Re: Kenn eine Steckdose brennen

Aug 06, 2024 Last reply: 1 year ago 15 Replies

Am Tue, 6 Aug 2024 10:29:47 +0200 schrieb Hergen Lehmann


Am 06.08.24 um 00:25 schrieb Juergen:
>
>> Meine Schwester berichtet mir immer,
>
>immer? Hat die keine anderen Themen?

Glaub mir, das willst Du nicht wissen.


> dass in ihrer Mietwohnung eine
>> Steckdose gebrannt hätte. Das läge daran, dass sie ihre gesamt EDV
>> darüber betrieben hat. Was bedeutet Notebook, 2 Bildschirme, eventuell
>> den DSL-Router und einen Laserdrucker.
>Das sind wenns hochkommt (Aufheizphase des Laserdruckers) vielleicht
>1000W, weit unter der Belastungsgrenze einer intakten Steckose.
>Die Steckdose ist/war also schon vorher defekt.

Ich tippe aus den Schilderungen des Vorschlags des Elektrikers darauf, dass einer der Drähte nicht richtig geklemmt war und die Doppelsteckdose am Ende des Stranges genutzt wurde. Und vermute, es könnte noch ein Verbraucher mit hoher Leistung wie ein Wasserkocher im Spiel gewesen sein.


cu. Juergen


Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> schrieb:

diese Grenze ist aber mit den im Ausgangsposting genannten Geräten bei weitem nicht erreicht.

Wenn da eine wie in einer Mietwohnung übliche, 30 Jahre alte und seit Installation ungewartete Anlage ist, schließe ich nicht aus dass das noch eine Steckdose mit Schraubkontakten war die sich locker gearbeitet haben und dann irgendann heiß wurden.

Das wird Deiner Schwester niemand nachweisen können.

=> Das ist ein Problem des Vermieters. Ich würde als Vermieter als erstes die Steckdose am alten Ort durch eine moderne mit Klemmkontakten austauschen lassen und ggf. den Sicherungsautomaten durch einen kleineren tauschen. Vorausgesetzt dass der Steckdosenbrand die Leitung nicht beschädigt hat. Sonst muss halt die Wand auf.

Grüße Marc

Am Tue, 6 Aug 2024 05:26:37 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger snipped-for-privacy@pi.h.or.at> zum Thema "Re: Kenn eine Steckdose brennen":

Der Kabelkanal ist doch schon da.

cu. Juergen

Au weia, die soll dauerhaft 3.5 kW können. Ich habe eine einzige verbrannte Steckdose gesehen und getauscht. Da steckte regelmäßig das Bügeleisen drin und das bleib natürlich nicht dort sondern wurde immer gesteckt und gezogen. Hauptgrund war aber imho die eingesetzte "Kindersicherung". Die habe ich nach Rücknahme meines länger vermieteten Elternhauses, damals selbst mit knapp einjähriger Tochter, als erstes alle rausgerupft und weggeschmissen.

Von einer zweiten weiß ich. Da hatte der Lebensgefährte meiner Stiefmutter eine Küchensteckdose unter Putz (an der Schönheit und dem Aussehen der Arbeit ist bei so Leuten nie etwas zu meckern) mit dünner Lautsprecherlitze verlegt. Für den Küchenmixer reichte das prima. Später schlossen Mieter eine Spülmaschine an.

In der Wohnung waren die übrigen Leitungen von 1940. Beim Wechsel einer Leuchte waren nach sehr leichtem Bewegen des Drahtes schlagartig 20 cm abisoliert. Da habe ich damals die Elektrik komplett machen lassen. Von dem Geld habe ich beim späteren Verkauf wenig wiedergesehen. (Hier in der Gemeinschaft haben wir als Miteigenümerin eine Lehrerin mit Sozialmietermentalität. alles fordern, alles haben wollen, aber wenn später für uns, also auch sie, die Rechnung kommt, verständnislos herumjammern. Meinen defekten Rolladen habe ich neulich selbstverständlich selbst bezahlt. Ihrer geht natürlich über die Gemeinschaft und natürlich als höherwertige Luxusausführung. Warten wir auf die kommende Versammlung.)

