Alte NiCd-Akkus wiederbeleben

Jun 18, 2010 43 Replies

Liebe Leute,



ich habe in einer Kiste im Keller meiner Großeltern einen alten RC-Buggy gelagert gehabt, den mir mein alter Herr vor ca. 20 Jahren zusammengebaut hat. Seit geschätzt 15-17 Jahren hab ich mit dem Zeug nichts mehr getan. Dabei waren auch noch zwei NiCd-Packs und man mag es kaum glauben: auf einem hat mein Voltmeter sogar noch Spannung angezeigt.



Mittlerweile habe ich beide Akkus wieder reaktivieren können (hab sie einfach mit wenig Strom (ca. C/10) aufgeladen), mein Ladegerät hat den Spaß dann nach vielen Stunden per Delta-Peak-oderwiedasheißt-Dings abgestellt und der Buggy fährt wieder mit den Originalakkus.



Dem Buggy wollte ich wohl mit einem modernen bürstenfähigen Regler was gutes tun, aber die Akkus will ich aus nostaltischen Gründen auch gern noch viele tausend Stunden fahren! :D



Was kann ich denen denn nach all den Jahren gutes tun? Mehrmals ent- und neuladen? Mit viel Strom laden? Mit wenig? Das sind wohl sechs-Zeller zu



1200mAh.

Würde mich über ein paar helfende Hinweise sehr freuen, bis dahin viele Grüße aus Münster



Mirko


HAllo Mirko,

Am 18.06.2010 02:20, schrieb Mirko Westermeier:

So aus Interesse: Welcher Buggy ist das denn?

Als ich, auch vor ca. 20 Jahren, noch aktiv Rennen fuhr, haben wir die Akkus mit 100Ohm als "Kurzschluss" gelagert. Direkt vor dem Rennen wurden die dann geladen mit 1-5A. Das haben alle meine Akkus lange überlebt. Also: Kurzschlussstecker bauen und Schenllladegerät nehmen. Auf keinen Fall teilentladen lagern.

Grüße, Kurt

Mit dem 100 Ohm Widerstand werden sie aber dann tiefentladen. Das dürfte noch schädlicher sein.....

mfG

Manfred D. schrieb:

Nein, ist nicht schädlich, ist für NiCd eher gut. ABER: Der Kurzschlußstecker darf nicht ans Hauptkabel sondern jede Zelle _einzeln_ muss kurzgeschlossen werden! Die RC-Car-Fahrer haben dafür so klammern mit Nadeln, die die einzeolnen Zellen anstechen.

Wenn man Akkus ganz entlädt über einen zentralen Widerstand, werden einzelne Zellen (die schlechtesten) kurrzeitig umgepolt, das mögen die gar nicht.

Aber ich finde es aleberm. Entweder man ist auf dem Nostalgietrip, dann hätte ich den Regler nicht getauscht. Oder nicht, dann auch den Akku tauschen. Wobei meiner Meinung nach, widerspricht der Aukkutausch nicht der Nostalgie - das ist doch der "Treibstoff"!?

- Oliver

Hallo Mirko,

Mirko Westermeier schrieb:

Bei mir hat sich Reflexladen bewährt. Mit relativ hohem Strom, bei der Kapazität also durchaus mit > 4 A. Zwischendurch entladen ist da nicht nötig.

Gruß Martin

Mirko Westermeier schrieb:

Lagern? ggf. mit der Wildflyer Methode

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Martin Schoenbeck schrieb:

Hui, die Zellen sind ALT. Bin nichtg sicher, ob die soviel Strom vetragen. Ich nehme an, das sind SUB-C Zellen?

- Oliver

Aber nur bis 0,9V/Zelle. Was bei einem 100 Ohm Widerstand bei 1,2V - also 12mA, bei einer

1000mAh Zelle immerhin nur ca 80 Stunden dauert. Ich würde das mit meinen Zellen nicht machen - lieber wieder laden wenn sie um 1V haben.

Auszug aus einem längeren Pamphlet, zu finden bei Duracell:

" However, the battery should not be discharged to too low a cut-off voltage (less than 0.9 volts per cell) as the cells may be damaged (see Section 5.6). ..........

Generally, long term storage of a nickel-metal hydride battery in either a charged or discharged condition has no permanent effect on capacity. Capacity loss due to self-discharge is reversible and nickel-metal hydride batteries can recover to full capacity by proper recharging. For example, full capacity of a nickel-metal hydride battery that was stored at room temperature for up to one year can be restored by cycling through repeated charge/discharge cycles. "

In Sektion 5.6 geht es dann um Polaritätsumpolung, sehr schlecht.

Die Selbstentladung diverser Zellen kann übrigens enorm unterschiedlich sein. Bei mir die schlimmsten sind die Powerpacks für den Modellbau, die besten sind die Eneloops, die ich nun in der Digicam drin habe, fast keine Selbstentladung. Was das wohl für alte Zellen sind die nach 20Jahren (!) noch tun. Die Eneloops würden glaub ich auch überleben.

mfG

Da geht es zwar um NiMH und nicht um NiCd, aber soweit ich wei=DF ist das=

in Punkto Tiefentladung egal.

