Fragen zu vorh. Installation bzgl. RechtmÀssigk eit

Hallo NG,
ich hebe gestern einem Bekannten beim Einzug geholfen. Location: Berlin, Deutschland.
In seiner Wohnung fand ich vor:
- Im Flur ein 2 Adriges Kabel, dass mich mehr an dĂŒnnes Lautsprecherkabel erinnerte. Dieses hing aus der Decke, 230 Volt aufgeschaltet. [Flurlicht]
- Im Wohnzimmer 2 'Steckdosen-Spinnen' in der Wand: Rund, leichte Vertiefung fĂŒr Eurostecker, ohne Schutzleiterkontakt! In diese runde 'Spinnen' passen 4 Stecker, je 90 Grad gedreht.
- Im Flur und Wohnzimmer 2 Aufputz Doppelsteckdosen, bei denen Null und Schutzleiter zusammenliegen [wie auch sonst in den Steckdosen]
- E-Herd [neu] offenbar an einer(!) 16A Sicherung
- Durchlauferhitzer 3 phasig an 3 35A Sicherungen
- kein Schutzleiter und kein FI im Bad
- Licht der RĂ€ume an einer 10A Sicherung, Sicherungsautomat zum Schrauben, uralt. Wenn der Halogenfluter gedimmt wird knistert und brummt der Automat mit. Hab ihn ganz fest eingedreht, jetzt ist der Wackler weg - es knistert nicht mehr, brummen tuts immernoch wie S..
meine Frage: Er ist neuer Mieter - was davon hat evtl. Bestandsschutz/was muss der Vermieter austauschen/erneuern lassen?
Danke an alle die sich hier auskennen!
Florian
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Florian Streibelt - mail: news@ durch contact ersetzen


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Florian Streibelt spoke thusly:

Falls wirklich Lautsprecherkabel: Grober Pfusch, weg damit.

Abgesehen davon, daß es IMHO hĂ€ĂŸlich aussieht: Möglicherweise erlaubt. Sicher bin ich mir da aber nicht.

"Klassische Nullung". War mal ĂŒblich, fĂ€llt heute unter "Bestandsschutz".

Nicht besonder sinnvoll, aber erlaubt.

Wo sollte da das Problem sein?

Bestandsschutz, siehe oben. Allerdings ganz und gar nicht empfehlenswert.

Siehe vorheriger Punkt.

Sicherheitshalber mal alle Schrauben in der Verteilung nachziehen (lassen).

Rein rechtlich verpflichtend nur das erste und evtl. das zweite. *Sinnvoll* wĂ€re natĂŒrlich eine Komplettsanierung incl. Umbau auf zentrale Warmwasserbereitung und ggf. Heizung (statt Durchlauferhitzer!). Aber nach Deinen Schilderungen vermute ich, daß der Vermieter da kein gesteigertes Interesse daran haben wird.
TschĂŒs,
Sebastian
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Wenn ich beschliesse, dass irgendwas ein Loch drin haben
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Sebastian Suchanek wrote:

Warum? Du wirst keine WW-Bereitung mit einem höheren Wirkungsgrad finden als den DH.
Gruß Christoph
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Christoph Hensel schrieb...

Was die Umsetzung Strom in Wärme betrifft, ja! Wenn man aber den Einsatz von Primärenergie im Kraftwerk mit berechnet, ist der Wirkungsgrad verdammt schlecht. Sieht man auch bei den Kosten der Energie. Hier kostet 1kWh Gas 4,1ct, 1kWh Strom dagegen 15ct. Wenn Gas vorhanden ist, kann evtl. ein kleiner Gas Durchlauferhitzer verwendet werden.
- Heinz
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Den Verlust durch Vorratshaltung von WĂ€rme und das Kalte Wasser der Leitung, bis vom Heizkeller Warmwasser kommt, respektive das Warmwasser, das dann in der Leitung steht und dort die Wand beheizt.... Mach nicht richtig Sinn, wenn man mich fragt, es sei denn in einem großen Block, der entsprechend Warmwasser umsetzt

von Gasdurchlauferhitzern halte ich gar nix was den Komfort angeht. Allerdings sollen wechselwarme Duschen sehr gesund sein...
Martin
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Tue, 4 Nov 2003 23:12:22 +0100, Martin Schönegg:

