Off topic: 240dB Schallpegel?

Oct 26, 2009 8 Replies

First reply

Dieter Wiedmann

Könnte doch sein, dass für Wasser als Übertragungsmedium ein anderer Bezugswert üblich ist. Gruß Dieter

Read the full reply

Moin.



War gerade auf einem Kurzurlaub in Ostfriesland und habe dabei das "Aquarium" in Wilhelmshaven besucht, sehr beeindruckend.



Aufgefallen ist mir u.a. der "Knallkrebs", der in der Lage ist eine Wasserschockwelle zu erzeugen, die kurzfristig 5000 Grad heiß ist und einen Schallpegel von bis zu 240 dB hat.



Quelle im Netz:

formatting link
Nach der Staun-Phase kamen mir Zweifel, ob das so stimmen kann:



Der Düsenjet wird mit 150dB zititert, das kann ich noch nachvollziehen, aber bis 240dB wäre dann noch der kleine Faktor von 10e9, und ich weiß nicht, wis das energiemäßig gehen soll: angenommen, der Schallimpuls des Krebses wäre nur 1 Mikrosekunde lang , dann steckte darin noch die Schallenergie, die ein Düsenjet innerhalb 1000 Sekunden erzeugt. Im Museum und im Netz wird sogar von 1 Mikrosekunden geredet, das wäre dann noch 1000 Mal länger.



Dichtung oder Wahrheit?



Ich kann mir 240dB Schallpegel einfach nicht vorstellen.



Alfred


Alfred Gemsa schrieb:

Sorry, es wird von 1 Millisekunde geredet.

Alfred Gemsa schrieb:

Könnte doch sein, dass für Wasser als Übertragungsmedium ein anderer Bezugswert üblich ist.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

formatting link

Gruß Die*Ingrid*ter

Alfred Gemsa schrieb:

Hallo,

man kann das so nicht vergleichen, der Düsenjet erzeugt die 150 dB innerhalb eines Volumens von etlichen m^3, der Pistolenkrebs seine 240 dB in einigen mm^3, allerhöchstens in einem cm^3. Der Pistolenkrebs nutzt den Schall ja nur auf sehr kurze Distanzen. Der Unterschied zwischen mm^3 und m^3 wäre ja wieder der Faktor 10^9.

Bye

Dieter Wiedmann schrieb:

Man lernt nie aus ...

Gruß, Alfred

Mit dem Unterschied, daß der Schall eine Wellenfront ist und sich dessen Leistung damit nicht in einem Volumen, sondern "nur" auf dessen Oberfläche verteilt.

Die ganze Diskussion ist müßig. Die Angabe eines Schalldruckpegels ist nur dann sinnvoll, wenn auch der Abstand der Meßsonde zur Schallquelle sowie die Beschaffenheit des Mediums dazwischen bekannt sind. Wenn nicht, dann sagt der Wert überhaupt nichts über "wer ist lauter" aus - eine Grille bietet in 2 mm Entfernung deutlich höhere Schalldruckpegel als ein Jet in

50 m Entfernung. (Vermute ich mal.)

In doppeltem Abstand ist die Schall-Leistung auf ein Viertel gesunken, was sich gleichmäßig auf Schalldruck (sozusagen Spannung) und Schallschnelle (sozusagen Strom) verteilt: Schalldruck (und Schallschnelle) nehmen proportional zur Entfernung ab. Der Schalldruck/pegel/ also um 20 dB pro Entfernungsverzehnfachung.

vG

Nach dem wir gelernt haben, dass die Bezugsgröße bei Wasserschall 1uPa beträgt, entsprechen 240dB also einem Druck von 10bar. Das ist sicher ganz ordentlich. Eine Welle unter Wasser kann sich damit nur ausbreiten, wenn es tiefer als 100m ist, weil sonst die Welle an ihren negativen Maxima negative Absolutdrücke erzeugen würde - schwer vorstellbar. Linear ist die Wellenausbreitung da sicher längst nicht mehr.

Aber ich denke dass Kavitationsblasen beim Kollaps Drücke erzeugen können, die weit aus höher liegen, Kavitation erodiert schließlich sogar Metall, Schiffspropeller,... Also gehen täte das schon, nur dass - wie schon erwähnt

- die Angabe der Entfernung zur Schallquelle fehlt und damit die Angabe recht sinnlos ist.

Wenn man eine Glasflasche mit Wasser füllt und dann mit einem Hammer gegen haut, kann man diesen Wert sicher übertreffen.

CU Rollo

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Roland Damm schrieb:

Wellen brauchen keine negativen Amplituden zu haben.

Gruß aus Bremen Ralf

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required