Alte NiCd-Akkus wiederbeleben

Liebe Leute,
ich habe in einer Kiste im Keller meiner Großeltern einen alten RC-Buggy gelagert gehabt, den mir mein alter Herr vor ca. 20 Jahren
zusammengebaut hat. Seit geschätzt 15-17 Jahren hab ich mit dem Zeug nichts mehr getan. Dabei waren auch noch zwei NiCd-Packs und man mag es kaum glauben: auf einem hat mein Voltmeter sogar noch Spannung angezeigt.
Mittlerweile habe ich beide Akkus wieder reaktivieren können (hab sie einfach mit wenig Strom (ca. C/10) aufgeladen), mein Ladegerät hat den Spaß dann nach vielen Stunden per Delta-Peak-oderwiedasheißt-Dings abgestellt und der Buggy fährt wieder mit den Originalakkus.
Dem Buggy wollte ich wohl mit einem modernen bürstenfähigen Regler was gutes tun, aber die Akkus will ich aus nostaltischen Gründen auch gern noch viele tausend Stunden fahren! :D
Was kann ich denen denn nach all den Jahren gutes tun? Mehrmals ent- und neuladen? Mit viel Strom laden? Mit wenig? Das sind wohl sechs-Zeller zu 1200mAh.
Würde mich über ein paar helfende Hinweise sehr freuen, bis dahin viele Grüße aus Münster
Mirko
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HAllo Mirko,
Am 18.06.2010 02:20, schrieb Mirko Westermeier:

So aus Interesse: Welcher Buggy ist das denn?

Als ich, auch vor ca. 20 Jahren, noch aktiv Rennen fuhr, haben wir die Akkus mit 100Ohm als "Kurzschluss" gelagert. Direkt vor dem Rennen wurden die dann geladen mit 1-5A. Das haben alle meine Akkus lange überlebt. Also: Kurzschlussstecker bauen und Schenllladegerät nehmen. Auf keinen Fall teilentladen lagern.
Grüße, Kurt
--
KHTronik - Kurt Harders
Elektronik, Softwareentwicklung, Opensource-Beratung
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wrote:

Mit dem 100 Ohm Widerstand werden sie aber dann tiefentladen. Das dürfte noch schädlicher sein.....
mfG
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Nein, ist nicht schädlich, ist für NiCd eher gut. ABER: Der Kurzschlußstecker darf nicht ans Hauptkabel sondern jede Zelle _einzeln_ muss kurzgeschlossen werden! Die RC-Car-Fahrer haben dafür so klammern mit Nadeln, die die einzeolnen Zellen anstechen.
Wenn man Akkus ganz entlädt über einen zentralen Widerstand, werden einzelne Zellen (die schlechtesten) kurrzeitig umgepolt, das mögen die gar nicht.
Aber ich finde es aleberm. Entweder man ist auf dem Nostalgietrip, dann hätte ich den Regler nicht getauscht. Oder nicht, dann auch den Akku tauschen. Wobei meiner Meinung nach, widerspricht der Aukkutausch nicht der Nostalgie - das ist doch der "Treibstoff"!?
- Oliver
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wrote:

Aber nur bis 0,9V/Zelle. Was bei einem 100 Ohm Widerstand bei 1,2V - also 12mA, bei einer 1000mAh Zelle immerhin nur ca 80 Stunden dauert. Ich würde das mit meinen Zellen nicht machen - lieber wieder laden wenn sie um 1V haben.
Auszug aus einem längeren Pamphlet, zu finden bei Duracell:
" However, the battery should not be discharged to too low a cut-off voltage (less than 0.9 volts per cell) as the cells may be damaged (see Section 5.6). ..........
Generally, long term storage of a nickel-metal hydride battery in either a charged or discharged condition has no permanent effect on capacity. Capacity loss due to self-discharge is reversible and nickel-metal hydride batteries can recover to full capacity by proper recharging. For example, full capacity of a nickel-metal hydride battery that was stored at room temperature for up to one year can be restored by cycling through repeated charge/discharge cycles. "
In Sektion 5.6 geht es dann um Polaritätsumpolung, sehr schlecht.
Die Selbstentladung diverser Zellen kann übrigens enorm unterschiedlich sein. Bei mir die schlimmsten sind die Powerpacks für den Modellbau, die besten sind die Eneloops, die ich nun in der Digicam drin habe, fast keine Selbstentladung. Was das wohl für alte Zellen sind die nach 20Jahren (!) noch tun. Die Eneloops würden glaub ich auch überleben.
mfG
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On 06/18/10 10:45, Manfred D. wrote:

Da geht es zwar um NiMH und nicht um NiCd, aber soweit ich wei ist das in Punkto Tiefentladung egal.

