TAE-Stecker

Hallo,
hoffentlich bin ich hier richtig.
Ich bin zu Kabel Deutschland gewechselt, die können mir aber mit folgendem techn. Problem nicht helfen.
Ich habe ein Modem bekommen, dort ist eine Leitung für Telefon usw. vorgesehen. Diese hat einen TAE-Stecker mit 3 Anschlussbuchsen N_F_N.
Zunächst hatte ich nur das Telefon angeschlossen (an F). Das (ein neues) Telefon funktionierte damit einwandfrei. Dann habe ich zusätzlich ein Fax an N angeschlossen. Ich dachte mir, da kann ja nichts schiefgehen, denn in der Anleitung steht nicht, dass man nur ein Gerät anschliessen darf.
Nun tritt folgendes Phänomen auf: - Solange ich das Fax _und_ das Telefon an den TAE-Stecker anschliesse, funktioniert beides. Dabei darf ich das Fax auch vom Netz nehmen, aber nicht die Leitung zum TAE trennen. - Ziehe ich das Fax am TAE-Stecker heraus (dann habe ich den Ursprunszustand und es ist nur noch das Telefon angeschlossen) geht das Telefon nicht mehr.
Ich werde mir natürlich einen neuen TAE-Stecker besorgen, aber mich würde schon interessieren was dahinter steckt.
Mit Gruß E. Sauer
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Ernst.Sauer wrote:

Trennst du dabei das Kabel vom Faxgerät? Dann ist klar, dass das Telefon nicht mehr funktioniert, denn der eingesteckte TAE-N-Stecker trennt die TAE-F-Buchse ab und erst das passive Faxgerät brückt die Verbindung wieder.
Auch wenn das Fax arbeitet, wirst du feststellen, dass das Telefon so lange tot ist und nicht etwa die Fax-Übertragung dort hörbar ist. So sollte es jedenfalls sein.
--
Gruß Werner
http://www.manndat.de/fileadmin/Dokumente/Plakat_Genitalverst_mmelung.pdf
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Ernst.Sauer schrieb:

TAE ist eine Anschlussform, die es erlaubt, scheinbar parallel drei Geräte an eine Leitung anzuschließen. Paralleles Anschließen ist aber nicht gewünscht. Die Geräte müssen nacheinander verkabelt sein.
Dazu läuft das Telefonsignal erst durch die eine N-Buchse, dann durch die andere N-Buchse und dann erst zum Telefon. Ein Gerät, was an N hängt, nimmt also dem anderen N-Gerät und dem Telefon die Leitung weg, sofern es selbst telefonieren will.
Um ohne Benutzerkonfiguration sicherzustellen, dass auch bei nichteingesteckten N-Geräten das Telefon die Leitung bekommt, sind in beiden N-Buchsen je zwei Schalter eingebaut, die die beiden unteren Kontakte jeweils von links nach rechts brücken, sofern kein Gerät eingesteckt ist. Ist ein Gerät eingesteckt, brückt das Gerät bei Nicht-Aktivität des Gerätes (intern im Gerät) die beiden Kontakte. Das kannst du prüfen, indem du am FAX den Stecker ziehst. Dann geht das Telefon ebenfalls nicht mehr.
Da du in eine N-Buchse ein N-Gerät gesteckt und dann wieder rausgezogen hast, hast du die maximale Anzahl von Steckzyklen bereits erreicht:-) Du kannst die Buchse austauschen oder damit leben, denn wenn dein FAX eingesteckt ist, funktioniert das Ganze ja noch. Sinnvoll wäre dann allerdings an der Buchse ein Zettel, den du liest, wenn du das Fax entfernst. Gegebenfalls kannst du mit einer Büroklammer die acht Kontakte (jeweils die unteren beiden in den N-Buchsen) etwas nach vorne beigen. Vielleicht geht es dann wieder.
Gruß Christian
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Christian Müller wrote:

Ist natürlich eine Möglichkeit. Aber die TAE-Buchse wurde noch von der Deutschen Bundespost frei gegeben (leider statt das international üblichen RJ-Stecker wie bei Netzwerkdosen üblich) und die achtete sehr auf Qualität, musste sie doch bei Störungen auf ihre Kosten anrücken.
--
Gruß Werner
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Werner Holtfreter schrieb:

Ja, aber Ernst' Buchse wurde nicht von der Deutschen Bundespost, sondern von irgendwem produziert, der im Leben nicht damit gerechnet hat, dass irgendwer was in die N-Buchsen steckt.

