Fi-Schalter Nennstrom

Hallo zusammen,
im Rahmen einer Renovierungsmaßnahme wurde mein Sicherungskasten erneuert. Der Elektriker hat einen FI-Schalter eingebaut (40A / 30mA).
Nun ist mir aufgefallen, dass im Zählerkasten die Leitungen mit 63A abgesichert sind. Auch nach dem FI hängen bis zu 4 16A Sicherungen parallel an einer Phase.
Damit ist doch theoretisch möglich, dass mehr als der auf dem FI-Schalter angegebene Nennstrom von 40 A durch den FI fließen? Geht man davon aus, dass gleichzeitig nicht alle Stromkreise mit volle Last ziehen? Ist diese Installation also so noch vorschriftsmäßig?
Der Elektriker konnte/wollte mir auf meinen Frage keine vernünftige Antwort geben.
Schon mal vielen Dank,
Gustav
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On Mon, 01 Nov 2010 19:21:40 +0100, Gustav Martini wrote:

Er hatte halt keinen FI 63 A / 30 mA dabei, weil die aktuell noch weit mehr kosten.
Meistens funktioniert's, aber ich halte es auch für eine fehlerhafte Installation.
Du musst halt die 63A-Sicherungen ablasten auf 40 A...
Schönen Gruß Martin
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Gustav Martini schrieb:

Wirklich? Normal z.B. für ein Zweifamilienhaus wären 3x63A NH am Hausanschlusskasten, 3x50A NH *vor* dem Zähler und 3x35A D oder D0 *hinter* dem Zähler. Und dann würde 3x40A FI dazupassen. Falls du tatsächlich hinter dem Zähler 3x63A haben solltest, kommt da hoffentlich auch ein entsprechend dickes Kabel raus. Mindestens 6mm² je Ader wären dann schön, lieber 10mm² je Ader. Wenn das nicht gegeben ist, ist das Einbauen der passenden Sicherungseinsätze und Sicherungen eine schöne Hausaufgabe für den Elektriker.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Hallo,
danke für die Antworten!
Am 01.11.2010 23:11, schrieb Jan Kandziora:

Also es geht um eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Was ich sagen kann ist, dass im Keller 100A NH-Sicherungen sind. Dann sind über dem Stromzähler für die Wohnung drei 63A Schraubsicherungen. In meiner Wohnung kommt ein 5x10mm^2 Kabel an, das in den FI führt. Solle also vom Querschnitt ausreichen.
Wenn ich das also richtig verstehe, sollte es am einfachsten sein, die Schraubsicherungen durch 40 A Sicherungen zu ersetzen. Ich will hier auf Nummer sicher gehen, da ich die Wohnung vermieten möchte.
Darf man als Laie diese D-Sicherungen selbst wechseln?
Viel Grüße Gustav
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Gustav Martini schrieb:

Ja. Allerdings sollten auch die Gegenstücke im Sicherungshalter gegen solche für 40A ausgewechselt werden, damit der nächste Laie da nicht wieder keck 63A-Sicherungen reinschrauben kann. Und das sollte dann wieder nur der Fachmann machen.
Da ein Elektriker den nicht passenden FI gesetzt hat, kannst du ihn deshalb auch nochmal auf seine Kosten antraben lassen. Ist ja'n Fachmann und so.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Yepp. Und last dir das Messprotokoll aushändigen wenn noch nicht geschehen.
Lutz
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Sehe ich anders.

Ja.
Lutz
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"Gustav Martini" schrieb:

Nun ja, wenn man sehr optimistisch rechnet. 10mm² NYM bei Verlegart "C" (ein- oder mehradrige Leitung auf einer Wand) ist bei drei belasteten Adern und 30°C Umgebungstemperatur für 57A zu haben. Bei Bündelung (deutlich) weniger. Bei kälteren maximal vorkommenden Temperaturen (geringfügig) mehr.
http://www.helukabel.de/pdf/german/technik/X_023_Strombelastbarkeit_fuer_Verlegeart.pdf
Da für Steigleitungen 63A Belastbarkeit gefordert sind, kommt man da erst ab 16mm² hin. Das ist der Mindestquerschnitt. Durch längere Wege, Verlegung in mit Dämmaterial zugestopfen Schächten, Bündelung mit anderen Leitung, Verlegung durch den Heizungskeller und und und _gerne_ auch mehr.

Und Passhülsen einsetzen lassen! "Mist, Sicherung im Keller ist durch. Aha, 40A. Die andern haben alle 63A. Ach, schau mal die 63er passt ja auch bei mir, die nehm ich dann, die hält."

