Elektroherd Kabelverlegung.

May 22, 2006 12 Replies

Sorry, ich weis, schon wieder. Dank der Newsgruppe bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein 5 - adriges Kabel mit 2,5 2mm Querschnitt wohl das Richtige ist. Wie ich durch die beidseitig teilweise gefließten Wände komme, habe ich von euch auch gesagt bekommen. (durch Luftschacht) Dafür allen Dank. Noch 2 Fragen bleiben. Der Weg des Kabels führt von der Küche durch das Bad in ein Kämmerchen, an dessen Außenwand der Sicherungskasten sitzt. Die Räume liegen also hintereinander. ( insgesamt ca. 7 Meter )



1.Darf ich das Kabel in der Küche entlang der Fußleiste legen, dann durch die Wand und unter der Badewanne in das Kämmerchen weiter lose an den Ecken entlang zum Sicherungskasten führen?
  1. Besteht dort immer die Möglichkeit, die üblichen drei Sicherungen für den Drehstromanschluss anzuschließen? (von außen gesehen ist Platz genug, aber wie ist das mit den Verkabelungsmöglichkeiten?)

Gruß und Dank Norbert



Norbert Beckmann schrieb:

Auf Putz ohne weiteres.

Auch kein Problem.

Nix da, das ist Bereich 1, da darf ausser einer Zuleitung für Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher nichts mit Niederspannung (oder mehr) sein.

Das wieder problemlos.

Gibts denn überhaupt Drehstrom in deiner Bude? Schau wenigstens mal auf deinen Zähler.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

Hallo. Genau das ist die Frage und ich glaube, es sieht böse aus.

Type E72 C

230 V 10(40)A 50 Hz

20,14

79.01

Traurig ? Oder?

Gruß Norbert

Norbert Beckmann schrieb:

Eben, das ist ein Wechselstromzähler, und dazu noch für ehr mäßige Maximallast.

Gruß Dieter

Dann sollte man das Anschlie=DFen dieses Kochfeldes/Backofens an diesen nur f=FCr m=E4=DFige Lasten ausgelegten Instalationsbereich wohl lieber lassen. Den Hinweis von Dieter auf das Verbot unterhalb der Wanne das Kabel zu verlegen unbedingt beachten.

hth, Andreas

Andreas Tekman schrieb:

Hallo, können wir leider nicht, es sei denn, wir wollten auf das Kochen überhaupt verzichten. Wir müssen halt darauf achten, nicht alles gleichzeitig anzuschalten. Ist nicht schön, aber eine ähnliche Situation haben wir bisher ja schon und alle Mitbewohner ebenfalls.

Aua, dass ist jetzt gemein. Ich hatte gerade so eine feine Idee mit einem Feuchtraumkabel. Eine vorhandene 16 A - Leitung könnte ich nämlich dazu prima benutzen. Jetzt hast Du mich zusätzlich eingeschüchtert. :-(

Gruß Norbert

Es ist weder gemein noch habe ich Dich eingesch=FCchtert, sondern es ist schlicht der Hinweis auf gegebene und durchaus sinnvolle Vorschriften.

Zum anderen Punkt: Wenn Du unbedingt an diesen nur f=FCr m=E4=DFige Lasten ausgelegten Installationsbereich einen derart leistungsstarken Verbraucher anschlie=DFen willst, ist ein sogenanntes Lastabwurfrelais eine denkbare L=F6sung. Google mal danach oder frage den Elektriker Deines Vertrauens.

hth, Andreas

und wenn er es im Rohr verlegt?

Ernst

Andreas Tekman schrieb:

Hallo. Mit den Ausdrücken "gemein und eingeschüchtert" war nichts irgendwie Negatives gemeint. Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Das mit dem Lastabwurfrelais werde ich mir auf jeden Fall näher ansehen.

Gruß Norbert

Ernst Keller schrieb:

Hallo.

Das mit dem Rohr hatte ich mir natürlich auch überlegt, aber das ist wohl alles trotzdem verboten.

Gruß Norbert

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Norbert Beckmann schrieb:

Eigentlich ist das doch eine ziemlich blödsinnige Vorschrift, nicht? Erstens habe ich schon genügend Mikro-"Naßzellen" gesehen, in denen es bei Einhaltung der Vorschrift weder Beleuchtung noch Rasierersteckdose hätte geben können (welche Gefährdung soll denn bitte von einer Niederspannungs-PVC-Mantelleitung überhaupt ausgehen?), zum anderen muß mir mal jemand erläutern, was denn nun daran so schlimm sein soll, wenn in einem soliden, geerdeten Stahlrohr eine elektrische Leitung steckt. Was unterscheidet eigentlich ein Bad von einer Küche oder einem Hausarbeitsraum (vulgo Waschküche)? Daß sich darin Personen aufhalten, die unbekleidet und feucht sind? Daß sind sie im Schlafzimmer auch, gelegentlich.

Das war doch vielleicht mal sinnvoll, als Stegleitungen in TN-C-Systemen unter Putz gelegt und dort fröhlich hineingenagelt wurde, aber in modernen Betonbauten mit zeitgemäßer Installation ist das einfach anachronistisch. Stattdessen sollte dem Nutzer ein Verlegeplan zur Verfügung gestellt werden, dann weiß er, wo er nicht reinbohren darf, und fertig.

Gruß aus Bremen Ralf

Ernst Keller schrieb:

Mit 6cm Wandstärke, dann ists o.k., darf auch aus Gasbeton sein.:-)

Gruß Dieter

Im Prinzip ja. Küchen sind kaum weniger Naßbereich als ein Bad oder gar Klo, und gespickt mit Steckdosen und heftigen Stromverbrauchern - und da ist noch nicht einmal ein RCD (FI) vorgeschieben und sogar eine mittlere Installationszone quer im (nicht gerade trockenen) Arbeitsbereich erlaubt. Andererseits ist der elektrische Todesdrang selbst besser unterrichteter Verbraucher nicht zu unterschätzen, ich habe schon einen Fernseher notdürftig auf der Badewannenkante eines Dipl.Ing. balanciert gesehen...

Beleuchtung geht immer, im Extremfall selbst in der Dusche, per Schutzkleinspannung. Rasierersteckdose ist ein größeres Problem - es gibt Bäder, in denen kein Fleckchen Wand weiter als 60cm von der Badewanne entfernt ist. Und da greift die VDE ins Leere - auch in so einem Minibad wäre eine Rasierersteckdose RCD-gesichert auf 1,80m Höhe im Spiegelschrank bei weitem sicherer als die am Boden des Bades liegende Dreifachsteckdose, die sich über kurz oder lang dort einstellen wird, wenn vorschriftsmäßig keine Steckdose im Bad selbst installiert wurde.

Scheren, bohren, quetschen, schneiden. Daß Leitungen dort mindestens 6cm unter Putz zu verlegen sind, ist nicht verkehrt.

Es würde ja schon reichen, wenn die Installationszonen mal im Schulunterricht angesprochen würden...

Gruß Sevo

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