Die Deutsche Bundespost rückt aber nur dann auf ihre Kosten raus, wenn es sich um deutsche Bundesposthardware handelt. Kabel Deutschland hat mit der Bundespost recht wenig zu tun.
Gruß Christian
Achja: Bei Bedarf kannst du Helmut durchstreichen und Angela danebenschreiben:-)
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Christian Müller wrote:

Es ging um eine allgemeine Aussage der Qualität von TAE: Wäre das System grundsätzlich Schrott, hätte die Post es nie freigegeben.
vG
--
Die Pappnase adelt den Clown, sie ersetzt ihn nicht.
(David Kastrup in de.rec.musik.machen über eingebildetes Talent)
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Volker Gringmuth schrieb:

Vielleicht kam das falsch rüber: Ich habe nichts gegen TAE. Bei mir funktioniert so ein Modem-Dreifach-Anschluss zu meiner vollen Zufriedenheit. Eben probiert: AB rausgezogen (ist ein Gerät, wo das Signal den offiziellen Weg *durch* das Gerät nimmt und welches auch das Abheben des nachgeschalteten Telefons erkennt), das Freizeichen ist noch zu hören -> also alles ok.
Wie das aber mit allgemeinen Aussagen halt so ist, sieht man ja an des OP Stecker - da triffts dann halt nicht zu:-)
Gruß Christian
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Werner Holtfreter wrote:

Stimmt schon. So kann man mit den TAE-Dosen sogar noch alte Schaltungen von Telefonapparaten wie z.B. die A2-Schaltung realisieren: http://de.wikipedia.org/wiki/A2-Schaltung
Es gibt TAE auch in hochwertig, aber wie das heute eben so ist, kommen die meistens aus fernost und sind gerade so hochwertig gefertigt, dass sich nicht schon auf dem Weg zum Kunden zu Staub zerfallen.
Auch heute wird von der Telekom noch sehr gute Qualität verbaut. Die haben tolle TAE mit LSA-Auflegeleisten, die man so leider garnicht so einfach bekommen kann und für die geringe Stückzahl, die ich bräuchte, wohl auch nicht erschwinglich sind. Auch schön sind deren Klemmdosen, mit der die Telefonleitungen verlängern. Auch dort anständiges LSA und Aufnahme für Überspannungsableiter... Leider auch hier in kleinen Mengen unerschwinglich...
Gruß
Manuel
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Christian Müller schrieb:

Richtig.
D.h. durch das reinstecken habe ich eine ursprünglich vorhandene Brücke zerstört?

Sind die genormt, also im Handel verfügbar?

Richtig.
Werde ich mal testen, nur so zum Spaß.

Mit Gruß E. Sauer
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Ernst.Sauer schrieb:

Ja, das ist das Prinzip. Du "zerstörst" die Brücke durch das Reinstecken und das reingesteckte Gerät stellt die Brücke wieder her. Normalerweise wird die Brücke aber durch das Rausziehen des TAE-Steckers wiederhergestellt. Dass es bei dir direkt nach dem ersten mal eine dauerhafte Zerstörung gibt, ist nicht vorgesehen, kann aber passieren.

Das "austauschen" bezog sich auf dein Vorhaben, einen neuen TAE-Stecker zu besorgen, was ich so aufgefasst habe, dass du dir von deinem Anbieter Ersatz zuschicken lassen willst.
Genormt ist das nicht, das wird herstellerspezifisch sein.
Du kannst das aber auch selbst bauen: Kaufe eine Aufputz-TAE-Dose. Schneide das Kabel an der defekten TAE-Buchse ab, sodass du noch genügend Platz zum Abisolieren hast. Mit den vier Leitungen gibt es sechs Kombinationen. Probiere alle Kombinationsmöglichkeiten durch, indem du in die F-Buchse ein Telefon steckst, den Hörer ans Ohr klemmst und in die linken beiden Schraubklemmen der gekauften TAE-Dose je ein Kabel steckst. Wenn du das Freizeichen hören kannst, hast du die richtige Kombination gefunden. Fang mit den mittleren beiden Kabeln an; eventuell ist das schon richtig:-)
Gruß Christian
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Ernst.Sauer wrote:

Dein Steckvorgang hat die Kontakte in der TAE-Dose verbogen. Vielleicht ist die Qualität der Buchsen einfach unter aller Kanone. Leider ist TAE, obwohl die Idee dahinter genial ist, häufig durch Kontaktprobleme auffällig.
Eine TAE-N-Dose sieht intern etwa so aus:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title tei:TAE_Sch.svg
Solange kein Stecker gesteckt ist, wird La und a2 und Lb und b2 verbunden. Die Verbindung zu deinem Telefon steht. Durch Stecken eines TAE-Steckers wird diese Verbindung in der Dose getrennt und über das Anschlusskabel geführt.
So kann ein Modem die Verbindung zum Telefon trennen (verhindert Störung durch Abnehmen des Hörers) oder ein AB feststellen, ob du während der Bandansage doch noch zum Hörer greifst.
In der Praxis gibt es aber viele TAE-N-Geräte, in denen diese geöffnete Brücke schon im Stecker wieder geschlossen wird und über das Kabel letztlich nur zwei Adern laufen.

