. Endend mit der Aufspleisssicherheit. Bindedraht für Blumen ist auch ein Leiter ...

Das sind keine Elektrofachkräfte mit mindestens 2 Lehrjahren Trimmkurs, sondern engagierte Laien, die sich zu viel zutrauen.

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Sicherheitshalber: ich schätze Deine Anregungen sehr. Wenn Du etwas anregst, was ich schon erprobt habe, dann ehrt mich das. Und wenn etwas dabei ist, was ich noch nicht erprobt habe, dann freut mich das.

Viele Grüße! Helmut

Hallo Helmut,

Verläßlich ist eigentlich nur das Ersatzschaltbild eines EIA232 Norm- Eingangs (

Hallo, Siegfried,

Du (usenet-56) meintest am 14.10.05:

Ok - dann kann ich (etwas forsch) mit dem von Dir schon erwähnten internen Widerstand von etwa 4k7 rechnen. Und wenn ich dann aussen auch mit 4k7 arbeite, dann sollte ich (meistens) bei U/2 landen und damit (meistens) den Schwellwert von +/- 3V sicher überschreiten.

Danke schön!

Viele Grüße! Helmut

Helmut Hullen schrieb:

Irgendwie werde ich aus dem Gesamtproblem nicht mehr ganz schlau: Einerseits möchtest Du keine Fertigteile verwenden (siehe Steckernetzteil), andererseits hast Du Sorge wegen der Laien, die sich beim Selbstzusammenbasteln vermutlich gefährden (und anschließend andere).

Ich sehe da nur zwei Lösungsmöglichkeiten: Entweder Du bleibst beim Steckernetzteil mit 12V-Relais (dann hat keiner der Bastler irgendwas mit Netzspannung zu tun), oder Du gibst den Leuten die *fertig aufgebaute* Lösung mit 230V-Relais im Steckergehäuse.

Du kannst nicht Laien an 230V rumbasteln lassen und gleichzeitig für deren Sicherheit sorgen. Egal mit welchen Komponenten.

Hallo, Tilmann,

Du (tilmannreh) meintest am 15.10.05:

Sorry - ich möchte weitgehend Fertigteile verwenden. Ich möchte nur so wenige Teile wie irgend möglich verwenden (schon damit wenig zu schrauben/löten/xxx ist). Deshalb benutze ich bei der Relais-Lösung ja auch einen Sockel und keine Platine.

Und "fertig aufgebaut" müssten die Leute machen - das ist keine neue Geschäftsidee für mich. Solange also ein Relais angesteuert wird, bleibt es demnach wohl beim Steckernetzteil.

Aber vielleicht gibt es ja andere (ähnlich sichere) Verfahren, "Spannung ist weg" in "die Verbindung zwischen zwei Pins wird niederohmig" umzusetzen.

Mit den Angaben von Siegfried Schmidt:

"Spannung ist da" müsste in R > 20 kOhm umgesetzt werden, "Spannung ist weg" in R < 1 kOhm (oder kleiner)

Gibt es z.B. Kaltleiter mit entsprechendem Verhalten (erwärmt z.B. durch eine 15-W-Glühbirne)? Oder einen passend erwärmten Bimetall-Schalter?

Umsetzung von "Spannung ist da" in Wärme dürfte am einfachsten zu realisieren sein.

Die meisten Auswerteschaltungen prüfen den Zustand nur so etwa alle 3 Sekunden, die Anlage darf also träge sein.

Viele Grüße! Helmut

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