Stören sich mehrer FI-Schalter?

Hallo
Folgendes Problem: In "Dimmerpacks" samt Stromverteilung wie man sie im
(semi)professionellen Bereich zur Lichtsteuerung benutzt "sollte" ein
FI-Schalter eingebaut sein. Nun wendet aber einer der Verantwortlichen bei
uns ein, dass sich dieser FI-Schalter mit einem evtl. (und wohl meist
vorhandenen, wie gängig sind FI-Schalter für 16 A bzw. 32 A
CEE-Starkstromsteckdosen?) FI-Schalter im Hausnetz in Quere kommen könnte,
dass sich diese beiden FI-Schalter gegenseitig stören könnte. Er beruft sich
dabei auf Aussagen eines Elektrikers, ich glaube ihm trotzdem nicht so
recht. Was ist da nun dran? Wer hier kann mich da etwas fit machen für die
kommende Diskussion...
Vielen Dank
Bernd Gumler
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Bernd Gumler
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Ich vermute mal, Du willst auf die Selektivität von hintereinander- geschalteten FIs hinaus. Es kann passieren, dass, wenn Du zwei "normale" FIs hintereinanderschaltest, der in Energieflussrichtung erste FI im Fehlerfall rausfliegt, bevor der zweite rausfällt. Hmm. Aber das würde ich nicht als "gegenseitig stören" bezeichnen.
Ansonsten verstehe ich das Problem nicht. Und Du müsstest etwas präziser schreiben, wo genau das Problem vermutet wird.
Nils
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Nils Hagge
"Nils Hagge" schrieb im Newsbeitrag news:bi01br$lgb$ snipped-for-privacy@newsserver.rrzn.uni-hannover.de...
Mmh, ja sowas kann ich mir ja auch noch vorstellen, dass der "schnellere", bzw. der Schalter, der dem Problem am nächsten liegt auslöst. Welcher Schalter wäre das bei einem einem Defekt(Phase Kurzschluß auf Metallgehäuse, alles Schutzleiter) in ner Lampe, wenn ein FI bei uns im Dimmerpack sitzt und ein weiterer FI am anderen Ende des 32 A Kabels sitzt? Meiner Überlegung und ner guten Portion Gefühl nach der im Dimmer? Für die praktische Anwendung wäre das der angenehme Fall, weil man nicht den Hausmeister suchen muß und nur seinen eigenen Mist lahmlegt, nicht u.U. ne ganze Halle.
Ich vermute da ja an sich kein Problem, die Behauptung des Kollgen lautet einfach auf "Probleme", kann mir selbst da nur vorstellen, dass die FIs dann im Fall des Falles gar nicht oder in einem Nicht-Fall ohne Grund spontan auslösen. Das sind so die einzigen 2 Probs die ich mir bei ner "An-Aus"-Geschichte wie einem FI-Schalter vorstellen kann.
Bernd Gumler
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Bernd Gumler
Nein, das ist es, was ich meine. Der schnellere löst aus! Nicht der, der dem Problem am nächsten ist, was man sich wünschen würde. Dazu braucht man eben _selektive_ FIs.
Das kann passieren. Ist aber kein Argument gegen FIs allgemein. Für viele Anwendungen ist Dunkelheit ungefährlicher als eine Berührungsspannung.
Nils
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Nils Hagge
"Carsten Kreft" schrieb im Newsbeitrag news:bi0633$aua$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
"schnellere",
Danke, vor allem diesem Teil wollte ich hören...und nachdem hier niemanden was anderes einfällt, denke ist das genug Argument gegen diese abenteuerliche und seltsam begründete Geschichte den Dimmer ohne FI zu bauen.
Noch was anderes: Der schon etwas ältliche, "berufserfahrene" Elektriker der momentan in nen komplett sanierten alten Haus komplett neue Elektrik einzieht meint, das ein FI im Bad, da ist er ja meines Wissesns Vorschrift, reicht. Mit dem mir nicht so überzeugenden Argument, dass wenn der FI mal fliegt und es wäre keiner zuhause, der ganze Inhalt von Kühl- und Gefrierschrank zunichte geht. Meinen da entscheidungsbefugten Vater scheint das zu überzeugen und er würde auf FI auf allen Steckdosen im Haus verzichten...was mir als zwar nicht recht wäre. Mal hören, was da so die breite Meinung ist...
Bernd Gumler
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Bernd Gumler
Bernd Gumler verlautbarte:
Den einzigen wegen dem Bad vorgeschriebenen FI dann weiter nach vorne zu bauen, damit er das ganze Haus lahml...schützt, ist wohl wirklich Ansichtsache. Aber sind die denn so teuer, daß man nicht auch ein paar davon einbauen kann? Und vielleicht die Konservierungsgeräte an einen eigenen Stromkreis mit keinem oder eigenem FI?
Michael Kauffmann
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Michael Kauffmann
Bernd Gumler schrieb:
H=F6r' nicht auf die beiden!
