Unterverteilung in der Garage mit 5*4mm oder 2x 3*4 getrennt inkl. Anschluss PV?

May 10, 2023 Last reply: 3 years ago 21 Replies

Moin zusammen,



//zur info: Ich möchte soviel wie möglich bei der Installation selber umsetzen und vorbereiten bevor der Elektriker alles abschließt. (Anschluss in Haupt Verteiler soll Elektriker machen)


Ich bin mir gerade nicht ganz sicher ob ich einen Denkfehler habe.



Der Plan ist eine neue Leitung 5*4mm in eine Kleinverteilung inkl. FI und Sicherungsautomaten in die Garage zu führen Länge sind ca. 30-40m.



//zur info: Alte Leitung in der Garage ist total gefuscht und geht über den Keller wo andere Geräte laufen, also wird komplett neu gezogen.



Bis dato alles Easy.



Nun war ein Gedankengang die 3 Ankommenden Phasen aufzuteilen.



Z.B. die Phase 1 für den Anschluss eines Balkonkraftwerks zu nutzen. (erstmal 600W) Phase 2 für Verbraucher wie Steckdose und Lampen in der Garage und Phase 3 für Stecker und Co im Garten selber.



Nun habe ich ja nur einen Nullleiter kommen/gehend der in die Hauptverteilung führt. Das müsste dann doch zu Problemen führen, weil so gesehen Phase 1 in Richtung Hausverteiler läuft und Phase 2 vom Hausverteiler kommt und der Nullleiter ausgebremst oder sowas wird wegen der Laufrichtung des Stroms?



Kurz um für einen Anschluss der Garage und der Mini PV-Anlage 5*4mm oder eher 2x 3*4mm? Damit PV eine komplette eigene Leitung hat und die Verbraucher in der Garage auch.



//Ich hoffe das war irgendwie verständlich



lg



Dennis



Am Wed, 10 May 2023 11:27:40 -0700 (PDT)hat Dennis Fricke snipped-for-privacy@googlemail.com geäußert:

Nein, nein Dennis, das geht schon. Die ankommenden Elektronen gehen links und die abgehenden rechts. Da stößt nichts zusammen! Willi

Ich hatte das immer so beobachtet, daß es ziemlich egal ist, wo die Elektronen im Kabel fließen, denn die können sich anhand ihrer Farbe erkennen: die braunen sind die aus Braunkohle, die blauen die aus Wasserkraft, also auch aus dem großen Netz, und die gelb-grünen die aus der Photovoltaik, also vom eigenen Dach.

SCNR, Ralf

Hi,

  • Dennis Fricke snipped-for-privacy@googlemail.com schrieb:

Bei 4mm muss das ordentlich verlegt sein wenn man es mit 32 Ampere pro Phase absichern will bei der Länge.

Wenn man vielleicht dann doch mal ein Elektroauto haben muss sind 6qmm natürlich besser wenn der Platz dafür da ist.

Wo soll denn der FI hin? Ist nicht bereits ein FI im Haus vorhanden an den man das Kabel anklemmen könnte?

Aufpassen muss man mit ollen Schrottgeräten oder Dingen die draussen sind und am Strom hängen, fliegt der FI ist das ganze Haus dunkel...

Starkstromsteckdosen würde ich vorne dran hängen für zukünftige Nutzung.

Die Alte Leitung würde ich aber nunr abklemmen und nicht kaputtschneiden, wer weiss für was man es nochmal braucht.

Das ist normal, ja. Das Null geht übrigens auch durch den FI im Haus und misst ob irgendwo Strom unberechtigterweise falsch abbiegt und dann fliegt der FI raus, das ist recht praktisch für die Sicherheit.

Das war mir unverständlich, der Strom kommt aus allen 3 Phasen und bei Anschluss eines Verbrauchers über Null zurück..

Ausgebremst wird da nichts.

Ne, ein Gutes Erdkabel, vernünftig verlegt das es nicht kaputt gehen kann und dick genug ist besser. Ausserdem würde Dir bei 2X3 Leitungen die 3. Phase fehlen. Gelb als Phase zu verwenden ist verboten laut VDE und Blau nur für Spezialfälle wie Wechselschaltungen. Sowas nimmt der Elektriker Dir nachher garantiert nicht ab.

Wilhelm

Am 10.05.2023 um 20:27 schrieb Dennis Fricke:

Bei einer Installation von Wallboxen sind die vorgeschriebenen Leiterquerschnitte (in mm²) einzuhalten.

Spreche erst mal mit deinem Elektriker was er dir raten würde, ich würde mindestens 6mm² nehmen.

Das wird in jeder Haus-Verteilung so gemacht.

Durch die um 120° im Phasenwinkel verschobenen Ströme passt das.

Heiko

Hi,

Also die Installation im Haus ist recht Mau es gibt nur 1 Fi der direkt nach dem Zähler kommt, der ist daher für alles zuständig. Was ich sonst so kenne ist das es in der Regel Mehrere FIs gibt die dann auf verschieden Verteilungen laufen.

So soll die Garage auch komplett neu Verkabelt werden und da gehört wenn ich das richtig sehe auch ein eigener 3 Phasiger FI dazu.

Naja aber wenn ich über die Phase an der das Balkonkraftwerk dran ist einspeise läuft kommt der Strom ja nicht sondern läuft ins haus (Bildlich gesprochen)

lg

Dennis

Also Wallbox und große Geräte sind kein Thema in der Garage.

Praktisch, dieser Skin-Effekt oder? Da hat wohl jemand was falsch verstanden. ;-)

Du hast die; aus DE immer seltener werdenden; Roten Elektronen aus der Kernkraft vergessen.

