Energieeffizienz von elektr. Wärmeerzeugern

Wenn ich elektrische Heizgeräte miteinander vergleiche, E-Herd,
Wasserkocher, D-Erhitzer, Heizgebläse, usw. meine ich durchaus Unterschiede
bei neuen und älteren Geräten ausmachen zu können, was den Wirkungsgrad
betrifft (rein Gefühlsmäßig). Selbiges trifft z.B. auch auf verkalkte
Geräte zu, deren Wicklungen direkt im Wasser liegen.
Nun ist es aber doch eigentlich so, dass Energie nicht vernichtet werden
kann, was bedeuten würde, dass die gesamte elektrische Energie die dem Netz
entnommen wird, auch (z.B. beim Wassererwärmer) in das Medium abgegeben
wird.
Wer kann mir erklären, ob Heizgeräte überhaupt einen anderen Wirkungsgrad
als 100% haben können, wenn von ihnen keine anderen Energieformen
(Bewegung, Licht, usw.) erzeugt werden.
Die Umgebung des Energieerzeugers (Isolierung eines E-Herdes, zusätzliche
Massen die erwärmt werden, usw. beeinflussen natürlich das Ergebnis,
sollten aber hier nicht betrachtet werde, es geht mir um das grundsätzliche
Prinzip.
Hoffe die Frage passt hierher (bin kein Ing)
Gruß
Klaus
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Klaus Schwarzkamp
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Hallo, Klaus,
Du (kschwarzk) meintest am 11.01.09:
Da landet nicht zwangsläufig alles "im Medium", also hier im aufzuheizenden Wasser.
Weil irgendein Teil nicht "im Medium" landet, sondern das Zimmer heizt.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Am 11 Jan 2009 10:25:00 +0100 schrieb Helmut Hullen:
Das ist mir schon klar, daher wollte ich dies auch nicht berücksichtigen
"Die Umgebung des Energieerzeugers (Isolierung eines E-Herdes, zusätzliche Massen die erwärmt werden, usw. beeinflussen natürlich das Ergebnis, sollten aber hier nicht betrachtet werde, es geht mir um das grundsätzliche Prinzip"
sondern einfach nur wissen, ob es mehr oder weniger effizientere "Heizwicklungen" gibt (überhaupt geben kann), oder ob es physikalisch einfach nur egal ist, d.h. die Energie die aus dem Netz entnommen wird, wird auch zu Wärme.
Praktisch wäre es demnach sinnlos betimmte Heizgeräte zu erneuern um Energie zu sparen, z.B. einen Heizlüfter, oder einen hydraulischen Durchlauferhizer (wenn der neue wieder hydraulisch arbeitet)
Gruß und Danke Klaus
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Klaus Schwarzkamp
Das stimmt, jede Energieform wird früher oder später in Wärme umgewandelt. Deshalb nennt man Wräme auch die niederwertigste Energieform, aus ihr kann von alleine nichts anderes mehr werden.
Wenn du also deine Heizwendel mit Wirkungsgrad = Abgegebene Wärme / Aufgenommene Energie berechnest ist der immer 1. Aber man rechnet Heizgeräte halt eher in dem Sinne ob die Wärme auch da ankommt wo sie hinsoll und das ist z.b. beim Vergleich "Wasser auf dem Herd heiß machen" und "Wasser im Wasserkocher erhizen" so dass der Wasserkocher da den höheren Wirkungsgrad hat.
LG Andy
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Andreas Erber
Klaus Schwarzkamp schrieb:
Wie andere schon schrieben, entscheidet die Konstruktion, wie viel von der Wärme da hingelangt, wo du sie haben willst. Ein verkalkter Wassererwärmer verbraucht z.B. unnötig Energie, um zusätzlich den Kalk zu erwärmen.
Bei alten Geräten die Sicherheit nicht vergessen! Ein völlig verstaubter, verdreckter Heizlüfter z.B. möchte ich nicht mehr in Betrieb nehmen wollen.
Felix
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Felix Holdener
Klaus Schwarzkamp schrieb:
Sie können sogar deutlich über 100% haben, wenn sie an anderer Stelle kühlen: Siehe Wärmepumpe.
Markus
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Markus Schaub
Felix Holdener schrieb:
Nun, die Wärmekapazität von einem Gramm Kalk dürfte da nicht messbar sein. Und der Effekt wäre allenfalls bei Wasserkochern vorhanden, nicht in Heisswasserspeichern.
