Relais für Gleichstrom

Hallo,
in meinem Elektroauto sind für die Heizung zwei Finder-Relais 62.32.12
Volt verbaut. Die Heizspannung die geschaltet wird liegt zwischen 50 und
70 Volt Gleichstrom (je nach Ladezustand der Akkus) und bis zu 17 Ampere
pro Relais.
Vor Kurzem hat ein Relais nicht mehr getrennt, da die Kontakte zusammen
geschmolzen waren. Das bemerkte ich zum Glück gleich, da das Heizelement
stark zu glühen anfing. Ich habe mir dann neue Relais besorgt und diese
montiert. Bereits beim ersten Test hat es beim Ausschalten eine
Funkenstrecke zwischen den Kontakten gegeben. Die Kontakte sehen schon
wieder sehr schlecht aus. Wie kann man so einen Funken unterdrücken?
Geht das mit Kondesatoren?
Danke
Gunther
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Gunther Diehl
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Offenbar ist das Relais nicht für den Stromkreis (den Verbraucher) geeignet. Entweder ist das Relais zu schwach gebaut oder der Verbraucher ist stark induktiv (nicht nur eine Heizung wie du schreibs) oder die Spule des Relais ist so schlecht beschaltet, daß der Kontakt langsam abfällt, wodurch der Lichtbogen lange stehen bleiben kann (Gleichstrom- relais müssen sehr schnell öffnen, um den Lichtbogen zu verhindern, viele haben eigene Kunstwerke mit Magneten oder Trennmaterial ein- gebaut um dem Lichtbogen den Weg zu verlängern).
Bei dem "dicken" Strom, von dem du geschrieben hast, ist ein Konden- sator schon ein sehr großes Trumm, damit es überhaupt wirkt. Versuche einen großen Kondensator wie er in Leuchtstoffröhren eingebaut ist zum Kontakt parallel zu schalten aber das wird nicht viel helfen. Wenn es hilft, dann melde dich wieder denn das allein reicht nicht, da muß noch ein Widerstand dazu und da müssen "wir" rechnen.
Bloß - der Hersteller hat da was verbockt oder bei einem Service ist was verschlampt worden.
(alles, was ich geschrieben habe, ist reine Vermutung :-)
MfG Glaser
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Franz Glaser (KN)
"Franz Glaser (KN)" schrieb:
Genau das, da war wieder mal jemand unfähig das Datenblatt zu lesen, bei der *Gleich*spannung taugt das Ding gerade noch für 1-2A. Ich würde da ein Halbleiterrelais verwenden, verschleißfrei.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Hört sich für mich fast danach an. Hier würde dann eine Freilaufdiode Wunder wirken. Vielleicht ist auch eine drin, die ist aber z.B. wegen Bordnetz-Überspannung kaputt?
Ich denke es wäre einen Versuch wert und falls positiv eine billige und zuverlässige Reparatur.
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JoergI
JoergI schrieb:
Hallo JoergI,
eine Diode ist nicht eingebaut. Wie müsste den die Diode eingebaut werden und welche müsste man da verwenden?
Danke Gunther
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Gunther Diehl
Dieter Wiedmann schrieb:
Hallo Dieter,
ich habe mal beim blauen C geschaut. Da gibts die Halbleiterrelais nicht für 12 Volt und auch nicht für DC 60 Volt.
Wo kann ich soetwas bekommen?
Gruß Gunther
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Gunther Diehl
Gunther Diehl schrieb:
Keine, die kann den Lichtbogen nicht löschen.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Gunther Diehl schrieb:
Sowas stellt u.a. Crydom her:
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Sollte man z.B. bei Farnell bekommen, setz dich aber hin bevor du nach dem Preis schaust. Selbstbau aus preiswerten Einzelteilen ist aber durchaus möglich, dazu sollte man aber die Polarität von Steuer- und Laststromkreis kennen.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Da verstehe ich Dich nicht. Die Freilaufdiode soll doch die die Entstehung des Lichtbogens verhindert. Also braucht er nicht gelöscht werden.
