Zulassungsbedingungen

Sep 08, 2026 Last reply: 1 week ago 53 Replies

Hab ich; in einem ähnlich alten Fachkundebuch; auch mal so gelesen.

In einem *neueren* FK-Buch hat man dann die Schutzbereiche dazu erfunden. 60 cm rund um die Dusche und auch darüber oder drunter dürfen demnach keine Kabel liegen und auch keine offenen Steckdosen, eben nichts das Netzspannung führt. Ist meistens ja auch kein Problem. Dann wird die Spritzwassergeschützte Steckdose halt auf die Seite des Waschtisches gesetzt die der Dusche ferner ist. Wenn das kein Mini-Becken wird ist das eigentlich immer genug Abstand.

Witzigerweise war es wohl erlaubt außerhalb des Schutzbereiches einen Schutzkleinspannungs-trafo zu setzen dessen Ausgang dann auch in den Schutzbereich hinein führen durfte. Wofür war mir damals schon unklar. ;)

Und später; noch zu meinen Lehrzeiten; hat man dazu die FI-Pflicht für Badezimmer erfunden. Das war irgendwann in den 1980'rn.

Jetzt gilt diese Pflicht AFAIR Primär für alle Steckdosen-kreise oder gleich für den gesamten (Privaten) Wohnungsbereich. So hat meine jetzige Wohnung auch nur einen 4-poligen FI hinter dem Hauptschalter und im Bad nur eine Steckdose am Spiegel(türenschrank) über dem Waschtisch. Und die ist erst ca. 20 Jahre nach der FI-Pflicht oben entstanden.

Bye/ /Kay

Am 12.09.2026 um 22:14 schrieb Juergen:

1958, vom freundlichen Franzosen nebenan:

-->

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Damals war Kunststoff sowas von modern :-)

Butzo*aussen

Am 12.09.26 um 22:14 schrieb Juergen:

VDE, IP-44 und evtl. GS und heute noch CE vermute ich. Nachfrage beim Elektriker! DER sollte es begründen können.

Ja. Und auch keine Gleichstromleitungen auf offenen Porzellan-isolatoren. LoL. Ein StaPa-Rohr müßte zumindest geerdet werden, denke ich mir. Aber andere Räume dürfte man; durch das Bad hindurch; eh nie versorgen. ;)

Schon zu meiner Kindheit/Jugend, also mindestens seit den 1970'n würde ich meinen. Die hatten aber eben auch die Steckdose INNEN, wie du schon sagst. Das ist effektiv wie eine Feuchtraum-steckdose bei der du erst den Deckel anheben mußt um dran zu kommen.

Bye/ /Kay

Nein, der zwingend vorgeschriebene Schutzbereich steht drin. Die Empfehlung ist, gar keine Schalter oder Steckdosen im Innenraum.

Im übrigen halte ich nach wie vor 60 cm für lächerlich und viel zu wenig. Meine Armspanne ist 1,7 m. (Die Länge eines Kleinbildfilms mit 36 Bildern. Damit konnte ich in völliger Dunkelheit von der großen Rolle Spulen bewickeln.)

Einen eigenen 10 mA FI habe ich für den Kreis mit Bad und Gäste-WC zusätzlich. Den gab es 1961, als mein Vater mein Elternhaus gebaut hat, noch nicht.

Hallo,

sorry, mein Thunderbird spinnt momentan.

Copy&Past...

Hallo,

Am 13.09.26 um 12:21 schrieb Kay Martinen: > Am 12.09.26 um 22:14 schrieb Juergen: >> Am Tue, 8 Sep 2026 13:42:52 +0200 schrieb Walter Brill >> snipped-for-privacy@t-online.de zum Thema "Re: Zulassungsbedingungen": >>

"StaPa" => Stahlpanzerrohr (full Nazispeak)

So sah es vor Ort manchmal aus:

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"ALLIBERT"? "Seit 1930 produzieren und vermarkten wir Badezimmerlösungen."

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Ciao Walter

Bei Schaltern und Steckdosen die 1966 lieferbar wären würde ich sprödes Hartplastik (Bakelit?) vermuten und kein weicheres das Schläge besser weg steckt und nicht gleich zersplittert und die Stromführenden Innereien offenlegt. Historisch gesehen wäre das Nachvollziehbar.

Es geht dabei sicherlich primär darum das jemand der Unter der Dusche steht nicht von innen an/in eine Steckdose fassen könnte. Wenn ich deine offenbar breite Tonnenbrust :) mal abziehe bliebe da nur noch EINE Armlänge übrig. Da Duschwannen und Armaturen früher zumeist aus Stahl und Kupferrohren bestanden die zudem noch mindestens einen Potentialausgleich erforderten (und auch Schutzerdung) wäre das so als ob man auf einem Pol einer Riesenbatterie stünde und mit dem Arm den anderen erreichte... ZAPPP! ;-)

Zu der Zeit hätte ich das auch noch nicht erwartet. Ich habe ein mal; bei einer Wasserpumpe im Brunnenschacht; einen so antiken FU-Schalter gesehen. Wurde durch FI ersetzt.

