Telefonkabelfrage

Hallo, ein Bagger hat ein Telefon-Erdkabel erwischt, genau genommen eine Muffe, die ein A-2Yirgendwas mit einem anderen Kabel verbindet.
Der Monteur der DTAG sagte, dass das andere Kabel gar nicht als Erdkabel geeignet sei und hat es auch nur notdürftig angeflickt und mit ner Plastiktüte umwickelt.
Nun zur Beschreibung dieses Kabels: Außenmantel schwarz, anschließend ein Geflecht von Stahlbändern, dann wieder eine schwarzer Mantel und innen die 10 Paare. Der Telekom-Monteur meinte nun: 1. Das ist eine Leitung, die zum Verspannen zwischen Masten benutzt wird 2. Für die Erdverlegung unzulässig 3. Muss unbedingt getauscht werden, auch wenn dazu ein Graben quer durch eine Einfahrt gezogen werden muss (inkl. anschließender Neuasphaltierung) 4. Da die Telekom nur noch Warmschrumpfmuffen benutze, könne er das nur provisorisch anflicken, da dieses Kabel sonst beim Schrumpfen wegschmelzen würde.
Nun, mein Kunde möchte das vorhandene Kabel eigentlich nicht so gerne wechseln. Wir reden über ca. 10m Länge bis zum APL, davon 8m unter einer Asphaltschicht in der Einfahrt.
Ich kenne diesen Kabeltyp nicht, weiß jemand von euch, ob dieses Kabel wirklich nicht als Erdkabel geeignet ist? Der fehlende Längs-/Querwasserschutz ist leider eine Tatsache. Andererseits hat das Kabel ja gleich zwei Mäntel und die Bewehrung, die vor Beschädigung und Wassereintritt schützen. Die Vermuffung wäre kein Problem, notfalls spendiere ich der DTAG eine Gießharzmuffe. Das Kabel liegt wohl ca. seit 1970, der Mantel sieht super aus (nicht so, wie man das von NYM-Leitung nach Jahren im Erdreich kennt), die Adern fühlen sich an "wie neu".
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[...]
Kabel-Type: J-2Y(Z)Y 10x2x0,6 evt. 0,8 Kabel mit Zugentlastung zum Aufhängen an Masten.

Längswasserschutz fehlt. War früher auch nicht vorhanden (Papierkabel A-PM) Querwasserschutz ist vorhanden, sonst dürfte man es nicht im Freien verwenden.
(Aussenmantel läßt sich sehr schlecht entfernen!)

Bei mir liegt ein Kabel J-2Y(Z)Y 6x2x0,6 Zwischen Wohnhaus und Garage (Länge 55m ) seit 1972 ununterbrochen in Betrieb ohne irgend eine Störung.
Als Muffe kann ohne weiteres eine Schrumpfmuffe mit Innenkleber verwendet werden. Gasbrennerflamme auf gelbe Flamme einstellen um eine Ueberhitzung zu vermeiden.

Glaube ich Dir sofort.
Der Telekomiker weiss vielleicht viel, aber halt nicht Alles richtig ;-)
Rudi
--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
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Richtig, mein Fehler. Danke für die Typbezeichnung.
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Rudi Horlacher [Paul von Staufen] wrote:

.........Schnipp----------Schnapp
Hallo,
der Telekomiker war vielleicht ein richtiger Telekomiker, aber kein Fernmeldehandwerker der alten Art. So eine weiss narürlich mehr über die verwendeten Kabeltypen. Die Telekom setzt ja auch kaum mehr eigene Kräfte ein, zu teuer (weiss zu viel).
Gruß Manfred
--
Wer glaubt, das Zitronenfalter Zitronen falten,
der glaubt auch das Projektleiter Projekte leiten.
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Manfred Kuhn schrieb:

Die,die sich auskennen, sind zB in Call-Center abgeschoben worden oder sitzen zu Haus ;-)
-- mfg hdw
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Halli-Hallo!
Horst-D.Winzler schrieb am 21.11.2007 18:33:

Ist doch auch viel wirtschaftlicher, jemanden mit voller Kohle zu Hause zu lassen und stattdessen per Fremdvergabe die Arbeit auf externe Auftragnehmer zu verteilen. Lass Dir das mal von einem Betriebswirtschaftler durchrechnen, DER weiß das genau *ggg*
Ciao/HaJo
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HaJo Hachtkemper schrieb:

Ich kenne diese Berechnungen. Sie scheinen, global gesehen, auch plausibel. Nur, es nagt der Zweifel. Denn auch "Fachleute" sind nicht fehlerfrei. Sagt die Erfahrung ;-)
-- mfg hdw
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Carsten Schmitz schrieb:

Unschön. Horizontalbohren? (Was kostet das denn? Wenn die Strippe eingesandet ist, dann sollte man da doch auch mit einem Zugseil zurande kommen.)

Wen interessiert's ...

Pragmatisch gesehen: Laß Dir von den Telekomikern einen Meter von "deren" Leitung schenken, flick die per Gießharzmuffe an die vorhandene Strippe an, und das andere Ende können die dann gerne "vorschriftsmäßig" an ihr Backbone anschrumpfen. (Ok, Du kriegst evtl. irgendwann Garantieprobleme - erläutere dem Kunden ausführlich schriftlich, daß das alles streng unzulässig ist, und laß Dir bestätigen, daß er das aber so will.) Steht denn in dem Horizont Wasser an? (Ich kann Dir schlecht empfehlen, in die Leitung vom höchsten Punkt aus Silikonöl zu injizieren, denn das könnte irgendwo anders wieder rauskommen.)
Manchmal wiehert der Amtsschimmel doch bloß noch ...
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass das vorhandene Kabel noch ein paar Jahre halten wird. Als "Lösung" werden wir wohl die Telekom beauftragen, ihr Kabel am Torpfosten in einen Verteilerkasten (das wäre dann der APL) enden zu lassen. Dann ist die "böse" Leitung in der Erde Kundensache, die Telekom muss sich wegen Verbindungsproblemen zwischen APL und Büro nicht kümmern und wir sind mit halbwegs vertretbaren Kosten raus aus der Sache - solange das Kabel hält.
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