Bedank Dich beim Steuer- und Abgabenrecht. Wie lange muß ein, sagen wir, Installateur arbeiten, um einen, sagen wir, Elektriker zum vollen Preis auf Rechnung für sich arbeiten zu lassen und umgekehrt? Nach meiner Rechnung mindstens fünf.

Die Entscheidung trifft und den Auftrag erteilt aber in jedem Fall der Vermieter. Wenn er nett und vernünftig ist könnte man ihm entgegenkommen. Wenn das wirklicn ein gut zugänglicher Kanal ist, wäre es in Eigenleistung deutlich unter einer Stunde, plus natürlich der ganze Overhead von Materialbeschaffung plus Anfahrt. (Beim Perlator in der Wohnung einer Freundin habe ich kein Buch geführt und natürlich alle Fahrten und Besuche bei Ihr mit etwas anderem verbunden. Auf jeden Fall dauert es immer länger als geschätzt.)

Einmal das und zum Zweiten sollten auch keine häufigen Steckzyklen dabei sein. Nicht überlastet sondern einfach alt und verrottet. Irgendwann ist das so. Und bei Hausbau wird auf künftige Wartbarkeit noch weniger geachtet als beim Autobau. Früher kam man an alles prima dran, heute sollte man beim ersten Defekt am besten wegschmeißen und neukaufen.

Warum sollte er auch. Eine Standardsteckdose (oder mindestens die Leitung zur Doppeldose) reicht nicht ganz aber fast für zwei Wasserkocher gleichzeitig.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De schrieb:

vor etlichen Jahren (>10) habe ich mal bei einer Bekannten deren Computer-Startprobleme mit einer zufällig im Auto liegenden WAGO-Klemme dauerhaft behoben. Die Steckdose hatte noch nicht geraucht oder gebrannt, aber das Brizzeln war schon zu hören.

Das hat mir damals eine Einladung zu einem hervorragenden Fisch-Essen verschafft. Die WAGO-Klemme war also gut investiert ;-)

Wenn sie neuwertig ist und anständig montiert wurde. Sonst britzelt es und wird warm.

Grüße Marc

Ja, aber eventuell muß man was tauschen, sei es wegen des Kokelns, sei es wegen irgendwelcher Veränderungen.

/ralph

Ich habe das Gefühl, dass eine funktionierende, richtig installierte, Steckdose das viele Jahrzehnte aushält, ohne zu verkokeln, aber dass es

*wenn* irgendwo Kontaktprobleme auftreten, ganz schön schnell gehen kann mit dem Verschmoren der Kontakte. Ich hab mal einen Küchenherd gehabt, wo mir das passiert ist, das hat einigermaßen wild ausgesehen und gerochen. Waren dort Schraubklemmen, die dürften ca. 25 Jahre durchgehalten haben.

/ralph

Wenn das richtig installiert ist, muß so eine Steckdose Wasserkocher viele Jahrzehnte aushalten. Noch dazu zieht man bei Wasserkochern (anders als z.B. bei Staubsaugern) selten unter voller Last den Stecker.

/ralph

Am 06.08.2024 um 17:26 schrieb Heiner Hass:

Bei mir ist analog zum OP in einer Unterverteilung so eine Steck-WAGO-Klemme verschmort, dass das Plastik total deformiert war. Verbraucher dahinter war alleinig ein Hörmann-Garagentoröffner.

2

Ja klar, aber das ist dann wirklich nicht das Problem des Mieters und der muß gar nichts nachweisen. Und ich schreibe hier wirklich aus Vermietersicht, aber wenn bei meinen Mietern etwas defekt ist, dann reicht ein Anruf bei mir und es wird gemacht. Auf der anderen Seite kommen mir auch meine Mieter entgegen und nehmen mir oft einen guten Teil der Arbeit ab. Finde mal selbst einen Handwerker in einer Stadt 80 km weiter, es sei denn, Du kennst ihn schon.

Ja, ich kenne das. Aber bei weitem nicht alle Vermieter sind so vorbildlich wie Du (und wie ich versuche zu sein).

Grüße Marc

Bitte nicht so trennen. Meine Selbstdarstellung und Selbstbild muß mit dem, wie mich andere sehen, nicht übereinstimmen. Aber genau wie Du bemühe ich mich und ist mir Fairness und gegenseitige Rücksicht wichtig.

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