Ingenieur-Titel an Unis

Dec 15, 2004 34 Replies

Michael Dahms verfasste am 16.12.04 13:39:

Ja.

Joachim

Ich habe im März diesen Jahres mein Diplom erhalten. Seitdem ist mir keine Änderung diesbezüglich bekannt (bin durchaus noch öfters dort und bekomme noch das ein oder andere mit).

Wie schon an anderer Stelle erwähnt wurde, ist der Studiengang an der RWTH auch 10-semestrig (fest integriertes Praxissemester). Auch diese Info ist durchaus aktuell.

Ciao, Holger

Michael Dahms schrieb:

Ich habe an der Universität Duisburg-Essen (Campus Duisburg) studiert. Diese war früher die Gerhard Mercator Universität-Gesamthochschule Duisburg. Und in der Prüfungsordnung steht als Regelzeit sowohl

7 als auch 9 Semester (eben die beiden Varianten die es an einer U-GH halt gab). Ich selbst habe nach der Variante mit 9 Semestern studiert. Beide Regelzeiten waren inkl. Diplomarbeit. Die 7 Semester führten dabei zu einem FH ähnlichen Abschluß, die 9 halt zum Uni-Abschluß.

AFAIK in Österreich nur Dr. techn.

Österreich: Ing.:

- HTL-Abschluss (Höhere technische Lehranstalt, 5 Jahre nach den ersten 8 Schuljahren, Abschluss mit Reifeprüfung = Matura = Abitur) plus 2 Jahre einschlägige Praxis

- HTL-Kolleg (2-3 Jahre nach einem fachfremden Abitur) plus 2 Jahre Praxis

- 10 Jahre einschlägige Praxis

Dipl.Ing.:

- Universitätsabschluss eines technischen Studiums

Sonst werden in Österreich die Studien hauptsächlich mit Magister (entspricht Master) abgeschlossen plus eventuell anschliessendem Doktoratstudium.

- Mag. rer. soc. oec. - Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

- Mag. nat.

- Mag. phil.

- Mag. vet.

- Mag. jur.

Mag. med. gibt es nicht, da gibt es nur den Dr.

In Österreich Univ. Doz.

Helmut Wollmersdorfer

Zur Vervollständigung für Österreich:

Dipl.-Ing. oder Mag. ist auch der Abschluss der Master-Studiengänge (hier "Magisterstudium").

Zuvor erlangt man das "Bakkalaureat". Bakk. techn. Bakk. rer. soc. oec. usw.

Die Master-Grade (MAS, etc.) gibt es für post-graduate Programme.

Bei Abschlüsse an Fachhochschulen _muss_ man noch ein (FH) dranhängen. Also "Dipl.-Ing. (FH)" und "Mag. (FH)".

cu, rt

Joachim Schmid schrieb:

1981 bzw. 1984 war das allerdings jeweils die Regelstudienzeit. Zumindest hier in Bayern. Bist du dir sicher, auch die bayerischen Regelungen zu kennen?

Habe ich ja. Oder bist du vielleicht über ALLE Bundesländer gegangen? Könnte ja sein, dass manche wirklich nur 6 Semester fordern. Dos das ändert dann nichts daran, dass es in Bayern zumindest 8 Semester waren und vielleicht auch noch sind.

Ist Bestandteil der Studiengänge.

Davon war auch nicht die Rede. Sie war auch nicht in die Dauer einbezogen.

Wie man's halt angeht.

Servus Christoph Müller

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In welchen Bundesländern kann ich da denn einen Dr. machen. Damals (1986) ging das noch gar nicht. Da hätte ich noch einen universitären Studiengang dranhängen müssen. Wenn das heute geht sollte ich mir ernsthaft Gedanken machen. Wär ja ein geiler Titel: Dr. Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH)

Hans

Hans Klein verfasste am 18.12.2004 17:10:

Z.B. NRW.

Was brächte es dir denn ernsthaft?

Das Problem wird sein, eine willige Uni-Fakultät mit einem ebenso willigen Doktorvater zu finden. Das ist schon für externe Uni-Ings. schwierig genug. Die Fakultät wird dir auch in jedem Fall massig Nachholprüfungen aufs Auge drücken - man hört hierzu Geschichten, die mitunter schon an Schikane grenzen.

Aber nur wenn du nicht an einer ingenieurwiss. Fakultät promovierst. Ansonsten würde es heißen: Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) - so du tatsächlich schon 2 Abschlüsse hast.

Joachim

In der Schweiz: PD Dr. (Privatdozent), damit ist auch die Lehrbefugnis venia docendi erteilt, welche aber wieder erlischt, wenn die Pflichtstunden nicht abgehalten werden. Die meisten Unis haben, BTW, ihre Ordnungen ins Netz gestellt, die sind erfreulicherweise meist sehr knapp und klar formuliert.

Die Ings von der ETH dürfen sich offenbar Dipl. Ing ETH nennen, die Doctores tun das auch oft, aber ich wüsste jetzt nicht, ob das in Ordnung ist.