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Rolf_Bombach
Klaus Schwarzkamp schrieb:
Wie gut die Wärme im Medium landet, ist durchaus unterschiedlich. Ein schlecht isolierter Wasserkocher mit 200W Heizleistung wird das Wasser nie zum sieden bringen und letztendlich nur den Raum heizen ;-) ("Reisegerät", notfallmässig an 110V). Ebenso ist das Abschalten der Wasserkocher unterschiedlich, manche schalten recht schnell ab, andere warten da noch eine Minute und pusten Dampf durch die Gegend. Tests haben ja gezeigt, dass unterschiedliche Wasserkocher deutlich unterschiedlich viel Energie für einen Aufheizvorgang benötigen.
Bei Heizlüftern könnte ich mir eine unterschiedliche Wärmewirkung schon vorstellen. Ein Heizlüfter ganz ohne Heizung, Ventilator sozusagen, hat möglicherweise eine Kühlwirkung, da mehr warme Raumluft an die kälteren Wände gepustet wird, kalter Winter mal angenommen, aus aktuellem Anlass ;-].
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Rolf_Bombach
Hallo, Felix,
Du (tomail) meintest am 11.01.09:
"unnötig"? Die Wärme-Übertragung wird faktisch nur verzögert. Nicht umgelenkt.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Verzögert wohl nicht. Der Kalk bildet eine Isolationsschicht auf der Heizwendel, wodurch diese im Inneren heißer wird, was zu größeren Wärmeverlusten über die Halterung/Gehäuse etc. führt.
Gleichzeitig wird damit die Zeit vergrößert, bis das Wasser kocht, was zum zweiten Effekt führt:
So macht es auch einen Unterschied, ob man einen 1000W oder einen 2000W Tauchsieder verwendet. Der kleinere Tauchsieder benötigt mehr Zeit, bis das Wasser kocht. Dadurch hat die Wärme quasi mehr Zeit, zu entweichen. Das hat größere Verluste zur Folge.
Im Ergebnis hat ein 2000W Tauchsieder/Wasserkocher bei gleicher Wassermenge dann prinzipiell einen besseren Wirkungsgrad als ein 1000W Tauchsieder/Wasserkocher.
Immer vorausgesetzt, dass wenn man den Wirkungsgrad als Verhältnis von Nutzen zu Aufwand definiert und der Nutzen das heiße Wasser, nicht aber die erwärmte Umgebung, ist.
Gruß
Stefan DF9BI
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Stefan
Stefan schrieb:
Wenige Sekunden nach dem Einstecken beginnt der Tauchsieder, das Wasser zu kochen, es dauert allerdings länger, bis das Wasser siedet.
*duck*
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Rolf_Bombach
Le Sun, 11 Jan 2009 18:41:08 +0100, Rolf_Bombach a écrit :
Jaja. Ich koche vor Wut. Das bringt mich zum Kochen. So was von hartgesotten. ;)
Willst Du die Spaghetti in 8 Minuten al dente kochen, genügt es nicht, diese bei 67°C einzuweichen, s'Wasser muäs chochä! DE-FR : kochen - bouillir, ... DE-EN : kochen - to boil, ...
usw.
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Laurianne Gardeux
Hallo,
Klaus Schwarzkamp schrieb:
die Unterschiede können neben den bereits gegebenen Erklärungen auch davon kommen, daß das alte Gerät weniger elektrische Energie umsetzt als draufsteht und im Neuzustand tatsächlich umgesetzt wurde.
Beispiele am Heizgebläse / Fön:
Das Gerät habe vier parallel geschaltete Heizwendel und im Neuzustand eine Leistungsaufnahme von 1000W. Beim alten Gerät ist eine Heizwendel durchgebrannt, es gibt weniger Wärme ab, nimmt aber auch nur noch 750W auf.
Ebenso kann der Heizdraht altern und dabei seinen Widerstand erhöhen, auch das führt zu reduzierter Wärmeabgabe und gleichzeitig reduzierter Leistungsaufnahme.
Ist das Gerät massiv verstaubt und /
oder das Gebläse hat alterungsbedingt zu wenig Leistung kann es zu einem Wärmestau kommen. Der (hoffentlich vorhandene) Schutzschalter schaltet die Heizwendel immer wieder vorübergehend ab wodurch die mittlere Wärmeabgabe und Leistungsaufnahme reduziert werden.
Gruß, Wolfgang
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Wolfgang Ottenweller
Nachdem hier nun so =FCbergr=FCndlich =FCber div. Heizungs-Verluste/ Abstrahlungen usw geschrieben wird, k=F6nnt man auch mal kritsch =FCber das so weithin billige Gaskochen reden....
