Fi-Schalter Nennstrom

Nov 01, 2010 55 Replies

Das war mal. Vor dem Zähler einer halbwegs neuen Anlage finden sich die selektiven Hauptleitungsschutzschalter.

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Somit sieht der für eine neue Anlage gängige Aufbau so aus:

NH 00 Sicherung am Hausanschluss SH-Schalter vor jedem Zähler

Dann kann folgen D02 vor den einzelnen FIs oder auch nur ne Hauptleitungsabzweigklemme für die 63A Steigleitung.

Mit 63A abgesichert auf nen 40A FI zu gehen, hinter dem pro Außenleiter vier

16A Automaten hängen, ist meines Wissens nach in Deutschland NICHT zulässig. In Österreich schon mal gar nicht.

"Harald Wilhelms" schrieb

Natürlich geht das. Und wenn man mit dem Spannungsprüfer vorher noch misst, ob man zwischen Zu- und Abgang einen nennenswerte Spannung hat, oder man den abgeschalteten FI oder SH-Schalter direkt im Blick hat, dann sogar recht gefahrlos.

Du weißt schon, warum die Laschen der NH SIcherungen oft verbogen sind?

(Handschuh vergessen - Kombizange genommen)

Nur leider gibt es dann doch immer mal Leute, die unter Last die Sicherung einsetzen und sich wundern, warum es so hell um sie herum wird.

"Gustav Martini" schrieb:

Nun ja, wenn man sehr optimistisch rechnet.

10mm² NYM bei Verlegart "C" (ein- oder mehradrige Leitung auf einer Wand) ist bei drei belasteten Adern und 30°C Umgebungstemperatur für 57A zu haben. Bei Bündelung (deutlich) weniger. Bei kälteren maximal vorkommenden Temperaturen (geringfügig) mehr.

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Da für Steigleitungen 63A Belastbarkeit gefordert sind, kommt man da erst ab

16mm² hin. Das ist der Mindestquerschnitt. Durch längere Wege, Verlegung in mit Dämmaterial zugestopfen Schächten, Bündelung mit anderen Leitung, Verlegung durch den Heizungskeller und und und _gerne_ auch mehr.

Und Passhülsen einsetzen lassen! "Mist, Sicherung im Keller ist durch. Aha, 40A. Die andern haben alle 63A. Ach, schau mal die 63er passt ja auch bei mir, die nehm ich dann, die hält."

40A Sicherung plus Passhülse im Keller ist das billigste. 40A Sicherung im Sicherungskasten nachrüsten wäre das billigste, was dem Mieter nicht zumuten würde, mal in den Keller laufen zu müssen. Zwei FIs einbauen lassen, die dann jeweils nur maximal zwei 16A Automaten pro Außenleiter versorgen, wäre TAB und VDE gerecht und mit der optimalen Versorgungssicherheit verbunden. 63A FI-Schalter einbauen dürfte etwa die gleiche Preislage sein, aber bringt eben komplett düstere Bude beim Auslösen.

Ja, aber die Passhülsen setzt Du bitte nicht selber ein, im Sicherungssockel unten drin wackeln nämlich die Elektronen schon ganz nervös in ihren Kristallgittern, die wollen gerne in Deinen Finger.

Was Du noch wechseln könntest wäre Dein Elektriker, wenn der seinen Fehler nicht wahr haben will und weiter ausweichend reagiert.

Genau so hatte ich jetzt ``wenn man weiss, was man da tut.'' verstanden. ;-)

tilo

Ich habe eigentlich mehr Angst vor Leuten die versuchen NH unter Last zu ziehen.

AFAIK steht das in der DIN an die sich aber niemand halten muss.

Lutz

NH in bestehenden Anlagen, in neuen SLS.

Ja.

Lutz

Ich habe mal bei mir nachgeschaut: Drei Drehstrom-FI 25A/30mA Einer für eine Phase 25A/30mA Der Hausanschluß ist mit NH00 von 63A abgesichert.

Nun das Komische: alle FI haben Kastenklemmen für 63A Leitungen. Noch etwas: der ein Jahr alte einphasige FI hat ein Sicherungssymbol aufgedruckt 63A/10000.

Was bedeutet "10000", ist das irgend eine Impulslast?