Zur Polarittsumpolung kommt es aber nur, wenn man das ganze Akkupack soweit entldt, dass eine Zelle schon leer ist, whrend andere noch Strom liefern.
Wenn man jede Zelle einzeln tiefentldt, ist das bei NiMH- und NiCd-Akkus gar kein Problem. Sonst wren viele, viele Zellen, die man so einfach rumliegen lsst, alleine durch die Selbstentladung schon kaputt gegangen.
MfG, Heiko
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On Fri, 18 Jun 2010 11:19:01 +0200, Heiko Rossmann
Ja, der Text ist über meist NiMH.

Gar kein Problem würde ich nicht sagen, ganz im Gegenteil.
Wenn ich jetzt mal von den AA und AAA Zellen ausgehe die ich hier für alles Mögliche nutze dann scheint ewiges Rumliegen mit Entladung unter 0,9V definitv schlecht. Man kann die dann zwar wieder regenerieren, aber so gut wie vorher sind sie nicht mehr. Deswegen lade ich sie bei Nichtgebrauch alle paar Monate mal wieder auf, wobei ich sie vorher bis 0,9V entlade.
mfG
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Hallo Manfred,
Manfred D. schrieb:

Schlecht ist, wenn sie in geladenem Zustand liegengelassen werden und sich dann selbst entladen. Deshalb immer, wenn man sie längere Zeit nicht nutzt, komplett entladen. Bis nichts mehr rauskommt.

Genau dadurch gehen sie kaputt.
Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

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On Fri, 18 Jun 2010 12:44:22 +0200, Martin Schoenbeck
Hallo Martin

Hast du eine Quelle dafür?
Das widerspricht so ziemlich Allem was ich bisher gelesen habe, auch dem technischen Text dessen Link ich vorhin angegeben habe.
Vielleicht werde mal einen Akku dafür opfern.......

Na ja, nach 500 Zyklen eben, was dann so 100 Jahre wären?
mfG
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Hallo Manfred,

Gemachte Erfahrung. Wahrscheinlich seine, denn er wohnt doch'n paar Kilometer von mir entfernt, wird meine daher nicht gestohlen haben.

Ich weise nochmal auf den Unterschied zwischen Ni-/Cadmium-Sinter/-Zellen und Ni-/Metallhydrid/-Zellen hin. Auerdem: guck mal in anderen NGs/Foren die Grabenkmpfe zwischen den verschiedenen Akkumarkenbefrwortern an. Mindestens die Hlfte der Argumente kann ein Anwender eines Modellbauladegerts spurlos im Nichts verschwinden lassen.

Bist Du schonmal den kolportierten Zyklenzahlen realer Akkus in realen Anwendungen nachgegangen? Ich schliee dabei ausdrcklich aktuelle ein. Ich bin letzthin mal mit einen Kahlschlag durch meine "Gebrauchsakkus" gegangen: alles unter einem Drittel der aufgedruckten Zahl fliegt raus. Ursprnglich war ich von der halben Nennkapazitt ausgegangen, aber dann htte ich jetzt vermutlich nur noch drei Zellen.
servus,     Patrick
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Hallo Manfred,
Am 18.06.2010 14:28, schrieb Manfred D.:

Erfahrung :-).