Was spricht dagegen, die Wassertemperatur an der Entnahmestelle (insbesondere der Dusche) durch einen Thermostatmischer zu regeln? Das geht auch zusammen mit Gas-Durchlauferhitzern (momentan hier mit einem kleinere Junkers GerÀt aus den 80er Jahren).
Was brauchst Du sonst noch an "Komfort"?
Andreas
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Heinz Saathoff wrote:

Dann musst Du jedoch die Förderkosten und Transportkosten fĂŒr Gas ebenso dazu rechnen. Wichtig ist doch was es einem an Loch in die eigene Brieftasche reißt. Auf den Rest ist geschissen. da ist der DH super. Sitzt nah am Verbraucher, keine Bereitstellungsverluste, höchster Wirkungsgrad. bei elektronisch geregelten auch höchster Comfort ( Stiebel Eltron). Gruß Christoph
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Christoph Hensel schrieb...

Das tut der Versorger schon, denn der wird wohl weder bei Gas noch Strom draufzahlen. Bei den von mir genannten Kosten für Gas/Strom ist Strom eben fast 5 mal so teuer.

Komfort kannst Du auch mit gut isoliertem gasbeheizten Speicher haben. Stromwärme per DH wird erst dann günstig, wenn sie selten gebraucht wird. Wenn ein alleinstehender Vertreter die Dusche nur am Wochenende benötigt, ist ein Speicher sicherlich die schlechtere Art. Aber schon bei täglicher Nutzung wird's trotz Wärmeverluste des Speichers und Rohrleitungen bei Gas immer noch billiger sein als bei DH mit Strom. Der große Vorteil des elektrischen DH ist, daß man keine Probleme mit Zuluft und Abgas hat. Das kann in Etagenwohnungen schon mal schwierig werden.
- Heinz

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Sebastian Suchanek wrote:

scheint jemand unter Putz verlÀngert zu haben, man kann Gipsspuren erkennen, die 50cm weiter in der Decke enden, ich hoffe da ist nicht irgendwas zusammengedrillt und verputzt worden...

schade.
vor allem mit 3 phasen im Verteiler... aber er kocht eh nicht :)

braucht so ein popeliger kleiner DE 3x35A ? ich hab mir die Leitungen noch nicht angesehen, hoffe die sind stark genug.

oha, dachte ein Vermieter mĂŒsste den FI nachrĂŒsten oder zumindest Schutleiter installieren wenn der Mieter wechselt

lassen ist wohl besser, bin kein Meister...

Danke ! Was sinnvoll ist ist klar, aber was davon verpflichtend... grummel.

Danke! Florian
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Florian Streibelt schrieb:

sind halt ca. 24kW bei Gasthermen sind oft nur 18kW ĂŒblich (weil zum Heizen genug), das bedeutet Wanne fĂŒllen dauert ca. 3/4h und zum Duschen hast du auch nicht besonders viel warmes Wasser. Das ist also das absolute Minimum, 24kW sind da schon angenehmer.
Martin
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Florian Streibelt spoke thusly:

Doch, davon wĂŒrde ich jetzt ferndiagnostisch mal ausgehen.

Bedenke, Wasser hat eine ziemlich hohe spezifische WĂ€rmekapazitĂ€t, will sagen, Du brauchst viel Energie zum ErwĂ€rmen. Und da es beim Durchlauferhitzer sozusagen schnell gehen muß, entsprechend viel Leistung. Da ist man sehr schnell gut im zweistelligen kW-Bereich.

Mach das mal. Das könnte ggf. noch ein handfestes, rechtliches Argument "gegen" den Vermieter sein. Leitung zu dĂŒnn => SicherungsstĂ€rke muß nach unten korrigiert werden => Betrieb des Durchlauferhitzers nicht mehr möglich => kein warmes Wasser mehr => Problem.