Das Diplom in nicht naturwissenschaftlichen Fächern heisst of Lizentiat (lic. jur. usw.), Staatsexamen bei Medizinern endet mit cand. med.

Alles ein ziemliches Durcheinander, das sicher mit der Sauce bolognaise (tm) nur noch schlimmer wird.

Je nach Uni schliesst man in einem naturwissenschaftlichen Fach auch mit Dr. Phil., Dr. Phil II oder so was ab, die VWL/BWLer dann mit Dr. Phil. I, womit sie mit den Historikern, Philosophen usw in einen Topf geworfen werden und sich deswegen zeitlebens ärgern ;-].

Dann gibt es noch den Dr. h.c., bei dem haben wir noch nicht raus, was das heisst. Bei einem Kunstmäzen wird es wohl honoraris causa heissen, bei einem Politiker eher humoris causa. Manchmal ist die Verleihung ein Omen, etwa als Siegbahn und Eland in Basel den h.c. verpasst bekamen und beide kurz darauf den Nobelpreis... Ist für Unis immer wieder eine prima Idee, gratis zu Vorträgen berühmter Leute zu kommen.

Ein bisserl ist das unfair :-))

Diejenigen, die den Dr.hc bekommen haben inklusive Mischpoche können dir ganz genau auflisten, was da alles an weit überdurch- schnittlichen Leistungen erbracht und Entbehrungen erduldet werden mußte, um dazu zu kommen.

Etwas anders gestrickt, trotzdem zu postings vom thread passend: als ich die Aufnahmeprüfung für meine HTL machte, irgendwann an- fangs der 60-er Jahre, da sind knapp 800 Prüflinge angetreten.

45 gab es im ersten Jahrgang und 17 haben am Schluß maturiert.

Mein Sohn, der keine Aufnahmeprüfung im Gymnasium mehr machen mußte und bei dem mehr als die Hälfte der Anfänger durch die Matura geprügelt wurden, hat meine Erzählung als Nebensächlich- keit abgetan. "Die sind halt dann anderswo untergekommen". Das stimmt, es gab in den Nachbarstädten HTL's mit wesentlich dickeren Venturidüsen, auch damals schon. Damals haben ca. 8% eines Jahrgangs maturiert, heute sinds ummara 40%.

Und noch immer sitzen in den Behörden, den Versicherungen und in den Zeitungen haufenweise "abgebrochene" Gstudierte.

MfG

(Joachim Schmid) 16.12.04 in /de/sci/ing/elektrotechnik:

Und verschwindet damit auch als Namensbestandteil der in den Ausweis eingetragen werden kann?

Rainer

(Michael Dahms) 16.12.04 in /de/sci/ing/elektrotechnik:

Früher ging das für Leute über den sog. Zweiten Bildungsweg: Wenn diese einen passenden Lehrberuf abgeschlossen hatten wurde das als (Vor?-)"Praktikum" natürlich anerkannt. Ich weiss allerdings nicht ob diese heute noch an eine FH gelassen werden, wenn die die "FH-reife" nicht andersweitig her haben ;-(

Rainer

Rainer Zocholl verfasste am 02.01.2005 03:25:

Interessante Frage. Das gäbe einen Aufstand ;-)

Wie machen das die Amis eigentlich?

Joachim

War bei mir anfangs der 70-er nicht viel anders: 380 bei der Aufnahmsprüfung, 36 im erstem Jahrgang, nach Zusammenlegung mit einer anderen Klasse, plus Zuwachs in Form von Repetenten waren wir 20 bei der Reifeprüfung.

Ende der 80-er war ich selbst Klassenvorstand eines Abendkollegs einer EDV-HTL. Am ersten Tag erschienen ca. 50, nur 36 durften aufgenommen werden. Maturiert haben dann 7.

Die müssen nicht unbedingt schlechter sein.

Helmut Wollmersdorfer

DAS nicht, bloß halten sie sich für was Besseres. Se hamm ja studiert. Bummsti.

Ich gebs zu, ich war a Trottel :-)) Ich hab mir über 30 Jahre lang eingebildet, daß ich das Rauchen nie im Leben aufhören könnte, drum hab ichs auch nie probiert. Jetzt rauch ich seit 4 Jahren nicht mehr und es ist ganz easy. Ähnlich hab ich mir auch gedacht, daß ich das Sitzfleisch fürs Studium nicht hätte. Hätt ichs doch probiert! Mir waren die Lehrer einfach zu hochnäsig, ich wollt raus aus dem Strudel.

Wenn ich seh, wer das alles gepackt hat, dann mein' ich, daß ich es auch - aber so hab ich eben in den ersten 5 Jahren das getan, was ich unbedingt wollte: Erfinder werden. Erfinder sind die, die Patente haben, das war mir die Hauptsache. Während meine Kollegen Diplome machten indem sie das Wissen anderer Leute in sich hinein- zogen und abprüfen ließen, machte ich Patente. War ein Fehler, s.o.

MfG + :-))

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