Mag sein, aber meine Rennakkus haben mehrere 100 Ladezyklen überlebt, und waren, bis auf die Rennläufe, immer leer.
Grüße, Kurt
--
KHTronik - Kurt Harders
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Am Fri, 18 Jun 2010 10:45:14 +0200 schrieb Manfred D.:

Wobei man da sagen muß, daß die Eneloops nur eine von vielen LSD-Akkus sind und außerdem eine eigene Klasse bilden.
http://de.wikipedia.org/wiki/NiMH_mit_geringer_Selbstentladung
--
Airbrush FAQ: http://www.r-wahl.de/airbrush/faq.php
Baubericht ME-109 RC-Flugmodell:
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On Fri, 18 Jun 2010 11:29:04 +0200, Rainer Wahl

Ok, ich kauf auf jeden Fall nix Andres mehr. Wenn ich mal wieder Akkus für eine Funke brauche dann nur diese.
mfG
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hier ist die ganze Quelle: http://www1.duracell.com/oem/Pdf/others/TECHBULL.pdf
mfG
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Nein, bis 0,0V pro Zelle. Nur eben nicht UNTER 0V, was passierfen kann, wenn man den Akku an die Hauptleitung packt.

Du hast halt nie EHelis geflogen, diie eh schon nur 3 Minuten FLugzeit hatten, und wo wirklich das letze rauszuholen war ;)

Relevanz?

Wir haben von Nickel Cadmium gesprochen!

Jer höher die Stromabgabe desto höher die Selbstentladung. Deshalb leer lagern und vor dem Rennen schnell Laden.
Aber wir reden hier von vergangenen Zeiten, so vor ungefähr 10-15 Jahren war das aktuell.
Heute gibt es keine Hochtstrom NiCd/NiMh Zellen mehr.
- Oliver
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Für NiCd - wird auch behauptet dass das für NiMH gilt?

Doch. Ich habe noch einen DF4 mit NiMH Zellen...... Und hatte ein X-Ufo mit NiMH Zellen.....

Na ja, wenn's für NiCd gelten soll - obwohl darin steht dass fast alles sowohl für NiCd als auch für NiMH gilt.

Ja. Extrem zB bei den NiMH AA Packs von Conrad, die ich mal für ein kleines Hovercraft hatte - am Tage vorher geladen ist schon schlecht.

Doch, die gerade genannten - wegen LiPo ist das aber inzwischen in das Kinderspielzeugs abgewandert.
mfG
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Was, das sie kaputtgehen unter 0V? Ja. Da wird sogar behauptet, sie gehen unter 0,7V kaputt. kann ich aber nicht bestätigen. Ansonsten sind NiMh und NiCd extrremst unterschiedlich. Mit NiMh hatte ich nie gute Ergebnisse, NiCd gingen schon besser, aber in der Heli-Anwendung haben die auch nicht lange gehalten. Bin sooo froh, dass diese Zeit vorbei ist, bei LiPos muß man nun garnicht mehr drüber nachdenken, Laden und Fliegen.

Die haben beide deutlich mehr als 3Minuten Flugzeit. Ich rede von Hochstromanwendungen. 2-3 Minuten Flugzeiten.

Das kann nicht stimmen, die haben ja kaum etwas gemeinsam.
Das nächste Problem, der Zettel war von Duracell. die haben nur Haushaltsakkus, keine Hochstromzellen. Also für unsere Zellen und Anwendungen absolut uninteressant.

Nö, gibnt es nicht mehr. DIe Conrad-Zellen sind nur einfach schlecht. Gute NiCd sind inzwischen verboten und die aktuellen NiMh sind ein Witz. Wobei, bin seit Jahren raus aus der Technik, vielleicht gibt es ja was Neues auf dem Gebiet?
- Olvier
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Na ja, das Ufo vielleicht 4 Minuten.....Hochstrom? Nicht wirklich da Akku klein.

Was können denn - oder konnten - gute NiCd's? Und was ist dran verboten?
mfG
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Oh, das ist aber schon ziemlich viel Strom für NiMhs. Das halten die aus?

50A-100A Spitzen haben wir gezogen. 100A aber nur wenn ganz neu und gepusht, später eher 50A. Wettberwerbsflieger so 2-3mal bis 200A wimre. Aber das waren dan liebevoll handgetätschelte, einzeln aus 100en ausselektierte Zelllen.
Wow, das waren wirklich üble Zeiten, von wegen "früher war alles besser"...
- Oliver
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Scheint so - das Ufo hatte 10 x 1/3 AAA mit 350mAh. Bei 4 min Flugzeit hat das Ding also ca 5A gezogen, was für die kleinen Dinger schon ne Menge ist. Na ja, 15C.

Zellengrösse?
mfG
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