Nein. Nur wenn Änderungen an der Installation vorgenommen werden, mĂŒssen *die Änderungen* gemĂ€ĂŸ der aktuellen VDE vorgenommen werden.
TschĂŒs,
Sebastian
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Wenns wirklich Lautsprecherkabel (oder YZWL, also praktisch dasselbe, nur nicht so hochwertiges Kupfer, dafĂŒr theoretisch vor Urzeiten mal fĂŒr 220V aber sicher nicht fĂŒr fixe Installation zugelassen) ist, wohl ziemlich sicher, kann ich dir nur zustimmen. _Das_ ist dann sicher kriminell. Das Gefahrenpotential dĂŒrfte leider nicht so hoch sein, als daß man jemand zu sofortigen handlungen bewegen könnte. Mir fiele ein: Mangelhafte Isolierung (AFAIK ist in Holzdecken mit Putz nur Leerohr zulĂ€ssig, nicht einmal NYM), eventuell extrem unprofessionelle Flickstelle die 1.) nicht zugĂ€nglich ist und 2.) eine Brandgefahr darstellen könnte, und zu geringer Querschnitt. Wenn man nicht gerade mittels "RĂ€uber" einen HeizlĂŒfter an die Lampe anschließt, kann das kaum je ein Problem werden, 6A sind satte 1300 Watt, das zeiht man so leicht mit keiner Lampe. WĂŒrde ich wenn sich der Vermieter weigert notfalls auch auf eigene Kosten geradebiegen. LĂ€uft vermutlich auf neue Lampenzuleitung hinaus, d.h. wenn die Decke gute alte Balkendecke ist muß man bloß am Rand und in der mitte ein Loch klopfen, dann kann man an den alten DrĂ€hten ein Leerrohr mit bereits eingezogenen DrĂ€hten hinterherfĂ€deln (ich wĂŒrde zu FX20 greifen, wie auch immer das entsprechende flexible Leerrohr in .de heißt, und gleich blau, schwarz und gelb/grĂŒn einziehen, evtl. sogar braun dazu wenn man mal zwei separat geschaltete Lampen haben will. BrĂŒcken fĂŒr klassische Nullung kommen dann in die Abzweigdose (die es bei so einer alten Installation irgendwo oberhalb des Schalters oder in halbwegs gerader Linie von der Lampe geben sollte), zur Lampe dann mit separatem Schutzleiter.

Das Ganze erinnert mich an alte Winer Installationen, ist aber zu vielem was ich hier erlebt habe ziemlich harmlos. Der grundstock der allermeisten Installationen stammt aus der zeit vor dem 1. Weltkrieg, d.h. stoffumsponnene, teergetrĂ€nkte DrĂ€hte, entweder in Rohren aus Pappkarton und evtl. Metall oder gleich lose im Putz. Schraubsicherungen versteht sich, und weil die so oft durchbrennen werden die originalen 4A-Sicherungen dann irgendwann mal durch 16A trĂ€ge ersetzt. Erweiterungen werden ĂŒblicherweise in gerader linie verlegt, Verbindungsstellen russisch, d.h. zusammengedreht, Isolierband drum und Gips drĂŒber. Nach der dritten solchen ErgĂ€nzung weiß kein Mensch mehr was wo lĂ€uft und die gesamte LeitungsfĂŒhrung die sich einem beim Herausklopfen darbietet lĂ€ĂŸt einen am klaren verstand der vielen "Experten" zweifeln. Erdung? Was ist das? Wenn ich eine Schukosteckdose brauch montier ich sie! Egal ob da ein Erdungsdraht ist! Und wenn einer da ist hĂ€ngt er an der nĂ€chsten Wasserleitung. Falls ihn nicht der Installateur mal beim letzten Rohrbruch abgeschnitten hat. Oder die SteigstrĂ€nge mittlerweile nicht mehr Blei sondern Plastik sind. Verbindungen in Dosen sind entweder auch russisch oder noch besser. Man nehme eine Schraube, eine Beilagscheibe und eine großkopferte Mutter. Sodann biege man alle Drahtenden zu einer Öse, schiebe die Beilagscheibe auf die Schraube, dann die gesamten Ösen und zu guter Letzt ziehe man die Mutter an. Ja nicht zu fest, sonst könnte die Verbindung ja richtig gut leiten! Das Resultat umwickle man mit Isolierband und hoffe, daß es nicht abbrennt, bevor man kassiert hat. Erlebt mit einem in den 60ern montierten Infrarot-Heizstrahler, in der Dose knisterte es so komisch. Wenn man einen Schalter höher oben haben will, flicke man die DrĂ€hte an der alten Höhe und gehe parallel zu den alten nach oben zurĂŒck (also in einer Schleife). Alles schon gesehen. (in einem einzigen Haus, in anderen sieht es um kein Haar besser aus).
lg Ragnar
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Sebastian Suchanek wrote in