Da werden immer so Milchm=E4dchen-Rechnung mit dem Vergleich von -wieviel W=E4rme ist in einer Stromeinheit und einer Gaseinheit drin- aufgestellt und danach ist Gas sooviel billiger.
In der Tat ist es aber sehr anders. Beim Stromkochen geht seitlich klein bischen vom Rand der Platte, meist 4-8mm verloren und heizt nur die K=FCche. L=E4cherlich wenig, zumal die Herdplatten genau deswegen ganz au=DFen keine Heizdr=E4hte haben.
Beim Gas ist die h=F6chste Temperatur aber au=DFen in den Flammenspitzen. Und innen drin, so die ersten 6-8cm ist fast nix...
Wenn dann ne intell. K=F6chin auch Flammkreis 20cm nen Topf setzt mit 15 cm, sind um die 70 % der W=E4rme in der K=FCche. Im Winter nicht so schlimm....
Aber auch ein Topf von 20 cm und Flammenkreis von 15cm ist nicht so viel besser. TH-Untersuchungen kamen da auf um die 50% . Wer 20cm auf Flamme 10cm cm setzt - aber wer macht das schon. Aber selbst dann verschinden 30-40 %....
Abhilfe w=E4re, ein nach unten =FCberseh. Topfrand (ev mit kl. L=F6chern) gibts aber nicht. Oder ein Topfboden mit sowas wie K=FChlrippen zur Fl=E4chenvergr=F6=DFerung= . Gibts auch nicht und w=E4re zu teuer.
Beim Gaskochen mal 1/4 m =FCber dem Topf mal die Hand hinundher bewegen. Sp=FCrt man, was da in die K=FCche an W=E4rme abgeht.
Der Verlust =FCber die Topfausseite ist bei Strom und Gas gleich.
MfG bastian
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bastian
Wolfgang Ottenweller schrieb:
Stimmt. Bei verkalkten Wasserheizelementen wird die Heizwendel wärmer als eine saubere Heizwendel, der elektrische Widerstand steigt und die umgesetzte Leistung geht zurück.
Zur generellen Frage: Bei den meisten der og. Geräten werden geschätzte 98% bis 99,9999% in Wärme umgesetzt, der Rest wird zunächst zu elektrischen Feldern, Magnetfeldern, Luftbewegung oder Schall umgesetzt.
O.J.
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Ole Jansen
Ich glaube eher das die Wärme schlechter abgeführt werden kann, weshalb sich die Heizwendel höher erhitzt als geplant und somit einen höheren Widerstand hat, was dazu führt das weniger Strom fließt und insgesamt weniger Leistung umgesetzt wird.
LG Andy
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Andreas Erber
Das macht die Köchin nur einmal, dann schmelzen ihr nämlich die Griffe der Töpfe ab. Das merkt sich die.
LG Andy
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Andreas Erber
bastian schrieb:
Fein dass noch mehr Leute das Hirn einschalten. Bei Gas 8,4ct und Strom 17,8ct ist der Unterschied nur noch 1:2. Den Wirkungsgrad meiner > 40 Jahre alten Gasöfen möchte ich lieber nicht wissen...
Butzo
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Klaus Butzmann
Am Mon, 12 Jan 2009 08:43:53 +0100 schrieb Ole Jansen:
Unter Anderem war der Grund der Frage, ob es sich z.B. lohnen kann, Heizgeräte (Wärmewellenheizung, Heizlüfter Heizstäbe einer Speicherheizung) um Energie einzusparen. Einerseits gibt es den hier bestätigten Zusammenhang, dass eben Energie nicht vernichtet werden kann und daher in diesen Geräten auch zwangsläufig zu 100% (Magnetfelder usw. mal ausgenommen) in den zu heizenden Raum gelangt, andererseits schwört ein mir bekannter Elekotroheizer (der leider auch nicht umsteigen kann) darauf, dass er mit einem neuen Ofen Energie eingespart hat... (die Isolierung und die damit verbunde längere Speicherzeit einmal außer acht gelassen).
Auch wird ja immer wieder geschrieben, dass eine Kalkschicht (z.B. in einem Wasserkocher, Durchlauferhizer, usw.) Energie kostet, auch das ist so erst einmal unhaltbar, betrachtet man den zwangsläufigen Wirkungsgrad von 100% bei solchen Geräten (ich möchte natürlich jetzt nicht so verstanden werden, dass ich entkalken für sinnlos halte, aber man muss schon differenzieren)
Daher wollte ich einfach hier einmal nachfragen, ob ich vielleicht doch etwas übersehen habe.
Gruß und Danke Klaus
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Klaus Schwarzkamp

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