Heizleistung reduzieren oder gar regulieren - wie?

Hallo,
in einem alten Autositz ist eine ziemlich gute, für meinen Geschmack viel zu heizkräftige Sitzheizung verbaut.
Leider kann man sie nur in zwei Stufen schalten; diese beiden Stufen bestehen darin, dass die Heizmatte der Lehne mit der der Sitzfläche entweder parallel (aufheizen) oder in reihe (dauerwärmen) geschaltet wird. Das Aufheizen geht sehr schnell, aber das dauerwärmen ist leider auf die Dauer viel zu warm. Ich habe mir die Matten mal angesehen und jede Matte besitzt einen Temperaturschalter, der ein weiteres Aufheizen über 65°C verhindern soll - das ist aber schon ganz schön warm finde ich. Der Heizdraht sitzt sehr dicht unter dem Deckstoff. Nun dachte ich mir, entweder diese Temperaturschalter ersetzen gegen kleinere, also vielleicht nur bis 45°C, oder vielleicht gäbe es eine Möglichkeit die Heizleistung in kleinere Stufen zu unterteilen und zu reduzieren. Wie realisiert man das am besten? Betriebsspannung ist 12V und der Strom beim Aufheizen beträgt ~3,7A. Bei der von mir geschätzen Drahtlänge je Heizelement, hat der Heizdraht wohl einen Widerstand von 0,8-1 Ohm/m.
Ich dachte erst an zusätzliche Lastwiederstände und einer simplen Schaltung zu den Heizmatten - aber diese Widerstände werden doch bestimmt ziemlich heiß? Ich wüsste nicht wohin mit dieser Hitze.
Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk schrieb:

PWM, siehe dse-FAQ F.25.
Gruß Dieter
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Sebastian Adamczyk spoke thusly:

Natürlich - sogar stufenlos und mit einem Minimum an zusätzlich Verlusten, wenn man möchte.

Die optimale Lösung wäre wohl eine Steuerung (oder zumindest Regelung) der Heizleistung mittels einer PWM im Leistungsteil.
Google sollte dazu bereits eine Menge Dinge ausspucken.

Ja, werden sie.

Auch an Deinen Hintern? ;-)
Tschüs,
Sebastian
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Hallo Namensvetter,
vielen Dank für den Tip mit dieser PWM Geschichte. Leider bin ich kein Elektroniker, ich könnte mir die nötigen Bauteile nicht berechnen für meinen spezifischen Anwendungsbereich.
Kann man vielleicht so einen "Dimmer" schon fertig kaufen? Wenn ich bei Conrad & Co nachlesen, dann gibts ja nur die standard 230V Dimmer für Unterputz...

Da is schon genug, es soll ja weniger werden *lol*
Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk spoke thusly:

Die 230-V-Teile werden vermutlich nicht funktionieren, weil sie für Wechselspannung gebaut sind. Du könntest Dir aber mal bei Conrad die Artikelnummer 190967, 196460/190219 und 192287/191507 anschauen.

Es würde aber weniger werden. Beispielsweise würde die Gesamtheizleistung auf 50% sinken, wenn man einen Vorwiderstand in der gleichen Größe wie den Heizwiderstand einbauen würde. (P = U²/R)
Dessen ungeachtet ist aber eine PWM-Regelung bzw. Steuerung die deutlich elegantere Methode. :-)
Tschüs,
Sebastian
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Auch Dir danke fürs Raussuchen der Artikel. Das ist leichter für mich wenn das schon alles fix und fertig als Bausatz kommt ;-)
Grüße, Sebastian
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Am Sat, 29 Apr 2006 10:25:13 +0200 schrieb Sebastian Adamczyk:

Wenn du Siliziumdioden in Reihe zur Matte schaltest, verlierst du je Diode ca. 0,7Volt, die Dioden dürften auch nicht so Heiß werden... ist natürlich keine Regelung ;-)
Gruß Klaus
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Kling einfach und das wäre vielleicht ganz gut, denn Spannung senken sollte ja auch ausreichen. Könntest Du das mal näher ausführen? Was für eine Diode soll das genau sein?
Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk schrieb:

