Mein Bauherr hat zu den Thermostaten, warum auch immer, fertig konfektionierte Leitung mit 5 * 1.5 mm2 Einzeldraht im 13 mm Rohr (Innendurchmesser) legen lassen. (Gebraucht werden drei. Es fließen Milliampere, allerdings bei Netzspannung.) Nach dem Verlegen mit Bögen und Krümmungen sind die Bombenfest. Ein erfahrener Elektriker behauptet, die seien unmöglich da rauszubekommen.
Ich möchte trotzdem die Kabel aus dem Rohr ziehen und eine vieradrige Telephonleitung einziehen. (Natürlich nicht für Netzspannung. An den Schaltaktoren sitzen Relais und werden von Home Assistant angesteuert.) Gibt es vielleicht doch einen Weg, die rauszubekommen ohne die Wand aufzustemmen?
Ich habe da so die Idee Schmiermittelnebel aus der Druckdose mit dichtsitzendem Adapter zum Einpressen. Hat sowas schon jemand erfunden und gibt es das zu kaufen?
Danke Axel
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K
Kay Martinen
Am 28.07.24 um 21:33 schrieb Axel Berger:
Wie viele Thermostate?
Wie viele Bögen/Krümmungen und wie lang ist die längste/kürzeste Kabel/Rohr-strecke in Metern?
Was für ein Rohr wurde denn da verwendet? Es gibt ja verschiedene, glatt oder gewellt z.B.
Dann solltest du ihm das auch glauben. Der dürfte das Normalerweise schon x Mal versucht haben und; wie vermutlich jeder sonst; in den meisten fällen gescheitert sein.
Warum? Wenn das Kabel drin liegt und bezahlt ist dann nutze einfach das! Brauchst ggf. nur ein paar Klemmen mehr um das auf Dünnere externe Anschlußstrippen (deiner Aktoren o.a.) um zu setzen. Besser als umgekehrt.
Ab einer gewissen Strecke und zahl an Biegungen ist das nahezu aussichtslos das Kabel in einem Stück wieder heraus zu bekommen.
Und es ist dann ebenso aussichtslos Schmiermittel so weit hinein zu bekommen das es den Mantel auf ausreichend langer Strecke glitschig genug machte.
Und wenn du das Rohr literweise mit Schmiermittel füllst wird das doch nur eine riesen Sauerei geben. Das ist meine Vorläufige Einschätzung dazu.
Bye/ /Kay
T
Thomas Einzel
Am 28.07.2024 um 21:33 schrieb Axel Berger:
Die 3 oder 4 benötigten Adern hast du doch schon im Rohr? Wozu der Aufwand mit dem Risiko, dass du keine neue Leitung durch das Rohr bekommst _oder_ dass später mal die Steuerung doch direkt für 230V eingesetzt werden soll und alles wieder von vorn beginnt?
Auch ja: nichts abschneiden, isolieren und als Reserve lassen.
A
Axel Berger
Fünf in fünf Räumen.
Wenn ich das wüßte. Es gibt keinerlei Dokumentation über den Verlauf. Die Wohnung hat 90 m2 und das längste dürfte gut 20 m haben. Ich kenne die Varianten nicht, aber ich würde es gewellt nennen.
Das habe ich befürchtet, aber hier in der Gruppe sind nicht die Dümmsten und Unerfahrensten unterwegs.
Verwenden will ich es für Modbus mit zwei Adern und Stromversorgung 12 V, auch zwei Adern. Das erspart mir, weil die Leerrohre schon da sind und genau da hinführen, wo ich hinwill, Funk und Wandwarze. Geplant war, einen ESP D1 mit einigem Drumrum hinter einer Blende mit Taster und LED in der Wanddose unterzubringen. Jetzt mit dem dicken Kabel ist die schon voll.
Das ist Mist. Die Thermostate waren sehr flach. Wenn jetzt mein Gehäuse weit vorstehen muß, wird das häßlich. Aber wenn's nicht anders geht. Hätte ich das Problem geahnt, ich hätte gleich anders geplant.
R
Ralph Aichinger
Ich hab auch Einzeladern im Rohr bei mir, und seh das auch so. Mit Glück kannst du, wenn Zwischendosen gesetzt worden sind, Strecken von 3-4 Metern irgendwie bewegen, alles was drüber ist, ist meistens sinnlos überhaupt zu probieren.
Kannst du nicht das eine Adernpaar als Telefonleitung nehmen? Ja, eines zu wenig, aber immerhin.
Ich würde eher zum Stemmeisen greifen.
/ralph
R
Ralph Aichinger
Verteilerdosen alle paar Meter, oder durchgehend in der Wand? Wenn letzteres: Vergiss es, so gut wie eingegipst.
/ralph
M
Marte Schwarz
Hi Axel,
Das hat er kilometerweise im Auto ;-) Der Kunde bezahlt ja, was er auf die Rechnung schreibt.
So dürfte das für 99% seiner Kollegen auch sein.