Zur Polarit=E4tsumpolung kommt es aber nur, wenn man das ganze Akkupack soweit entl=E4dt, dass eine Zelle schon leer ist, w=E4hrend andere noch Strom liefern.

Wenn man jede Zelle einzeln tiefentl=E4dt, ist das bei NiMH- und NiCd-Akkus gar kein Problem. Sonst w=E4ren viele, viele Zellen, die man s= o einfach rumliegen l=E4sst, alleine durch die Selbstentladung schon kaputt=

gegangen.

MfG, Heiko

Am Fri, 18 Jun 2010 10:45:14 +0200 schrieb Manfred D.:

Wobei man da sagen muß, daß die Eneloops nur eine von vielen LSD-Akkus sind und außerdem eine eigene Klasse bilden.

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Hallo Oliver,

Am 18.06.2010 09:17, schrieb Oliver Varoß:

Graue Theorie :-).

Ganz schön, aber muss man nicht.

Bei selected Packs passiert das eher nicht. Ich habe viele Packs so behandelt, und bin damals aktiv Rennen gefahren, habe also schon Ansprüche an die Akkus gehabt. Die haben die Behandlung offenbar mehr gemocht, als deren Konstrukteure :-). Und weil ein frisch geladener Akku den besten Start erlaubt, wurde der Kurzschlussstecker erst direkt vor der Ladung abgezogen.

Grüße, Kurt

Ja, der Text ist über meist NiMH.

Gar kein Problem würde ich nicht sagen, ganz im Gegenteil.

Wenn ich jetzt mal von den AA und AAA Zellen ausgehe die ich hier für alles Mögliche nutze dann scheint ewiges Rumliegen mit Entladung unter

0,9V definitv schlecht. Man kann die dann zwar wieder regenerieren, aber so gut wie vorher sind sie nicht mehr. Deswegen lade ich sie bei Nichtgebrauch alle paar Monate mal wieder auf, wobei ich sie vorher bis 0,9V entlade.

mfG

Ok, ich kauf auf jeden Fall nix Andres mehr. Wenn ich mal wieder Akkus für eine Funke brauche dann nur diese.

mfG

hier ist die ganze Quelle:

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mfG

Hallo Manfred,

Manfred D. schrieb:

Schlecht ist, wenn sie in geladenem Zustand liegengelassen werden und sich dann selbst entladen. Deshalb immer, wenn man sie längere Zeit nicht nutzt, komplett entladen. Bis nichts mehr rauskommt.

Genau dadurch gehen sie kaputt.

Gruß Martin

Hallo Olive,

Oliver Varoß schrieb:

Beim Reflexladen kannst Du normalerweise 50 bis 100 % höhere Ladeströme verwenden, als beim normalen Laden.

Gruß Martin

Moin!

Och, nichts besonderes. Ein Futaba FX-10 mit Empfänger FP-R102J. Zwei Servos sitzen in dem Auto, jeweils FP-S148. Bemerkenswert fand ich den "Speed-Controller", einen Drehschleifer mit fünf Kontakten und einem komischen Felsblock als Widerstand mit drei Kontakten im Heck. Aber schön zu sehen, dass die alte Technik noch läuft! :-) In einem Web-Forum haben sie mir neulich geraten, für den bald ein H-Kennzeichen zu beantragen.

Huch!? Und das ist toll? Warum?

OK, das sollte mein Ladegerät (für LiPos vom Heli und alles) können. Hoff ich. Mal schauen.

Dank und Gruß! Mirko

Oliver Varoß schrieb:

Oha! Dann muss ich da ja rein.

Der Regler ist auch noch nicht getauscht. Ich weiß noch nicht so genau, was ich mit dem Auto vorhab, ich bin nur erstmal froh dass es noch tut. Wenn ich damit noch öfters fahren sollte, wäre das doch eine gute Option, oder? Der alte Schiebe-"Regler" geht mit dem Motor nicht gerade zimperlich um. Ja, dann denke ich auch über aktuelle LiPos nach. :) Vielleicht wollte ich sogar einen Heliempfänger einbauen um das Auto an meiner DX7 mit einer Hand steuern zu können. ;)

Die alten Sachen behalte ich natürlich und kann sie ja jederzeit wieder einbauen.

Schöne Grüße Mirko

Moin!

Martin Schoenbeck schrieb:

Hm, ich glaube, das kann mein Ladegerät nicht, meins lädt zwar gepulst, aber ich glaube reflexig lädt das nicht. Aber vielleicht wisst Ihr das ja: ich habe einen Ultramat 12 Graupner und ein ECO6 von HongHobbyKingKong.

Dank und Gruß Mirko :)

Oliver Varoß schrieb:

Kann man denen das irgendwie ansehen?

Dank und Gruß Mirko :)

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