Spricht irgendwas gegen FI/LS-Kombischalter?

Hallo!
In meiner Wohnung (Oesterreich) befindet sich im Zaehlerkasten noch "Altbestand" (z.B. RCD mit 0.1A), weiters besitze ich neben
Waschmaschine auch einen Geschirrspueler und eine Dampfdusche, und die sollen alle einen eigenen abgesicherten Stromkreis spendiert bekommen (derzeit haengen die Dinger unschoen an einem LS, was ja nicht so ganz der Norm entspricht).
Demnach moechte ich den Stromkasten (mit Hilfe eines Freundes, der frueher in Deutschland beruflich Elektroinstallationen durchgefuehrt hat - abnehmen lassen werde ich das danach durch ein ansaessiges Unternehmen) erneuern.
Insgesamt sollen es 7 Stromkreise werden (derzeit 4): - Wohnung Teil 1 (13A) - Wohnung Teil 2 (13A) - Badezimmer (Licht) (10A) - Waschmaschine (16A) - Geschirrspueler (16A) - Dampfdusche (16A) - Kombitherme (13A)
Und ansich will ich jedem davon einen eigenen RCD spendieren. Bei einem klassischen Aufbau mit LS+RCD geht sich das in einem zweizeiligen Kasten nicht aus, und fuer einen dreizeiligen ist kein Platz (unkaputtbarer Einbaukasten vom Vorbesitzer).
Daher wuerde ich gerne die FI/LS-Kombischalter von Moeller verwenden, was einerseits Platz sparen wuerde, und andererseits bequemer aufzubauen waere.
Spricht irgendwas dagegen (auszer der Preis)? Oder ist das Zeugs unzuverlaessiger als einzelne RCD und LS, und es gibt z.B. leicht Fehlausloesungen?
Wenn ihr mir doch abratet, koennte ich auf die Aufteilung in Wohnung 1 und Wohnung 2 verzichten (ist derzeit nur ein Kreis, aber eine Trennung waere mir lieber). Auf den RCD fuer das Badezimmerlicht verzichten ist ja leider nicht erlaubt, soweit ich weisz?
Waeren die Varianten mit 10ms Ausloeseverzoegerung (-G statt -A) besser fuer mein Vorhaben (wobei ich diese Typen nur in der technischen Beschreibung von Moeller, aber in keinem Katalog gefunden habe), oder ist das im Normalfall (auch bei Gewitter, ...) egal?
Wenn ich den Kombischalter allerdings problemlos verwenden kann: Habe ich in der Beschreibung (z.B. http://tinyurl.com/4j3k3b ) den Text "freie Verschienungsanordnung oben oder unten" insofern richtig verstanden, dasz es egal ist, wo ich die Leitungen zu- bzw. abfuehre? Wuerde die Verschienung etwas uebersichtlicher machen.
Danke schonmal fuer Antworten.
Ciao and bye, (:Clemens:)
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Bitte mit 2,5 mm² installieren.

Kann ich mir nicht vorstellen.

Nein, das einzige Totargument hast Du genannt.

Ja, es spielt keine Rolle.
Lutz
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Warum ? Millionen solcher Gerte laufen in D mit 1,5 zur Zufriedenheit. Es gibt da auch keine Leitungsschden. Nur ab und wann einen verschmorten Klemm-Kontakt, das aber hat mit dem Querschnitt absolut nix zu tun.
Bist Du Leitungshersteller oder handelst Du mit Kupfer-Termin- Wertpapieren ?
Wir haben niemals auch nur bei einem Kunden 2,5 fr solche Gerte installiert.
MfG bastian
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bastian schrieb:

In CH ist das, AFAIK, Vorschrift bei 16A.

Wie lange darf ein 16A LS 31A durchlassen?
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach schrieb:

Ca. 5 Minuten.
Gruß Dieter
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Rolf Bombach schrieb:

Etwa zwischen 8 s und 300 s, wenn er sich an die VDE 0641 Teil 11 hält:-)
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wrote:

Ist aber schon eine Pauschalangabe, oder? Du verlangst doch nicht ernsthaft, das ein Laie hier selber Hand anlegt? Zumal rein fachlich unter Beachtung der Verlegebedingungen, Spannungsfall und Netzimpedanz durchaus 1,5er möglich wären. Ich verstehe Deinen Einwurf aber trotzdem eher als wohlmeinenden Ratschlag, sich sicherheitshalber auf einen Querschnitt höher zu verständigen. Der OP wollte, soweit ich das herausgelesen habe, lediglich den SKV austauschen lassen, ohne eine kpl. Neuinstallation auszuschreiben. Als Ansatz zu einer vernünftigen E-Anlage ist das doch mal ein wesentlich zu begrüßender Schritt, oder? Und wenn er dann noch das Geld für FI/LS ausgeben will, kann ich doch als Fachmann nur Beifall klatschen. Gruss Ralle
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Geschirrspueler und Dampfdusche sind schon mit 2.5 mm^2 angeschlossen, da ich dafuer sowieso neue Rohre verlegen muszte (vor allem fuer ersteren waren dafuer einige lustige Stemmstunden noetig). Waschmaschine ist noch 1.5 mm^2 (Altbestand), aber das will ich bei Gelegenheit noch aendern.

Im wesentlichen ja.
Der Rest ist - wie gesagt - groesztenteils schon geschehen. Unter anderem habe ich (fast) alle Luesterklemmen in den Verteilerdosen durch Wago-Klemmen ersetzt (was sicher nicht verkehrt war, aus einigen Luesterklemmen hat man die Leitungen schon einfach ziehen koennen...).

Danke. :-)
Ciao and bye, (:Clemens:)
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Hallo,
wrote:

Schon mal vernünftg.

Verstehe ich nicht, meinst Du abnehmen von herunterreissen? Kannst Du doch auch gleich von einem ansässigen Installateurbetrieb machen lassen. Zumal Du Dir dann noch Geld, Zeit und Ärger sparst, wenn alles komplett gemacht wird. Nur soviel zur rechlichen Lage, ich denke bei Euch in Österreich ist es ähnlich, wenn nicht sogar schärfer. Lt. Energiewirtschaftsgesetz und Niederspannungsanschlußverordnung dürfen Arbeiten an der Verbraucheranlage nur durch einen zugelassenen Installateur durchgeführt werden. Was mir mal ein Leiharbeiter, der aus Österreich stammte erzählte, ist es da noch so, das der Versorger sich eine Abnahme der Anlage vor Inbetriebsetzung vorbehielt. Könnte dann ärgerlich werden, wenn etwas nicht passt.

Ja gut, ist nichts gegen zu sagen, sofern Du alle zu den jeweiligen Stromkreisen gehörenden Leitungen mit allen Adern im Stromkreisverteiler hast. Wenn in der Kreuz und Querinstallation Adern gespart wurden und nicht alle N-Leiter wieder ankommen, wird das nichts mit Auftrennung auf einzelne FI/LS Schalter.

Pro FI/LS benötigst Du genau 2 Teilungseinheiten (TE) sind bei 7 Stromkreisen 14 TE. Bei einem zweireihigen Stromkreisverteiler mit 2x 12 TE sind also noch 6TE frei. Wo bei Euch der Summen-Hauptschalter verbaut ist weiss ich nicht, aber dann hast Du noch Platz für einen Klingeltrafo und einen Selektiven FI. Wird aber knapp, knappsen und die in der Norm geforderten 20 Prozent Platz sind auch nicht mehr drin.

Die bekommst Du mittlerweile von fast allen Anbietern, Hager, ABB usw. usf.

Es gibt keine Fehlauslösungen! Nach Norm darf ein RCD /FI bereits bei 50% des Fehlerstromes auslösen. In dem Fall bei 15mA! 15mA Fehlerstrom könnte im ungünstigen Fall, bei einer defekten Anlage eine Berührungsspannung >50V haben. Und bei mehr als 10mA Fehlerstrom auf dem Schutzleiter würde ich die Anlage nicht in Betrieb setzen! In jedem Fall erhöhst Du die Sicherheit der Elektroinstallation.

Ich rate auf keinen Fall ab, ist doch wie im Automobilbau "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, es sei denn durch Hubraum"! Analog für E-Anlagen tendiere ich bei meinen Angeboten zu: "mehr Stromkreise, mehr Komfort!"

Und das ist auch gut so!

Selektive RCD sind aber nicht zum Schutz von Endstromkreisen vorgesehen. Diese setzt man z.B. als Summen-FI ein, oder wo es technisch gewollt ist. In Endstromkreisen, die Laienbedienbar sind, ist gem. Norm ein RCD mit 30mA einzusetzen. Wobei die Abschaltzeit von kleiner / gleich 0,4 Sekunden einzuhalten ist.