Wenn es denn ein durchgehendes Rohr ohne Zwischendosen gibt, dann würde ich aus zwei Gründen nicht ohne Unterdruck auf der zweiten Seite arbeiten wollen:
Eine wahnsinnige Sauerei, wenn das Zeugs dann an anderen Ende in den Raum bläst.
Das Zeugs zieht mit unterstützendem Unterdruck garantiert leichter uns weiter durchs Rohr, wenn es gezogen wird. Ich würde wohl im ersten Schritt schauen, ob der Kanal irgendwoher Falschluft zieht, wenn man an einem Ende Unterdruck aufbaut (und das andere Ende abgedichtet hat). Wenn ja, dann sind wahrscheinlich Dosen unterwegs verbaut. Dann hat sich das mit der Sauerei ohnehin erübrigt.
Marte
K
Kay Martinen
Du meinst er spräche von Einzelnen Adern die nur als loses Bündel drin liegen?
Ich hab das eher so verstanden das er damit eine Mantelleitung meinte - mit Einzeldrähten (i.s.v. NICHT mehr- oder Fein-drähtig). Z.b. NYM-J das für sich schon reichlich steif ist. Und Gummischlauchleitungen kenne ich nur in Feindrähtig.
Bye/ /Kay
K
Kay Martinen
Okay.
Du schriebst eingangs von "dein Bauherr". Bist du das nicht? Meintest du die Bau(ausführende)Firma? Ob die (Elektriker) Photos vom Rohbau nach installation gemacht haben hast du schon gefragt?
Das ist noch übler. Bei Wellflexrohr bleibt das kabel leicht an jeder einzelnen Rippe im Rohr hängen, da hilft auch jede Menge "Flutschi" nicht viel.
Das sind 4 Adern in einem Kabel das du mit 5 Adern angibtst. Das passt also. Aber das ist dann (nach kurzem Nachlesen) Halbduplex und Modbus ist nicht für Sterntopologie gebaut sondern für Daisy-chaining (also den Hop von einem zum nächsten).
Wie ist deine Kabelführung da organisiert. Kommen alle fünf dicken Leitungen zu fünf räumen an einer Stelle raus (=Stern) oder zieht sich nur eine Leitung durch alle fünf räume. Dann müsste an den Thermostat-Standorten je eine Leitung aus der Wand kommen und (mit Schlaufe?) wieder darin verschwinden und zur nächsten gehen (= Bus)
Der Punkt ist ja, du wirst einen Busabschlußwiederstand brauchen. Einen am Ende des Busses. Aber bei einer Verlegung als Stern weiß ich nicht wie man das lösen wollte - wenn du nur einen RS-485 Transceiver an alle Leitungen hängen wolltest.
Im Schlimmsten Falle müßtest du einen RS-485 Pro Leitung (= 5*) vorsehen.
An den Thermostat-Stellen oder an einem Zentralen Punkt?
Wenn Zentral, vielleicht kannst du die Wanddose mit einem angeschraubten Pultgehäuse überdecken und dort dann die Technik einbauen. Oder etwas Möbel-artiges drum herum bauen.
Man kann; mit etwas gefummel und einer Gebogenen langen Spitzzange durchaus auch ein 5*1.5 in einer Dose so arrangieren das noch platz bleibt - für klemmen o.a.
Ich hab schon weit mehr als das in Schalterdosen untergebracht - HINTER dem Schalter. Bei flachen Dosen (für Steckdosen o.a.) wird's allerdings enger aber welche du da hast weiß ich nicht.
Heute baut man doch eher überall tiefere Dosen rein wg. mehr Elektronik o.a. Oder?
Flach weil sie in die Dose hinein ragen, wie weit?
Ja, Ausgleichs- oder Distanz-rahmen sehen oft nicht schön aus.
Einfacher wäre es wohl auf die Dose ein passendes Gehäuse zu setzen und in dies dann deinen Thermostaten (mit Modbus o.a.)
Nun ja. Z.b. mit einem einzelnen Zugdraht in jedem Leerrohr (vorzugsweise Glatt) hätte man die Option gehabt das Kabel aus zu tauschen. Aber eine (wie ich nur annehme) NYM-J 5*1.5qmm Mantelleitung füllt ein 13mm Rohr fast aus. Da ist das aussichtslos.
Bye/ /Kay
A
Axel Berger
Allem Anschein nach letzteres. Was ich nicht verstehe: Warum macht man so einen Blödsinn? Das konfektionierte Rohr ist ganz erheblich teurer als einfaches NYM. Warum also nicht gleich das nehmen, wenn das Ergebnis ohnehin dasselbe wird?
A
Axel Berger
Es ist eine Wohnung in einem Neubau. Ich habe vom Unternehmer schon in der Bauphase gekauft und etliche Photos selbst gemacht. Zu wenige. Und der Elektriker? Du machst Witze. Der hat an mehreren Stellen den Schutzleiter vergessen und an einer die Phase auf den Erdungsbügel einer Steckdose gelegt. Da gibt es noch manches, das ich bis heute nicht gefunden habe.
