Fi-Schalter Nennstrom

Hallo zusammen,
im Rahmen einer Renovierungsmaßnahme wurde mein Sicherungskasten
erneuert. Der Elektriker hat einen FI-Schalter eingebaut (40A / 30mA).
Nun ist mir aufgefallen, dass im Zählerkasten die Leitungen mit 63A
abgesichert sind. Auch nach dem FI hängen bis zu 4 16A Sicherungen
parallel an einer Phase.
Damit ist doch theoretisch möglich, dass mehr als der auf dem
FI-Schalter angegebene Nennstrom von 40 A durch den FI fließen? Geht man
davon aus, dass gleichzeitig nicht alle Stromkreise mit volle Last
ziehen? Ist diese Installation also so noch vorschriftsmäßig?
Der Elektriker konnte/wollte mir auf meinen Frage keine vernünftige
Antwort geben.
Schon mal vielen Dank,
Gustav
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Gustav Martini
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Er hatte halt keinen FI 63 A / 30 mA dabei, weil die aktuell noch weit mehr kosten.
Meistens funktioniert's, aber ich halte es auch für eine fehlerhafte Installation.
Du musst halt die 63A-Sicherungen ablasten auf 40 A...
Schönen Gruß Martin
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Martin Τrautmann
Gustav Martini schrieb:
Wirklich? Normal z.B. für ein Zweifamilienhaus wären 3x63A NH am Hausanschlusskasten, 3x50A NH *vor* dem Zähler und 3x35A D oder D0 *hinter* dem Zähler. Und dann würde 3x40A FI dazupassen. Falls du tatsächlich hinter dem Zähler 3x63A haben solltest, kommt da hoffentlich auch ein entsprechend dickes Kabel raus. Mindestens 6mm² je Ader wären dann schön, lieber 10mm² je Ader. Wenn das nicht gegeben ist, ist das Einbauen der passenden Sicherungseinsätze und Sicherungen eine schöne Hausaufgabe für den Elektriker.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Hallo,
danke für die Antworten!
Am 01.11.2010 23:11, schrieb Jan Kandziora:
Also es geht um eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Was ich sagen kann ist, dass im Keller 100A NH-Sicherungen sind. Dann sind über dem Stromzähler für die Wohnung drei 63A Schraubsicherungen. In meiner Wohnung kommt ein 5x10mm^2 Kabel an, das in den FI führt. Solle also vom Querschnitt ausreichen.
Wenn ich das also richtig verstehe, sollte es am einfachsten sein, die Schraubsicherungen durch 40 A Sicherungen zu ersetzen. Ich will hier auf Nummer sicher gehen, da ich die Wohnung vermieten möchte.
Darf man als Laie diese D-Sicherungen selbst wechseln?
Viel Grüße Gustav
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Gustav Martini
Gustav Martini schrieb:
Ja. Allerdings sollten auch die Gegenstücke im Sicherungshalter gegen solche für 40A ausgewechselt werden, damit der nächste Laie da nicht wieder keck 63A-Sicherungen reinschrauben kann. Und das sollte dann wieder nur der Fachmann machen.
Da ein Elektriker den nicht passenden FI gesetzt hat, kannst du ihn deshalb auch nochmal auf seine Kosten antraben lassen. Ist ja'n Fachmann und so.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Yepp. Und last dir das Messprotokoll aushändigen wenn noch nicht geschehen.
Lutz
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Lutz Illigen
Sehe ich anders.
Ja.
Lutz
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Lutz Illigen
Nein, hinter dem Zähler ist Unsinn. Ausserdem gibt die TAB2007 vor welche Sicherungen vor dem Zähler installiert werden müssen.
40 A 4polig.
Auch das gibt die TAB vor.
Wenn nur geringe Belastung (wenige Stromkreise) hinter dem RCD dann gehen auch 40 A.
Lutz
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Lutz Illigen
Wenn Du k e i n e n elektrischen Durchlauf- Erhitzer hast, sollte die 40A-Ausf=FChrung reichen. Mit Durchlauferhitzer w=FCrde ich auf 63A umr=FCsten lassen. Gruss Harald PS: Ich frage mich manchmal, warum die 63A-RCD soviel teurer sind. Der etwas gr=F6ssere Leitungsquerschnitt innerhalb des RCD kanns ja wohl nicht sein...
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Harald Wilhelms
Die paarDrahtst=FCckchen werden es nicht sein. Aber man baut deutlich kr=E4ftigere Schaltkontakte ein. Dauerlast und Abschaltstrom und Kurzschlu=DFstrom k=F6nnen schon deutlich h=F6her sein.
MfG bastian
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bastian
Lutz Illigen schrieb:
Die gängigen Verteiler-Zählerschränke haben unten NH und oben D0. Ich nehme an, der Hintergrund ist der, bei einem Problem außerhalb des Zählerschrankes erstmal die D0-Sicherungen auslösen zu lassen, weil dann der Laie selbst die Sicherung wechseln kann. Und man muss die Plombe für die Sicherungen vor dem Zähler nicht öffnen.
Kann aber sein, dass ich da nicht auf dem neuesten Stand bin.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Hmm, darf ich eigentlich als Elektrofachkraft ohne Konzession eine Plombe =F6ffnen, wenn ich das dem EVU melde? So schwierig ist das Aus- wechseln einer NH-Sicherung ja nun auch nicht. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
Nein, außer das Haus brennt ab. Grundsätzlich vor solchen geplanten Aktionen vorher das EVU anrufen. Die sagen dann was zu machen bzw zu unterlassen ist.
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horst-d.winzler
Wikipedia wei=DF hierzu folgendes:
"Unter Spannung d=FCrfen NH-Sicherungseins=E4tze nur von einer=20 Elektrofachkraft mit geeigneter Schutzausr=FCstung ausgetauscht werden.=20 Die Schutzausr=FCstung umfasst mindestens einen Aufsteckgriff mit=20 Lederstulpe und einen Helm mit Gesichtsschutz."
Das sollte man nur tun, wenn man genau wei=DF, was man da tut.
Gru=DF, Alexander
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Alexander
Wie sieht das dann eigentlich mit NH-Sicherungslasttrennschaltern aus? Die sind ja doch recht solide gekapselt und das Trennen sogar unterLast ist schon im Namen enthalten. (Die Dinger sind hier in Wien massenhaft als Hausanschlu=DFsicherungen im Einsatz, daher meine Frage).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
Trotzdem kostet in GB ein FI 100/2/0,03 umgerechnet ungef=E4hr 25 Euro... ein 80/2/0,03 20.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
Ich weiss nicht, das erscheint mir doch etwas =FCbertrieben. Beim herausziehen der defekten Sicherung (nat=FCrlich mit dem richtigen NH-Werkzeug) kann ja erst einmal wenig passieren. Beim reinstecken der neuen sicherung w=FCrde ich vorher den Haupt- Schalter/RCD hinter dem Z=E4hler ausschalten, sodas auch dann praktisch stromfrei gesteckt w=FCrde. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
In D habe ich bislang (in Wohnungsinstallationen) nur die normalen Sicherungshalter gesehen, bei denen man einen speziellen Handgriff zum Sicherungswechsel braucht. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
GB verwendet 300 mA? Gibt's hier doch nur als Brandsicherung in der Landwirtschaft. Ich habe gerade mal bei ebay.co.uk reingesehen - da sind auch 100 mA-Typen sehr beliebt?