Wir haben früher (ab den 80'rn) meist 30mA FI's für Bäder eingebaut, und auch noch Umständlich den Erd(schleifen)widerstand gemessen. Und ggf. eine bessere Erdungsverbindung geschaffen. Viele alte Häuser hier hatten noch alte Verkabelungen (4-adrige Hauptleitung) und natürlich Keine Zentrale Potentialausgleichs-schiene. Dafür mordsharte Klinker... mit Bröselndem Fugenmörtel (zu viel Feiner Dünensand). ;)

Damals haben wir etliche Kreuzbanderder im Boden versenkt. Eine Schöne Plackerei 2,5 Meter Stahl mit einem 5 Kilo Hammer in den Boden zu rammen. Da gab's kein "Gerät" für - nur die Hände.

Bye/ /Kay

Hallo Kay,

Du schriebst am Sun, 13 Sep 2026 17:53:30 +0200:

Hmmm? Als "Kreuzbanderder" kenne ich Erder, die aus zwei rechtwinklig zueinander waagrecht in "ausreichender" Tiefe verlegten Stahlbändern bestehen, dort miteinander verbunden und dann nach oben geführt sind. Du meinst aber anscheinend aus Stahlprofil mit x-förmigem Querschnitt bestehende Staberder. Die müssen möglichst tief in den Boden getrieben werden, damit sie zuverlässig in einer ausreichend feuchten Erdschicht stecken. Die Tiefe ist regional recht unterschiedlich, und in manchen Gegenden sind 2,5m nichtmal ausreichend, anderswo aber nicht erreichbar, weil felsiger Untergrund schon vorher kommt. Da sind dann haltr andere Ausführungen nötig. Bei unterkellerten Häusern ist das häufig auch ein Fundamenterder, der in das Mauerwerk, evtl. Beton, eingearbeitet ist. Allerdings ist 2,5m Stahlprofil in den Boden hauen jedenfalls kein "Zuckerschlecken"...

Am 13.09.26 um 23:41 schrieb Sieghard Schicktanz:

Hast recht. Gemeint sind Staberder. Ich habe den vorgenannten Begriff früher so genannt bekommen und vielleicht damals, aber dann nicht wieder hinterfragt. Andererseits kann man einen Staberder auch als zwei Gekreuzte Stahlbänder betrachten, und vielleicht hab ich das früher auch getan. Evtl. als Abgrenzung zum Rundstab-erder den es früher auch schon gab. Mit (wiederverwendbarer) Einschlagkappe. Oder, wurde der andere auch Kreuzstab-erder genannt???

Felsigen Boden wird man auf einer Nordseeinsel kaum erwarten können, es sei denn man trifft genau einen Findling im Erdreich.

Geschätzt hatten hier nur die Hälfte der Häuser überhaupt einen Keller und einen Fundamenterder nur Neubauten. Als das Streifenfundament des Zeltplatzes hier vorbereitet wurde bin ich noch als Lehrling durch die Schalungen gekrochen und habe den abgerollten Banderder durch gezogen und auf Stützwinkel geschlagen und miteinander verbunden.

Wacklig und Unfallträchtig zudem. Oft ging es nur mit einer Leiter und der Zweite Mann mußte nicht nur den Erder anfangs festhalten sondern auch noch die Leiter - damit der "Hammermann" nicht runter fällt. Das waren andere Zeiten damals.

Bye/ /Kay

Am 13.09.2026 um 23:41 schrieb Sieghard Schicktanz:

In meinem Umfeld sind zwischen 5 und 10 Meter Staberder in A4 Ausführung angesagt.

Butzo*aussen

Was habe ich als Kind diese Verlängerungskabel gehasst die sofort kaputt waren wenn sie einem mal aus der Hand gefallen sind. Und die Eltern, die sich dann geweigert haben, das Ding wegzuwerfen, weil "das ist ja noch gut!".

Grüße Marc

Womit sie recht hatten. Vor der Zeit der wasserdichten Anspritzungen war die neu aufgeschraubte Kupplung so gut wie das Original.

Ich schneide immer noch die langen Anschlußkabel ab, bevor Staubsauger, Wasserpumpen o.ä in den Müll kommen.