Ich verbaue bisher nur Hager, die von Moeller sind ja noch relativ frisch ;-) Wenn ich mich recht erinnere, sind die Schweizer und die Österreicher wohl da noch pingeliger. Einspeisung auf 1 (unten) Abgang auf 2 (oben). Kann mich noch an Zeiten erinnern, da hat der örtliche Versorger hier bei uns darauf bestanden, das entsprechend gebaut wurde. Mittlerweile schaut ja keine Sau mehr danach :-(

Bitte, bitte! Ralle
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Hmm, wieder ein Begriff, der offenbar nur im Oesterreichischen existiert?^^ Ich meine "abnehmen" im Sinn von "ueberpruefen+ absegnen".

Es geht im wesentlichen nur mehr um den Sicherungskasten, der Rest ist soweit fertig.

Meines Wissens duerfen auch Leute mit entsprechender Ausbildung solche Arbeiten durchfuehren (ohne Meister o.ae. aber nicht fuer Fremde). Und Laien nach entsprechender Einweisung auch (ein Kollege hat z.B. bei seinem neuen Haus die komplette Elektrik verlegt) - natuerlich ist hier dann eine "Abnahme" (oder wie auch immer das bei euch heiszt) faellig.

Zum Glueck ist ersteres der Fall.

Hmmm, eigentlich 10, oder?

Derzeit ist im Sicherungskasten an erster Stelle ein FI mit 0.1A/40A, danach die vier LS (12A bzw. 16A, Charakteristik L). Von der Steigleitung am Gang bekomme ich ueber eine 25A- Sicherung eine der drei Phasen und den N in den Zaehler, und von dort eben in den FI (nebenbei bemerkt, falsch gepolt - lang lebe der Altbestand).

Brauche ich nicht. Die Tuerklingel hat einen eigenen Trafo, und die Auszenklingel funktioniert ueber die Wechselsprechanlage.

Ist der Vorschrift, wenn ich schon alles eigenen RCDs absichere?
Ich haette vor das ganze einen 25A LS getan (obwohl die Sicherung eh schon am Gang vorhanden ist).

Ok, das mit den 20% Platz ist wieder so ein Detail, welches ich als Laie natuerlich nicht wuszte (warum eigentlich 20% Platz?). Aber mit obigem waeren immer noch 8TE uebrig, das waere reichlich darueber.

Klar, aber als braver Oesterreicher habe ich mich jetzt eben fuer Moeller entschieden. ;-)

Hmm, mit Google finde ich aber einig Beitraege ueber Falschaus- loesungen. Oder meinst du "keine Fehlausloesungen" aehnlich dem Sinn dieses Beitrags: http://tinyurl.com/5mcbmk ?
Genau vor | Auch eine Auslösung durch externe Fremd/Überspannungen | (Blitzeinschlag o.ä.) ist keine Fehlauslösung - wenn es | auch im Einzelfall sehr ärgerlich sein kann. habe ich Angst, zudem bisher ja nur ein 0.1A RCD vorhanden ist. ;-)
Aber wenn bei den Kombischaltern die Gefahr diesbezueglich nicht hoeher ist als bei Einzel-RCDs, dann ist es das, was ich wissen wollte.

Das ist ja auch der der Plan.

Ok.^^
Ok, werde da sicherheitshalber nochmal bei Moeller fragen. (Musz eh noch herausfinden, wo man die Kombischalter ohne lange Bestellerei bekommt - weisz da jemand was?)

In dem Fall ist das IMHO aber nur Willkuer, wenn die Bauteile beide Richtungen zulassen.
Ciao and bye, (:Clemens:)
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Clemens Chiba schrieb am Montag, 30. Juni 2008 00:42:

heute habe ich im 3sat was politisches gesehen aus CH und jetzt fällt mir wie Schuppen aus den Haaren, daß das Wort "definitiv" gar nicht geschwollen gemeint ist sondern ein Füllwort wie bei uns das "äh".
:-)
--
Viele Menschen hätten ein ausreichendes Einkommen, wenn sie
nicht laufend Dinge kaufen würden, die sie eigentlich gar nicht
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Franz Glaser schrieb:

Das ist korrekt. ;-)
Und die Abnahme heisst hier ebenfalls Abnahme.
--
mfg Rolf Bombach

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