Peter

Vermutlich der h=F6chstzul=E4ssige schaltbare Strom. Ab 10001A darf der RCD beim schalten in sich zusammenschmelzen. :-) Gruss Harald

Hmm, d=FCrfte man solche RCDs eigentlich auch in deutschen Z=E4hlertafeln verbauen? Bislang habe ich mir den Einbau mehrerer RCDs n=E4mlich aus Kostengr=FCnden versagt... Gruss Harald

"Alfred Weidlich" schrieb

Hehe, das sollte klar sein...

Fehlendes VDE-Prüfzeichen könnte stören, umgekehrt sollte die Markttransparenz in der EU das aber erlauben.

Ist

dir wirklich noch zu teuer?

Schönen Gruß Martin

Ne, hier der Wortlaut der TAB2007 (dankenswerterweise von vde.com KOSTENLOS zur Verfügung gestellt unter

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Punkt 8 - Stromkreisverteiler

".... (4) Bei Aufteilung von Stromkreisen ist die Zuordnung von Anschlussstellen für Verbrauchsgeräte

zu einem Stromkreis so vorzunehmen, dass durch das automatische Abschalten der

diesem Stromkreis zugeordneten Schutzeinrichtung (z. B. Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-

Schutzschalter) im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein Teil

der Kundenanlage abgeschaltet wird. Hiermit wird die größtmögliche Verfügbarkeit der elektrischen

Anlage für den Anschlussnutzer erreicht."

Ich meine, dass es auch eine Version gibt, wo hier noch auadrücklich der SH-Schalter ausgenommen ist.

Und für die TAB Einhaltung unterschreibt ja der Installateur beim Inbetriebsetzungs-Antrag.

Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,

anders sieht es aus wenn jemand eine intakte NH-Sicherung unter vollem Strom zieht oder eine intakte Sicherung bei bestehendem satten Kurzschluß einsetzt.

Bye

Am 03.11.2010 04:57, schrieb Lutz Illigen:

Hier (WEMAG) wird noch NH eingebaut (zumindest vor einem Monat noch)...

Gruß, Martin

Wenn das einer macht, dann ist ihm eh nicht mehr zu helfen.

GreetinX, Clemens Schueller

"Peter Thoms" schrieb im Newsbeitrag news:iar4ob$in1$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Trotz der Bezeichnung 25A/30mA scheint mir hier die 63A Vorsicherung korrekt zu sein ... Vielleicht hat ja der Threatstarter auch so ein "Sicherungssymbol mit 63A" drauf ...

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Clemens Schueller schrieb:

Deshalb muß man es möglichst unterbinden.

(Ich frage mich gerade, ob "Einschalten auf Kurzschluß" eigentlich wirklich so dramatisch wie "Ziehen unter Last" ist. Immerhin löscht der Einsatz den Kurzschlußstrom sofort, im Gegensatz zum Ausschaltbogen. Aber das wurde wahrscheinlich schon ausführlich untersucht.)

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Robert Grimm schrieb:

Sehr bedrohlich?

Gruß aus Bremen Ralf

@news.t-online.com...

Der aufgedruckte Wert bezieht sich bei allen mir bekannten FIs nur auf den Kurzschlu=DFschutz. Beispiel: ein FI 25A 2-polig mit aufgedrucktem Wert 63A und zwei nachgeschalteten 10A-LSS darf mit maximal 63A vorgesichert sein damit der Kurzschlu=DFschutz noch gew=E4hrleistet ist (er darf nat=FCrlich auch mit 25 oder 35A oder was auch immer =3D16A gleich mal ein Faktor 1,6 drin. Der im Beispiel genannte 25A-FI darf also maximal mit

16A belastet werden. Wenn der =DCberlastschutz =FCber nachgeschaltete LSS B/C sichergestellt wird ist der I2 "nur" 1,45*In, macht aber in der Praxis keinen Unterschied ob ich den FI jetzt mit 16 oder 17,24A belasten darf. Von F&G (mittlerweile Moeller Austria) gab es mal s=FCndhaft teure FIs mit thermischem =DCberlastausl=F6ser, ich nehme an die aktuell als "mit Nennstrom vorsicherbar" verkauften s=FCndteuren X-Typen sind das Gleiche). In der Schweiz darf man daf=FCr einen Gleichzeitgkeitsfaktor annehmen...

sg Ragnar

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