40A Sicherung plus Passhülse im Keller ist das billigste. 40A Sicherung im Sicherungskasten nachrüsten wäre das billigste, was dem Mieter nicht zumuten würde, mal in den Keller laufen zu müssen. Zwei FIs einbauen lassen, die dann jeweils nur maximal zwei 16A Automaten pro Außenleiter versorgen, wäre TAB und VDE gerecht und mit der optimalen Versorgungssicherheit verbunden. 63A FI-Schalter einbauen dürfte etwa die gleiche Preislage sein, aber bringt eben komplett düstere Bude beim Auslösen.

Ja, aber die Passhülsen setzt Du bitte nicht selber ein, im Sicherungssockel unten drin wackeln nämlich die Elektronen schon ganz nervös in ihren Kristallgittern, die wollen gerne in Deinen Finger.
Was Du noch wechseln könntest wäre Dein Elektriker, wenn der seinen Fehler nicht wahr haben will und weiter ausweichend reagiert.
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Nein, hinter dem Zähler ist Unsinn. Ausserdem gibt die TAB2007 vor welche Sicherungen vor dem Zähler installiert werden müssen.

40 A 4polig.

Auch das gibt die TAB vor.

Wenn nur geringe Belastung (wenige Stromkreise) hinter dem RCD dann gehen auch 40 A.
Lutz
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Lutz Illigen schrieb:

Die gängigen Verteiler-Zählerschränke haben unten NH und oben D0. Ich nehme an, der Hintergrund ist der, bei einem Problem außerhalb des Zählerschrankes erstmal die D0-Sicherungen auslösen zu lassen, weil dann der Laie selbst die Sicherung wechseln kann. Und man muss die Plombe für die Sicherungen vor dem Zähler nicht öffnen.
Kann aber sein, dass ich da nicht auf dem neuesten Stand bin.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Hmm, darf ich eigentlich als Elektrofachkraft ohne Konzession eine Plombe ffnen, wenn ich das dem EVU melde? So schwierig ist das Aus- wechseln einer NH-Sicherung ja nun auch nicht. Gruss Harald
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Am 02.11.2010 14:16, schrieb Harald Wilhelms:

Nein, außer das Haus brennt ab. Grundsätzlich vor solchen geplanten Aktionen vorher das EVU anrufen. Die sagen dann was zu machen bzw zu unterlassen ist.
--
tschüs

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Am 02.11.2010 14:16, schrieb Harald Wilhelms:

Wikipedia wei hierzu folgendes:
"Unter Spannung drfen NH-Sicherungseinstze nur von einer Elektrofachkraft mit geeigneter Schutzausrstung ausgetauscht werden. Die Schutzausrstung umfasst mindestens einen Aufsteckgriff mit Lederstulpe und einen Helm mit Gesichtsschutz."
Das sollte man nur tun, wenn man genau wei, was man da tut.
Gru, Alexander
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Wie sieht das dann eigentlich mit NH-Sicherungslasttrennschaltern aus? Die sind ja doch recht solide gekapselt und das Trennen sogar unterLast ist schon im Namen enthalten. (Die Dinger sind hier in Wien massenhaft als Hausanschlusicherungen im Einsatz, daher meine Frage).
sg Ragnar
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In D habe ich bislang (in Wohnungsinstallationen) nur die normalen Sicherungshalter gesehen, bei denen man einen speziellen Handgriff zum Sicherungswechsel braucht. Gruss Harald
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Ich weiss nicht, das erscheint mir doch etwas bertrieben. Beim herausziehen der defekten Sicherung (natrlich mit dem richtigen NH-Werkzeug) kann ja erst einmal wenig passieren. Beim reinstecken der neuen sicherung wrde ich vorher den Haupt- Schalter/RCD hinter dem Zhler ausschalten, sodas auch dann praktisch stromfrei gesteckt wrde. Gruss Harald
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"Harald Wilhelms" schrieb

Natürlich geht das. Und wenn man mit dem Spannungsprüfer vorher noch misst, ob man zwischen Zu- und Abgang einen nennenswerte Spannung hat, oder man den abgeschalteten FI oder SH-Schalter direkt im Blick hat, dann sogar recht gefahrlos.
Du weißt schon, warum die Laschen der NH SIcherungen oft verbogen sind?
(Handschuh vergessen - Kombizange genommen)
Nur leider gibt es dann doch immer mal Leute, die unter Last die Sicherung einsetzen und sich wundern, warum es so hell um sie herum wird.
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Ich habe eigentlich mehr Angst vor Leuten die versuchen NH unter Last zu ziehen.
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"Alfred Weidlich" schrieb

Hehe, das sollte klar sein...
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Alfred Weidlich schrieb:

Angst musst du auch vor Leuten haben, die einen Pressluftschlauch abhängen. Basel, unterirdische Station Bruderholz. Dem Maler war eine zugegebenermassen eher unscheinbare Pressluftleitung beim Pinselquälen im Weg, da hat er sie kurzerhand abgeschraubt. Daraufhin gingen in der Halle nebenan die 220kV Scherentrenner unter Vollast auf.
--
mfg Rolf Bombach

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