HGÜ statt Drehstrom fernleitungen

Hallo,
seltsame Frage ich weiss, aber, wÀre es sinnvoll und wenn nein warum, auf den Hochspannungsleitungen (380 - 400 kV) statt mit Drehstrom mit
Gleichspannung zu arbeiten ?
und demzufolge
was bringt den die FreuquenzstabilitÀt im europÀischen Hochspannungsnetz ? Was ist der Gewinn dabei zwischen Portugal und dem Ural Frequenzkonstanz zu haben ?
Gruß
-TT
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Thomas Troendlin wrote:

Hallo,
im Netz wird nicht nur Wirkleistung ĂŒbertragen, sondern auch Blindleistung (bedingt durch InduktivitĂ€ten {Trafos, E-Motore} und KapazitĂ€ten). Eine HGÜ kann nur Wirkleistung ĂŒbertragen!
Gruß
Manfred
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Manfred Kuhn schrieb:

Gleichspannung kann man nicht problemlos transformieren. Damit scheiden hohe Spannungen aus. Und hohe Spannungen sind nötig um die Ströme im Gegenzug und damit die Verluste niedrig zu halten.

Europa ist ein Verbundnetz. Da mĂŒssen alle "zusammenarbeiten". Einfach ausgedrĂŒckt.

Und was hat diese Antwort mit der Frage zu tun?
Gruss Wolfgang
--
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Thomas Troendlin wrote:

Der Aufwand. Ein Trafo ist vergleichweise simpel. Und der Vorteil der HGÜ kommt erst dann zum Vorschein wenn die Verluste durch die Blindleistung einen gewissen Anteil an den Verlusten ĂŒberschreitet. Dies geschieht entweder wenn die Leitung extrem lang ist oder die Leiter konstruktionsbedingt sehr nahe beieinander sind (mit entsprechender Isolierung). Beispiel 1: extrem lange Hochspannungsleitungen Beispiel 2: HS durch ein Kabel durch ein Fjord
--
Hilf die Wikipedia etwas menschenfreundlicher zu gestalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder
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Hallo, Alfred,
Du (shak) meintest am 06.03.08:

Weitere Anwendung: Kopplung von Netzen mit verschiedener oder verschieden stabiler Frequenz.
Viele Gruesse! Helmut
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Alfred Weidlich schrieb:

Mit zunehmender ÜbertragungslĂ€nge kommt bei Wechselspannung IMHO diverser Ärger zusammen. Als Daumenregel gilt ja fĂŒr die Spannungswahl 1V/m. FĂŒr 700 km wĂ€r das dann eine 700 kV Leitung. Selbst als Freileitung hĂ€tte die im Leerlauf einen Blindleistungsbedarf von fast 2 GW. Man mĂŒsste diese Leitung also möglichst konstant mit der natĂŒrlichen Last, welche eben in dieser Gegend liegt, belasten. Mit DC ist man da wesentlich flexibler, da sehe ich einen weiteren Vorteil fĂŒr HGÜ. Also etwa zur FernĂŒbertragung von Solarstrom.
--
mfg Rolf Bombach

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Thomas Troendlin wrote:

Gleichspannung ist nicht so einfach transformierbar wie ein- oder mehrphasige Wechselspannung. SpĂ€testens auf der Mittelspannungsebene, wo zahlreiche kleine Transformatoren zahlreiche kleine Aussiedlerhöfe versorgen, wĂ€re der Aufwand eines Gleichstromnetzes unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoch.
Da man auch nicht in jeder Umspannstation die Stromart wechseln möchte, nimmt man lieber die Blindleistungsverluste eines kompletten Wechselstromnetzes in Kauf.

Die Möglichkeit, Teilnetze nach Bedarf koppeln zu können, beim Ausfall einer Leitung die dort transportierte Leistung ĂŒber einen anderen Weg befördern zu können, und so was alles.
Mit einem Wort: Betriebssicherheit durch Redundanz. (Gut, das waren drei Wörter.)
vG
PS: Vor Satzzeichen besser keinen Leerschritt machen, weil dadurch , wie hier einmal gefaket, merkwĂŒrdige UmbrĂŒche entstehen können .
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net
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Irgendwie habe ich den Eindruck, diese Ansicht ist inzwischen technisch überholt. Selbst im Haushaltsbereich sind die Gleichspannungsnetzteile inzwischen wohl billiger als Wechselspannungsnetzteile mit Eisentrafos. Allerdings ist wohl die gesamte Energieversorgung im Denken etwas konservativ und eine wirkliche Einsparung bei Überlandleitungen durch HGÜ wäre wohl nur bei Neubauten zu erzielen. Gruss Harald
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Thomas Troendlin schrieb:

Gleichstrom wird bei sehr langen Leitungen auch genommen. Gleichstrom hat unter dem Gesichtspunkt der Entkopplung schon einige interessante Aspekt.
-- mfg hdw
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Thomas Troendlin schrieb:

Interessantes Thema.
Zum einen hat das wohl auch ein wenig historische Ursachen... <http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/stromkrg.htm Vor 100 Jahren wÀren Maschinenumformer die einzige machbare Lösung gewesen, daran ist Edison wohl auch gescheitert bei seiner Welteroberung.
90% aller heutigen Hochspannungsinstallationen ist grob geschĂ€tzt Ă€lter als 30Jahre... (weiß das jemand genauer?) Mitlerweile hat man die Elektronik, (die es vor Jahren so noch nicht gab) ja ganz gut im Griff und verwendet teilweise schon Gleichspannung bei der MittelspannungsĂŒbertragung in Erd- und Seekabeln.
Die vorhandenen _Hochspannungsfreileitungen_ auf Gleichstrom umzustellen ist aber nicht so einfach, zB. verlöschen Lichtbögen nach BlitzschlĂ€gen dort nicht so einfach von selbst usw. Gibt es eigentlich HGÜ's fĂŒr DC 500kV auf 25kV als Schaltnetzteil? Welchen Wirkungsgrad kann man erwarten?
O.J.
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wrote:

Soweit ich weiß, wird das mittlerweile statisch gelöst, aber der finanzielle Aufwand ist so viel höher als für Transformatoren, daß das nicht ohne zwingenden Grund eingesetzt wird - meistens zur Kupplung von frequenzmäßig nicht ausreichend zusammenpassenden Netzen. 500kV- HGÜs gibt es z.B. zwischen A und CZ mit der Begründung das tschechische Netz sei nicht frequenzstabil genug.

Ich denke derzeit wird nur von Hochspannung AC auf HS DC und umgekehrt umgerichtet. Der Wirkungsgrad dürfte ähnlich liegen wie der von rotierenden Einankerumformern (habe Werte um die 95% in Erinnerung).
Auch bei der Bahnstromversorgung mit 16,7 Hz setzen fast alle Länder noch auf rotierende Umformer, einzig mir bekannte Ausnahme ist die Schweiz.
sg Ragnar
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Helmut Hullen schrieb:

Ich meinte: "nicht". Ein LuftĂŒberschlag bei der Spannung geht nur durch Kurzunterbrechung wieder aus, und das kann die Leistungselektronik der HGÜ auch, sogar ohne großartiges Leistungsschalterrumgerummse. Zum Nachrechnen: Ein Leistungslichtbogen hat ungefĂ€hr 5 kV/m Spannungsfall, das sind bei 400 kV bis zu 80 m Strecke - soweit sind die Leiter aber gar nicht auseinander, zudem ist da noch eine fette nicht-löschfördernde LeitungsinduktivitĂ€t in Reihe, und die 100 kA Kurzschlußstrom bringt das Netz auch ganz schön lange.
ÜberschlĂ€ge gehen meistens nicht wieder aus, die mĂŒssen per Schutzanregung abgeschaltet werden (was kein Akt ist).
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron AtmosphĂ€re Autor bißchen Ellipse Emission
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Ole Jansen schrieb:

Hallo,
Spannungen im Bereich von 100 kV bis 1 GV sind also fĂŒr Dich Mittelspannung? http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_HG%C3%9C-Anlagen Also wenigstens ab 200 kV kann man schon Hochspannung dazu sagen...
Bye
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Moin,
Uwe Hercksen schrieb:

Nein. Die Grenze liegt wohl bei 25-30kV. Das ist sicherlich Definitionssache.

In der og. Liste stehen keine Anlagen zur Mittelspannungsgleichstrom- ĂŒbertragung. Trotzdem gibt es sie in grĂ¶ĂŸerwerdender Anzahl, auch zur Kurzkopplung von Netzen mit unterschiedlicher Sternpunktbehandlung oder zur Optimierung der Bezugskosten durch die variable Einstellung des Lastflusses.

Hier bestreitet niemand, daß es GleichstromfernĂŒbertragung ĂŒber Mittelspannungsniveau gibt. Thema war doch eigentlich warum Hochspannungs-GÜ derzeit noch die Ausnahme und nicht die Regel ist?
O.J.
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Ole Jansen schrieb:

Hallo,
na ein Beispiel steht schon drin, die HGÜ Tjaereborg mit 9 kV ĂŒber 4,3 km, Kurzkupplungen werden auch etliche aufgezĂ€hlt, ganz am Ende der Seite.
Bye
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Moin,
Uwe Hercksen schrieb:

Sorry, Tjaereborg habe ich ĂŒbersehen. Mir ist nicht ganz klar, was and der Anlage so besonders ist und warum die da drin steht, eventuell war das eine der Ersten? Kleine GSÜ sind mitlerweile Stand der Technik, von der Stange verfĂŒgbar und werden oft bei Offshore-Anwendungen (Windparks, Bohrinseln) eingebaut. (zB. Siemens SipLink)
O.J.
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