Eventuell hilft bereits ein "Nachbiegen" der Kontakte in der TAE (mit einer Nadel zusammenbiegen). Ich würde den Schrott aber bei Kabel Deutschland reklamieren. Die sollen dir so eine Kabelpeitsche neu zukommen lassen.
Gruß
Manuel
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Als Notlösung kannst Du ja so einen Stecker nachbauen (oder einem Schrottgerät entnehmen), um ihn bei Nichtvorhandensein des Faxgerätes als Brücke einzustecken.
--
MfG Andreas

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Lsungen hast u ja bereits bekommen, aber ich finde es mehr als traurig, das Dir der Kunden- dienst von KD bei einem solch einfachen Problem nicht helfen kann.

Ich weiss nicht, ob das Dir hier im Thread klargeworden ist, aber das Problem ist nicht der TAE-Stecker, sondern die Kabelpeitsche, die am Modem eingesteckt wird und die TAE- Buchsen enthlt. Gruss Harald PS: Kannst Du nicht Telefon und Fax an die beiden unterschiedlichen Telefonleitungen anschliessen?
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Harald Wilhelms schrieb:

Man kommt bei solchen Problemen einfach nicht mehr an die Techniker heran. Das ist bei der Telekom genau so. Bei einem vergleichbaren Problem wie dem o.g. musste ich bei der Telekom erst 3 langwierige Telefonhürden überwinden (das dauerte ein paar Tage), dann wurde ich ausfällig und erst danach haben sie mir die Nr. eines Technikers gegeben. Das Problem war dann in 2 Minuten gelöst.

Inzwischen will mir KD einen neuen Stecker schicken.

Zum Glück wird aus dem Modem erst eine Leitung herausgeführt an der der NFN-Stecker hängt.

Schon, aber die erste Leitung ist für meine alte Ruf-Nr. reserviert und die Ummeldung dauert.
Mit Gruß E. Sauer
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Ich hatte bei KD nur einmal was mit einem Techniker zu tun, und das war bei der Neumontage meines Anschlusses. Der war kompetent und fachkundig und kam von einer Fremdfirma aus 60km Entfernung.

Diese Kabelpeitschen kommen mir auch etwas suspekt vor. Ich habe mein Telefon direkt an die RJ11-Buchse im Modem angeschlossen. Vielleicht wre fr Dich ein Eigenbau aus RJ11-Stecker mit Kabel und die deutlich stabileren TAE-Wandanschlussdosen auch die bessere Lsung. Gruss Harald
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Unitimedia legt Ihren Kunden so etwas bei:
http://files.tradoria.de/530f1a204f36e73e37c1d7de93df20bb/images/d2c5da3d15809fc6ca8491ccb0120149.jpg
Die Dinger sind wirklich unter aller Kanone.
Ein Bekannter hat beim Wechsel von Telekomik zu Kabeltelefon Telefon und Fax einfach parallel angeschlossen. Nicht elegant, funktioniert aber zufriedenstellend Zweckmäßig vor allem wenn bedacht wird, das aktuelle Billig-Telefaxe als auch (Fax)Modem über kein Umschaltrelais verfügen...
--
Tom





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Am 27.07.2010 23:11, schrieb Thomas Hu"bner: [...]

http://files.tradoria.de/530f1a204f36e73e37c1d7de93df20bb/images/d2c5da3d15809fc6ca8491ccb0120149.jpg
Bei Max & Moritz neu zu einsfuffzich:
http://www.pollin.de/shop/dt/MjY0ODU0OTk-/Telefone_und_Zubehoer/Zubehoer_ISDN_Analog/Adapter/TAE_Adapter.html
single-use halt...
--
Gruss! & 73 de Rolf Dohmen, DL1KJ

Dohmen EDV&Telekommunikation * Weilersgrund 3 * 50259 Pulheim
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Rolf Dohmen wrote:

http://www.pollin.de/shop/dt/MjY0ODU0OTk-/Telefone_und_Zubehoer/Zubehoer_ISDN_Analog/Adapter/TAE_Adapter.html
...und garantiert nicht die Teile, die den DOCSIS-Modems beiliegen: Die sind nämlich, da in amerikanischer WesternElectric-Telefonbuchsen-Tradition stehend, mit 6P2C-Buchsen (RJ-11) bestückt.
Die TAE-Chinaböller, die bei KabelBW beiliegen, sind übrigens entlang der (natürlich unveredelten) Büchsenblechkontakte übermäßig mit Flussmittel besudelt - auch darin könnte das Kontaktierungsproblem des OP begründet sein.
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Am 27.07.2010 23:11, schrieb Thomas Hu"bner:

In diesem Fall sind Telefon-Modem-Umschalter zu empfehlen. Bei Modems wurden ja auch der Durchschalter eingespart ;-(
--
mfg hdw

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