Meine Vermutung mit der Diode kam ja auch daher, dass bei 70V ein Lichtbogen nicht so doll sein kann. Daher der Tip mit der Freilaufdiode. Aber ich lass mich gern berichtigen.
an Gunther - Parallel zur (induktiven) Last, in Sperrichtung zur Versorgungsspannung. - Spannungsfestigkeit der Diode: Bordnetzspannung + Sicherheit (Spannungsspitzen im Bordnetz?) - max.Strom ist der Betriebsstrom der Heizung. Eine Sicherheit ist hier nicht notwendig, weil dieser Strom nur sehr kurz fließt. Wart aber erst mal ab, ob was von Dieter kommt.
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JoergI
Parallel zur Last, in Sperrrichtung.
Eine, die beim Nennstrom der Heizung nicht platzt.
Grüße,
Björn
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Bjoern Schliessmann
Hallo, Gunther,
Du (Diehl) meintest am 29.04.06:
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Viele Grüße! Helmut
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Helmut Hullen
Bjoern Schliessmann schrieb:
Nochmal: die wird *nichts* bringen, der Lichtbogen entsteht weil die Schaltspannung ausreichend hoch ist, und Spannungsquelle und Last ausreichend niederohmig sind. Der Lichtbogen brennt bis der Kontaktabstand groß genug ist, eben bis zu seiner Aufrechterhaltung mehr Energie nötig ist als Spannungsabfall am ihm und der Strom liefern. Spezielle Relais für den Zweck blasen deshalb den Lichtbogen aus, ganz ähnlich wie beim Leitungsschutzschalter, man Funkenlöschkammer.
Selbst wenn die Last stark induktiv wäre ist das völlig übertrieben, so eine Freilaufdiode muss den Strom ja nur Impulsförmig leiten, da kann selbst eine popelige 1N4004 schon 30A ab.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Du weisst schon wie eine _Freilaufdiode_ funktioniert und für was die da ist?
ci
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Carsten Ihlo
Gunther Diehl schrieb:
Gar nicht. Der Joergl war sich nicht klar wie eine solche Diode funktioniert. Zur Löschung ist eine Schaltung aus Widerstand und Kondensator geeigneter.
ci
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Carsten Ihlo
Carsten Ihlo schrieb:
Wenn denn das Relais überhaupt für die Last geeignet wäre.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Da Dein Relais zu schwach ist, nimm halt ein ordentliches, für 80 V gibt's sehr kräftige Ausführungen, befrage mal jemanden, der Gabelstapler repariert. Sind vielleicht etwas größer, aber äußerst robust.
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Martin Riedel
Hallo, schau mal bei einer Kfz-Werkstatt vorbei. Die müssen auch öfters größe Gleichströme schalten. Da gibt es Magnetschalter zum ansteuern des Starters. Vielleicht geht es mit so etwas? Gruß Hans-Peter Titz
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Hans-Peter Titz
Doch, wie eine Schaltung mit Freilaufdiode funktioniert schon. Dass ich mir nicht sicher bin, ob in dem Fall die Induktivität der Last die Ursache des Funkens ist, hatte ich schon geschrieben. Ich kann mir nicht vorstellen dass bei nur 70V und entspr. Strom die Relaiskontakte dieses mittelkräftigen Relais verschmoren. Der Versuch mit der Diode erschien mir einfach (zumal wenn eine Diode aus der Bastelkiste verfügbar ist). Ich lass mich jedoch gern belehren dass bei diesen "Netz"daten schon so deart kräftiger Funke trotz ohmscher Last auftritt.
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JoergI
Ja. Es gibt nicht viel in der Elektronik was so schön einfach ist und so gut funktioniert. Deshalb ist es auch Standard - z.B. Verhinderung der Überspannung beim Abschalten von Relaisspulen (hier natürlich auf der Ansteuerseite des Relais).
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JoergI
JoergI schrieb:
Vor einer Spannung die nach dem Lenz´schen Gesetz umgekehrt ist und welche nachgeschaltete Bauelemente z.B. Transistoren zerstören könnten. Ja!
ci
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Carsten Ihlo

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