Ich kenne nicht einmal die Preise. In unserem Appartment in Nordmanhattan steht seit Jahren ein Fahrrad. Aber wir nutzen es bislang nicht. Solche Strecken, die ich abradeln wuerde, gehe ich lieber zu Fuss. Der Lebensgenuss an der Stadt ist dann groesser.
Im Stadtverkehr in D oder NL stoert mich die Verbissen- heit der Radfahrer, die sich so wie Autofahrer rueck- sichtslos bewegen, um rasch irgendwo hinzukommen. Dasel- be Verkehrsgeschehen auf Radwegen zu haben wie auf den Strassen selbst, ist irgendwie Sinnverkehrung. Schnelles Fahren als Leistungssport ist mir nachvollziehbar. Wenn jemand zur Arbeit rasen muss, hat er sich die Zeit falsch eingeteilt. Das ist dann nur noch Stress.
Zu Fuss gehen, kann die bessere Alternative sein. Das Wahrnehmungsverhalten aendert sich dann sehr weitgehend. Durch das Auto und das Wahrnehmungs- verhalten hatten sich unsere Staedte sehr veraen- dert. Das wirkt sich immer noch auf die Baugestalt der Gebaeude aus. Wenn zu Fuss gegangen wird, sind mehr Einzelheiten wichtig. Wir koennen genauer hinsehen. Dadurch wird auf mehr Schoenheit der Bauwerke geachtet. Diese muss dann entstehen, damit das Auge Stadtraum als Fussgaenger positiv erlebt.
K.L.