Ob Diode oder Vorwiderstand, die Verlustleistung bleibt die gleiche.
Von wegen PWM: Conrad #191299, ist halt ein Bausatz und leider mit Relais, funktioniert aber.
Gruß Dieter
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Dieter 'Ingrid' Wiedmann schrieb:

Oder ELV #6036900, auch Bausatz, aber ohne Relais und das damit verbundene Geklapper. Die PWM-Frequenz würde ich aber deutlich verringern, einfach C6 durch einen 1uF Kondensator ersetzen.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Oder "BST Dimmer" von Reichelt (http://www.reichelt.de/?ARTIKEL=BST%20DIMMER ). Ist zwar mit knapp 50EUR nicht gerade billig, aber fertig aufgebaut.
Gruß
Jochen
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Bausatz wäre praktisch, da ich ja eh keinen Fertigen Schalter kaufen will, sondern das soll ohnehin hinter der Verkleidung verschwinden. Ich verstehe wirklich nicht viel von Elektronik, was bedeutet das, wenn die PWM Frequenz durch das Austauschen dieses Kondensators herabgesetzt wird - ist dann die Regelung feinstufiger, oder wie muss man das verstehen? Vielen Dank für die Erklärung, Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk spoke thusly:

Nein. Genaugenommen sogar in gewissem Sinne gröber, aber dazu später mehr.
Schau Dir erstmal an, wie eine PWM genau funktioniert:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Pulsweitenmodulation
Mit Dieters Tip (sofern er stimmt, ich hab's nicht nachgeprüft) wird nun die Frequenz des Aussgangssignals geringer, ohne das Tastverhältnis zu Verändern. Da aber das Tastverhältnis für die erzielbare Leistung verantwortlich ist, wird sich bei die Leistung am Heizelement nicht ändern.
Genaugenommen wird durch die niedriegere Frequenz die Steuerung gröber, weil längere Ein-Zeiten mit längeren Aus-Zeiten wechseln. Würdest Du damit eine Glühlampe ansteuern, würdest Du mit sinkender Frequenz ein immer deutlicheres Flackern bis hin zu einem deutlichen Blinken wahrnehmen. Da aber Heizelemente sehr träge sind, kann man sie schadlos mit einer niedriegeren PWM-Frequenz ansteuern. Die geringere Frequenz macht sich dafür positiv z.B. bei EMV- Aspekten bemerkbar.
HTH,
Sebastian
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Sebastian Suchanek schrieb:

<grmpf>
Genau, sind mit einem 1uF Kondensator etwa 5Hz. Einen Elko sollte man dafür übrigens nicht verwenden, MKS/MKT-Folienkondensator geht.

Genau.
Gruß Dieter
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Hallo Sebastian & Dieter,
vielen Dank für Eure Mühe. Ja, jetzt verstehe ich nach welchem Prinzip diese Geräte arbeiten.
Mal eine andere blöde Frage: Ist das im weiteren Sinne nicht auch so eine Blink-Schaltung für LEDs, bzw, damit könnte man dann doch auch theoretisch LEDs dimmen, oder?
Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk schrieb:

Klar, die erwähnten Bausätze reichen aber für eine ganze Menge LEDs, Berge.
Gruß Dieter
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Ja, logisch, von der Leistung her wäre das wahrlich verschwendung :-D - war nur eine grundsätzliche Frage.
Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk spoke thusly:

Zusätzlich zu dem, was Dieter schon gesagt hat: Wenn Du damit LEDs oder Leuchtobst dimmen willst, schlägt das zu, was ich in meinem vorherigen Posting schon erwähnt hatte: Damit man kein Flimmern sieht, muß die Frequenz hoch genug sein. Theoretisch sollten 25Hz reichen, praktisch sollte man IMHO bei Glühlampen mindestens 100Hz wählen, bei LEDs auch gerne noch mehr. (Das packen aber die üblichen Bausätze i.d.R. locker.)
Tschüs,
Sebastian
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^^^^^^^^^^
Was ist das denn? Grüße, Sebastian
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Sebastian Adamczyk spoke thusly:

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HTH,
Sebastian
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