Es ist physisch ein Stern oder logisch ein extrem kurzer Bus mit extrem langen Abzweigen. Nach Vorversuchen mit einem langen achtadrigen Telephonkabel kann das trotzdem funktionieren. Da viele Abschlußwiderstände parallel eine zu große Last sein dürften, habe ich es erfolgreich auch ohne probiert. Im Notfall müssen es viele einzelne Modbusse an einem USB-Verteiler werden.
Die Thermostatplätze, die gut sichtbar direkt neben der Tür im Raum liegen.
Nein eben nicht. Die sind einen halben bis ganzen Zentimeter dick und ragen gar nicht nach hinten. Fast wie ein Lichtschalter mit Rahmen und passen sich daher an der Stelle optisch gut ein. Weil sie hinten flach sind, kann die Dose mit Kabeln vollgestopft werden und das ist sie jetzt auch. Die Dosen sind ab Tapetenfläche 47 mm tief, mein Elektronikturm wird mindestens 30 mm hoch werden. (Bis jetzt Steckbrett und größere Fläche.)
Nein. Wie ich ausdrücklich schrieb, kein Mantel sondern fünf Einzeldrähte. Das wird offenbar mit Rohr fertig konfektioniert so verkauft.
Auf jeden Fall vielen Dank für's Mitdenken. Direkt neben der Tür in der Zugluft bei jedem Öffnen ist ohnehin kein guter Platz. Hätte ich die Problem geahnt, ich hätte ganz anders geplant. Die Idee "Dose und Leerrohr sind schon da, also kann man sie auch gleich nutzen" war zu reizvoll.
A
Axel Berger
Ich habe alle fünf, weil die ursprüngliche Verwendung wegfällt.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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A
Axel Berger
Eigentlich nicht. Der Kunde (ich) bezahlte die komplette Wohnung zum Festpreis. Jeder Pfennig mehr im Material drückt den Unternehmergewinn.
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R
Ralph Aichinger
In Österreich ist Rohr+Einzeladern in vielen Regionen Tradition seit Jahrzehnten. Aber bei mir sind auch in der Installationszone oben unter der Decke z.B. alleine im Vorraum 4 Verteilerdosen IIRC. Ich hab vor einiger Zeit mal geschafft einen Draht nachzuziehen (fehlender N für irgendwas), aber auch da hab ich schon etwas Glück gehabt.
/ralph
R
Ralph Aichinger
Ehrliche Meinung: Wenn das Ding HA füttern soll: Nimm 2 Adern für die Stormversorgung (z.B. 48V PoE-Spannung) und mach den Rest per WLAN.
YMMV
/ralph
A
Axel Berger
Ja, so sind mehrere andere Esp verbunden. Die vorhandene Dose in der Wand gab mir die Idee, auf eine Stromversorgung mit Steckdose verzichten zu können. Der Bus -- es war für einen, der das zum ersten Mal tut ein erheblicher Aufwand, den ans Laufen zu bekommen -- sollte es deshalb werden, weil ich mich aus einem in die Wand versenkten Loch nicht auf WLAN verlassen wollte.
LAN mit PoE, auch vier Adern, wäre eine Alternative gewesen, aber dafür finde ich nur sehr teure und relativ große Endgeräte.
A
Axel Berger
Weil es derart viele verschiedene Sachen am Markt gibt und mit völlig der Überblick fehlt:
Was würdet Ihr nehmen, um dünne flexible Litze an 1.5 mm2 Kufer anzubinden? Ich könnte mühelos DuPont Stifte ancrimpen. Gibt es vielleicht sogar (crimpbare) Buchsen, in die man 1.5 mm2 Kupferrunddraht als "Stecker" einstecken könnte? Oder irgendwas von Wago für so einen extremen Durchmessersprung?
Danke
T
Thorsten Böttcher
Wago Serie 221, "Die Verbindungsklemmen der Serie 221 kontaktieren alle Leiterarten mit Leiterquerschnitten von insgesamt 0,14 bis 6 mm2"
R
Ralph Aichinger
Ja, die sind genial!
/ralph
K
Kay Martinen
Wenn es einen ähnlichen (Phantom/PoE)Fernspeisungs-Standard für Modbus gäbe könnte man das WLAN-Kabel vergessen. Aber ich sehe auch das größere Mögliche Problem das er seinen ModBUS physisch als Stern verlegt hat. So wie ich die Antwort verstand.
Mit 4 Drähten könnte man sonst auch 100Mbit Ethernet mit PoE kombinieren (wenn das gemacht wird und keine extra Adern nimmt) aber dann braucht man auch wieder eine Wandlung am Ziel. Vorhanden sollen 5 (doch einzelne) Drähte sein.
Schräge idee: Wenn am Ende nur ein Thermostat-Ventil als Aktor hängt...
1 - Masse
2 - Auf
3 - Zu
4 - frei (Rückmeldung, +Ub oder ???)
5 - frei ( " ?)
Dann würde halt alles OldSchool an zentraler stelle Geschaltet. Temperatur-sensoren kann man dann evtl. Drahtlos, per Batterie oder mit Solar/??/Harvesting-Technik versorgen. Die müssen eh nicht beim Heizkörper sitzen.
Bye/ /Kay
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