Tats=E4chlich ist das Argument mit den Gefrierschr=E4nken stichhaltig. Aber das mu=DF eben dazu f=FChren, da=DF f=FCr diese Ger=E4te ein selbst=E4= n- diger "Stromkreis" (wie wir alten sungen) verlegt werden mu=DF. Denn das, was f=FCr den FI - Schalter gilt, das gilt ja f=FCr die Sicherungs- automaten genau so. Es kann ja jederzeit wo eine Gl=FChbirne oder ein Y-Kondensator f=FCr einen Kurzschlu=DF sorgen und dann taut die Gefriertruhe auch auf.
Logisch w=E4re sogar f=FCr beide eine getrennte Versorgung. Wenn schon die Gefriertruhe auftaut, dann sollte wenigstens der K=FChlschrank noch etwas Nachschub - =E4h.
In einem modernen Haus k=F6nnen nicht zu viele FI-Schalter und zu viele "Stromkreise" (=3DSicherungsautomaten) sein. Und wenn es geht, ein Plan und eine gute Beschriftung.
Mfg --=20 Franz Glaser MEG Glasau 3 A-4191 Vorderweissenbach
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Franz Glaser (Lx)
Vorschrift,
Was ist denn das wieder für eine dämliche Begründung? Ok, bei Autos, die von Brillenträgern gefahren werden, lassen wir die Airbags weg, weil die beim Auslösen, die Brille ins Gesicht drücken und die Gläser brechen....
Aber mal im Ernst, wenn man sich erstens Gedanken darüber macht, was einem wichtiger ist, die Gesundheit oder der Inhalt der Gefriertruhe und zweitens darüber, wieviel ein FI kostet, wird man sehr schnell auf die Idee kommen:
Erstens mehrere FIs einzusetzen und zwar nicht nur fürs Bad, weil's Vorschrift ist, sondern weil's die Sicherheit enorm erhöht und das für einen einmaligen Preis von jeweils 40 EUR. (Diesen Tarif kann keine Versicherung unterbieten!) Zweitens für die Gefriertruhe einen eigenen Kreis, der beispielsweise mit I delta N = 100mA geschützt wird, oder wenn es unbedingt sein soll und die Nullung bei Euch erlaubt ist, dann eben ohne FI.
Gruß Nils
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Nils Hagge (studserv)
Ah Geh! ;-)))
Ein Notaggregat ...
Vielleicht w=E4re da dann doch eine zus=E4tzliche Gefriertruhe mit mehr Reserven drin noch praktischer. Oder ein Keller in den Berg hinein. Oder =FCberhaupt Trockenfutter. Wie machen es denn die Leute in der Tundra? Oder die Tuareg?
Lebendfutter, das isses! Den Goldhamster mu=DF ich f=FCttern, jetzt ist es mir wieder eingefallen - Strohwitwerdasein.
MfG --=20 Franz Glaser MEG Glasau 3 A-4191 Vorderweissenbach
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Franz Glaser (Lx)
Dann bittet man mal den Hausmeister drum, das der mal nach dem Rechten schaut.
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Kai Krause
Unbedingt FI. Wegen der Kosten für den Schalter soll sich Dein Vater nicht so haben. Wir haben sogar eigene Erfahrung mit defektem Gerät. Unser Gefrierschrank und die Heizung im Keller sind allerdings vom FI ausgenommen. Ciao, Gerd
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Gerd Schweizer
Franz Glaser (Lx) schrieb:
Hallo,
na hoffentlich ist der Goldhamster noch nicht verhungert oder verdurstet.
Bye
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Uwe Hercksen
Hallo Franz, danke. Da muss ich nämlich gestehen, dass ich den Gefrierschrankanschluss und die Heizung neben dem FI mit dem damals neuen Haus übernommen habe. Heute abend werde ich mir das noch anschauen und mit meiner Frau reden. Ciao, Gerd
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Gerd Schweizer
Kann man "Strohwitwer" essen? Also stroh ueberlass ich den kühen. Witwer koennten ausgesprochen zaeh sein.
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Horst-D. Winzler
...
komplett
Ein Paar Schuhe reicht auch. Man kann ja nicht zwei Paar gleichzeitig anziehen.
Mein Vorschlag:
Ein selektiver RCD 300mA in die Hauptverteilung (optional) für das Verteilungsnetz. Gibt es nur eine Verteilung kann man sich diesen auch sparen, er soll hier hauptsächlich als zusätzlicher Leitungsschutz des Verteilernetzes zu weiteren Unterverteilungen mit eigenen 30mA* RCDs dienen.
Ansonsten je nach Haus/Hof/Garten/Residenzgröße je Etage oder Hausteil o.ä. je einen 30mA* RCD für die Steckdosen und einen für die Lichtstromkreise. Heimwerkerwerkstatt und Garten könnten ggf. einen eigenen RCD bekommen.
Zusätzlich je wichtiges, ausfallempfindliches (bei Abwesenheit!) Gerät wie Heizung oder Gefrierschrank je einen extra 30mA*
RCD.
(30mA* = Nennauslösestrom kleiner/gleich 30mA)
Thomas
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Thomas Einzel

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