Preisentwicklung Strom im Bezug auf z.B. Elektroautos

Hallo,
ich stecke noch mitten im Studium und kann die globalen Auswirkungen dieses "Elektroauto-Booms" natürlich nicht vorhersagen. Vielleicht könnt
ihr das ganze ja ökonomischer interpretieren als ich. Nehmen wir mal an, Elektroautos sind die Mobile der Zukunft und ersetzen zum Großteil die Benziner. Logischerweise würde der Stromverbrauch drastisch ansteigen -> Strom wird noch teurer. Führt all das nicht zwangsläufig dazu, dass Strom in (mehr oder weniger ferner) Zukunft genau wie das Öl heute ein Luxusprodukt würde? Das wäre doch fatal, denn auf Öl könnte man ja privat noch verzichten (keine Autos mehr) aber was Strom angeht... Also wo lohnen sich denn Elektromobile nun? Mal abgesehen von der Umwelt :P Denn ich werde ja nicht der erste sein, der sich über sein Geld (oder das seiner Nachkommen) Gedanken macht.
Grüße André
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Am 07.10.2010 18:38, schrieb André Cornelius:

Der Strombedarf wird sich damit etwa verdoppeln.

Je nach dem, wie schlau oder blöd sich unsere Regierungen verhalten. Würden nur die privaten Gebäudeheizungen durch Stromerzeuger ersetzt, dann hätten wir die gleiche elektrische Leistung am Netz wie jetzt sämtliche Großkraftwerke zusammen.

Nein. Wir haben genug regenerative Energie zur Verfügung. Was sich allerdings deutlich ändern würde, wären die Machtverhältnisse in der Stromproduktion. Sie würde weiter in die Breite verteilt. Dass das den Großen Vieren nicht besonders gefallen wird, liegt irgendwie auf der Hand.

Sie lohnen sich dann, wenn die Stromproduktion verbessert wird; wenn insbesondere die Abwärme einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird anstatt durch riesige Kühltürme rausgeballert.

Es sind nicht sehr Viele, die sich ERNSTHAFT mit dem Thema beschäftigen. 95% liefern nur warme Luft ab.
--
Servus
Christoph Müller
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Strom wird in erster Linie wegen der angestrebten Umstellung auf regenerative Energiequellen teurer werden.
Das Elektroauto hat mit den kommenden Preiserhöhungen eher wenig zu tun. Meiner Meinung nach ist der aktuelle Boom auch lediglich ein Boom in den Medien weniger auf dem Markt oder in der Realität.
Die Automobilhersteller laufen momentan aus Imagegründen dem aktuellen Zeitgeist hinterher, vermutlich auch, um Subventionen abzugreifen.
Mit einer realen Technologiewende hat das wenig zu tun weil ein echtes Elektroauto für den Masseneinsatz definitiv zu teuer ist.
Wenn man die Kaufkraft der Bürger z.B. durch steigende Energiepreise genügend geschwächt hat, wird vieleicht der ein oder andere auf einen Elektroroller umsteigen, aber ein Elektroauto, das auch nur annähernd dem entspricht, was wir heute als Auto bezeichnen, wird es zumindest für die Masse nicht geben.
Das wäre dann vieleicht sowas wie ein Rückschritt in die Verhältnisse der 50er oder 60er Jahre, wo sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Auto leisten konnte.
Gruß
Stefan DF9BI
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Am 07.10.2010 19:48, schrieb Stefan:

Ah, noch einer der das Ziel erkannt hat. Der Pöbel soll gefälligst laufen oder fahrradfahren und die Straßen für wichtige Leute freihalten :-(
Butzo
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Am 07.10.2010 19:48, schrieb Stefan:

Was nichtmal stören würde, wenn man selbst auch Strom verkaufen könnte. Mit fairen Handelsbedingungen, wie man sie durch ein automatisches und bilaterales Stromhandelssystem haben könnte, könnte man genau das erreichen. Geldverdienen mit der eigenen Heizung wäre die Folge.

Mit dieser Einschätzung könntest du ziemlich richtig liegen.

Ist anzunehmen.

Aber nur, wenn man damit auch Langstrecken fahren will. Wenn man diese per Bahn nach Railtaximanier bewältigen könnte, wäre auch ein nur kurzstreckentauglicher Antrieb massentauglich - http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm

Im Moment gehen Autofirmen noch davon aus, dass ein geeigneter Akku kommen wird. Darauf baut das ganze E-Auto-Konzept auf. Ob diese Batterie je kommen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Man lebt von der Hoffnung, dass die über 100 Jahre währenden Anstrengungen nun ganz plötzlich den Durchbruch bringen werden.