Bei obigem Bild stelle ich mir in den Drei Außenleitern ein heftiges 50 Hertz geschunkel vor das zudem auch noch um 120° gekippt ist - je nachdem wo man das "Schauglas" einbaute. :-)

Bye/ /Kay

Ich habe mal was versucht darzustellen.

Was ich mir so vorgestellt habe.

Den Schutzleiter habe ich aus der Zeichnung erstmal rausgelassen. Wird aber natürlich auch vorhanden sein.

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Eine Skizze wie ich es mir vorstelle.

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Hi,

  • Dennis Fricke snipped-for-privacy@googlemail.com schrieb:

Wenn Du dir wirklich einen extra FI in die Garage bauen willst muss du auch eine passende Vorsicherung machen...

Lege einfach die ganzen dicken Kabel vernünftig und klemme in der Garage alle Steckdosen und Schalter an.

Wenn der Elektriker nur noch die groben Arbeiten machen muss ist das ja auch dann nicht mehr teuer.

Der Strom geht in die Phase :)

Wilhelm

Am 12.05.23 um 12:09 schrieb Heiko Neubauer:

Nein, passt nicht, sieh dir das Zeigerdiagramm an. Der Strom in der Phase, an der das Balkonkraftwerk hängt, hat ein umgekehrtes Vorzeichen. Wird bei 600 W noch kein Problem sein, aber prinzipiell wäre es möglich, dass der Nullleiter überlastet wird. MMn wäre es sinnvoller, das Balkonkraftwerk gemeinsam mit ausreichend Verbrauchern an eine Phase zu hängen.

Wilhelm Greiner wrote on 12.05.2023 09:31:

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bei 32A, 40m Länge, NYY-Kabel und Verlegung direkt in der Erde sagt er (mindestens) 25mm².

(Ich hab ca. 25m Länge und 10A, dafür will der Elektriker 4mm² sehen, die Wallbox mit 16A und 30m musste mit 6mm² angeschlossen werdenn.)

PV und Wallbox gelten als Dauerlast, also Betriebsmodus "Hausanschlusskasten zur Unterverteilung" beim Leitungsrechner.

Jan

Wilhelm Greiner wrote on 12.05.2023 16:11:

das geht so nicht.

Jedes Kabel, welches nach außen geht, muss im Haus mit FI abgesichert sein. Ein FI in der Garage macht also keinen Sinn und ist aufgrund der geforderten Selektivität auch nicht (ohne weiteres) zulässig. Pack den lieber in den Zählerkasten und sichere nur das Kabel damit ab.

Im Zweifelsfall baue eine extra Unterverteilung neben den Zählerkasten, die den FI und den Sicherungsautomaten aufnimmt.

Und: such dir vorher einen Elektriker und frag, womit er "mitgeht". Sonst baust du im Zweifelsfall alles nochmal um.

Jan

Am 19.05.2023 um 22:36 schrieb Jan Schmidt:

Ein 300mA "Haupt" RCD Typ *S* in der HV plus LS für das Kabel z.B. zu einer Garagen-UV mit einem oder mehreren 30mA RCD oder RCBO soll seit wann nicht mehr zulässig sein?

Thomas Einzel wrote on 20.05.2023 00:36:

da hast du was falsch verstanden:

  1. jedes Kabel welches aus dem Haus geht, braucht einen FI-Schutz. Es kann aber auch nur einen FI für mehrere Kabel geben.
  2. Reihenschaltung von FIs ist durchaus zulässig, man muss sie nur so auslegen, dass die Selektivität gewährleistet ist und die Typen zusammen passen (z.B. Haus Typ A und Garage Typ B geht nicht)

Allerdings ist ein 300mA FI nicht für Personenschutz zugelassen sondern nur für Brandschutz, deshalb kann es gut sein, dass der für 1. nicht (mehr) akzeptiert wird.

Das gilt allerdings nur für Wohngebäude, für Industrie kann man das anders machen und z.B. auch komplett ohne FI arbeiten.

Jan

Am 21.05.2023 um 20:49 schrieb Jan Schmidt:

[Garagen UV]

Ich schrieb RCD Typ "S", das S steht für selektiver RCD, er wurde für diese Kaskadierung entwickelt wurde. Er hat neben einem höheren Nennauslösestrom eine Auslöseverzögerung. RCD "KV" (Kurzzeitverzögert) gibt es auch noch, der ist aber in der Regel nicht selektiv genug für RCD Kaskadierungen, sondern wird primär bei impulsförmigen Fehlerströmen eingesetzt.

Deswegen wird am RCD Typ S auch kein Endstromkreis unter 32A angeschlossen, sondern nur andere Kreise die jeweils mit einem herkömmlichen, unverzögertem RCD <=30mA geschützt werden - nur so ist die Selektivität sinnvoll.

Also noch mal die Frage an dich, seit wann eine abgesetzte [Garagen UV] mit eigenen 30mA RCDs für jeden Endstromkreis bis 32A unter den oben

*genannten* Bedingungen nicht mehr zulässig sein soll.

Thomas Einzel wrote on 21.05.2023 23:31:

nochmal: davon war nie die Rede. Ich hab nur gesagt, dass jedes Kabel, welches vom Haus nach außen (damit ist auch die Garage gemeint) geht, mit einem FI im Haus versehen sein muss.

Jan Schmidt schrieb am Dienstag, 23. Mai 2023 um 21:25:38 UTC+2:

Also ich habe das nun immer so gesehen das aus der Hauptverteilung aus dem Verteilerblock die 3 Phasen in eine 32A Schmelzsicherung (bzw. auch schon mal einen Sicherungsautomat) gegangen sind und dann bis zur Unterverteilung in den FI ist das dann falsch?

Nur Ärger machen hingegen die gelben Elektronen, die mit den schwarzen Punkten. Nur Blindstrom, keine Leistung, hin- und her, hin- und her...

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