Wozu verwendet man sinnvollerweise ein IT-Netz?

moin-moin!
Siehe Subj.
Vor und Nachteile ggü. TN-C?

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Alexander Hoernigk schrieb am 22.08.2004 22:42:

Der wesentliche Vorteil gegenüber dem TN-C und TN-S ist, daß ein Betrieb im Fehlerfall, wenn eine Phase Erdschluß hat, möglich ist. In Medizinischen Betreichen (OP) und in der Chemischen Industrie wird das IT Netz gern eingesetzt.
Nachteil ist die galvanische Trennung der Phasen von der Erde die mit Transoformatoren realisiert wird. (Invest)
Gruß Dieter
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Dieter Seibold wrote:

Wenn dann bitte Trans-O-Formator ;-) Tschuldigung, da konnte ich einfach nicht widerstehen.
Aber Dieter hat recht. Wir betreiben hier (Forschungsinstitut) auch so ein Netz, wenn auch nur mit 60V Gleichspannung. Das Problem ist einfach bei einem weitverzweigten Netz das ganze sauber zu halten (frei von grossen und kleinen Erdschlüssen).
Bei uns ist es ein Kommunikationsnetz, mit Umsetzern von 60V auf 24V. Das Problem sind die ganzen Busabschlusswiderstände, die sich irgend- wann mal zu einem Erdschluss aufaddieren.
Grüsse, Joa
PS: Ich weiss nicht, ob der Ursprungsposter das wissen wollte, aber ich brauch einen Entschuldigung für die ersten beiden Zeilen ;-)
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Joachim Mueller schrieb am 23.08.2004 17:20:

Bei so viel Windungen ist ein -O- zuviel, wen wundert es, wenn da die Spannung steigt. :-)
Gruß Dieter
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Dieter Seibold wrote:

Als Nachteil würd ich noch sehen, dass so ein Fehlerfall zuerst einmal unentdeckt bleibt. Daher ist es auch riskant, 2 Geräte am gleichen IT Netz zu haben; bei einem zweiten Fehler merkt man es dann, aber nicht auf die gutmütige Art.

Wie hier schon einmal geschildert wurde, schreckt der professionelle Rundfunk nicht vor kistenweise Trafos zurück ;-). Andererseits bei Strom von Wechselrichter oder Generator hat man oft eh ein erdfreies Netz von Anfang an. Bei einfachen Notstromaufgaben wird das IT Netz aus genannten Gründen auch oft angewendet.
--
mfg Rolf Bombach

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ist.
Soweit ich weis ist heute eine Isolationsüberwachung vorgeschrieben, damit ein Fehlerfall erkannt und behoben werden kann.
mfg. Markus
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ist.
Hallo Rolf, um das "Problem" zu verhindern, fordern die Vorschriften den Einsatz von Isolationsüberwachungsgeräten (Erdschlussüberwachung), die den Fehler erkennen. Die Erkennung sorgt dafür, dass der Isolationswiderstand gemessen wird. Daher ist ein Fehler in der Regel frühzeitig zu erkennen.
Bei Großanlagen (Chemische Industrie) wird nicht für jeden Verbraucher ein Trafo gesetzt, sondern mehrere "Große" mit Erdschlussüberwachung (s.o)
Gruß Heinz
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möglich ist.

wird
Deshalb wird im IT-Netz ständig, über festeingebaute Überwachungseinheiten, eine Isolationswiderstandsmessung durchgeführt, die im Fehlerfall Alarm gibt.

Das kommt auf den Fehler an. Mehere Erdschlüsse mit den gleichen Potentialen haben keine Auswirkungen.
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Soll ja nicht unentdeckt bleiben - eine fortwährende Überwachung mit Signalisierung des Fehlerfalls ist vorgeschrieben.
Fass den ersten Fehler im IT quasi als Alarmsignal auf, der dich auf ein Problem der Installation hinweist, aber noch nicht die Nutzung der Installation einschränkt, wohingegen der erste Fehler im TN die Nutzung der Installation verhindert.
Andersrum ist es auch so, dass der erste Fehler im TN schon mit gefährlichen Strömen und ggf. Potentialverschiebungen verbunden ist, wohingegen im IT nur die Warnglocken läuten. Darum z.B. der Einsatz des IT im medizinischen Bereich - der Patient ist im Moment des ersten Fehlers noch nicht direkt gefährdet. Beim TN können die im Fehlerfall zulässigen Berührungsspannungen im medizinischen Bereich direkt tödlich wirken.
Ein IT mit Erdschluss einer Phase kann im Prinzip als ein normales TN betrachtet werden. Wer nun Phase und wer Nullleiter ist, wird dann halt durch den Erdschluss definiert. Dass bei einem 3-Phasen IT ggf. nicht der Mittelpunktsleiter, sondern einer der Aussenleiter Nullleiter wird, spielt im Prinzip keine Rolle.
Ansonsten hast du sicher Recht - wird ein IT nicht fortwährend überwacht, ist es eigentlich gefährlicher als ein TN, da durch den Erdschluss einer Phase die anderen Phasen ein höheres Potential gegenüber Erde haben können, halt bei uns die 400V, anstatt der 230V im TN.
Andreas
--
> Man will ja nicht dumm sterben... ;)
Wie kann man das verhindern ?
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Andreas Hadler wrote:

Das ist schon klar. Wenn alles richtig installiert ist und keine Fehler passieren, gibt es keine Unfälle :-]. Die Praxis sieht dann halt manchmal etwas anders aus. Ich meinte etwa die "un- beabsichtigten" IT Netze, wenn auf einer Baustelle ein Generator rumsteht, illegal lange Kabelrollen kreuz und quer im Nassen rumliegen und mehrere nicht mehr ganz neuwertige :-) Verbraucher dranhängen. Im medizinischen Bereich frage ich mich, wie diese Erdschluss- überwachung pausenlos arbeiten soll, da doch IIRC da irrwitzig kleine Ableitströme vorgeschrieben sind.
--
mfg Rolf Bombach


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Was Baustellen und "unbeabsichtigte" Netze angeht - ... (Fluch und Verwünschung nach Wahl einsetzen). Aber da ist TN eigentlich auch nicht besser - Gruselgeschichten gibt's ja wohl zuhauf.
Ich wollte mehr darauf hinaus, dass bei ordnungsgemässen IT-Netzen der erste Fehler höchstwahrscheinlich keine Gefährdung beinhaltet, wogegen der erste Fehler bei TN eine unmittelbare Gefährdung beinhalten kann _und_ ggf. nicht anders als durch eine evtl. auch wiederum mit einer Gefährdung verbundenen sofortigen Abschaltung beherrscht werden kann.
Klar, wenn ich im IT mit einem Gerät arbeite, dass einen unerkannten Phase/Gehäuse-Schluß hat, und dann eine Phase des IT einen Erdschluss kriegt, habe ich ein Problem. Aber dazu müssen halt schon zwei Fehler zusammentreffen - was ja, wie du sagtest, nicht praxisfremd ist.
IMHO hat der Aufwand für ein IT schon einen Sinn; ob die Kosten den Nutzen rechtfertigen, müssen gottseidank andere als ich abwägen. Und der Aufwand geht nicht nur in die Installation, auch die Pflege und Wartung der Geräte sowie der gesamte Betrieb der Anlage erfordern deutlich mehr elektrotechnische Qualifikation und Aufmerksamkeit, als z.B. in den von dir geschilderten Fällen zur Verfügung steht.
Andreas
--
"warum vor Langeweile sterben, wenn es auch vor Uebermuedung geht!"
Ralph Heiden
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Am 2004-08-22 schrieb Alexander Hoernigk:

Normalerweise sind 10 kV Netze IT Netze, oft auch Steuerspannungsversorgungen in Schaltschränken.
Vorteil: Kein Ausfall bei einem Erdschluss (nur Meldung durch die Isolationsüberwachung), erst der zweite Fehler führt zum Ausfall der Spannungsversorgung. -> höhere Verfügbarkeit.
Nachteil: Kein Sternpunkt vorhanden (Trafos werden üblicherweise in Dreieck betrieben). Zusätzliche Isolationsüberwachung notwendig.
Aber sowas steht doch auch in den Fachbüchern... Zu faul deine Hausaufgaben zu machen?
--
Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bors
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Juergen Bors wrote:

Eventuell sogar bei Netzen über 10 kV ;-).
--
mfg Rolf Bombach


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Am 2004-08-26 schrieb Rolf Bombach:

Ja, halt die Mittelspannungsnetze.
--
Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bors
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S> Am 2004-08-26 schrieb Rolf Bombach:> Ja, halt die Mittelspannungsnetze.> Jürgen Bors
Bezieht sich jetzt auf unser 20 kV- Netz.
Bei einem Erdschluss haben wir stundenlang auf einer Phase ohne weiteres weiter fahren koennen,ohne dass ein Abnehemer das bemerkt hat. Blos sind wir so schnell wie moeglich dem Fehler auf den Grund gegangen, damit nicht in irgendeiner Schwachstelle im Netz ein weiterer Fehler auftritt.
Das geht manchmal sehr schnell !!!
Im Normal-Betrieb 20 kV der Leiter gegeneinander. Ca. 11,6 kV gegen Erde.
Im Stoerfall (Erdschluss) 20kV gegen Erde. Wenn im Netz irgend eine Schwachstelle ist , kann das natuerlich zu unangehmen Folgeschaeden fuehren! Doppel-Erdschluss!
Dann wirds bitter!
Da stehste im Schaltwerk, Ploetzlich tut es einen neuen Schlag : Ein neuer Schalter hat ausgeloest!
Alles klar, Doppel-Erdschluss! Da kommste dann langsam (oder schnell ) ins Schwimmen :=((
Aber jetzt habe ich Ruhe. Bin in Rente,und nachts keine Stoermeldungen per Telefon... Schoen :-)))
Rudi
--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
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