Am Mon, 14 Sep 2026 11:09:57 +0200 schrieb Klaus Butzmann snipped-for-privacy@butzomail.de zum Thema "Re: Zulassungsbedingungen":

Wie kriegt man die in die Erde? Mit einem Bagger?

cu. Juergen

Am Sun, 13 Sep 2026 23:41:34 +0200 schrieb Sieghard Schicktanz

So ein Ding wollte ein Elektiker bei uns im Heizkesselraum setzen. Also Loch in den Zemtenglattstrich gebohrt und gescheitert. Entweder wir haben eine Bodenplatte oder er stieß auf Fels. Danach wurde der Staberder draußen im Vorgarten versenkt und alle Messungen im Zusammenhang mit RCD zeigten gute Werte.

Mir hat der Plan Heizkesselraum von Anfang an nicht gefallen, weil das gefühlt mitten im Raum sein sollte (mehr als einen halben Meter von der nächsten Wand weg). Frage mich auch, ob der Boden unter einem Gebäude nach Jahrzehnten noch ausreichend feucht ist.

cu. Juergen

Am Sun, 13 Sep 2026 12:11:53 +0200 schrieb Kay Martinen

Oh je, ich bin faktisch tot. Der 30-Liter WW-Speicher grenzt direkt an die Dusche an und ich wische ihn nach jeden Duschen ab um Kalkflecken zu vermeiden. Auf der anderen Seite der Duschwanne ist in ca, 2 m Höhe der elektrische Entlüftungsventilator. Das ist schon weit über 40 Jahre so. RCD? Ja, so einer mit 500 mA, der löst zuverlässig aus wenn ein Heizstab durch ist.

Dafür gibt es im Raum tatsächlich keine Steckdose, den Fön stecken wir direkt vor der Tür unterhalb der Lichtschalter ein. Natürlich bleibt das Kabel immer drinnen und die Tür hat eine Metall-Zarge. Es ist aber eh eine blöde Idee, sie ganz zuzumachen, weil dann Zuluft für die Entlüftung fehlt was in einem Fensterlosen Raum schlecht ist in Sachen Abtrocknung. Inzwischen hab ich einen Klemmschutz an die Tür gemacht, der einen entsprechenden Spalt offen hält - zwei Probleme gelöst. cu. Juergen

Am 14.09.2026 um 12:47 schrieb Juergen:

Entweder elektrischem Bohrhammer oder mit Benzinhammer. Manchmal brauchts auch mehrere verbundene Staberder,

10 Ohm oder gar 2 Ohm Übergangswiderstand sind nicht ohne.

Butzo*aussen

Am 14.09.26 um 12:47 schrieb Juergen:

Vermutlich mit einer Ramme die zwei Leute fest halten. Und dann immer noch ein 2,5 Meter Stück drauf stecken. Raus bekommt man den sowieso nie wieder.

???

Bye/ /Kay

Tja, das ist eben Sparsamkeit. :-) Und dem "Prof." traue ich durchaus zu einen Schraubendreher zu handhaben und einen neuen Stecker/Kupplung dran zu schrauben. Er mußte vermutlich einfach nur die Zeit dazu haben.

Ich mache das auch so, und hab schon ganze Verlängerungen passend montiert. Eigentlich kein Ding.

Bye/ /Kay

Am 14.09.26 um 13:00 schrieb Juergen:

Kurios das da nicht der Automat/Neozed durch knallt. Ist der Direkt beheizt? Phase gg. Wasser gg. PE und ZONK.

Hmm. AFAIR gilt der Schutzbereich vor allem für NICHT-ortsfeste Verbraucher, vulgo: Steckdosen und was dran hängt. Und ein WW-Speicher ist m.W. fest angeschlossen und hat für Badezimmer-einsatz auch eine entsprechende Schutzart. Bei meiner Tante im Sauerland hing so ein Speicher direkt über der Badewanne - in ihre Alten Wohnung. So tief das man mit dem Kopf gegen die Armaturen stieß beim Baden.

Gibt es eigentlich eine Vorschrift das Haartrockner-Kabel nicht länger als 60 cm sein dürfen? Könnten ja sonst ebenso versehentlich in eine Wanne plumpsen wie in Rußland oft Leute aus dem Fenster fallen... :-)

Bye/ /Kay

Du hast mich hier falsch verstanden. Es wurde die zerbrochene Kupplnug weiterverwendet, hilfsweise mit Packband oder ähnlich ungeeignetem Zeug geflickt.

Grüße Marc

Das hat er mir wie Fahrrad flicken einmal gezeigt¹ und dann nie wieder selbst gemacht.

Genau, das zu reparieren ist jetzt nicht schlimm.

Grüße Marc

¹ von Aderendhülsen habe ich freilich erst 25 Jahre später gelernt, und dann hat es nochmal fünf Jahre gedauert bis ich die ohne Kragen gefunden habe die auch in einen Schukostecker reinpassen. Und eine anständige Zange habe ich erst seit vier Jahren oder so

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