Hochspannungsleitung ,mit Gleichstrom?

Sep 23, 2006 36 Replies

Hallo, I don´t weiß bzw. I have no Ahnung:



Da soll es angeblich (oder gibt es schon länger) Fernleitungen für den Strom geben, die mit rund 1 MV Gleichstrom arbeiten.



Die Vorteile wegen der geringeren Blindstromverlust und der weniger Leitungen (Rückleitung über die Erde) sind mir schon klar. Auch die Umwandlung vom Dreh- zum Gleichstrom kann ich mir noch vorstellen.



Nicht klar ist mir, wie die Rückwandlung vom Gleichstrom in Drehstrom verlustarm erfolgen kann. Geht hier nicht der ganze Gewinn wieder flöten?



MfG P.Prucker


Alles eine Frage der Länge - mit moderner Leistungselektronik scheint das Prinzip jetzt auch für Längen von vielen hundert bis wenigen tausend Kilometern rentabel zu sein. Früher war das eher eine Nischenlösung für Wasserkraftwerke im hintersten Outback von Kanada und Sibirien...

Gruß Sevo

Peter Prucker schrieb:

Guckst du hier:

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Dabei handelt es sich u.a. um eine effiziente Möglichkeit Energie zwischen zwei Netzen unterschiedlicher Frequenz auszutauschen.

Gruß, Thomas

Hallo, Peter,

Du (PPrucker) meintest am 23.09.06:

Aber Wikipedia kennst Du schon, und Google auch?

Viele Grüße! Helmut

HGÜ.

AFAIR (hatte das mal inner Vorlesung vor ca. 5 Jahren) ist es wohl so, daß eine halbwegs effiziente Rückwandlung ein funktionierendes Netz auf der "Zielseite" bedingt. Dennoch ist die HGÜ um Größenordnungen teurer als die Arbeit mit Trafos, weshalb sie eine Spezialanwendung ist, wo es nicht anders geht:

- Überbrückung einer zu langen Strecke

- Kopplung zweier inkompatibler Netze (50 Hz vs. 60 Hz), dann auch als Kurzkupplung ohne Gleichstromleitung dazwischen realisierbar

- Einspeisung an Punkten, wo es wegen der Impedanz (Kurzschlußstrom?) nicht anders geht (ich hab da was von der City von London im Hinterkopf?)

Thomas

Das ist mir schon klar, daß gewöhnliche Trafos eionfach wirtschaftlicher sind. Micht klar wiederum sind die Höhe der Verluste und die Art der Umwandlung.

Schon bei den heute gewählten Thyristiren muß man diese massenhaft in Serie schalten, wobei Streuungen der einzelnen Exemplare, ähnlich wie bei der Serienschaltung von Dioden, entweder nur teilweises Ausnützen der Einzeldaten bedeutet oder die Unterschiede aufwendig neutralisiert werden müssen.

Dann kommen die Durchlassverluste der einzelnen Thyristoren dazu. Auch die verwendete Drossel führt bei einem schwankendem Strom ggf. zu mangelhafter Glättung, weshalb man sie wohl etwas überdimensionieren muß

- auch Verluste.

Ganz schwierig erscheint mir die Rückführung zu Wechselstrom, falls dieser eine echte Sinuskurve haben und nicht nur ein impulsbreitengesteuert zerhackter Strom sein soll. Da fallen doch die Verluste massenhaft an. Auch beim Zerhacken gibt es verlustbehaftete Schaltvorgänge, bei höherfrequenten, für bessere Kurvenform, umso mehr. Außerdem müßten sich die Impulsbreiten genau an den geforderten Strom anpassen, was z.B. bei Frequenzumrichtern für einzelne Verbraucher keine Probleme macht, hier aber wahrscheinlich schon.

Oder gibt es da besondere Methoden?

MfG P.Prucker

Das ist mir leider zu allgemein (und zu seicht).

Manchmal werde ich nach sowas gefragt. Das sind dann aber auch angehende oder ferige Elektromeister dabei, die kann man nicht so abspeisen.

Im kleinen kann ich es gut im Versuch vormachen. Aber dann, wenn es an das Eingemachte geht, sprich hohe Leistung, wird´s halt doch schwieriger.

Dummerweise wurde die Methode schon in Fachkundebüchern als das "Nom plus Ultra" dargestellt. Stink mal dagegen an!

MfG P.Pr.

Ja was erwartest du denn von Wikipedia :-(

Was Nützliches? Da steht nur was für Lehrer, was abprüfbares.