Das wÀre *nett*. Falls aber das nicht geschieht, kannst du als Mieter nichts machen, weil die VDE-Normen nun mal nicht Bestandteil des Mietvertrages geworden sind.
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Karl Napp spoke thusly:

Aber doch wohl auf eine mĂ€ngelfreie Wohnung, oder? Eine Installation, die nicht der VDE entspricht, entspricht im juristischen Sinn nicht dem "anerkannten Stand der Technik". Daher kann man auch nicht davon ausgehen, daß sie mĂ€ngelfrei ist und vor allem sicher ist.
TschĂŒs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Stimmt alles, theoretisch.
Das Problem in der Praxis ist, dass einer mieterseitigen Aufforderung zur Behebung von MĂ€ngeln entweder der Vermieter oder der Richter zustimmen muss. Und weder der Vermieter noch der Richter sind leicht zu ĂŒberzeugen. Beim einen kostet es Nerven, beim anderen Geld :-)
Ups, das ist ganz schön OT. [X'post dsrw]
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Bei uns in Österreich wĂ€r der ganze Streit sowieso gegenstandslos, da ist der Mieter fĂŒr alles was hinter dem ZĂ€hler kommt verantwortlich (AFAIK Wasser mal ausgenommen, aber nur bei RohrbrĂŒchen, neue Leitungen dĂŒrften z.B. auch auf das Konto des Mieters gehen). Hinterlassen wird die Wohnung so wie man auszieht, d.h. die 50 Jahre alten Tapetenschichten der Vormieter an der Wand deine gesamten SperrmĂŒllmöbel die du nicht mehr brauchst, usw. usw. E-Installation stammt typischerweise aus der Bauzeit des Hauses + diverser Erweiterungen. That's life!
lg Ragnar
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snipped-for-privacy@gmx.net (Ragnar) wrote in message

Ups, Korrektur. FĂŒr alles, was in der Wand ist, ist der Hausherr zustĂ€ndig. Wenn was nicht geht laßt dus richten und reichst die Rechnung ein. Kannst du notfalls sogar einklagen. Wenns funktioniert aber nicht ganz stubenrein ist sind deine Chancen i.A. gering.
lg Ragnar
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Hallo

siehe Sebastian.

HĂ€? Ich kann mir das nicht so recht vorstellen. Bist Du in Ost- oder West-Berlin. Mach doch mal ein Foto fĂŒrs Web.

Du meinst, ..., die "genullt" sind. Ist ok. Nach den Aderfarben frag ich lieber nicht.

FĂ€llt möglicherweise auch unter Bestandsschutz, in dem Fall wĂŒrde ich aber auf eigene Kosten FI nachinstallieren.

Leider auch normal, wenn es so alt ist.

Knistern und wackeln sollte da aber nichts! (--> Brandgefahr)
lG
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Nils Hagge wrote:

Beim Einzug waren die Batterien meiner Kamera leer - leider - hatte ich auch vor.

Aderfarben nicht mehr erkennbar

also auch einen kleinen Hutschienenkasten neben den Verteiler...

jupp.
Danke!
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Florian Streibelt schrieb:

Hallo,
mal den Vermieter fragen ob und wann denn ein E-Check für die Wohnung gemacht wurde: http://www.eek-technik.com/Unsere_Leistung/Elektroinstallation/E-Check/body_e-check.html http://www.e-check-info.de/meinesicherheit.php?inhalt=4#1
Man kann ja sagen das die Hausratversicherung nur den Rabatt gibt wenn der E-Check regelmässig durchgeführt wurde.
Bye
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