Not-Aus nachrĂŒsten

Hallo!
Folgender Punkt ist in einem GesprÀch aufgekommen:
Eine Maschine mit 400VAC mit einem Not-Aus-Schalter nachgerĂŒstet
werden.
Ansicht A: Der Not-Aus soll Àhnlich einer Sicherung die Hauptversorgung unterbrechen, dadurch bleibt die Maschine sofort stehen und ist stromfrei.
Ansicht B: Der Not-Aus darf nur in die Steuerung eingreifen. Bei obiger Variante A ist es ein Problem dass der Hauptschalter weiterhin eingeschaltet ist und beim RĂŒcksetzen des Not-Aus die Maschine sofort unter Strom steht.
Was ist hierzu korrekt, und gibts dazu Quellen im Netz zum Nachlesen?
HC
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On Tue, 14 Feb 2012 05:11:46 +0100, Hans-Christian Grosz wrote:

Strom wegschalten fĂŒhrt nicht automatisch zu möglichst schnellem Stop. Im Gegenteil verhindert das z.B. Motorbremsen.
Willst du einen Not-Aus, um eine Maschine möglichst schnell zum Stillstand zu bringen?
Willst du einen Not-Aus, um ein Netz möglichst schnell stromfrei zu schalten?
Oder brauchst du nach dem Not-Aus sogar eine möglichst sinnvolle Methode, um eine Maschine langsam rĂŒckwĂ€rts fahren zu lassen?
DIN/VDE kann ich dir nicht sagen, aber die richtige AusfĂŒhrung ergibt sich offensichtlich aus der Notwendigkeit und dem Zweck.
Bei Motoren kann es z.B. sinnvoll sein, statt von Strom auf motorseitigem Kurzschluss der Motorwicklungen umzuschalten.
Das System muss insgesamt aber wohl so konstruiert werden, dass es einen solchen Not-Aus-Schalter wiederholt ĂŒberlebt - im Unterschied zu Einmal-Sicherungen wie ein Airbag oder eine mechanische SĂ€geblatt-Blockierung.
Schönen Gruß Martin
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Martin ?rautmann wrote:

Im vorliegenden Fall ist das Strom-Wegschalten ausreichend.
Die Maschine ist defakto ein Getriebemotor mit einer Drehzahl von 60upm und einer Nachlaufzeit von unter einer Sekunde. Der normale Betrieb erfolgt ĂŒber Zweihandbedienung.

Nein, der Getriebemotor stoppt "prompt" (<1 Sek.)

Nein, ist kein Thema.

Auch nicht.
Jedoch ist gibt es eine betriebsinterne Vorschrift, dass jede Maschine einen Not-Aus hat und diese Vorschrift will erfĂŒllt werden, trotz Zweihandbedienung.
HC
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Hans-Christian Grosz wrote:

Ich habe nicht gelesen, was alle Experten dir geschrieben haben, noch weniger, was fĂŒr §-Vorschriften-§ es gibt.
Vorsicht, wenn du einen Motor (eine InduktivitĂ€t) vom Netz trennst, an dem gleichzeitig dann noch (elektronische) Kleinverbraucher als Insel hĂ€ngen bleiben. Der Motor hat genug Energie, um die Kleinverbraucher in der Insel zu zertöppern, wenn der MotorschĂŒtz oder -schalter nicht sofort trennt.
gl
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und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit
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Ingrid-Franz Glaser wrote:

Vergessen: Kraus & Naimer hat die Hauptschalter dafĂŒr.
gl
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Am 14.02.12 05.11, schrieb Hans-Christian Grosz:

Das wĂ€re nach VDE 0113-1 (elektrische AusrĂŒstung von Maschinen) bzw. Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ein Not-Halt.

Recherche im Umfeld Maschinenrichtlinie, CE, Normen? Zu den Suchbegriffen "Sicherheit Maschine" liefert allein www.beuth.de ca. 5000 Treffer. Auch http://www.maschinenrichtlinie.de/ bietet vielleicht einen guten Einstieg.
V.
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Volker Staben wrote:

Ich war nicht sicher, ob aktuell Not-Halt oder Not-Aus verwendet wird. ;)
Laut der neuen Maschinenrichtlinie wĂ€re der Not-Halt nicht notwendig, da die Stoppzeit praktisch nicht verkĂŒrzt werden kann.
Aber der Punkt bzgl. der Ermöglichung einer Wiederingangsetzung und nicht der direkten Wiederingangsetzung bei Not-Halt-Freigabe ist ein gutes Stichwort.
Damit wÀre die eigentliche Frage schon geklÀrt, bleibt nur mehr eine Folgefrage:
Gibt es technisch einfache Lösungen, einen Not-Halt einzubauen, wenn in der Schaltung auf der Versorungsleitung des Getriebemotors nur Hauptschalter, Sicherung und Zweihandtaster liegen?
HC
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Am 14.02.12 18.49, schrieb Hans-Christian Grosz:

Wenn ein Wiederanlauf erst durch BetĂ€tigen des Zweihandtasters erfolgt, dĂŒrfte das doch unproblematisch sein?
Ansonsten: Hauptschalter durch Taster und SchĂŒtz mit Selbsthaltefunktion ersetzen? Wenn man die Spannung fĂŒr die Selbsthaltung hinter Not-Halt abgreift, fĂ€llt bei Not-Halt auch die Selbsthaltung des SchĂŒtz weg?
V.
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Volker Staben schrieb:

Evtl. mĂŒĂŸte man sich Gedanken machen, was passiert, wenn der Einschaltaster hĂ€ngt bzw. ein Ziegelstein draufliegt.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Am 14.02.12 21.57, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Eine Risikobeurteilung gehört zu den normalen Pflichten im Rahmen des KonformitÀtsnachweises mit der Maschinenrichtlinie.
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On Tue, 14 Feb 2012 05:11:46 +0100, Hans-Christian Grosz

Schau Dir mal die grundsĂŒtzlichen Anforderungen dazu in Anhang I der Maschinenrichtklinie 2006/42/EG an, hier insbesondere Ziff. 1.2.4; 1.2.6; 1.6.2..
Gruß Peter
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Heißes Thema, jede Menge Normen und Vorschriften, spezielle SteuergerĂ€te. Ich wĂŒrde da die FInger von lassen, mein Kollege gegenĂŒber macht genau das, und es klingt ziemlich krank, was da so alles abgeht.
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de /
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Moin! aus meiner Praxis kann ich dir folgende Empfehlung geben: 1. eine GefĂ€hrdungsbeurteilung machen (lassen). Daraus ergibt sich dann der Umfang der AusfĂŒhrung. So wie du es beschreibst, wĂ€re fĂŒr mich ein Not-Aus mit Speicherung sinnvoll, also das unbeabsichtigte Wiedereinschalten mĂŒsste verhindert werden. Recht simpel lĂ€sst es sich mit einer Hauptschalter / Unterspannungsauslösung realisieren (Schneider, Moeller(Eaton) Siemens etc.) Nicht ganz unberĂŒcksichtig sollte Bremsen und Abbau der Restenergie sein. Sollte zumindest in der GBU aufgefĂŒhrt werden.
Ralle
Am 14.02.2012 05:11, schrieb Hans-Christian Grosz:

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