MfG

Gerade wenn es für Lehrer wäre, vermisse ich das für diesen notwendige Hintergrundwissen, ohne welches eine Weitergabe nicht möglich ist.

Es gibt ja nicht nur Lehrer für die Grundstufe, sondern auch für die berufliche Bildung, z.B. in Elektronik, Physik etc.

Ich stelle immer wieder fest, daß jedenfalls in den ausgefallenen Bereichen, in denen ich sehr firm bin, bei Wikipedia die Anforderungen an Autoren oder auch an Inhalte gelegentlich sehr niedrig sind.

MfG P.Pr.

Hallo Peter,

Anforderungen

Das liegt daran, dass Du Dir noch nicht die Arbeit gemacht hast, den Artikel besser zu schreiben. Ich gebe zu, ich mach mir die Arbeit auch nicht. Nichts desto trotz halte ich Wikipedia aus eben dem selben Grund für nicht zitierfähig. IMHO ist es aber eine wertvolle Hilfe beim Suchen von Googlewörtern.

Marte

Sevo Stille schrieb:

Hallo,

man hat sich die Freiheit genommen von Deinen Vorgaben abzuweichen, es=20 existieren auch HG=DC Kabel mit wenigen 100 km L=E4nge:

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sind allerdings keine Freileitungen sondern Erd- und Seekabel, da=20 braucht man das schon ab 40 km.

Bye

Thomas Rachel schrieb:

gen teurer als die

Hallo,

die verschiedenen HG=C3=9C Seekabel in der Ostsee existieren trotzdem:

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Bye

Letzteres ist eine gute Idee!

Beim Googeln komme ich nämlich auch oft nicht weiter. Vor allem, wenn ich die Homepage eines Herstellers suche, kommen mir immer wieder eBay-Angebote u.a. en masse dazwischen. Nach einer halben Stunde verliert man dann die Geduld. Gibt es da irgendwelche Tricks?

P.Pr.

Peter Prucker schrieb:

Dann überarbeite die Artikel doch. Projekte wie die Wikipedia leben nicht von den Nutzern, sondern von den Aktiven.

Yep, gibt es.

Schön.

mü für den zwangskommutierten Wechselrichter liegt so bei 95-97%. Die Trafoverluste auf der Wechselspannungsseite sind bei HGÜ und Wechselstromübertragung gleich. Falls ich jedoch z.B. 500 MW mit 3 Ohm Leitungswiderstand (ich lass mal die Impedanzen weg...) übertrage, spielt die entscheidende Rolle ob ich das mit 380 kV oder 1 MV tue. Allfällige Verluste beim Wechselrichten fallen da weniger ins Gewicht...

So mal simpel aus dem Ärmel geschüttelt.

Bye

Peter

Nö, Itaipu (Brasilien) ist über eine DC-Leitung am Netz. Die Russen machen das auch so. Jedoch habe ich noch nirgends von 1MV gehört. Höchstens differenziell, d.h. +500kV,-500kV jeweils gegen Erde.

Gruss

Claudius

Peter Prucker schrieb:

JEDER darf Wikipedia-Artikel erweitern und verbessern. Sei mutig!

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Claudius Zingerli schrieb:

Hallo,

Du hast mich falsch verstanden, die von mir genannten Beispiele sind=20 Erd- und Seekabel, nat=FCrlich gibt es auch HG=DC Freileitungen. Aber bei Kabeln braucht man HG=DC schon f=FCr deutlich kleinere Entfernun= gen=20 als bei Freileitungen wegen der erheblich h=F6heren Kapazit=E4t/km der Ka= bel.

Bye

ich weiß nicht, was lästiger ist, die Wortspenden-Gschaftlhuberei aus Wikipedia oder die Leichen aus ebay. Oder die Literaturkritiken aus Amaz^WBuchhandlungen im Internet, noch mehr Gschaftlhuberei.

MfG

Liege ich da grundsätzlich falsch - äh -

die Wechselspannung hat das eingebaute Problem, daß bei einer größeren Länge die Phasenlage verschieden ist. Sollte sich die Last verändern, "haut" es das eine oder andere Kraftwerk oder den einen oder andern Verbraucher aus der Synchronisation, weil der "Saft schlagartig von der andern Seite daherkommt", um es salopp zu formulieren.

DAS ist der Hauptgrund für HGÜ. Die Kapazitäten etc. sind dagegen eher eine Rechenaufgabe, vierpolartig :-)

MfG

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