Das E-Auto braucht vor allem Strukturen, die zum E-Auto passen. Die haben wir nicht. Deshalb würde ich die Priorität auf Individualverkehr auf der Schiene legen. Das würde auch das Risiko minimieren, dass die Bahn aufgrund der immer besser werdenden Fahrerassistenzsysteme in wenigen Jahren sonst gänzlich überflüssig wird.
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo NG!
die grösste Problem der Elektroautos ist die begrenzter Reichweite. Mit grössere Akkus ist es schwer beizukommen. Bei steigende Masse steigt auch die Energiebedarf bei beschleunigen. Ein Hybridauto wird mit fossiler Energieträger gefahren, meistens. Ein echtes Electroauto braucht eben Strom aus alternativ Energiequellen. Auf Solarenergie basierte Energieerzeugung hat vor einen Jahr ein Plan von führende Energierzeuger gegeben. Solarkraftwerke in die Sahara. Aber diese Solarstrom sollte die Elektroautos auch erreichen. Dies Technologie gibts, denkt mal an die Trolleibuse! Natürlich ist es nicht praktikable auf den Autobahn. Oder doch? Bosch hat für die Akku-Werkzeugen ein Kontaktlose Ladegerät. Bosch liefert auch Teile für den Autoindustrie. Wieso ist es nicht möglich ein Technik zu entwickeln, wo die eAutos wehrend der Autobahnfahrt kontaktlos die Akkus nachgeladen werden? OK, ich bin keiner Ing. Aber ein Idee darf ich noch haben... Und bitte kommt nicht damit, es ist zu teuer! Kostet zu viel Material. Die Eisenbahn wurde auch so erbaut, statt Stein auf Eisenschiene.
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Also schrieb Jozsi:

So wie die elektrische Zahnbürste? :) Die Verluste dabei sind viel zu hoch. Wirkungsgrad ist ungefähr 10%, IIRC (man verbessere mich...). Für eine Zahnbürste mit 0,x W gerade noch vertretbar, bei xx - xxx kW pro Auto nicht mehr.
Dann noch eher die Oberfläche des Autos mit Solarzellen pflastern und beim Parken wenigstens ein wenig wieder nachladen... selbst das ist noch sinnvoller als kontktloses Laden während der Fahrt. Dann doch eher die Sache mit der Stromabnehmer-Rille in der Fahrbahn, sozusagen Carrera-Rennbahn in groß, nur mit Kontakt von unten statt von oben... da müsste man halt mal Tests machen...
Ansgar
--
*** Musik! ***

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Am 08.10.2010 11:34, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Wäre vermutlich keine besonders gute Idee. Fährt man mal auf so einer Rille (z.B. beim Spurwechsel), wird das Fahrzeug gerne instabil. Merkt man schon, wenn man nur auf ein Straßenbahngleis kommt und nur 50 km/h drauf hat. Was wird das erst bei 130 km/h? Was machen dann Motorräder oder Autos mit sehr schmalen Reifen (die sparen nämlich Energie)? Was passiert bei Regen - insbesondere Starkregen? Laufen die Stromabnehmerrillen dann voll und bauen entsprechend einen Kurzen zur Masse? Wie kann man für sicheren (!!!) Wasserablauf sorgen, wenn schon konventionelle Gullis immer wieder mal in die falsche Richtung betrieben werden? Wie geht man mit Eis, Schnee, Matsch, Laub und anderem Ungemach um?
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Jozsi,
hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe?
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Servus
Christoph Müller
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Hallo Christoph!
jetzt habe ich es gelesen. ;-) Aber die Stromabnehmer ist nicht meiner Idee. Ich denke an Kontaklose Ladegeräte, Bosh hat sich mit "sehr gute Wirkungsgrad" gebrüstet. Nun wäre Zeit diese Verfahren in Richtung Mobilität weiter zu entwickeln. Natürlich mit hoche Wirkungsgrad! :-)

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Am 08.10.2010 13:32, schrieb Jozsi:

Ist alles relativ. Im Vergleich zu mechanischen Kontakten sind die induktiven Übertrager eigentlich immer Murks.

Müsste man noch wissen, wie das praktisch gehen sollte. Aber warum denn in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah!
--
Servus
Christoph Müller
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Jeder gute Idee wird als Spinnerei abgetan, bis einer Spinner kommt und es realisiert....
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Jozsi schrieb:

Hallo,
nur sind halt kontaktlose Ladegeräte mit hohem Wirkungsgrad die auch über Distanzen von 10 cm bis einige Meter funktionieren mit der bekannten Physik kaum zu realisieren, da wird sich auch ein Spinner schwer tun.
Bye
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Suche die Weg wie es funtioniert und nicht wie es nicht funzt! Einer Induktivität, der durch die eMobil 5cm über den Fahrbahn getragen wird indem der Stromleiter/Sender eingebettet ist, sollte möglich sein.
Wie ist das bei den Transrapid? Da werden durch hohe Ströme die Wagons in bewegung gesetzt. Kontaktlos. Welche Bedingung müsste man erfüllen um die zum Bewegung benötigte Energie übertragen?

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Jozsi schrieb:

Hallo,
na dann mach Du doch mal.

So geht es eben nicht, der Luftspalt macht den Wirkungsgrad kaputt.
Bye
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Also schrieb Jozsi:

Ein ganz kleiner Luftspalt von nur ca. 10 Millimeter.
Ansgar
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Am 08.10.2010 14:17, schrieb Jozsi:

Es gibt auch viele Spinner mit fantastischen Ideen, die niemals auf einen grünen Zweig kommen.
Und es gibt viele Konzepte, die in den Medien als Zukunftstechnologie hochgejubelt werden und die dann irgendwann in der Versenkung verschwinden.
Gruß
Stefan
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