100 A / 300 mA für je £3.50 ist wohl nicht der Standard-Preis. Wofür benutzt man die Dinger?
Dennoch scheinen die Dinger in UK massiv billiger zu sein, gerade auch in den stärkeren Größen.
Schönen Gruß Martin
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Martin Τrautmann
Das ist auch praktisch möglich.
Man ist wohl einfach mal davon ausgegangen. Man durfte es aber nicht. "Gleichzeitigkeitsfaktoren" durfte man meines Wissens früher mal bei der Strombelastbarkeit von FIs berücksichtigen, aber dem ist nicht mehr so.
Klares nein. Nach VDE muss ein FI-Schalter mit 63A Nennstrom rein, oder ne 40A Vorsicherung vor dem FI.
Nach TAB (Vorgaben der Netzbetreiber) darf die Auslösung einer Schutzvorrichtung (FI, Sicherung, nicht aber der sogenannte SH-Schalter) nicht zum Ausfall der gesamten Spannungsversorgung im Haushalt führen. Oder praxisnah vereinfacht: Es müssen zwei FIs eingebaut werden.
Kein Wunder - Du hast ihn auf frischer Tat ertappt!
(Interessant, dass mal der Laie mehr Fachwissen zeigt als der Fachmann.) ((Ja, der 63A FI kostet erheblich mehr als der 40A Typ))
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Carsten Kreft

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